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Vergleich Betriebs- und Wartungskosten Ottomotor vs. Otto-Hybrid-Antrieb

Themenstarteram 4. April 2018 um 20:17

Ist es eigentllich möglich, generelle Aussagen zu treffen über Betriebs- und Wartungskosten von benzinbetriebenen PKW im Vergleich zu den gleichen mit Otto-Hybrid-Antrieb?

Also zum Beispiel so, dass man sagen kann, der Toyota RAV4 mit Otto-Motor braucht zwar X Liter mehr Benzin als der RAV4 mit Otto-Hybrid, ist aber in den Wartungskosten dafür um X Euro pro 1.000 billiger. Oder wie auch immer?

Oder sind die Wartungs-/Instandhaltungskosten gleich, und es gibt nur den Unterschied, dass der Otto-Hybrid X Liter weniger Kraftstoff braucht als der reine Benzinmotor?

Und wenn man solche Aussagen treffen kann, gelten diese dann allgemein? Also nicht für Toyota RAV4, sondern auch für Lexus, Honda Jazz, Toyota Yaris, usw. ...?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@xjr52 schrieb am 5. April 2018 um 09:43:41 Uhr:

I

Der Hybrid hat bei meinem Einsatzzweck so gut wie keine Vorteile (wenig Kurzstrecke, hauptsächlich Überlandfahrt, 90 bis max. 120 km/h, keine Autobahn).

Wie oft habe ich auf MT schon das Vorurteil gelesen "Ein Hybrid taugt nur in der Stadt etwas". Richtig wäre "Der Vollhybrid taugt auch für den Berufsverkehr innerorts".

Den niedrigsten Verbrauch habe ich mit meinen Vollhybrid auf der Landstrasse und innerorts in Berlin auf der Stadtautobahn.

Das meiste Benzin spart man allerdings in der Stadt im Berufsverkehr und Stau. Das liegt aber nicht daran, daß der Minimalverbrauch erreicht wurde, sondern daran, dass jetzt die Autos alter Schule zu Säufern werden.

Ein Vollhybrid verhält sich in der Stadt beim Verbrauch eigentlich normal, während die wenig stadttauglichen Autos mit Normalantrieb plötzlich unerwartet hohe Verbräuche haben.

Da fällt mir noch etwas ein. Den niedrigsten Verbrauch von 3,9l hatte ich in den Landkreisen Herford und Detmold erreicht. Ursache ist dort nach meinen Eindruck das flächendeckende Tempolimit von 70km/h. Und 3,9l E10 bedeuten 3,4l Diesel beim CO2.

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Nein, ist nicht möglich, sondern natürlich alles fallabhängig.

ADAC Autokosten versucht sich mit einer Glaskugel an Modellrechnungen.

https://www.adac.de/infotestrat/autodatenbank/autokosten/default.aspx

Ich halte das für pauschalisierten Schmarrn.

Es gibt jeweils versch. Ottomotoren, die Werkstattpreise sind regional unterschiedlich, die Fahrprofile unterscheiden sich (in der Stadt spart Hybrid ordentlich, auf der Autobahn bei hoher Geschwindigkeit hingegen kaum was), die Spritpreise schwanken mit der Zeit.

Toyota RAV4 - gibt schon 2 Generationen auch mit Hybrid/Otto

Lexus - für eine ganze Marke?

Honda Jazz - Hybrid in Neuwagen schon nicht mehr verfügbar.

Toyota Yaris - gibt schon 2 Generationen auch mit Hybrid/Otto, es gibt ganz versch. Otto-Motoren

Und ein großer, wichtiger Punkt ist Wertverlust. Der ist in Betrieb/Wartung ja nicht mit drin.

Das einzige was man sagen kann: beim Hybrid kommen dazu: Inspektionen am Hybridsystem (E-Motor, Kabel, Inverter, Batterie). Und irgendwann (nach Ablauf der Batteriegarantie an Jahren oder km) die Hybridbatterie. Entweder instandsetzen oder Zellentausch oder neue Batterie.

Nimmt man noch Plug-In-Hybride dazu, kommt nochmal viel Variabilität im Ladeverhalten, Strompreisen dazu.

Themenstarteram 4. April 2018 um 20:38

Hm. So viel Ernüchterung in so kurzer Zeit ;-)

Plug-In kommt sowieso nicht jn Betracht.

