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US Full Size Wagon als teilweise daily

Themenstarteram 25. August 2016 um 14:34

Servus!

Ich hatte hier irgendwo schonmal angefragt aber keine Antwort bekommen, daher nochmal.

Ich habe wegen einem längeren Aufenthalt in Frankreich meinen 335d verkauft und mir einen Fiesta ST angeschafft. Nun hat sich dieser Wagen erstaunlicherweise als absolut genial für meinen deutschen Arbeitstag erwiesen (ich lebe auf dem Land, als 2x15km Landstraße am Tag) und inzwischen mag ich den kleinen tatsächlich.

Eigentlich war der Plan, nach der Rückkehr nach Deutschland den Fiesta durch einen großen Jaguar zu ersetzen (XF/XJ)

Nun habe ich aber überlegt, ob ein großer, günstiger Kombi nicht vielleicht als Drittwagen Sinn (Spaß) machen würde?

Mein Bedarf:

Viel Platz, am besten 6-8 Sitzer.

Komfortabel auf der Langstrecke.

Günstige Fixkosten, Verbrauch ist hingegen eher sekundär.

Einigermaßen zuverlässig.

Soll einen Anhänger von ca 2to mit z.B. Dem Caterham drauf ziehen können (Die passenden Scheine hab ich).

Wird nicht täglich benötigt, sondern nur für größere Einkäufe oder Touren auf langer Strecke.

Bevorzugt Achtzylinder, Einspritzer.

Ich dachte da an einen 90er Jahre Roadmaster, Caprice, etc. Am liebsten mit LT 1

Wie sieht es mit der Idee aus?

Was würde ein gutes Fahrzeug (Keim Rost, Interieur komplett, Elektrik funktioniert, antriebsstrang solide und dicht, Kratzer und Beulen sind mir recht egal) kosten?

Ich nehme an im Bereich bis 10.000 € brauchbares zu finden, für 17000 würde ich bereits einen Superb 3.6 V6 finden?

Ich bin für jeden Input dankbar.

 

 

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Sir Firekahn schrieb am 1. September 2016 um 11:46:08 Uhr:

Mit der Zuverlässigkeit meine ich, dass ich keine Lust auf eine weitere zickige Lady wie die Britin habe, die auch mal aus Langeweile nen Zündverteiler frisst. Der Wagen soll einigermaßen zuverlässig Roadtrips schaffen, das würde der Caterham im Leben nicht :rolleyes:

Wenn Zuverlässigkeit dein oberstes Credo ist dann würde ich eher zu den Gen I Small Blocks greifen. Die laufen notfalls auch ohne Kühlung solange Sie Fahrtwind abbekommen.

Die Gen II Motoren wie der LT1 waren eine Art Testballon für GM. Man wusste vorher schon das man die dritte Generation schnell nachschieben würde und so war man bei Generation II sehr experimentierfreudig. Heißt im Klartext:

Reverse Flow Kühlsystem: Das Wasser geht erst durch die Köpfe und dann durch den Block

Optispark Verteiler: Eigentlich ein sehr gutes und zuverlässiges System welches locker für 200.000km (das packt kein Zündverteiler!) gut ist solange es nicht mit Wasser in Berührung kommt. Aber Wasser ist generell der Todfeind von Elektrik ;)

Ansonsten ist der Motor eher Hausmannskost und typisch Small Block robust und zuverlässig.

Was bei denen halt wirklich gerne rumzickt ist die Kühlung. Es gibt da ein T-Stück im Kühlsystem am Kühler das gerne mal bricht. Nicht wirklich schön aber kontrollierbar solange man dem Auto regelmäßig Aufmerksamkeit zukommen lässt. Damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt, der Wasserpumpe! Die ist leider an einer saudämlichen Stelle verbaut. Die Wasserpumpe sitzt quasi mittig knapp über der Nockenwelle. Die Pumpe wird mittels einer Kette von der Nockenwelle angetrieben. Das blöde dabei ist das die Wellen der Pumpe gerne zu Leckagen neigt und der Optisparkverteiler sitzt direkt unter der Wasserpumpe weil der widerum über die Kurbelwelle angetrieben wird. Heißt: Sobald die Pumpe leckt läuft der ganze Mist in den Optispark und das mag der überhaupt nicht.

