Unruhiger Motor, schwankende Drehzahlen - E230 T Bj. 91

Mercedes E-Klasse W124

Moin...

Gleich vorab, die Suche habe ich schon bemüht, aber irgendwie ist mein Problem (oder meine Probleme?) immer nur teilweise erörtert ;-)

Ich habe seit nunmehr zwei Wochen endlich wieder einen W124 (269.000 km) mit folgenden Problemen:

- Im kalten Zustand bis gestern sehr unruhig mit leichten Vibrationen im ganzen Fahrzeug - heute morgen war alles schick...
- Im warmen Zustand anfänglich immer alles normal, jedoch nach rund 10-15 Minuten Fahrzeit, oder viel Stop an Go, dreht er von sich aus mal auf mind. 1.200 oder aber auch 2.500 U/min. Das pegelt sich nach ungefähr 10 Stops wieder ein und die Drehzahl liegt dann bei rund 800 U/min.
- Beim Bremsen fällt die Drehzahl auf unter 600 U/min. aber sobald er steht ist auch wieder alles gut (kalt manchmal, warm immer).

Laut Vorbesitzer wurden dieses Jahr folgende Dinge schon gemacht:
- Ölwechsel
- Filterwechsel (komplett)
- Zündkerzen- und -kabewechsel
- Verteilerkappe und Verteilerfinger

Kann mir jemand helfen? :-(

Beste Antwort im Thema

Hallo hallo haalo ....sorry , aber erst die Glaskugel streicheln und danach wild
und völlig sinnlos irgendwelche Teile tauschen ist blinder Aktionismus...

Warum fährt man nicht zu Bosch und lässt dort unverbindlich die KE
durchprüfen ???

Und merke !!! bei eBay stellen sehr viele Leute ihren ausgebauten und
halbdefekten Schrott rein.....weil genau so viele Leute ohne Fachkennt-
nisse auf der anderen Seite sitzen.....
Also dann lieber 29,00 € für das Buch "jetzthelfe ich mir selbst" und
ruhig mal lesen und versuchen zu verstehen....
Oft sind es dinge , die man schon in Physik oder Werkenuntericht hatte.
Einen Poti kann man in Sekunden mit einem billigen Multimeter aus dem
Baumarkt für 10 € Prüfen.......
Statt 100 € an irgendwelche Leichenfledderer senden und danach dann
ganz im dunkeln stehen.....

Oft erlebt.... sogar selbst geschliffene Nockenwellen sammt dem Schleifpapier
im Packet bekommen....Auf den Nocken waren allerdings Querrillen vom Schleifen
statt längs wie es logisch sein muß...... Betrüger - Dreckschwein... die NW war
total verschlissen und er wollte sie mir als super - top....... etc. verkaufen....

leider restauriere ich schon Jahrelang Old-Benz und selbst als ich den Verkäufer
mit seinem Betrug entlarvte und Bilder von dem Schleifpapier im Packet mit-
sendete..... noch streiten und dann auf dumm tun.....

Anzeige und Geld zurück....... !!!!

Ein anderer hätte sie unwissend eingebaut und sicher Schaden am Motor
gehabt....

Also bitte , lieber Nooka.... Deine Symtome sind häufig beim M102 , aber es
können sehr viele Fehler , bzw auch mehrere Macken zusammen sein.
Als ich meine KE-jetronik damals ausgebaut und auf Fehlersuche ging , blieb
hinterher weniger als die Hälfte der alten Bauteile drinnen....
Poti hatte Sprünge , Lambda regelte nach all den Jahren schon viel zu lahm.
Schäuche , Verbinder usw.... porös oder aufgescheuert.

Leerlaufregler war verharzt - Verkokt..... reinigen , Öl rein und seit dem läuft
er top.
Verkokt , weil die Ventile im Kopf nicht mehr richtig abdichteten.... auch eine
Ursache für schlechten Leerlauf.....
Also Kopf runter und Ventile vernünftig gereinigt und neu eingeschliffen.
Alles mit neuem Satz Dichtungen zusammen und oha..... läuft wieder
schön....
Kabel , Stecker , Sensoren....etc.... es kann alles bei Dir sein .....

(Mein S 124 - 230 TE hat nachweislich den 1. Motor und Originalmaß in
den Zylindern. Heute stehen 463145 km auf der Uhr.....!!! )

Viel Erfolg und halt uns auf dem Laufenden....

Ps: Fehleranalyse und Grundeinstellung Motor kostet beim Boschdiernst
etwa 150 - 170 €.....
Wenn sie dann Fehler finden , rufen sie an , erläutern alles und fragen ,
ob Du den Auftrag zum reparieren geben tust....
Die defekten Teile kann man sich auf Wunsch auch aushändigen lassen.
So habe ich anfangs unseren Boschdienst das Bescheißen gleich anfangs
ausgeredet. Mach auch auf jedes Bauteil der KE einen weissen Punkt
sichtbar mit Edding etc.
Dann sehen sie , alle Teile markiert und sie können Dir dann keine fremden
Teile andrehen.....