Ich glaube, dann ist es am besten, einen stino Ottomotor-Wagen zu kaufen (stino = stinknormal).

Bin kein Freund von Hybrid-Antrieben.

Ist wie Trike-Fahren. Vereinbart die Nachteile beider Antriebsarten. Bei Regen wird man nass und beim Stau muss man hinten anstehen...

Entweder ganz oder gar nicht - so meine Meinung.

Bin Tesla-Fahrer. Musste mich "belehren" lassen, dass durchaus Hybrid-Fahrzeuge interessant sein können, wenn es auf die Fahrweise passt.

Einfach kurz ein Spreadsheet aufmachen und die Zahlen mit dem eigenen Profil vergleichen. Wäre schon mal interessant sowas zu sehen. Aktuell mit meinem Tesla: 0€ Wartungskosten. Grob kalkuliert 250Wh/km an Energie, Reifen muss ich schauen - Wechsel steht ja nach 50.000km in Bayern steht davor. Ob die Reifen für Österreich noch geeignet sind muss ich dann noch schauen. Bremsen nehme ich an, dass ich ca. 10% verbraucht habe, da viel Rekurpation.

Beim Verbrenner ca. +20% Mehrverbrauch einkalkulieren, wenn von den Herstellerwerten ausgegangen wird. Ähnich auch bei E-Mobilen unter praktischen / europäischen Umständen. Nach Deutschen/Europäischen Vorgaben werden wesentliche Aggregate für die Verbrauchsmessung abgeschalten. Beide "Worst-Case"-Szenarien durchkalkulieren und nach dein eigenen Einschätzungen den Standard-Wert kalkulieren.

Wobei der Verbrauch nur ein seeehr geringer Anteil an den Kosten eines Fahrzeugs darstellt. Wesentlicher Faktor ist die Abschreibung des Fahrzeugs selbst. Je teurer das Fahrzeug - umso teurer auch der gefahrene Kilometer.

Kannst rechnen, wie Du willst. Meist ist es eine "Gefühlsentscheidung". Was gefällt Dir besser? Ich denke, dann ists meist egal, ob man 12Liter Diesel 18 Liter Benzin oder 25kWh pro 100 Kilometer benötigt...

Themenstarteram 5. April 2018 um 7:46

Vielen Dank für Eure Ausführungen.

am 5. April 2018 um 8:57

Prinzipiell sind zumindest Mild-Hybride keine Verdopplung der Probleme sondern eine Abrundung der Verbrenner-Technik, leider auch echte Rekuperations-Krücken.

Die Großserientechnik und Erfahrungen fehlen hier hoffentlich bald nicht mehr.

Einen Plug-In würde ich bei viel Kurzstrecke und Lademöglichkeit, vielleicht sogar beim Arbeitsplatz jedenfalls in Erwägung ziehen, aber auch nur wenn ein E-Auto (nie Langstrecke) nicht reicht.

Da ein Hybride mehr noch Plug-In Hybride oder auch E-Auto zum Verbrenner seine Vorteile vor allem auf Kurzstrecke und Stop and Go ausspielt ist das Nutzungsprofil allentscheidend.

Die Wartungsproblematik oder erhöhte Inspektionskosten gibt meine Recherche zu vergleichbar Starken Verbrennern nicht her.

Wieviel ein Akkuersatz Kostet oder ob dieser bei 65% verbliebener Leistung überhaupt schon gewechselt werden muss in vielleicht 150Tkm oder 8 Jahren.. Restrisiko.:rolleyes: für mich tragbar, ist bei E-Bikes nicht anders.

Leider haben viele kleinere E-Autos und die Hybride kein Teperaturmanagement des Akkus dadurch schreitet die Degradation schneller voran.

Themenstarteram 5. April 2018 um 9:43

Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass der Neue kein Hybrid wird. Wenn es ein Kleinerer wird (<= 2 L), dann vermutlich ein Ottomotor, wenn es ein Größerer wird (>=2 L), dann ein Diesel.

Der Hybrid hat bei meinem Einsatzzweck so gut wie keine Vorteile (wenig Kurzstrecke, hauptsächlich Überlandfahrt, 90 bis max. 120 km/h, keine Autobahn).

Dazu kommt, dass das Fahrzeug ausschließlich in den Tropen zum Einsatz kommt, was die Batterieproblematik (Hitze) weiter vergrößert.

