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Viele Fragen zum Leasing; bitte um Hilfe!

Themenstarteram 28. Oktober 2010 um 12:33

Hallo Leute,

also, ich habe folgendes Problem: Ich brauche einen Wagen, habe aber erstmals eher wenig Bares, daher kann ich nur leasen.

Leider habe ich von Leasing aber absolut null Plan, daher bitte ich euch um Hilfe!

- Leasing ist ähnlich einer Miete, der Wagen gehört mir nicht, steht fast überall. Was passiert mit den monatlichen Raten, der Anzahlung und dem Restwert (wenn vorhanden)?

- Kann man beim Leasing vorzeitig aus dem Vertrag raus? Welche Kosten entstehen im Normalfall?

- Kann man alles frühzeitig abzahlen und den Wagen dann behalten (kaufen)?

- Ist eine Einlage oder Depoterhöung während der Laufzeit möglich?

- Was passiert mit dem Depot?

 

Beispiel: hier in Österreich gibt es ein Angebot für den Fiat 500 pop. Liste 11800€, Depot 3500€, Rest 6650€, Rate 55€, Versicherung 45€, Laufzeit 36 Monate. Ergibt gesamt 12130. Dazu aber noch Vertragsgebühr usw, ca. 300€.

Gut, hört sich schön an, 100€ im Monat, aber gehört mir der Wagen irgendwann? Nach Zahlung der 6650€ Restwert?

Anderes Beispiel: Mini One wäre noch besser für mich. Laut Mini.at gibt es Nutzenleasing, Restwertleasing, Select Leasing und Relax.

Relax, ab 99€ pro Monat, hört sich gut an: Relax

Oder Mini One Cabrio um 129€ pro Monat: One Cabrio

Aber auch hier wieder die Fragen von oben, da alles sehr verwirrend für mich ist.

Oder finanzieren über Kredit? Argh, was tun?

Daher meine Bitte: bitte die obrigen Fragen beantworten und mir wenn möglich alles einigermaßen erklären. Ich möchte nicht als Noob zu den Firmen fahren und Angebote einholen, da die mir zur Zeit alles erzählen können. Verständlich, oder?

DANKE!

Beste Antwort im Thema

Ich versuche es mal.

Wenn Du Anzahlung, monatl. Raten und Restzahlung vereinbarst und zahlst, ist das aus meiner Sicht kein klassisches Leasing, sondern eine Finanzierung. In dem Fall ist das Auto dann abbezahlt, und Deins.

Beim klassischen Leasing, geht das Fahrzeug nach Ablauf der vereinbarten Zeit zurück an den Händler. Es gibt das s.g. Restwertleasing, bei dem schon bei Vertragsabschluss der Restwert des Fahrzeuges festgesetzt wird. Sollte aber in z.B. 3 Jahren der tatsächliche Restwert niedriger sein als angenommen, musst Du die Differenz nachbezahlen.

Dann gibt es das Kilometerleasing, bei dem eine Kilometerleistung X pro Jahr festgeschrieben ist. Bist Du drüber musst Du nachzahlen, bist Du drunter kriegst Du Geld zurück. Wieviel Du zahlen musst oder wieder bekommst pro Mehr- bzw. Minderkilometer ist im Leasingvertrag festgehalten.

Aus einem Finanzierungsvertrag, egal ob Leasing oder sonstwas, auszusteigen ist immer mit hohen Kosten verbunden, und sollte nach Möglichkeit nicht gemacht werden. Sondertilgungen oder -zahlungen sind denke ich eher nicht möglich, ist aber immer eine Frage des Vertrages und des Wohlwollens des Geldgebers (Leasinggesellschaft / Bank).

Mit Depot meinst Du wahrscheinlich die Anzahlung. Die ist weg!! Genau wie alle anderen Zahlungen.

Bei Dienem Fiat 500 Beispiel stimmt allerdings deine Rechnung nicht.

3500,00 Anzahlung,

3600,00 (36x100,00 Rate inkl. Versicherung)

6650,00 Restzahlung

----------

13750,00 Euro nicht 12130,00

Das sind 16,5% die Du am Ende mehr zahlst als Listenpreis. Find ich ganz schön viel.

