Verzweiflung! Vom Autohaus aufgegeben und vom Hof gejagt
Hi Leute,
ich möchte Euch heute mal eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen schildern.
Wie eventuell einige gelesen haben, habe ich mit meinem neuen Scirocco ein scheinbar unlösbares Problem.
Habe das Auto im Juli neu bekommen.
Nach ein paar Wochen fing das Auto an, vermehrt beim Kaltstart stark zu Klickern und zu Rasseln.
Nach mehreren Anläufen, wurde der Nockenwellenversteller ausgetauscht, km- Stand war so ca. 500-800 km.
Das half ca. 4 Tage und dann begann mein Auto erneut zu Klickern und Rasseln. Bei einem weiteren Werkstattaufenthalt, wurde ein Ölwechsel gemacht, da laut VW in einer Charge Ölfilter irgendwas defekt sein sollte.
Das half natürlich nicht, war ja klar!
Beim dritter Werkstattbesuch wurde in Absprache mit VW erneut der Nockenwellenversteller getauscht und auch gleich die Steuerkette, der Kettenspanner und was weiß ich noch.
Das Auto Klickerte und rasselte aber weiterhin, es wurde eigentlich nur immer schlimmer.
Darauf hin wurde ein Außendienstmitarbeiter von VW zu meinem Händler geschickt. In Absprache mit dem Werk und den Mechanikern wurde die Ölpumpe getauscht und dann das Auto 2 Wochen vom Autohaus getestet. Ich bekam es dann wieder und mir wurde versichert, dass das Problem nicht mehr auftritt!
Doch bereits am nächsten Tag rasselte und klickerte das Auto wieder beim Kaltstart.
Etwas erbost ging ich wieder ins Autohaus und es wurde abgesprochen, dass das Auto gewandelt wird, in einen Scirocco mit 2.0 TSI Maschine, gleiche Ausstattung. Über die Abwicklung müsse man sich mit der Chefin und VW aber erst einigen.
So verging dann Woche um Woche und ich wurde plötzlich immer zu vertröstet und hingehalten.
Nachdem ich gestern nach über 6 Wochen Hinhalterrei und keinerlei Rückmeldung mal wieder im Autohaus etwas energischer nachfragte, wie das nun weitergehen soll, rastete der Autoverkäufer plötzlich total aus und beschimpfte mich, schrie rum das sämtliche Kunden mit offenem Mund im Autohaus standen. Ich soll die Kiste stehen lassen, wenn mir es nicht passt und ich wäre uneinsichtig und es wäre ne Frechheit wie ich mich verhalte.
Kurzum sagte ich, dann lass ich die Karre halt stehen!
Dann ging ich auf den Hof, um meine persönlichen Gegenstände aus dem Fahrzeug zu holen, da kam der Werkstattmeister angerannt, und schrie mich an was ich mir einbilde, hier wegen dem Frust über VW sämtliche Mitarbeiter zu tyrannisieren?
Ich sagte zu Ihm, was das soll, ich zahle schließlich jeden Monat die komplette Rate, aber fahre seit 3000 km ein defektes Fahrzeug und werde hier ständig nur hingehalten! Er schrie, ich soll das Ding stehen lassen und ihm den Schlüssel geben und verschwinden!
Ich ging dann ins Autohaus und fragte nach der Chefin, die wäre nicht da!
Somit warf ich dann den Schlüssel auf den Tisch und ging zu Fuß 8 km nach hause.
Zu hause rief ich die Hotline von VW an und bittete um Hilfe, schilderte den kompletten Vorgang von Anfang bis Ende.
Man will mir nun schnell eine schriftliche Stellungnahme zusenden!
Beste Antwort im Thema
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du an dieser Situation unschuldig bist.
Klar hast Du es hier recht "objektiv" geschrieben, aber die Reaktion vom Händler läßt doch auf etwas anderes schliessen.
Zumal gebe ich mein Fahrzeug nicht einfach so ab, ohne einen schriftliche Vereinbarung getroffen zu haben.
Wie naiv bist Du ?!
39 Antworten
Nun ja, wer rechnet denn damit, dass im Nachhinein so eine Sache derart ausufert? Klar hab ich immer nen Schein unterschrieben und auch ein Terminblatt erhalten. Nur da es eh immer Garantiesache war, hab ich da natürlich nix aufgehoben, klar bin ich jetzt schlauer!
Um auf die Frage von Antoni zu Antworten:
Klar nach einer gewissen Anzahl von erfolglosen Reparaturversuchen und der nachfolgenden Hinhaltetaktik und ständig fehlender Rückrufe, bin ich sicherlich auch 1-2 Mal dort etwas angepisst aufgeschlagen und hab eventuell auch mal ungewollt rumgemotzt!
Aber es stand in keinem Fall zu dem Verhältnis, wie man mir dann gestern den Marsch geblasen hat!
Ich wurde da nie persönlich, oder habe rumgeschrien und so was darf keinem Verkäufer oder sonstwem passieren, das es derart aus der Bahn gerät.
