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Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll?

Themenstarteram 28. Mai 2018 um 13:45

Hallo,

zunächst hoffe ich mal, dass ich im richtigen Forum gelandet bin, da ich den Herstellerkreis schon ziemlich eingeschränkt habe, aber eigentlich kann man meinen Beitrag als allgemeine Hilfe ansehen, deshalb meine Entscheidung, es hier zu posten.

Ich wollte hier meine Situation schildern und würde mich freuen, wenn mir die/der ein/e oder andere behilflich wäre, weil ich echt nicht weiß, was ich machen soll (emotional) und was am sinnvollsten ist (finanziell).

Geht um folgende Themen: Wann verkaufe ich ein Auto? Kaufe ich einen Neuwagen (auch wegen der Herstellergarantie von bis zu 7 Jahren), Jahres- oder EU-Fahrzeug oder einen jungen Gebrauchten? Ist vielleicht Privatleasing für mich interessant? Und so weiter.

Derzeitige Situation:

Ich fahre einen Hyundai i30, EZ 02.2012, Intro Edition, 40.000 km, alles funktioniert, sehr guter Zustand.

Es wird wohl weiterhin so bleiben, das ich wenig Kilometer im Jahr fahre, sprich maximal 10.000 aber wohl tendenziell weniger, zwischen 6000 und 8000 km. Ich bin mit dem i30 soweit sehr zufrieden, er könnte gerne den 130 PS Motor haben, ansonsten wirklich alles spitze, auf einiges an Ausstattung könnte ich auch verzichten, normale Klima statt Klimaautomatik, Lederausstattung brauch ich nicht, Sitzheizung ist und wäre schön, muss aber auch nicht.

Ich hab den i30 2014 für 13.000 Euro gekauft, da war er 2 Jahre alt. Allerdings hat mir der Händler für meinen Gebrauchten 7.000 Euro gegeben, was ein guter Preis für den Schinken war.

Ich stehe vor der Entscheidung: i30 verkaufen (jetzt, bald oder innerhalb des nächsten Jahres?) oder fahren, bis er der TÜV uns scheidet. Ich bin kein Autonarr, hab natürlich trotzdem gerne mal nen neuen Gebrauchten, auch ein Neuwagen hat seinen Charme, besonders bei Kia mit den 7 Jahren Garantie, ich hab ganz gerne das Gefühl von Sicherheit, bzw. 7 Jahren Ruhe, vor großen Reparaturen.

Den Hyundai Kona finde ich ganz schick, dazu liegt mir ein Angebot vor, 15.700 Euro für den Kona in der kleinsten Ausstattung mit 120 PS, 8.000 Euro für meinen i30. Bleibt die Differenz von 7.700 Euro, klar.

Es könnte aber auch gerne wieder ein i30 sein, oder ein Kia Ceed, oder eine Nummer kleiner (i20 oder Rio), wobei ich mich auch Frage, was bei der Kia Garantie eigentlich alles abgedeckt ist. Etwas umständlich wäre es für mich mit einem Kia auch deshalb, weil die nächste Werkstatt/der nächste Händler ein Stück weit weg ist, Hyundai ist deutlich näher und das gleich dreifach, sagt mir die nächstgelegene Kia Werkstatt nicht zu, wird es wirklich weit, minimum 65 Kilometer, schön über Landstraße. Zudem habe ich nicht vor, die Wartungen beim Vertragshändler durchführen zu lassen, erstens aus Kosten- aber auch aus Entfernungsgründen.

Die 7.700 Euro zum Kona sind mir etwas viel. Ich hatte auf ca. 6.000 Euro gehofft, die ich zuzahlen muss und dazu wäre ich auch bereit, dann hätte ich in den 4,5 Jahren, die ich ihn gefahren bin, 5.000 Euro Verlust mit dem i30 gemacht, nur rein den Kauf- und Verkaufspreis gerechnet.

Vielleicht mag mich jemand beraten, bzw. Tipps geben, was das sinnvollste ist, auch wenn es recht schwierig ist, klar.

Also, verkaufen oder fahren, bis er nicht mehr fährt, was ich in der heutigen Zeit mit den heutigen Reparaturkosten und dazu im Vergleich günstigen Krediten (falls Kauf eines anderen Wagen oder auch Privatleasing), fast schon als unvernünftig empfinde, man möge mich korrigieren, sollte mein Denkvorgang falsch sein.

Das wäre natürlich alles viel einfacher, würden die Kosten für Reparaturen nicht ständig steigen, aber, wenn in 3 Jahren die Bremsen komplett gemacht werden müssten, ich nen Satz neue Reifen brauche und beispielsweise die Klimaanlage defekt ist, dann ist das Auto ja knapp am wirtschaftlichen Totalschaden, überspitzt formuliert.

Würde mich über Hilfe, Tipps und/oder Denkanstöße sehr freuen.