Die B-Bodies hatten zwar schon die belüftete Version des Optispark (damit ist Kondenswasser zumindest kein Thema mehr) aber solche Mengen wie Sie aus der WAPU kommen, können die dann halt doch nicht ab ;)

Wenn das mal soweit ist wirds ärgerlich und teuer. Für die Demontage des Optispark braucht man Spezialwerkzeug und jemanden der sich WIRKLICH mit den Gen II Motoren auskennt. Jemand der nur die klassischen Small Blocks kennt wird mit dem Ding heillos überfordert sein.

Klingt jetzt alles sehr kritisch aber das sind jetzt auch wirklich nur die Worst Case Szenarien. Ist nicht so das dies täglich vorkommt :)

Jetzt mal zu den guten Seiten der B-Bodies, du sollst ja nicht den Eindruck bekommen das die Kisten nix taugen ;))

Die Dinger sind ansich saurobust und dank GM Großserientechnik kosten Teile auch nicht die Welt. Die meisten Reparaturen sollte eine halbwegs kompetente Werkstatt auf die Reihe bekommen. Spurstangenköpfe beispielsweise sind innerhalb von 3 Stunden getauscht wenn man sich nicht beeilt. Bremsen vorne und hinten sind auch kein großes Problem. Kann man in 2 Stunden locker packen. Radlagerprobleme wirst du keine haben da diese mit den Scheiben automatisch mit getauscht werden. Keine Panik, die Radlager sind nur Kleinteile die maximal 5-10€ kosten.

Die Achsen sind ansonsten relativ robust weil alles ein wenig überdimensioniert ist. Ich glaube meine Spurstangen sind dicker als die Querlenker des Audi Cabrio eines Bekannten :D Die Querlenker des Caprice sind ziemlich massiv, der Rahmen ebenso. Da geht nicht viel kaputt. Mit dem Alter geben höchstens die Buchsen auf aber das ist nun mal normal bei Gummi.

Die Getriebe sind ansich relativ haltbar solange man keine extrem schweren Lasten damit zieht. Da die Amerikaner die Angewohnheit haben mit solchen Autos auch mal ungebremst 5 Tonnen zu ziehen wundert es mich nicht das da die Getriebe reihenweise aufgeben.

Ich würde für deinen Anwendungsfall aber sicherheitshalber einen Getriebeölkühler empfehlen oder du suchst dir einen Kombi der bereits ein Towing Package hat.

Dies hat den Vorteil das du eine HD Kühlung (bin mir nicht mehr sicher ob da auch ein Getriebekühler dabei war!) sowie ein HD Fahrwerk bereits ab Werk drin hast. Aber Getriebekühler kostet jetzt nicht die Welt. Kann man sich ruhig mal gönnen :)

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Anschaffung und Ersatzteile sollten kein Problem sein. Die Versicherung ist halt so ein Thema. Nur mal als typisches Beispiel:

http://...lassen-autoversicherung.de/.../...-caprice-1-bn-1003-927.php

Wirklich günstig wirds erst mit H-Zulassung, aber die ist eben mit Auflagen verbunden.

Themenstarteram 25. August 2016 um 14:47

Danke für den Input :)

Naja ich sag mal, solche Exoten brauchen halt viel Geduld und Verhandlungsgeschick bei der Versicherung. Meinen Seven wollte man mir erst mit günstigen €750 für eine HAFTPFLICHT abspeisen, jetzt zahle ich €460 Vk (1000/300). :rolleyes:

Würde vmtl eh nur TK oder Haftpflicht :D

Für mich gäbe es dafür nur ein SUV oder ein GMC Trasporter in die engerer Auswahl, natürlich mit H-Kennzeichen damit es nicht teuer wird.

Die Auflagen von einem H-Kenneichen sind überschaubar, Kein Fahrer unter 25, 9000km maximal im Jahr, Stellplatz muß vorhanden sein.

MfG

Mike

Oh, der thread ging mir durch die Lappen.

Hmmm... grundsätzlich sind das schon gute Arbeitstiere (wenn man will), allerdings gibt es doch ein paar Dinge zu beachten.

Ich hangel' mich mal an deiner Bedarfsliste entlang:

- Kurzstrecke mag kein Verbrennungsmotor - großvolumige V8 erst recht nicht. Übertroffen nur noch von Turbodieseln...

 

Zitat:

Viel Platz, am besten 6-8 Sitzer.

Komfortabel auf der Langstrecke.

Günstige Fixkosten, Verbrauch ist hingegen eher sekundär.

