Verbrenner oder (Mild-/Voll-) Hybrid für hauptsächlich Kurzstrecke
Hallo zusammen,
bei mir ist demnächst ein neues Auto (bzw. es soll ein Gebrauchter sein) fällig, allerdings bin ich mir nicht sicher, welcher Antrieb am besten wäre.
Fahrprofil ist folgendes:
- tägliche Fahrten 12-15km, verteilt auf 2-3mal 5-6km (mit ein bisschen Berg dabei, sonst würde der Antrieb wahrscheinlich "Füße" lauten), im Stadtverkehr, wobei der Großteil recht flüssig läuft (außer Ampeln natürlich), also wenig Stauverkehr.
- ca. alle zwei Monate eine (vergleichsweise) längere Strecke von 200km, verteilt auf zweimal 100km (ca. 90% Autobahn).
- kleine Fahrten wie z.B. Einkaufen
Was ich bisher so gelesen habe, würde sich ein Vollhybrid anbieten, da ich die kurzen Fahrten größtenteils elektrisch fahren könnte und für die längeren den Verbrenner hätte. Allerdings habe ich ziemlich unterschiedliche Angaben gelesen, wie groß die elektrische Reichweite ist (von 2km bis 60km war quasi alles dabei). Außerdem sollen die modernen Verbrenner auch ziemlich sparsam sein.
Wo wir auch schon beim preislichen Punkt angekommen sind. Sparsam und haltbar sollte er sein, da ich ihn gerne möglichst lange fahren möchte. Also würde ich lieber jetzt ein bisschen mehr investieren und dafür wenig verbrauchen und ihn lange fahren.
Da ich meistens alleine unterwegs bin, ist ein Kleinwagen ausreichend für mich.
E-Auto oder Plugin-Hybrid kommen für mich eher nicht in Frage, da sich die Lademöglichkeiten in meiner Nähe stark in Grenzen halten.
Zusammengefasst also: Lohnt sich ein Hybrid und wenn ja, eher Voll oder Mild, oder sollte ich beim Verbrenner bleiben? Was sind Eure Erfahrungen/Meinungen dazu?
Viele Grüße
37 Antworten
Zitat:
Auserdem sind die Wartungskosten beim EAuto geringer. Oelwechsel entfällt, Luftfilter, Zündkerzen hat es nicht, Kupplung gibt es auch nicht.
Ist schon nen paar Jahre her, da hab ich mal auf Youtube ein Video gesehen, wo jemand eine Bilanz der Gesammtkosten von 4 Jahren Renault Zoe dargelegt hat.
gebraucht gekauft; 2 Jahre alt; ca. 20.000km
4 Jahre lang, etwas über 60,000km, gefahren und wieder verkauft
Gesamtkosten, inkl. Kauf- und Verkaufspreis 16.000€
größter Posten Wartung und Reperatur 7600€
Reingeschlagen haben da, bei ihm, Fahrwerk und Bremsen. Letzteres wegen Rost, Rost, Rost.
Ich hatte zweimal hintereinander Citroen, jeweils gebraucht gekauft. Beide Autos ca. 12.000km/Jahr gefahren.
ZX - knapp drei Jahre alt (17.000km) und 11 Jahre gefahren
Xsara - 4 Jahre alt (39.000km) und zehn Jahre gefahren
Sone hohen Wartungs- und Reperaturkosten hatte ich da die gesamten 21 Jahre nicht.
In den zehn Jahren Xsara habe ich mir locker das Geld für meinen ersten Neuwagen, Ford Fiesta (15995€) zusammengespart, plus nochmals 80% des Preises Reserve auf'm Konto.
Und das mit nem Einkommen, das damals noch knapp unter dem ersten Mindestlohn lag, den es ja damals noch nicht gab, bzw. dann im selben Jahr, in dem ich den Fiesta gaufte, eingeführt wurde.
Und der geht jetzt diesen Monat auch ins zehnte Jahr, knapp 130.000km, und ist noch weit, weit weg von 7600€ für Wartungs- und Reperaturkosten.
Will damit sagen, das ein E-Auto im Unterhalt billiger ist, dem traue ich nicht wirklich über den Weg.
Selbst wenn, den höheren Anschaffungspreis macht es bestimmt nicht wett.
Das einzig vergleichbare E-Auto zum Fiesta wäre ja ein Zeo. Und da liegt ja schon die monatliche Batteriemiete über meine Kraftstoffkosten. Ohne Batteriemiete, als Neufahrzeug, mehr als doppelt so teuer wie der Fiesta.