:-)

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21 Antworten

Wenn Du weiter nur so 6 - 8.000 km im Jahr fährst, dann wird der Wagen in drei Jahren keine 65.000 km runter haben. Dann werden weder die Bremsen komplett hinüber sein (vielleicht ein Belegetausch notwendig), noch wird die Klimaanlage kaputt sein. Und willst Du jedesmal, wenn ein reifenwechsel anstehen könnte, gleich ein neues Auto kaufen?

Ehrlich gesagt würde ich den Wagen behalten. Du schreibst selbst, daß alles funktioniert und der Wagen einen sehr guten Zustand hat.

Kia sind sehr solide. Gönn ihm regelmäßige Wartung und freu Dich weiter dran.

Dito, behalten, die Kosten werden ja mit dem Neuwagen nicht weniger, wenn du was neues willst, kauf es für das Geld was du hast (+ Puffer behalten für etwaige Reperaturen).

Ein Auto ist mit den potentiellen Kosten der nächsten 2 - 5 Jahre gerechnet immer ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Themenstarteram 28. Mai 2018 um 14:06

Danke Euch, das bestätigt meine derzeitige Tendenz.

Was meint ihr? Über einen Verkauf in 2 bis 3 Jahren nachdenken (vorausgesetzt, das Fahrverhalten bleibt so), oder dann wirklich bis zum Ende fahren?

Ich denke, je älter, desto schwieriger wird es sein, das Auto einem Händler zu verkaufen, da der ja auch eine 12 monatige Gewährleistung geben müssen. Privat verkaufen möchte ich eher nicht.

Also das Wirtschaftlichste für dich ist natürlich behalten aber jeder weiß da spielt noch der Drang nach neuem mit usw.

Kia Garantie kannst im Netz runterladen. Allerdings sind da die Meinungen doch sehr gespalten. Themen dazu hier im Forum oder Google befragen.

Wenn du mit dem Auto zufrieden bin, warum nicht "runterfahren"?

Wenn du das Auto hingegen nicht (mehr) magst, dich nervt(so ist es gerade bei einem meiner Autos), dann kauf halt neu. Verbrennst halt mehr Geld, als im ersten Fall.

Du stehst Dir etwas selbst im Weg.

Einerseits fährst Du recht wenig und das bisherige Fahrzeug macht es ohne größere Sorgen sicher noch 4-5 Jahre. Andererseits willst Du es dem Autohaus gerne in Zahlung geben zum Kauf eines jüngeren und hast Angst, dass das dann nicht mehr funktioniert.

Das Fahrzeug selbst verkaufen ist kein Hexenwerk, paar schöne Bilder, nette ehrliche Beschreibung, dann bissel Menschenkenntnis anwenden und an den Richtigen verkaufen.

Bei guter Pflege ist es recht schwer, ein Auto "bis zum Ende" zu fahren. Wenn der Rostschutz o.k. ist und der Wagen technisch gewartet wird, dann ist "das Ende" sehr sehr weit.

Ich habe meinen Vorgänger (Suzuki Grand Vitara XL-7) 305.000 km gefahren in 11 Jahren.

Der wagen war bis zum Verkauf werkstattgepflegt, da ich kein Schrauber bin.

Fazit: Kein Rost, bis auf normalen Verschleiß keinerlei Reparaturen, noch erster Turbolader und erster Auspuff. Kupplung hielt 250.000 km und der Fahrersitz war nicht einmal durchgesessen.

Das Ende wurde für mich dann durch die gelbe Plakette eingeläutet.

Aber ein Gebrauchtwagenkäufer gab mir noch 2.000,-- € dafür (Jäger, der nicht in eine Umweltzone muss).

Der Wagen fährt heute noch zuverlässig.

Und er ist trotz gelber Plakette nachhaltiger und umweltfreundlicher unterwegs, als wenn alle 5 Jahre Ersatz produziert wird.

Rein wirtschaftlich betrachtet solltest du den i30 noch ein paar Jahre weiterfahren. Neue Bremsen und Reifen sind jetzt nicht wirklich ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die wirklich teuren Reparaturen und Rost werden voraussichtlich (bzw. hoffentlich) noch ein paar Jahre auf sich warten lassen.

Wann genau ein Auto "am Ende" ist, lässt sich leider im Voraus nicht so ohne weiteres bestimmen. Typischerweise bewegt sich das bei Alltagsautos im Rahmen von 15 bis 25 Jahren. Beispielsweise war mein letztes Auto mit 17 Jahren am wirtschaftlichen Ende.

Andererseits: Wenn du ein neues oder anderes Auto fahren möchtest und du es finanziell stemmen kannst, dann kauf dir was neues! Man lebt nur einmal ;)

Meine Erfahrung verkaufen oder weiter fahren.

