Verkehrsmoral
Aus der "Funkuhr" Nr. 46:
Eine Umfrage des Marktforschungsinstitut ergab folgendes:
Jeder zweite Autofahrer hält sich nicht ans Tempolimit
jeder dritte fährt beim Stoppschild durch
32% achten nicht strikt auf korrekten Abstand.
Ein Vertreter der DA Direkt-Versicherung ergänzt dazu:
"Mit zunehmender Fahrpraxis schleichen sich viele Nachlässigkeiten ein.
Auch Führerscheinwissen gerät in Vergessenheit".
Beste Antwort im Thema
Gaaaaanz böse ist auch: vor der Überquerung der Schienen NICHT in den 2. Gang runter schalten, nach links und rechts schauen, und erst nach Überquerung der Gleise wieder normale Geschwindigkeit aufnehmen.
DAS hat man mir in der Fahrschule auch beigebracht. Bin mal gespannt, wie viele sich DARAN nach 10 Jahren Fahrpraxis noch halten 😁 Na?
Mal ehrlich: solche Statistiken sagen doch überhaupt nichts aus. Klar fährt jeder 2. die obligaten 10 drüber und kommt am Stoppschild nicht zum Stehen dass es ruckelt, wie´s der Fahrprüfer von damals sehen (oder vielmehr fühlen 😉 ) sollte.
Was soll denn diese Statisitk dokumentieren? Wie böse und rücksichtslos der deutsche Autofahrer wieder ist?
Diese Statistik verdeutlicht doch wohl eher, wie praxisorientiert und wenig "paragraphenreiterisch" selbst der deutsche Michel sein kann. Gut so!
44 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von HerrLehmann1973
Gemeint war, dass ich in der Fahrschule eigentlich noch gelernt habe, vor allen Bahnübergängen (d. h. DB-Schienen, Werkbahnen, etc.; alles was ein Andreaskreuz hat; auch vor beschrankten BÜ) in den 2. Gang runter zu schalten und mit gemäßigter Geschwindigkeit über die Schienen zu fahren, dabei rechts und links nach Zügen Ausschau zu halten.Zitat:
Original geschrieben von Mindless75
Tschuldigung aber von was für Schienen redest du, bzw. wie meinst du das mit dem nicht in den 2ten Gang runterschalten?
Das macht meiner praktischen Erfahrung nach aber keiner mehr - zumindest nicht an beschrankten BÜ; es sei denn, -wie R129 sagt- die Schienen sind mittlerweile so freigelegt, dass man sich beim Überqueren die Achsen bricht und die Leute deswegen vom Gas gehen. 😉
Erlebe ich auch immer an dem selben innerstädtischen Bahnübergang in einer leichten Steigung bzw Gefälle aus der Gegenrichtung, das die "Vordermänner" aus Angst vor Achsbruch ihr Auto rübertragen. Halte dann immer gehörig Abstand um nicht bei Tempo 20 fast totgeschüttelt zu werden, sondern anschliessend mit bequemen 50 - 60 im 4. mal eben drüberzurubbeln. Und ja - auch nach 4 Jahren und 80.000 km ist das Fahrwerk noch bestens i.O.
Schon die Werbung vor vier Jahren behauptete: Weil er es kann. Sie hat Recht behalten bis jetzt.
Zitat:
Original geschrieben von bauer-power
Auch sehr ärgerlich, die vielen LKW. Wo kommen die her, wer braucht die? Vor 25 Jahren kamen auf 50 PKW vielleicht 2 LKW, heute ist das Verhältnis fast 1:1, so kommt es mir oft vor.
Hast du die vielen leeren Lagerhallen noch nicht bemerkt? Logistik - just in time - Zeitfenster. Die Waren werden nicht mehr in Hallen gelagert, sondern in LKW auf der AB geparkt, damit sie genau dann ankommen, wenn du die Ware brauchst. Allerdings müssen sie zwischendurch erst noch ins Ausland exportiert und dann wieder reimportiert werden, um die Subventionen abgreifen zu können.
Zitat:
seelig ) auf Kulanz gewechselt 😁 . Zum Rest: Wer alleine die 1000 Seiten starken Wälzer mit Kommentaren zur STVO sieht fragt sich echt langsam, wo wir hier eingentlich leben...
Du, kann ich es dir sagen, falls du es noch nicht weist: in DEUTSCHLAND - das sagt doch schon alles!
Aber ich hätte da einen vorschlag, wenn wir die beschränkungen, verbote, gebote etc. auf das notwendige mindestmaß begrenzen und auch nur dort aufstellen, wo sie auch wirklich hingehören, dann halten sich entschieden mehr leute dran, weil auch ein selbst denkender mensch es einsehen kann.