Jo, da sind die Kombis absolut geil. OK, wg. Fixkosten solltest du Ausschau halten nach

'nem Euro2-Fahrzeug. Die kosten nur noch um ~3-400€/Jahr. Das ist bei den LT1-Wagen eigentlich Standart, die TBI (Zentraleinspritzer) davor brauchen 'nen Kaltlaufregler (5.0) oder Zusatz-Minikat (5.7). Verbrauch... bewegt man die solo um ~11-15l. Je nach Fahrweise und Strecke.

Zitat:

Einigermaßen zuverlässig.

Und damit würde ich den LT1 aus deiner Auswahl nehmen!

Klar - gibt (genügend) andere Beispiele - ich hab' 'n ordentlichen Griff ins Klo damit gemacht. Der Motor ist geil - keine Frage - wenn er läuft. Ist was dran - gnade dir Gott - gibts nur GANZ wenige in DE, die sich damit auskennen.

Zitat:

Soll einen Anhänger von ca 2to mit z.B. Dem Caterham drauf ziehen können (Die passenden Scheine hab ich).

Grundsätzlich kein Problem.

ABER - die Amis ticken in der Hinsicht halt etwas anders. Während man in DE an viele Fahrzeuge einfach 'ne AHK dranschrauben kann und dann "good to go" ist, auch mit relativ schweren Anhängelasten, ist es bei den Amis so, dass die ab Werk mit verstärkten Kühlern etc. kamen, um im (schweren) Anhängebetrieb nicht zu überhitzen.

Heißt - entweder so 'nen Wagen finden, der ab Werk zusätzlichen Kühler etc. installiert hat - oder nachrüsten.

Ebenfalls haben Wagen, die mit 'nem sog. "towing package" kamen, u.a. kürzere Hinterachsübersetzungen, um besser ausm Quark zu kommen. Auch nicht sooo häufig, genau so einen zu finden.

Am besten für den Einsatzzweck finde ich die 5.7 TBIs. Kraftvoll, einfache Technik.

Ausserdem ist der Unterbodenschutz unterirdisch, da faktisch nicht vorhanden. Da wäre 'ne Mike Sanders-Kur o.ä. angebracht. Winter+Salz mögen die Karren ab Werk nicht.

Hmmm... es bleibt halt die Frage - willst du das Fahrzeug rein zum Fahren haben und nicht viel dran machen (müssen) - würde ich dir ehrlich gesagt nicht 100%ig so 'nen Wagen empfehlen.

Dann doch eher den o.g. Superb oder z.B. 'nen W211 E500 T-Modell o.ä.

Einfach deshalb, da es für die Wagen Werkstätten gibt. Mit 'nem US-Car ist man in DE gut beraten, möglichst alles selbst an den Karren reparieren zu können.

Meine Meinung.

Gruß Jonas

23038455jt
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Zugfahrzeug und groß? V8? Nicht notwendigerweise H? Nimm nen möglichst aktuellen Suburban / Yukon XL. Im Gegensatz zum Tahoe basiert der auf dem HD Fahrwerk des Silverado/Sierra. 3,5 t Anhängerlast, die 6 Liter Maschine falls verfügbar und in der XLT bzw. Denali Version Ausstattung ohne Ende. Schaut man drunter, stellt man fest, daß noch alles am selben Platz ist wie bei meinem 1977er. Bei beiden ist das towing package serienmäßig. Zu erkennen am Schalter auf dem Automatikwählhebel.

Wie wäre es mit einem SUV, Van oder Pickup als alternative? Die sollten auch deine Kriteren erfüllen (Zukraft, Platz und V8) dazu warscheindlich einfacher zu bekommen als ein US- Kombi.

Grundsätzlich passen die B-Bodies genau in dein Beuteschema. 8 Sitze, Kombi, können locker 2 Tonnen ziehen (mein Sedan ist mit 2,1 Tonnen eingetragen) und sind auch relativ robust.

Die LT1 Motoren finde ich jetzt gar nicht soooo schlimm. Du musst halt nur wirklich drauf achten das sich da jemand ordentlich drum gekümmert hat. Klar sind L05 und co robuster und einfacher in der Wartung aber dafür fehlen dir halt auch fast 100 PS im Vergleich ;)

Hallo,

also ganz ehrlich,solche US-Station Wagons sind inzwischen schon so rar,die sind echt zu schade zum verheizen.

Außerdem sind die auch nicht so günstig,wenn man etwas vernünftiges haben will,so um die 12000-15000 Euro mit geringer Laufleistung in gepflegtem Zustand ist da gar nicht so weit hergeholt.

