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Unterschied zwischen einem 383 Stroker und einem 454 Big Block?

Themenstarteram 1. August 2016 um 19:22

Hallo Tecxhnikfreaks

Wie bereits im Titel erwähnt, wollte ich nur mal interessehalber wissen, welche der beiden Motorvarianten für den Alltagsgebrauch empfehlenswert ist.

Dazu zählt auch die Langlebigkeit und die verschaemte Frage nach dem Spritverbrauch.

Wer kann da aus dem Naehkaestchen plaudern oder hat da schon Erfahrungen gesammelt?

Freue mich über zahlreiche Antworten.

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20 Antworten

Ich vermute mal, daß es um einen Stroker geht und nicht um einen Elektromotor...

Die Frage ist unmöglich zu beantworten. Der Spritverbrauch richtet sich wenig nach der Größe der Maschine, vielmehr nach der zu bewegenden Fahrzeugmasse. Somit ist das Auto entscheidend. Beide Motoren werden in einem Cadillac Leichenwagen oder einem Suburban mehr verbrauchen als in einem Nova oder Skyhawk.

Ein weiteres Kriterium ist die Auslegung des Motors und des Getriebes. Ist er auf eine Drehzahl von über 4.000 RPM ausgelegt oder schaufelt er Kraft aus dem Drehzahlkeller? Wie ist das Getriebe ausgelegt? Schaltgetriebe oder Automatik mit hohem Stall?

Viel zu allgemeine Frage al daß man darauf eine sinnhaltige Antwort geben könnte.

Du hast zwischen einem 383 Small Block (Stroker) und einem 454 Big Block schon mal einen erheblichen Gewichtsunterschied, der ca. 110 Pounds = ca. 50 KG ausmacht.

Der Spritverbrauch richtet sich

- nach dem Gasfuß

- nach dem Fahrzeug

Ein Full size mit 2100 KG wird mehr verbrauchen als ein Camaro mit 1650 KG.

- Nach der Achsübersetzung

Je kürzer die Hinterachsübersetzung um so mehr verbraucht der Wagen.

- nach der Nockenwelle. Je schärfer die Nw umso mehr verbraucht er.

 

Einen Small Block zu fahren ist günstiger als ein Big Block. Die Anschaffungkosten sind geringer, ebenso wie die Ersatzteile. Teile für einen SB kriegst Du an jeder Ecke. Bei einem BB wird es schon schwieriger.

Ein SB ist eher für hohe Drehzahlen geeignet als ein BB, der einfach mehr Masse bewegen muß. Alles ist größer und schwerer.

 

Fazit: Für geringeren Spritverbrauch und als Allround-Waffe wirst Du mit einem 383 zufriedener sein.

Der Stroker ist aufgrund seiner höheren Kolbengeschwindigkeit (Huberhöhung) nicht wirklich für hohe Drehzahlen ausgelegt !

Hub 383: 3,75"

Hub 454: 4.00"

Der 383 hat einen geringeren Hub als der BB, ergo ist er für höhere Drehzahlen eher geeignet als der BB, ungeachtet eines weiteren Faktors, nämlich die Pleuellänge.

Welche Drehzahlen sind denn noch gesund für nen 454 BB (in meinem Fall ein gewuchteter Chevy in der 74er Corvette

Das hängt sehr davon ab, was verbaut wurde. Mit den entsprechenden Komponenten kann man auch einen BB mit 8.000 rpm drehen. Wofür man das braucht ist eine andere Frage...

Serienmotoren in Autos sind (bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. der Boss 302) dafür gemacht, ein Auto auf öffentlichen Straßen zu bewegen. In diesem Bereich verhalten sie sich wirtschaftlich und haltbar. Bei manchen Autos ist dieser Bereich etwas nach oben verschoben um in einem bestimmten Segement besonders agil zu sein.

In der Regel spielen sich 95% aller Betiebszustände eines Autos zwischen Leerlauf und 3.500 rpm ab. Darüber passiert selten was.

Bei einer Corvette kann es auch mal etwas mehr sein.

Die Redline eines 454 BB in einer Corvette aus den 70ern liegt bei 5.600 rpm. Bis dort kann man den Motor kurzzeitig drehen. Die Redlines von SBs liegen meist etwas höher.

Ich würde einfach mal ein bisschen googlen was der Motor ab Werk so kann ;) Boss Mustang und Camaro Z/28 hatten damals Motoren die deutlich höher drehten als die normalen 08/15 Straßenmotoren die sonst so angeboten wurden. Das waren genau wie die Hemis oder die ZL1 Motoren notdürftig straßentauglich gemachte Rennmotoren.

Beim Z/28 beispielsweise gab man absichtlich die Nennleistung bei einer viel niedrigeren Drehzahl an. Der Motor drehte locker bis 7000 u/min, die Nennleistung des Motors wurde allerdings schon bei 5300 u/min angegeben weshalb die Leistung dieser Motoren offiziell auch stark unterbewertet war. Wenn man jetzt noch die 2 4-Fachvergaser bestellt hatte bekam man statt der angegebenen 290 PS in der Realität eher 400 PS.

Themenstarteram 10. August 2016 um 0:08

Vielen Dank für die zahlreiche Beantwortung meiner Frage.

Themenstarteram 10. August 2016 um 0:18

Nur in diesem Zusammenhang erwähnt: warum haben Chevrolet-Motors keine obenliegenden Nockenwellen?