Wenn in Frankreich "scharfe kurve" steht, dann kommt auch eine!
Zitat:
Original geschrieben von bauer-power
Und das vor allem, weil in den Supermarktregalen mittlweile 50 Sorten Käse liegen und nicht mehr fünf wie früher.
Von mir aus können alle 50 Sorten Käse abgeschafft werden.
SoZitat:
Original geschrieben von freddi2O1O
Hauptsachespaß dabei *zuschnell undkopfschüttel*freddi
ist es richtig! (unpassendes habe ich gestrichen...)😁
Ich sehe diese Umfrage durchaus positiv!
Wenn sie auch nur ansatzweise repräsentativ ist, habe ich noch Hoffnung, dass es in D nicht nur griesgrämige Regelerotiker, Vorschriftsfanatiker & Erbsenzähler gibt, sondern der mündige Verkehrsteilnehmer situationsbedingt sein Hirn benutzt und Entscheidungen jenseits von Regeln oder bunten Schilderchen trifft...😉
Und nein dies soll keine Verrherrlichung von totaler Regelignoranz sein (bevor die Herren Moralapostel dies mal wieder in meine Worte hineininterpretieren), sondern ein Plädoyer für das interpretieren von Regeln/Vorschriften in Bezug auf die konkrete Situation, im Sinne des eigenverantwortlichen selbstbestimmten Handelns.
Genau letzteres soll dem Bürger aber anscheinend durch andauernden Überregulierungs- und Kontrollwahn (und dies beileibe nicht nur im Bereich des Strassenverkehrs) immer mehr aberzogen werden...🙄
Zitat:
Original geschrieben von letzterlude
Genau letzteres soll dem Bürger aber anscheinend durch andauernden Überregulierungs- und Kontrollwahn (und dies beileibe nicht nur im Bereich des Strassenverkehrs) immer mehr aberzogen werden...🙄
Tja, scheint ja zu klappen. Oder hat mal einer eine Demo dagegen gesehen ?
Manchmal ist es auch so, dass ich unsinnige Regeln ignoriere.
Aber wirklich nur wenn niemand gefährdet wird.
Vor dem Haus eines Kumpels ist jetzt ein Halteverbot. Die ganze Straße durch. Aber warum? Platz ist genug.
Weil niemand auf den teuren Parkplatz nebenan geht. Der wird von Vater Staat bewirtschaftet.
Der ist auch groß und übersichtlich, aber hat den Nacheil, dass er kostet. Viel für mich sogar. 1 Euro die Stunde.
Also mal eben schnell die kostenlosen Parkmöglicheiten weggenommen -.-
Ich hab das Absolute Halteverbot Schild einfach abgerissen und in den Kofferraum geschmissen und mein Auto da hingestellt.
Ist ja kein Halteverbot mehr.
Man, was war ich sauer.
Zitat:
Original geschrieben von VincentVEGA_
Ich hab das Absolute Halteverbot Schild einfach abgerissen und in den Kofferraum geschmissen und mein Auto da hingestellt.
auch ne Art etwas Taschengeld zusätzlich zu verdienen, aber mühsam. Andere sammeln leere Flaschen. Wie ist denn derzeit der Kurs beim Schrotti für ne Tonne Altmetall?
Zitat:
Original geschrieben von VincentVEGA_
Manchmal ist es auch so, dass ich unsinnige Regeln ignoriere.
Aber wirklich nur wenn niemand gefährdet wird.Vor dem Haus eines Kumpels ist jetzt ein Halteverbot. Die ganze Straße durch. Aber warum? Platz ist genug.
Weil niemand auf den teuren Parkplatz nebenan geht. Der wird von Vater Staat bewirtschaftet.
Der ist auch groß und übersichtlich, aber hat den Nacheil, dass er kostet. Viel für mich sogar. 1 Euro die Stunde.Also mal eben schnell die kostenlosen Parkmöglicheiten weggenommen -.-
Ich hab das Absolute Halteverbot Schild einfach abgerissen und in den Kofferraum geschmissen und mein Auto da hingestellt.
Ist ja kein Halteverbot mehr.
Man, was war ich sauer.
Nach ner Woche steht das Schild wieder da und du hast ggf. eine Anzeige an der Backe (wenn man das zurückverfolgen kann).
Da gibt es wesentlich elegantere & demokratischere Wege..
Das hat m.M.n. auch nichts mehr mit "Verkehrsmoral" zu tun, sondern das ist schlichtweg Sachbeschädigung auf Kosten der Allgemeinheit.
Verkehrsmoral - das Wort kann ich sowieso nicht leiden.