Ich hatte das Glück und der Boschdienstmeister war sehr Kundenfreundlich.
Hatte damals einen 190er mit M 103 - Motor , der nur sch... lief.
Ich durfte dabei stehen und er zeigte mir auch einige Tricks und erläuterte
mir sogar , was er dort messen tut und wozu genau das Teil da ist.
Als ich dann den Jetroniksalat halbwegs durchschaute , habe ich mir die
WIS-CD und einige Bücher geholt.....
Sogar den Motorkabelbaum habe ich aufgefriemelt und einige Kabel ein-
zeln ersetzt....
Ich hatte dann den M 102 im Griff und behielt ihn immer Standfest.
Heute mein M 103 profitiert davon und ich habe mir ein Teilelager mit

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Danke für deine Antwort.

Nachdem er heute Morgen das erste mal auch einfach aus ging habe ich mich auf den Weg zu meinem Bekannten gemacht, welcher sich mit der KE-Jetonic auskennt und er sagte, wir fangen bei dem Poti an.

Da ich lieber zum originalen Bosch-Poti greifen möchte bin ich jetzt auf der Suche nach der richtigen Teilenummer. Ist diese 3 437 224 035 die Richtige Bosch-Nummer? Wenn ja, kostet das Ding jetzt 180,99 € bei kfzteile24.de :-(

Zitat:

@Lou_Zypher schrieb am 11. November 2014 um 16:18:09 Uhr:


Neu? Nur dann, wenn alle Stricke reißen!

200 € in der Bucht, gebraucht. Irre.
Ich glaube 750 € bei Daimler, wenn ich nicht irre.

Geht auch neu billiger: Der LMM besteht bei MB aus zwei Teilen, das Rohrteil, und der eigentliche LMM. Letzteren kann man auch einzeln bei Bosch bekommen. Allerdings braucht man dann einen speziellen Innensechskant, um die beiden Schrauben zu lösen.

Zitat:

@Nooka schrieb am 18. November 2014 um 11:42:28 Uhr:


Nachdem er heute Morgen das erste mal auch einfach aus ging habe ich mich auf den Weg zu meinem Bekannten gemacht, welcher sich mit der KE-Jetonic auskennt und er sagte, wir fangen bei dem Poti an.

Würde den Poti erst einmal überprüfen.

Methode 1: analoges Multimeter, Widerstand zwischen Pin 1 und Pin 2 messen, Stauscheibe langsam runterdrücken, Wert sollte kontinuierlich ansteigen und im letzten Stück wieder abfallen. Fällt der Zeiger zwischendrin nachvollziehbar auf Null, könnte der Poti hinüber sein.

Methode 2: bei aufgestecktem Stecker zwischen Pin 1 und Pin 2 die Spannung messen, sollte bei warmen Motor im Leerlauf zwischen 0,55 und 0,95 Volt liegen

Zitat:

Da ich lieber zum originalen Bosch-Poti greifen möchte bin ich jetzt auf der Suche nach der richtigen Teilenummer. Ist diese 3 437 224 035 die Richtige Bosch-Nummer? Wenn ja, kostet das Ding jetzt 180,99 € bei kfzteile24.de :-(

Der Poti von kfzteile24 scheint der Richtige zu sein.

Moin...

So, Potentiometer getestet, Werte verhalten sich wie sie es sollten.

Nun kommt hinzu, daß im komplett kalten Zustand immer alles in Ordnung ist und die Probleme erst auftreten, wenn er wärmer wird. Zum unrunden Leerlauf und den streckenweise hohen Leerlaufdrehzahlen kommt jetzt noch hinzu, daß er beim Gasgeben (Gang schon lange drin, Zwischenbeschleunigen) massivst ruckelt und kaum noch eine unterturige Fahrweise zuläßt. Wie gesagt, kalt alles kein Problem, da beschleunigt er im 4. bei 40 ganz entspannt und ohne zu mucken raus...

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Hier ging es doch um einen M102? Dann mal den Fehlerspeicher ausblinken?

Man könnte dann noch das Tastverhältnis messen.

Desweiteren verlässt Du Dich darauf, dass der Vorbesitzer Teile erneuert hat, unter anderem Verteilerkappe und Finger. Diese sollten möglichst von Bosch sein, es wurden Neuteile verbaut? Wenn nicht neu, würde ich mal die Verteilerkappe abschrauben und nachsehen, da sollten kein Dreck und Feuchtigkeit drin sein. Wenn doch, wäre das klar eine Möglichkeit. Saubermachen nur mit trockenem fusselfreien Lappen.

Den Fehlerspeicher kann man wie auslesen? Nur bei MB oder auch selbst? Bei meinem damaligen Astra F ging das irgendwie über Zündung an, aus, usw...

Verteilerkappe und Finger sind von Bosch und neu gewesen. Ich schau mal rein, was die Feuchtigkeit angeht. Kann man da was falsch machen? Thema Position beim Wiedereinbau?

http://www.motor-talk.de/.../Attachment.html?attachmentId=667137

Stammt aus diesem Thema: http://www.motor-talk.de/.../...is-am-motor-m102-ab-9-89-t1613722.html

Verteilerkappe kann man bestimmt nicht verkehrt einbauen, kann es aber nicht mit Bestimmtheit sagen, habe ja nur M103 Sechszylinder, da ist das anders ausgeführt. Reihenfolge der Zündkabel beachten/merken.

Lambdasonde nicht vergessen!!!!!

Habe gerade vor 3 Tagen die Erfahrung gemacht.

Moin Nooka,
im Anhang hat der User WEBMAN eine Anleitung zur Diagnose am M102 zusammengestellt.
Gruß komtech

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