Ich besitze seit August 2007 ein Almi N16 Bj 2003.

Etwa 100Tkm auf der Uhr. Fahre nicht mehr so viel.;)

Beim letzten Tüv musste ich etwa 1400 € investieren um die Plakette zu bekommen.

Inklusive Ölwechsel und einige Nettigkeiten, was dem Auto gut tut.

So quasi ein Wellnessurlaub für mein Almi.

Ich habe den wert des Autos zwar verdoppelt, aber ich weis woran man ist.

Wenn jetzt aber ein Ereignis passiert, wie z.B. schwerer Unfall, wo sich eine Reparatur nicht mehr lohnt

würde ich ihn abgeben.

Hätte mir auch vor einigen was anderes kaufen können, aber ein Auto ist für mich kein Statussymbol. ;)

Du klingst ziemlich unentschlossen, der ideale Zeitpunkt - wenn du das Auto nicht bis zum bitteren Ende fahren willst - um zu verkaufen wäre wohl bevor größere Reparaturen anstehen und der Wiederverkaufswert noch relativ hoch ist.

Am besten wäre wohl du überlegst was der Nachfolger werden soll und wägst dann ab, welches Auto in absehbarer Zeit mehr an Wert verliert, dein eigenes Auto oder der angedachte Nachfolger. Die Frage ist eben wie gut man sowas abschätzen kann.

Klingt wirklich etwas komisch. So innerlich unsicher, zerrissen und frei von Selbstbewusstsein.

Auto in jedem Fall weiterfahren, solange die Politik nicht klar ist, was in Deutschland mit Euro 6 passieren wird.

Wenn man nach x Jahren aber einfach "Bock auf was Neues" hat, steht es jedem frei, was Neues anzuschaffen. Hier zahlt man natürlich drauf und macht, logisch, Verlust. :)

Themenstarteram 29. Mai 2018 um 17:52

Zitat:

@DSG-Oje schrieb am 29. Mai 2018 um 07:16:04 Uhr:

Klingt wirklich etwas komisch. So innerlich unsicher, zerrissen und frei von Selbstbewusstsein.

Jetzt mal nicht übertreiben, das liest sich ja wie eine Antwort im Neuro-Forum. ;-)

Die bisherigen Verkäufe waren einmal aus Unzufriedenheit und zweimal wegen eines Defekts, deshalb wollte ich generell wissen, ob es eine Faustregel gibt, wann es sinnvoll ist das Auto aus finanziellen Gründen, gerade bei den wenigen Kilometern, die ich fahre, zu verkaufen.

Das würde ich nicht als "zerrissen" betiteln, sondern als unerfahren und unentschlossen.

Auf das Thema Privatkundenleasing wurde gar nicht weiter eingegangen, ich finde es nicht uninteressant, gerade bei den stetig steigenden Reparaturkosten.

Ich habe keine Erfahrung, es besteht u.a. die Möglichkeit, dass ich irgendetwas übersehe oder nicht bedenke, wie z.B. die Tatsache, dass die Regelung mit den 12 Monaten Gewährleistung den Verkauf an einen Händler nicht unbedingt positiver beeinflusst, je älter das Auto ist.

Und es kommt dazu, dass ich meinen i30 zwar mag, er aber ein paar Ausstattungsmerkmale hat, die ich gar nicht unbedingt haben muss und die schließlich auch mit der Zeit an Wert verlieren. Das alles wäre einfacher, wenn er 130 statt 100 PS hätte, dafür eine normale Klima und keine Klimaautomatik, Stoff statt Leder und einen "normalen" Fahrersitz ohne elektrische Höhenverstellung und diese Lendenwirbelunterstützung.

Autos (falls nicht all zu alt) und Häuser kosten nunmal ne Menge, finde es nicht unvernünftig, sich darüber Gedanken zu machen, bei einem Fernseher brauche ich keinen Ratschlag. :-)

Zitat:

@HorstausBerlin schrieb am 29. Mai 2018 um 17:52:55 Uhr:

... wollte ich generell wissen, ob es eine Faustregel gibt, wann es sinnvoll ist das Auto aus finanziellen Gründen, gerade bei den wenigen Kilometern, die ich fahre, zu verkaufen.

Dann, wenn die ansehenden Reparaturen des Altschrotthaufens (über 2 bis 3 Jahre gemittelt) mehr kosten als Du bei einem neu(er)en Auto an Abschreibung/Wertverlust hat ;)

Themenstarteram 29. Mai 2018 um 18:05

Zitat:

@camper0711 schrieb am 29. Mai 2018 um 18:03:21 Uhr:

 

Dann, wenn die ansehenden Reparaturen des Altschrotthaufens (über 2 bis 3 Jahre gemittelt) mehr kosten als Du bei einem neu(er)en Auto an Abschreibung/Wertverlust hat ;)

Also: Glaskugel. ;-)

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