Da geht man raus und strammt mal gegen die Wand, aber nicht so, wo an anderen Tischen auch noch Kunden gesessen haben!
Ich habe mich richtig geschämt!
Jaaa, so ist das Heute, einige Mitarbeiter haben scheinbar den letzten Schuß nicht gehört. Der Kauf meines jetzigen Wagen hat in dem Autohaus auch zu einer Revolution geführt. Erst wurde mein Verkäufer entlassen und etwas später auch noch der Filialleiter. Der Chef hatte auf Grund einer Nachfrage von mir, über eine Ungereimheit beim Kauf, ein wenig genauer in die Filiale geschaut und dabei ethliche Betrügereien aufgedeckt. 😁
MfG aus Bremen
I.d.R. bekommt unterschreibt man doch bei Abgabe des Fahrzeuges an den Händler eine Auftragsbestätigung, die man nach erfolgter Instandsetzung zurück erhält mit den Daten, was genau gemacht wurde.
Solltest Du so etwas nicht bekommen haben, würde ich den Rechtsbeistand darauf ansprechend diese zu besorgen, so dass dieser hier auch noch mal der Form halber zur Beweissicherung - Stichwort Rücktritt vom Kaufvertrag - vorlegen kann.
Alles andere wäre obsolet.
Man kann natürlich nun über das Verhalten des Autohauses sprechen und will diskutieren, aber das bringt den TE nicht weiter.
Das Kind ist in den Brunnen gefallen und nun muss halt versucht werden, hier einigermaßen kostengünstig hier ein mangelfreies Fahrzeug zu erhalten.
Wenn ich zurückdenke, hab ich die Garantieaufträge zwar immer unterschrieben, aber nie eine Kopie oder Durchschrift erhalten!
Einzig bei kostenpflichtigen Durchsichten und Reparaturen in der Vergangenheit meiner Vorgängerautos, bekam ich dann immer ne Rechnung, wo alles nachvollziehbar war!
Wer denkt mit nem Neuwagen schon an sowas, wenn alles von alleine geht?
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du bekomsmt bei Garantieaufträgen nie was - ist aber auch egal, lass dir von irgendeinem VW-Händler die Historie von deinem Auto ausdrucken, bekommst du mit der Fahrgestellnummer - alles, was gemacht wurde, steht dort drin, wenns über Garantie ging erst recht, da sonst der Händler kein Geld bekommt.
Mehr brauchst du nicht, hatte auch keine Durchschläge bekommen aber eine Rückabwicklung durchbekommen. Allerdings hat bei mir das Autohaus nach etwas Startschwierigkeiten super und echt lobenswert mitgezogen hat!
Zitat:
Original geschrieben von tuonooli
Wenn ich zurückdenke, hab ich die Garantieaufträge zwar immer unterschrieben, aber nie eine Kopie oder Durchschrift erhalten!
Das kenne ich nur zu gut, glaub mir.
Die Frage ist nun, kann ein anderes Autohaus bzw. der Hersteller tatsächlich auf die Daten zurückgreifen, was gemacht wurde ?
Aufgrund der Tatsache wie Du den Händler beschrieben hast wäre es auch möglich, das dieser so einiges unter den Tisch hat fallen lassen.
Einzig Sache mit dem Reiseingeniuer ist für dich als klarer Vorteil zu werten.
Nabend nur kurze Info, ich arbeite in einem VW-Autohaus und kann bestätigen man kann den Reperaturlauf und Umfang nachsehen nur nicht wer diesen Auftrag bearbeitet hat oder wo es gemacht wurde, nur das ist ja 2t rangig geh zu einem anderen Autohaus und lass dir die Reperaturhistorie geben und kontaktier dann VW bezüglich eines Rücktritts vom Kaufvertrag da 3 erfolgslose Reperaturversuche für 1 Problem dann kann man "Wandeln"
mfg
Meiner Meinung nach hast du alles richtig gemacht.
Auto steht wieder bei dir (mit defekt), mit dem Autohaus hast du vorerst nichts mehr zu tun.
Ich würde am Montagmorgen einen Anwalt kontaktieren, der kümmert sich um die Rückabwicklung des Fahrzeugs (und zwar mit Verzinsung und allem drum und dran. Eben professioneller, als man das selbst könnte). Jeder Werkstattaufenthalt ist im System von VW elektronisch dokumentiert.
Und dann sieht man zu, dass man ein anderes Auto bekommt (aber nicht mehr in diesem AH)..
Schönen Samstag Abend.
Danke Leute!
Ihr habt mir hilfreiche Tipps gegeben!
Wenn man so ein Problem noch nie hatte, dann ist man in der Tat teilweise hilflos!
Man weiß nicht wie man sich verhalten soll und lässt sich meistens auch noch von Emotionen zu unüberlegten Handlungen hinreißen!
Auch lernt man plötzlich schnell, wer wirklich Freund oder Feind ist!
Ich kenne die meisten Leute dort im AH jedenfalls seit mehreren Jahren und man gab mir da bisher immer das Gefühl, ein besonderer Kunde zu sein!