Mein Rat für z.B. den Fiat 500:

Bei 11800,00 Listenpreis erstmal verhandeln. Wahrscheinlich kommst Du so auf 10000 - 10500 Euro. Dann bis 5000,00 sparen, und den Rest wenn möglich über einen zinslosen Kredit bei Oma/Opa oder Eltern. Ist das nicht möglich vergleiche die Angebote der Banken für ca. 6000 - 8000 Euro Kreditsumme und nimm das Geld auf.

Vorteil: Das Auto gehört Dir. Sollten Schwierigkeiten bei der Rückzahlung auftreten, kannst Du noch immer selbst entscheiden ob Du das Auto verkaufst um den Kredit abzulösen, oder was Du sonst machst. Bei Leasing oder Kfz-Finanzierung entscheidet die Bank was passiert, aber der Wagen ist meistens weg.

Hoffe das hilft Dir etwas weiter.

Grüße

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Ich versuche es mal.

Wenn Du Anzahlung, monatl. Raten und Restzahlung vereinbarst und zahlst, ist das aus meiner Sicht kein klassisches Leasing, sondern eine Finanzierung. In dem Fall ist das Auto dann abbezahlt, und Deins.

Beim klassischen Leasing, geht das Fahrzeug nach Ablauf der vereinbarten Zeit zurück an den Händler. Es gibt das s.g. Restwertleasing, bei dem schon bei Vertragsabschluss der Restwert des Fahrzeuges festgesetzt wird. Sollte aber in z.B. 3 Jahren der tatsächliche Restwert niedriger sein als angenommen, musst Du die Differenz nachbezahlen.

Dann gibt es das Kilometerleasing, bei dem eine Kilometerleistung X pro Jahr festgeschrieben ist. Bist Du drüber musst Du nachzahlen, bist Du drunter kriegst Du Geld zurück. Wieviel Du zahlen musst oder wieder bekommst pro Mehr- bzw. Minderkilometer ist im Leasingvertrag festgehalten.

Aus einem Finanzierungsvertrag, egal ob Leasing oder sonstwas, auszusteigen ist immer mit hohen Kosten verbunden, und sollte nach Möglichkeit nicht gemacht werden. Sondertilgungen oder -zahlungen sind denke ich eher nicht möglich, ist aber immer eine Frage des Vertrages und des Wohlwollens des Geldgebers (Leasinggesellschaft / Bank).

Mit Depot meinst Du wahrscheinlich die Anzahlung. Die ist weg!! Genau wie alle anderen Zahlungen.

Bei Dienem Fiat 500 Beispiel stimmt allerdings deine Rechnung nicht.

3500,00 Anzahlung,

3600,00 (36x100,00 Rate inkl. Versicherung)

6650,00 Restzahlung

----------

13750,00 Euro nicht 12130,00

Das sind 16,5% die Du am Ende mehr zahlst als Listenpreis. Find ich ganz schön viel.

Mein Rat für z.B. den Fiat 500:

Bei 11800,00 Listenpreis erstmal verhandeln. Wahrscheinlich kommst Du so auf 10000 - 10500 Euro. Dann bis 5000,00 sparen, und den Rest wenn möglich über einen zinslosen Kredit bei Oma/Opa oder Eltern. Ist das nicht möglich vergleiche die Angebote der Banken für ca. 6000 - 8000 Euro Kreditsumme und nimm das Geld auf.

Vorteil: Das Auto gehört Dir. Sollten Schwierigkeiten bei der Rückzahlung auftreten, kannst Du noch immer selbst entscheiden ob Du das Auto verkaufst um den Kredit abzulösen, oder was Du sonst machst. Bei Leasing oder Kfz-Finanzierung entscheidet die Bank was passiert, aber der Wagen ist meistens weg.

Hoffe das hilft Dir etwas weiter.