Was hier angekreidet wird, hat nicht unbedingt etwas mit Moral zu tun, sondern vielmehr mit der Nachvollziehbarkeit von Regeln.
Wenn ich eine Regel nicht nachvollziehen kann, dann ignorier ich sie irgendwann.
Wer macht das auf der Arbeit denn nicht ab und zu so?
Es gibt in Hamburg z.B.: außerorts eine schnurgerade Landstraße, ca 2km gerade aus und ringsrum nur Wiesen, ohne Straßeneinmündungen.
Tempo 50.
Da hält sich selbst Opa Gehrke nicht dran - und das muss schon was heißen 😉
Tempolimits und Regeln müssen im Straßenverkehr klar definiert und nachvollziehbar sein.
Natürlich erkennt man den Grund für einige Verbote vielleicht nicht sofort (besonders als Auswärtiger), aber es sind ja i.d.R. die "Einheimischen", die an "bekannten" Stellen halt schonmal ein Zeichen ignorieren.
Was dagegen hilft?
Sicherlich nicht noch mehr Blitzer und Kontrollen. Das steigert sogar noch die Wut beim Autofahrer und führt noch viel mehr dazu, dass Regeln ignoriert werden.
Stattdessen sollte hier wieder mehr wert auf die Selbstständigkeit der Autofahrer gelegt werden. Die bisherige Verkehrspolitik zielte ja eher auf das Abschalten der Hirnfunktion der KFZ-Führer ab..
Zitat:
Original geschrieben von shathh
Stattdessen sollte hier wieder mehr wert auf die Selbstständigkeit der Autofahrer gelegt werden. Die bisherige Verkehrspolitik zielte ja eher auf das Abschalten der Hirnfunktion der KFZ-Führer ab..
Eher eine Folge der typisch deutschen Paragraphenreitere und schuld ist immer der andere. Da wird für den größten Schwachsinn ein Prozess angezettelt - wofür hat man denn die Rechtschutzversicherung - mit der Folge wieder ein neues Urteil oder eine Gesetzeslücke die geschlossen wird. Und wieder ein Grundsatzurteil oder § mehr.
Ob die Regel auf den ersten Blick für den Fahrer nachvollziehbar ist ist vollkommen egal, daher hat´s ja häufig die Schilder und Begrenzungen. Wenn für jeden ersichtlich ist dass man z.B. an einer bestimmten Stelle langsam fahren muss und das daher (fast) jeder macht braucht es kein Schild. Ein Tempolimit kann viele Gründe haben, nicht nur dass man ab Tempo X in der Kurve von der Straße fliegt. Unübersichtliche Einmündung, Lärmschutz, ...
Die Einheimischen sind eh die Schlimmsten. Da wird jahrelang Theater gemacht weil man vor der eigenen Haustür Tempo 30 oder Verkehrsberuhigung haben will, und wer fährt dann zu schnell?
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Ob die Regel auf den ersten Blick für den Fahrer nachvollziehbar ist ist vollkommen egal, daher hat´s ja häufig die Schilder und Begrenzungen.
Natürlich ist das wichtig.
Wenn du auf einer dreispurigen Autobahn Tempo 80 vorgesetzt bekommst und weder Stau, noch Gefahrenstellen oder sonstige Atomangriffe sehen kannst, dann wirst du dich nach spätestens 2-3 Kilometern nicht mehr dran halten, weil du den Sinn hinter dieser Regel nicht siehst.
Die Tatsache, dass ein Schild XY vorschreibt, bedeutet nun nicht, dass es letztendlich angemessen ist.
Solch Fadenscheinige Argumente wie "Lärmschutz" (es gibt übrigens spezielle LÄRMSCHUTZ-Wände für sowas) werden doch ohnehin nur vorgeschoben, in den meisten Fällen.
Laut der Grünen-Fraktion ist dein Reifenabrollgeräusch bei Tempo 60 auch wesentlich lauter, als bei Tempo 50....😉
Zitat:
Wenn für jeden ersichtlich ist dass man z.B. an einer bestimmten Stelle langsam fahren muss und das daher (fast) jeder macht braucht es kein Schild.
Das meinte ich doch.
Es macht viel mehr Sinn, wenn Autofahrer selbstständig eine Gefahrensituation erkennen können und dementsprechend ihre Geschwindigkeit und Fahrweise anpassen.
Der Schilderwald in Deutschland hat dagegen dafür gesorgt, dass eine "Abhängigkeit" eingetreten ist.
Das heißt:
"Wo kein Schild ist, ist auch keine Gefahr".
Man erwartet also mittlerweile, dass man auf jeden Furz hingewiesen wird. Und das halte ich für sehr gefährlich.