Und ob ich den auch 15 bis 20 Jahre fahren könnte? Fraglich, fraglich.
Rost an Bremsen ist ein leidiges Thema an Fahrzeugen, bei denen der Fahrer nicht bremst. Habe ich beim Verbrenner vorne und hinten. Bremse zu wenig. Bem BEV ist das systembedingt, weil der Fahrer die Verzögerung mit Hilfe der Rekupation, also Akku aufladen durch Motorbremse benutzt und meisten nicht die Bremse. Abhilfe kräftig bremsen. Neuere Fahrzeuge machen das mit unmerklichen Bremseneingriff automatisch.
Zitat:
@85mz85 schrieb am 2. November 2024 um 22:01:32 Uhr:
Rost an Bremsen ist ein leidiges Thema an .... Abhilfe kräftig bremsen. Neuere Fahrzeuge machen das mit unmerklichen Bremseneingriff automatisch.
Naja, man könnte auch anders abhelfen.
Mit Bremsen die nicht rosten.
Ob jetzt Edelstahl oder evtl. auch Aluminiumlegierung oder...
Hat man bei Motorrädern. Sind hitzeempfindlich, leiten die Wärme schlechter, sie werden also heißer, oder müssen deutlich größer werden.
Aber das Problem ist erkannt und neuere Scheiben rosten deutlich langsamer. Auserdem wird, neben dem Abnehmen des Wasserfilmes, durch das minimale Betätigen der Bremse ohne das Zutun des Fahrer, das Fahrzeug bei Regen meist mit etwas wärmeren und maximal feuchten Bremsscheibe abgestellt, was zu einer Abtrocknung im Stand führt. Und damit hat der Rost schon deutlich schlechter Chancen.
Aber ganz einfach, bremsen hilft, auch wenn der Ökologiegedanke ( Energievernichtung) dagegensteht.
P.S. meine Vorderradbremse im Verbrenner hatte 220.000km und Rost. Erste Beläge noch fast 50%. Es trifft auch Verbrenner.
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Citroen C3 e mal googeln Preis 23200 mit 44kWh Akku. Gut für 300km Reichweite. Da werden 16000 Euro Differnez in 4 Jahren wohl nicht möglich sein. Im Moment fallen die Preise für BEV dramatisch.
Bei der ganzen Diskussion wurde noch kein Preisrahmen genannt für die gebrauchte Neuanschaffung.
So ein Toyota Hybrid ist auch nicht billig zu bekommen denn die Leute kennen die Qualität.
E-Auto macht derzeit keinen Sinn, der Wiederverkaufswert ist miserabel, Stromkosten zu hoch in Deutschland.
Auch einen fallenden Strompreis wird es wohl auf längere Sicht nicht geben eher das Gegenteil.
Wenn es ein günstiger Kleinwagen sein soll, dann wäre wohl ein Toyota IQ was für dich.
4,5l verbrauch, preis 6250 euro 26tkm 1te Hand, Klima
Die 1,0l Daihatsu/Toyota Motoren gelten als sehr zuverlässig.
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
Ein wenig größer wäre ein Yaris mit klima.
Preis 5990 euro, 20tkm.
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
Für den Aufpreis eines E Autos(mindestens 10000euro) kann man ein Yaris/IQ eine weile Volltanken.
Budgetmäßig wäre ich durchaus bereit, bis 20.000 Euro hochzugehen (bei was richtig gutem evtl. nochmal 5000 mehr, aber das wäre dann schon die absolute Schmerzgrenze). Lieber jetzt etwas mehr investieren und dafür länger fahren, als dass mir das Teil nach zwei Jahren auseinander fällt (übertrieben gesprochen).
Was ich bisher so an Hybriden gesehen habe, würde ich mich ja auch in dem Rahmen bewegen. Aber die Frage ist natürlich, ob/wann sich die Mehrkosten für den Hybrid wieder amortisieren.
Zitat:
@KW4ever schrieb am 3. November 2024 um 20:30:28 Uhr:
... Aber die Frage ist natürlich, ob/wann sich die Mehrkosten für den Hybrid wieder amortisieren.
Bei dem Markt ist es schwer eine allgemeine Aussage über alle Marken zu machen.
Aber ich denke bei Toyota kann man 'ja" sagen weil deren Hybrid System ausgereift und ziemlich gut ist.
Hier einmal eine Suche bei einem der Portale.
https://m.mobile.de/.../search.html?...
Ist nach Preis sortiert. Man findet also neue Yaris neben älteren größeren Wagen.
Region ganz Deutschland kann weiter eingeschränkt werden.