Selbst weit über 100k Meilen liegen die ja inzwischen noch bei 8-9000k Euro

Als Zugfahrzeug empfehle ich etwas neueres,wenn es ein US-Fahrzeug sein soll,dann tatsächlich Tahoe,Yukon, Suburban etc.

Die ziehen locker alle möglichen Anhänger.

Mein Tahoe kann bis 3,5 Tonnen ziehen.

Verbrauch etwas höher als beim B-Body,wegen des höheren Gewichtes und der schlechteren Aerodynamik,aber ansonsten vom Antritt her schön kräftig.

Wenn es ein Kombi sein muss,dann eher Superb oder E-Klasse,einfach moderner für den Dauereinsatz.

Oder auch nen Ford Flex bzw. Taurus X sind zwar 6 Zylinder,aber trotzdem mal was anderes.

2 Tonnen können die wohl ziehen.

Wie wäre es mit einer Ford E-Serie (Super Duty) oder dem Chevrolet Express?

Ich bin gestern wieder 770 km völlig entspannt und voll beladen quer durch Deutschland gefahren. Anhängelast geht auch in Ordnung.

Zitat:

@Dynamix schrieb am 29. August 2016 um 15:31:02 Uhr:

Grundsätzlich passen die B-Bodies genau in dein Beuteschema. 8 Sitze, Kombi, können locker 2 Tonnen ziehen (mein Sedan ist mit 2,1 Tonnen eingetragen) und sind auch relativ robust.

Die LT1 Motoren finde ich jetzt gar nicht soooo schlimm. Du musst halt nur wirklich drauf achten das sich da jemand ordentlich drum gekümmert hat. Klar sind L05 und co robuster und einfacher in der Wartung aber dafür fehlen dir halt auch fast 100 PS im Vergleich ;)

Darf man fragen, was am LT-1 im Vergleich zur normalen L-Serie so besonders ist? Ich habe einen "Zucker" 95er Fleetwood Brougham mit LT-1 angeboten bekommen (36k Miles, 1 Besitzer jenseits der Mitte 80, anthrazit, Standort: Palm Springs), da meine Frau für ihren doch mittlerweile defektanfälligen Cruze einen standesgemäßen Nachfolger sucht und ich - wie Du weißt - auch ein Fan der B-Bodies bin.

Es gibt keine "normale L-Serie".

Der LT1 heißt auch "Generation II Smallblock". Denn davor gab' es die "Generation I smallblocks", also hauptsächlich Vergaser-Motoren; die spätesten Vertreter dessen dann die Zentraleinspritzer (TBIs)*. Die wurden tatsächlich 50 Jahre lang fast unverändert in ihrer Grundart gebaut.

Dann kam der LT-Motor, wobei LT1 nur eine Variante davon ist. Hauptsächliche Unterschiede zu den vorherigen Motoren waren:

- anderes Kühlsystem (Kühlwasser fließt erst durch die Köpfe, dann Block - vorher wars andersrum)

- neuartiger Zündverteiler, der absolut genial unter der (z.T. tropfenden) WaPu sitzt - top Konstruktion (/Ironie)

- + paar andere Sachen

Problematisch ist wie gesagt z.T. der Zündverteiler, genannt optispark...

* edit: und wohl paar Multipoint-Einspritzer, mit denen hab' ich aber keine Erfahrungen...

Keine Ahnung wie in manchen B-Body's Anhängelasten von über 2 t eingetragen wurden. Jedenfalls würde ich mich nicht drauf verlassen, dass bei Nachrüstung einer AHK auch zu erhalten.

Bei meinem 91er wurden vom Tüv Nord nur 1,5 t eingetragen.

Scheint wirklich Willkür zu sein. Bei mir stehen ja deutlich mehr drin. Weiß der Geier woran die Prüfer das festmachen.

Zitat:

redmex schrieb:

Keine Ahnung wie in manchen B-Body's Anhängelasten von über 2 t eingetragen wurden. Jedenfalls würde ich mich nicht drauf verlassen, dass bei Nachrüstung einer AHK auch zu erhalten.

Zustimmung zum 2. Satz! Das ist in der Tat (leider) nicht so einfach.

Unabhängig vom Umstand, überhaupt 'ne AHK für die Wagons zu bekommen.

Aber eigentlich sollten bei jedem '91-'96 B-Body 2260-2268kg Anhängelast drin sein - da die ab Werk ja eben die 5000lbs Anhängelast haben. Steht sogar in den Betriebshandbüchern...

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