Anmerkung:
Am schlimmsten sind ja da diese Wildwechsel-Schilder & Attrappen.
Mehrere riesige Schilder und Hirschattrappen, weisen mittlerweile auch jeden Blinden auf eine eventuelle Gefahr hin.
Zusätzlich werden dann noch LEUCHTANZEIGEN in den WALD gesetzt.. "ACHTUNG!!!!!!" - JA ICH HABS KAPIERT!
Du springst alle 50m fast auf die Bremse, weil dich Hirschattrappen mit leuchtenden Augen anstarren und dich das Schild darüber "KÖNNTEN SIE JETZT NOCH BREMSEN?" fragt. Ach, ich weiß nicht..
Irgendwann weinst du fast am Steuer, weil du spätestens beim 2. Schild gerafft hast, dass hier Wildtiere die Fahrbahn überqueren können.
Es gibt hier Orte, da hat man Kinder-Attrappen aufgestellt. Alle 2 Meter steht ein Kind an der Straße mit Reflektor-Augen.
Sind die nicht mehr ganz bei Trost? Was soll das?
Irgendwann ist man so abgestumpft, dass man vielleicht ein ECHTES Kind ignoriert. Das halte ich für lebensgefährlich!!
Zitat:
Ein Tempolimit kann viele Gründe haben, nicht nur dass man ab Tempo X in der Kurve von der Straße fliegt. Unübersichtliche Einmündung, Lärmschutz, ...
Oftmals existiert aber schlichtweg kein nachvollziehbarer Grund - und darum geht es hier doch.
Bestes Beispiel sind doch die Öko-Zonen. Sinnfreier kann eine Regel nicht mehr sein.
Zitat:
Die Einheimischen sind eh die Schlimmsten. Da wird jahrelang Theater gemacht weil man vor der eigenen Haustür Tempo 30 oder Verkehrsberuhigung haben will, und wer fährt dann zu schnell?
Was heißt hier denn jetzt wieder "zu schnell"?
Gibt ja genug Hilfspolizisten die dir bei 40 km/h schon an die Gurgel springen..
Zitat:
Oftmals existiert aber schlichtweg kein nachvollziehbarer Grund - und darum geht es hier doch.
Bestes Beispiel sind doch die Öko-Zonen. Sinnfreier kann eine Regel nicht mehr sein.
Man nur weil du noch nie selbst gesehen hast wie der Feinstaub vor der Umweltzone zum stehen kommt, und sich denkt "Verdammt, hier darf ich nicht reinfliegen" und woanders hinfliegt, heißt es noch lange nicht das es eine sinnfreie Regel ist !
Ironie off...
Umweltzonen war doch nur wieder ein Vorwand paar Euro´s der Melkkuh Autofahrer abzuknöpfen.. mehr auch nicht!
Jop, weil man moderne Autos braucht, die, ach wie überraschend, die Auto-Lobby anbietet. Was für ein Zufall.
Zitat:
Nach ner Woche steht das Schild wieder da und du hast ggf. eine Anzeige an der Backe (wenn man das zurückverfolgen kann).
Da gibt es wesentlich elegantere & demokratischere Wege..
Das hat m.M.n. auch nichts mehr mit "Verkehrsmoral" zu tun, sondern das ist schlichtweg Sachbeschädigung auf Kosten der Allgemeinheit.
Nun ja, einen Beschwerdeantrag habe ich bereits vorbereitet, nur ist die Frage: Bringt der was?
Meine Chancen schätze ich da als sehr gering ein, aber man sollte es wenigstens versuchen, da gebe ich dir recht.
Zitat:
Original geschrieben von Han_Omag F45
auch ne Art etwas Taschengeld zusätzlich zu verdienen, aber mühsam. Andere sammeln leere Flaschen. Wie ist denn derzeit der Kurs beim Schrotti für ne Tonne Altmetall?Zitat:
Original geschrieben von VincentVEGA_
Ich hab das Absolute Halteverbot Schild einfach abgerissen und in den Kofferraum geschmissen und mein Auto da hingestellt.
die anderen sammeln die flaschen aber auch nur, weil vor einigen jahren der flaschenpfand eingeführt wurde. die stadtreinigungsdienste brauchen dadurch bedingt weniger mitarbeiter, der überschuss wird kurzerhand in die hartz-empfangsbereitschaft entlassen... macht aber den selben job wie zuvor - flaschen sammeln nämlich.
nur jetzt halt nicht für ein (früher recht grosszügiges) festgehalt, sondern für maximal 25cent / flasche. aber vom staat abgezockt wird in D ja niemand. 🙂
personalausweis - der name sagt eigentlich schon alles.