Meine Frage hatte zum Hintergrund, dass ich, ganz naiv, dachte, dass ich, wenn ich einen Hybrid nehme, einfach zwei, drei Liter Sprit sparen kann und keine höheren Wartungskosten tragen muss, aber so einfach ist die Rechnung, wie ich gesehen habe, eben doch nicht. Und ich habe ja das Glück, dass ich mit DPF, Ad Blue und dem ganzen Shize nichts zu tun habe.

Ganz so einfach ist es nicht. Der RAV4 beispielsweise fährt im Schnitt mit 6.8l/100km, was für einen SUV mit 200PS ein exzellenter Wert ist, zumal Diesel-Kollegen wie ein CX-5 oder Tiguan um die 7-8l/100km verbrauchen.

Hinzu kommt durch die Rekuperation ein geringerer Bremsenverschleiss, des weiteren fehlen beim Toyota HSD Kupplungen und auch ein schaltbares (Automatik-)Getriebe. Am Hybridantrieb selbst ist nicht viel zu warten, ich glaube die Inverter wollen ab und an mal einen Kühlwasserwechsel, der Rest wird lediglich überprüft. Alles in Allem würde ich hier keine höheren Wartungskosten erwarten.

Zur Batterielebensdauer: Sowohl RAV4 als auch Prius wird immer mehr in Taxiunternehmen eingesetzt, da sie geringere Wartungskosten verursachen als die althergebrachten Verbrenner-Taxis aus dem Hause Mercedes. Laufleistungen über 300.000km mit dem ersten Akku sind keine Seltenheit, sondern eher Standard.

Grüße,

Zeph

Zitat:

@xjr52 schrieb am 4. April 2018 um 20:38:18 Uhr:

Hm. So viel Ernüchterung in so kurzer Zeit ;-)

Plug-In kommt sowieso nicht jn Betracht.

Ich glaube, dann ist es am besten, einen stino Ottomotor-Wagen zu kaufen (stino = stinknormal).

Tja, dann ist dein Horizont aber sehr beschränkt. Alles, woran mir lag, war, dass du eine für dich individuelle Rechnung aufmachst anstatt Zahlen von anderen ungeprüft zu übernehmen.

Zitat:

Der Hybrid hat bei meinem Einsatzzweck so gut wie keine Vorteile (wenig Kurzstrecke, hauptsächlich Überlandfahrt, 90 bis max. 120 km/h, keine Autobahn).

Also nen Vollhybrid würde da aber schon gut aussehen.

Mit nem Toyota Yaris (4 Tage zur Probefahrt) kam ich auf 3,7L/100km (Ecomodus) und 4.0L/100km im Normalmodus. Alles auf Streckenlängen, über Land, oberhalb 40km.

Mit vorausschauender Fahrweise kriegt man den Hyundai Ioniq Hybrid über Land auch auf 4.0L/100km runter.

Warte ab wenn die ersten brauchbaren Plug-Ins kommen. An den dazu sinnvollen Akkus (hochstromtauglich) wird mit Hochdruck geforscht. Wer die als erster hat, der gewinnt den Wettlauf.

PS: Alleine die Abwärme aus einem E-Motor kann einen Hybrid-Generator als Ölvorwärmung nutzen. Wieviel starts wird so ein Ding auf 100.000 km haben? Der Motor hält ewig. Aktuelle Akkus haben etwa 250 Wh/kg, ein Kilo Benzin etwa 11 kWh, was etwa 3-4 kWh Strom ergibt. Bei Bioethanol etwas weniger. Was solls. Dabei wiegt ein Range Extender kaum so viel wie Akkus für weitere 100 km.

Pauschal kann man das nicht Vergleichen. Das hängt hauptsächlich vom Hersteller ab.

VW ist ja schon gescheitert. Der letzte Vollhybrid von VW, den ich gefunden habe, ist der 3.0 V6 TSI Hybrid.

Der ist mit seinen 193g CO2/km im Tuareg wahrscheinlich sowohl bei den Betriebskosten als auch Wartungskosten eine Katastrophe, weil die Konstruktion keine Synergien nutzt. Deshalb steigt auch die Reparaturanfälligkeit Bei viel Teilen kann auch viel kaputt gehen. Im Prinzip gilt das für alle Hybride von europäischen Firmen.