Grüße

Themenstarteram 28. Oktober 2010 um 20:35

Danke Dir für die ausführliche Erklärung, hatte noch nie mit dem Thema zu tun. Immer Barzahler. :)

Beim Fiat-Beispiel denke ich trotzdem, dass ich richtig liege, da die Versicherung nicht zum Kaufpreis dazugezählt werden darf. Die brauche ich auch bei Barzahlung des Wagens. Aber egal soweit! ;)

Ich las heute einige Websites betreffend des für mich neuen Themas und kam auf folgenden Schluss:

Beim oben angesprochenen Leasing des Fiat 500 zahlt man mehr oder minder den Wertverlust des Wagens.

Auch bei BMW steht zB "garantierter Restwert" im Kleingedruckten.

Ich zahle also die Anzahlung, dann die monatlichen Raten/Mieten. Nach letzter Rate geht der Wagen dann zurück an den Leasinggeber, außer, ich zahle den Restwert und der Wagen gehört mir. Richtig so?

Wenn dem so ist, dann ist die Variante nicht so schlecht!

Beispiel Mini Cabrio:

Liste 21.390€ ohne Verhandeln, Anzahlung 6.160€, 129€ Rate, Restwert garantiert 11.260€, 36 Monate; Gesamtbelastung inkl. Gebühren 22.348€ => Differenz 958€.

Anzahlung ergibt ca. 29%, Restwert ca. 53%, dh Wertverlust ca. 47% in 3 Jahren. Klingt real. Allerdings kann man aus heutiger Sicht davon ausgehen, dass ein 3-jähriges Mini Cabrio beim Wiederverkauf mehr als 11.260€ einbringt, siehe aktuelle Angebote. Also alles okay soweit.

Somit ergibt meine Annahme von "Bezahlung des Wertverlustes auf die Laufzeit" durchaus Sinn. Fraglich ist nur, was am Ende der Laufzeit kommt.

Stimmt nun die Annahme, dass der Wagen nach letzter Rate zurück zum Leasinggeber geht, ich ihn aber für den genannten Restwert "rauskaufen" kann? Oder muss ich immer den Restwert zahlen?

ad Kilometerleasing: gibt es hier in Österreich wohl nicht. :(

ad Guter Rat: ausleihen leider nicht möglich, da wir alle einen Großteil unseres Ersparten für jemanden zusammenlegen. Also besser Leasing. ;)

Edit: klar ist der Restwert relativ niedrig; dadurch steigt die Leasingrate!

Ich wollte es gerade noch sagen, hier sollte man Deutschland nicht mit Österreich mischen...

Themenstarteram 29. Oktober 2010 um 12:25

Nach einigen Stunden des Kalkulierens denke ich nun, dass Kredit eindeutig die bessere Wahl ist, da ich aktuell so gut wie kein Geld habe, welches für die Vorauszahlung/Anzahlung dienen soll.

Die monatliche Belastung ist nun zwar höher, dafür kann ich leichter raus bzw alles zurückzahlen, wie Nosports schon geschrieben hat (danke nochmal!).

Eine Frage bleibt noch: bei Mini gibt es die Variante, dass man nach letzter Leasingrate den Wagen gegen einen neuen eintauschen kann. Muss man dann wieder eine Anzahlung leisten, oder geht es einfach per Leasingrate weiter?

Dann müßten deine Raten für den 1. Wagen höher sein, damit am Ende der Laufzeit, der Restwert des Wagen höher ist als die noch ausstehende Restsumme, dann hast Du Geld für eine neue Anzahlung. Macht mein Freundlicher immer so. Dann kann man sich beim nächsten Wagen auch überlegen, ob man bei sehr günstigen Zinsen, den Wagen finanziert, die Anzahlung hat man ja schon.

MfG aus Bremen 

Wenn ich mal ergänzen darf:

- beim Leasing sind über die gesamte Laufzeit Inspektionen bei der Vertragswerkstatt vorgeschrieben, beim Kredit nicht.

- beim Leasen niemals einen Vertrag mit Andienungsrecht unterschreiben.

D.h. der Leasing-Nehmer ist zum Kauf des Leasing-Objektes – zum vereinbarten Restwert – verpflichtet, sofern die Leasing-Gesellschaft von ihrem Andienungsrecht Gebrauch macht.

Der Leasing-Nehmer hingegen hat keinen Anspruch darauf, den Leasinggegenstand zu erwerben. Der Leasing-Geber kann das Leasing-Objekt anderweitig veräußern.

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