Und natürlich gibt es viele andere Portale.
Im Winter finde inzwischen die Sitzheizung gut.
Ist aber nicht Bestandteil der Suche.
Zitat:
Lieber jetzt etwas mehr investieren und dafür länger fahren, als dass mir das Teil nach zwei Jahren auseinander fällt (übertrieben gesprochen).
Ein Toyota Aygo, IQ, Yaris mit dem Daihatsu 1,0l 12v lebt sehr lange.
In Dänemark stand ein Toyota Ayo 1,0l 12v 68ps Baujahr 2014 mit 711965 km auf dem Tacho, erste Maschine/Getriebe.
Wenn du also mit einem Kaufpreis von 6000-7000euro nur die hälfte also 350tkm schaffst hat sich das Fahrzeug schon ausgezahlt.
Zitat:
Budgetmäßig wäre ich durchaus bereit, bis 20.000 Euro hochzugehen (bei was richtig gutem evtl. nochmal 5000 mehr, aber das wäre dann schon die absolute Schmerzgrenze).
Wenn dir das Fahrzeug nicht zu groß ist (wunsch war ja kleinwagen) dann wäre auch ein Toyota Prius Hybrid was für dich.
Es gibt den Prius als "Plug in" wie auch als normalen Hybrid(etwas günstiger).
Hier ein "Plug in" Prius knapp an deinem Budget.
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
Der Vorteil am "Plug in" Prius ist, man brauch nicht unbedingt eine Steckdose zum Laden. Man kann mittels Knopfdruck auf der Autobahn oder Landstrasse auf Lademodus gehen. Ist die Batterie voll hat man 45km elektrische Reichweite, oder man fährt ihn als normalen hybrid.
Hmm dann bin ich doch wieder beim ursprünglichen Gedanken, also einem Hybrid.
Da ich eigentlich unter 30.000km bleiben wollte, könnten 6000-7000€ eng werden, aber wenn ich ihn in den sechsstelligen KM-Bereich kriege, sollte sich das ja auch noch auszahlen.
Der Plugin Prius klingt vom Konzept her auch interessant. Im Lademodus würde aber der Verbrauch hochgehen, oder? Gibt es noch andere Fahrzeuge mit dem System?
Also wenn ich das richtig verstehe und du das Auto zuhause nicht laden kannst, dann bringt ja ein Plug In oder ein Elektro eh nix.
Schau dir doch mal den Mazda 3 Mild hybrid an. Den fährt mein Cousin. Der hat den 185PS Motor und braucht im Schnitt unter 7 Liter. Der Elektromotor hat natürlich nich viel Leistung und der Akku ist sehr klein. Aber er soll ja auch nur so bissel beim Anfahren unterstützen und etwas beim Beschleunigen. Elektrisch fahren kann er nicht.
Aber immerhin hast du nicht das Problem dass der eiskalte Verbrenner mit Volldamp loslegt wenn du mal bissel schneller vorankommen willst sondern er läuft direkt mit und ist auf Betriebstemperatur.
Ansonsten bin ich auch beim kleinen Benziner.
Andererseits.... ein Auto das nicht viel fährt, braucht ja nicht viel Sprit, in absoluten Zahlen 😁 von daher wär mir der Verbrauch grad wurscht und ich würd kaufen was mir gefällt und fertig.
Zitat:
@ToniMaccheroni schrieb am 5. November 2024 um 12:02:28 Uhr:
Andererseits.... ein Auto das nicht viel fährt, braucht ja nicht viel Sprit, in absoluten Zahlen 😁 von daher wär mir der Verbrauch grad wurscht und ich würd kaufen was mir gefällt und fertig.
Sehe ich genau so. Bei 250 Arbeitstagen mit 15 km und 6x 200 km pro Jahr, reden wir hier von einer Fahrleistung von 5000 km pro Jahr. Damit muss man die Mehrkosten eines Hybridantriebes erstmal wieder reinholen.
Dann wirds wohl darauf hinauslaufen, dass ich einfach schaue, was ich so finde, das mir gefällt. Ob Verbrenner oder (Voll-)Hybrid scheint sich nicht viel zu nehmen, gibt für beides Punkte, die für das jeweilige sprechen. Außer jemand hat noch das entscheidende Argument für eins der beiden 😁
Andererseits hab ich das Gefühl, dass im Gesamten gesehen etwas mehr für Verbrenner spricht, hauptsächlich, da a) moderne Verbrenner auch sparsam sein können und b) meine Fahrleistung so gering ist, dass sich die Mehrkosten eher wieder nicht lohnen.