Man bekam immer die dicksten Leihwagen, wurde immer mit nem Kaffee begrüßt usw.!
Aber nun habe ich auch die Kehrseite kennengelernt, alles nur Getue solange man das Geld dort lässt und wenn man ein Problem hat, ist man plötzlich nur noch Ballast!
Ohne das du hier Rufmord begehen sollst, würde mich der extrem freundliche und Kompetenter Händler interessieren.
Das ein Mitarbeiter auch mal die Fassung verlieren kann (ob es nun so krass wie bei dir sein muss 😕), sehe ich als völlig normal an. Es sind ja auch nur Menschen... Jedoch sollte dann wenigstens eine persönliche Entschuldigung drin sein. -wenn es sich noch um einen langjährigen Kunden handelt noch ein Gutschein o.ä.
Wenn man das als Dienstleister nicht hinbekommt, gehört dieser entlassen. Bekommt man es als Mensch nicht hin, sollte man sich richtig Gedanken machen. Charatkterschwach...
Ich würde mir ebenfalls einen Anwalt nehmen und versuchen da alles sauber zu klären.
Namen werde ich nicht nennen, sorry so bin ich nicht!
Eine Entschuldigung erwarte ich auch nicht, da ich ja in deren Augen der böse Kunde bin. Wortlaut: Ich tyrannisiere sämtliche Mitarbeiter wegen meinen Frust über VW.
Kritikgespräche gab es aber immer nur mit dem Verkäufer und dem Servicemitarbeiter am Tresen, mit keinem Anderen!
Mein Gesprächswunsch mit der Chefin wurde mir 2 Mal verwehrt!
Reparaturversuche wurden auch vom Autohaus aufgegeben, Wortlaut: Wir wissen nicht mehr weiter, VW sagt das Problem kann bei dem einen oder anderen 1.4er Motor mal schwächer oder stärker auftreten und ist Stand der Technik!😁
Es kommt auch noch dazu, dass nach der letzten Reparatur mit 2 wöchigem Test das Fahrzeug plötzlich bei normaler Fahrweise 11 Liter Sprit auf 100 km verbraucht.
Ich habe das auch schon 2 Mal angemahnt, es wurde regelrecht ignoriert! Wortlaut: Es gibt nichts im Fehlerspeicher, Software ist aktuell, wir können nix machen!
Deswegen habe ich in der Überschrift auch bewusst "vom Autohaus aufgegeben" gewählt!
Bis jetzt hat bei mir immer ein Brief an den Vorstand geholfen...
Beim Smart meiner Frau wollte das Smartcenter nicht den defekten Tankdeckel austauschen, obwohl das Problem bekannt war. Brief an den Vorstand -> Reparatur auf Kulanz inkl. Ersatzwagen.
Von einem Handynetz mit blauem Logo und Blubberbläschen hatte ich wiederholt einen Defekt an den Tasten des Handys. Das Problem war dem Hersteller bekannt, dort wird das Gerät auch kostenfrei repariert. Das Handynetz wollte mir jedoch Fehlbedienung vorwerfern. -> Brief an den Geschäftsführer Deutschland und nach 10 Tagen hatte ich ein nagelneues Handy in der Post.
Finde das auch nicht in Ordnung wenn es so abgelaufen ist wie du schreibst.
Muß aber dazu sagen das ich sowas kenne, meiner war auch über 20 mal beim🙂 und es nervt einfach freundlich zu bleiben wenn man einen für dumm verkaufen möchte!
Komisch hier schrieb einer das sein Verkäufer gefeuert wurde, ist mir genau so passiert als ich meinen Wagen abholen wollte war mein Verkäufer nicht mehr da und man sagte mir dieser wurde entlassen.😠
Zum Thema Reparatur auch in der Garantie kann ich jedem nur ans Herz legen sich immer was schriftliches geben zu lassen, meine Reparaturaufträge habe ich immer in Kopie erhalten und es ist sehr wichtig wenn man wirklich mal Probleme bekommen sollte um nachweisen zu können was alles am PKW schon bearbeitet bzw. repariert wurde.
Es scheint aber keine Seltenheit bei VW Händlern das die Beschwerden von Käufern sich häufen.
Gruß Ron
Also das man "nichts" bekommt bei Erteilung eines Reparaturauftrages, egal ob GA oder nicht, kann ich so nicht
bestätigen. Ich habe bei meiner ersten und letzten Beanstandung bis jetzt von der Werkstatt eine Auftragskopie ausgehändigt bekommen.
Auch kam jetzt nach einiger Zeit eine "Rechnung" über die durchgeführten Arbeiten. Diese wies logischerweise den Betrag 0,00 aus.
Also würde ich mal gezielt nach den Unterlagen fragen. Eine Auftragskopie sollte auch im Nachhinein durch den Händler
ausgehändigt werden können, da diese normalerweise alle Belege elektronisch archivieren.
Auch sonst kann bei jedem Fahrzeug über die Reparatur- und Schadenshistorie nachvollzogen werden, welche Arbeiten das Fahrzeug bis dahin bekommen hat.
Mit freundlichen Grüßen