In einer Ausgabe der Chrom & Flammen habe ich schon einen Motor gesehen, der zwei obenliegende Nockenwellen hatte. Die Ausgabe war aus den 80er Jahren.

Die zentrale Nockenwelle diente dabei als Antrieb für den Zündverteiler und und die Ölpumpe.

Außerdem gibt es Modellmotoren, die der Einfachheit halber obenliegende Nockenwellen haben.

Themenstarteram 10. August 2016 um 0:21

Und noch eine "Begebenheit": in den 60er Jahren wurde BB als "Rat" Motoren bezeichnet und waren rot lackiert.

Die SB waren blau lackiert und wurden als "Mouse" bezeichnet.

Zitat:

@Futschler schrieb am 10. August 2016 um 00:18:07 Uhr:

Nur in diesem Zusammenhang erwähnt: warum haben Chevrolet-Motors keine obenliegenden Nockenwellen?

Hat eigentlich keinen wirklich speziellen Grund. Als man den Motor entwickelt hat war die Vorgabe das der Motor leicht, klein und günstig sein musste. Die kompakten Ausmaße des Motors hat man zum Großteil auch dem Ventiltrieb mit der zentralen Nockenwelle zu verdanken. Das Grunddesign hat man dann schlicht über die Jahrzehnte beibehalten. Als der Small Block herauskam war das durchaus ein modernes Konzept. Heutzutage mag es altbacken wirken aber GM hat mehr als einmal bewiesen das der Small Block mit seiner zentralen Nockenwelle zukunftsfähig ist. Leistung und Verbrauch stehen vergleichbaren V8 Motoren in nichts nach. Das Argument mit der nicht vorhandenen Drehfreude ist auch Mumpitz, da die Small Blocks ebenso 7000 u/min drehen können. Für die Anwendung in Straßenfahrzeugen völlig ausreichend und es gibt auch Rennmotoren nach dem Prinzip die locker die 10.000 u/min packen.

Die Hemis bei Chrysler arbeiten ja bis heute auch noch nach dem gleichen Prinzip. Nur Ford hat sich von diesen Motoren verabschiedet. Die bauen Ihre V8 Motoren seit den frühen 90ern nur noch mit obenliegenden Nockenwellen.

Zitat:

In einer Ausgabe der Chrom & Flammen habe ich schon einen Motor gesehen, der zwei obenliegende Nockenwellen hatte. Die Ausgabe war aus den 80er Jahren.

Die zentrale Nockenwelle diente dabei als Antrieb für den Zündverteiler und und die Ölpumpe.

Außerdem gibt es Modellmotoren, die der Einfachheit halber obenliegende Nockenwellen haben.

Mir würden zumindest bei GM spontan nur 2 Motoren aus der Zeit einfallen die obenliegende Nockenwellen haben. Einmal der Northstar Motor, der allerdings erst in den frühen 90ern (vielleicht ein Artikel zu einem Konzept?) kam und zum anderen der LQ1 V6 der im Lumina Z34 zum Einsatz kam. Hier hat man versucht aus einem OHV Motor einen DOHC-Motor zu machen. Da solche nachträglichen Umbasteleien selten gut gehen (siehe Oldsmobile Diesel) war auch dieser Motor ein totaler Reinfall. Er war vor allem unzuverlässig. Heute kommt das Problem der unzureichenden Teileversorgung dazu weil man diese Motoren schnell wieder fallen gelassen hat.

Das DOHC Prinzip nutzt GM hauptsächlich für seine 4- und 6-Zylinder.

Zitat:

Und noch eine "Begebenheit": in den 60er Jahren wurde BB als "Rat" Motoren bezeichnet und waren rot lackiert.

Die SB waren blau lackiert und wurden als "Mouse" bezeichnet.

Das ist auch wieder auf die Größe der Motoren zurückzuführen wenn man der Legende glauben kann. Man nannte den Small Block wohl "Mouse" weil er so kompakt war. Als dann der Big Block auf den Markt kam nannte man diesen in Anlehnung daran einfach "Rat". Kleine Maus, große "Maus" ;)

Zitat:

@Futschler schrieb am 10. August 2016 um 00:18:07 Uhr:

Nur in diesem Zusammenhang erwähnt: warum haben Chevrolet-Motors keine obenliegenden Nockenwellen?

In einer Ausgabe der Chrom & Flammen habe ich schon einen Motor gesehen, der zwei obenliegende Nockenwellen hatte. Die Ausgabe war aus den 80er Jahren.

Die zentrale Nockenwelle diente dabei als Antrieb für den Zündverteiler und und die Ölpumpe.

Außerdem gibt es Modellmotoren, die der Einfachheit halber obenliegende Nockenwellen haben.

Kann es sein das da über den Ford FE 427 SOHC berichtet wurde? Der wurde in den 60ern für die NASCAR entwickelt, und dann verboten, danach wurde er im Drag Racing eingesetzt.

Neben verschiedenen motoren 60er 70er wurde auch der 350cid mit 4 nockenwellen als Aliu motor hergestellt.

http://www.nookandtranny.com/Info_ZR1LT5.html

Rudiger

Stimmt, den LT5 aus der Corvette C4 ZR1 gab es ja auch noch. Allerdings hat der nun wirklich nichts mehr mit dem klassischen Small Block zutun außer dem Hubraum :)

Der Motor wurde damals von Lotus entwickelt (gehörte Anfang der 90er noch zu GM) und von Mercury Marine gebaut. Das einzige an dem Motor was tatsächlich von GM stammt ist wohl die Idee ;)

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