Intelligenter sind die Hybride aus Asien konstruiert. Sie brauchen nicht mehr, sondern meistens sogar weniger mechanische Teile als Fahrzeuge der alten Schule und dürften bei Betriebskosten und Wartungskosten inkl. Reparaturen günstiger sein. Das sieht man auch mit der starken Zunahme im Taxigewerbe, während der Diesel dort zum Auslaufmodell wird.

Beispiel:

"In Berlin förderfähig sind demnach die Hybrid-Taxis Ford Mondeo Limousine, Hyundai Ionic Hybrid, Kia Niro Hybrid, Lexus GS 300h sowie die Toyota-Modelle Auris Touring Sports, Prius, Prius+, RAV 4 Hybrid. Sie alle sind mit einem Taxi-Paket von INTAX erhältlich."

Pluginhybride werden nicht gefördert und sind auch für den Taxibetrieb nicht brauchbar. Das gleiche gilt für Elektroautos, die auch nicht gefördert werden.

Wie man lesen kann, gibt es außer Ford Mondeo Hybrid nur Fahrzeuge von Fernost-Herstellern, die förderungswürdig sind.

Hier werden nur Fahrzeuge, die sparsam, sauber und nicht von Fahrverboten bedroht sind gefördert.

Klassiker wie MB oder VW werden wegen der Weigerung, brauchbare Hybride zu bauen, nicht gefördert.

Die ganzen Vorurteile gegen die Hybridtechnik werden wahr, wenn man nur deutsche Hybride betrachtet.

Brauche mit meinem Kia Niro Hybrid im Schnitt in den Sommermonaten 4,8L im Winter ca 5,5-5,8L bei ca 12 KM weg täglich. Stadt ,Land , Stadt so sieht mein Arbeitsweg aus. Bei Überlandfahrten von +- 100Km am Wochenende mit viel Landstraße und etwas Stadtverkehr errechnet der Bordcomputer meist Verbräuche zwischen 4 und 4,5L Mit sensiblem Gasfuß ist auch mal eine 3,9 drin.

Wartungskosten für die erste Wartung nach einem Jahr 205€ nochwas Inkl. Ersatzwagen und Kostenloser Fahrzeugwäsche. Steuer 32€ und es ist eine neue Erfahrung fast lautlos durch den Ort zu gleiten.

am 6. April 2018 um 8:46

Wenn man auf der Side von Tesla die Akkuleistung vergleicht wird klar Wärme ist nicht das Problem. jedoch hat Tesla ein Aktives Temperaturmanagement.

Akkus bei Hohen Temperaturen auf 100% vollzuladen und dann Stehen zu lassen ist eine dumme Idee, genauso das Hitzeproblem #Rapidgate

Auch hier gilt wieder der Anwendungsfall ist Entscheidend: Nachts oder vor Fahrtbeginn laden, Mittelstrecke fahren, vor Rückfahrt nur zu 80% Laden dürfte auch in Afrika kein Problem darstellen.

Zitat:

@xjr52 schrieb am 5. April 2018 um 09:43:41 Uhr:

I

Der Hybrid hat bei meinem Einsatzzweck so gut wie keine Vorteile (wenig Kurzstrecke, hauptsächlich Überlandfahrt, 90 bis max. 120 km/h, keine Autobahn).

Wie oft habe ich auf MT schon das Vorurteil gelesen "Ein Hybrid taugt nur in der Stadt etwas". Richtig wäre "Der Vollhybrid taugt auch für den Berufsverkehr innerorts".

Den niedrigsten Verbrauch habe ich mit meinen Vollhybrid auf der Landstrasse und innerorts in Berlin auf der Stadtautobahn.

Das meiste Benzin spart man allerdings in der Stadt im Berufsverkehr und Stau. Das liegt aber nicht daran, daß der Minimalverbrauch erreicht wurde, sondern daran, dass jetzt die Autos alter Schule zu Säufern werden.

Ein Vollhybrid verhält sich in der Stadt beim Verbrauch eigentlich normal, während die wenig stadttauglichen Autos mit Normalantrieb plötzlich unerwartet hohe Verbräuche haben.

Da fällt mir noch etwas ein. Den niedrigsten Verbrauch von 3,9l hatte ich in den Landkreisen Herford und Detmold erreicht. Ursache ist dort nach meinen Eindruck das flächendeckende Tempolimit von 70km/h. Und 3,9l E10 bedeuten 3,4l Diesel beim CO2.

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