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Unfall nach Lenkerwechsel

Harley-Davidson FXS Softail
Themenstarteram 10. September 2013 um 9:51

Hallo Harley Fans,

ich habe ein großes Problem und weiß nicht weiter.

Im Mai habe ich in einer Werkstatt ein Lenkerwechsel an meiner 06 Nighttrain machen lassen.

Alles war wunderbar!

Bis vor 3 Tagen...

...bei ca. 80 Kmh drehte sich mein Lenker plötzlich nach unten.

Dadurch spannte sich der Bowdenzug für das Gas und mein Bock beschleunigte vor einer Kurve.

Ich konnte nicht lenken da der Tank im Weg war.

Geistes gegenwärtig bin ich vom Bock gesprungen. (Ich bin OK)

Gestern habe ich denn alle beschädigten Teile abgenommen.

Als ich beim Lenker angekommen bin, traf mich der Schlag...

...alle 4 Schrauben ließen sich ohne großen Kraftaufwand lösen lassen und hatten kein Lock Tite bzw.

Schrauben Sicherungslack auf dem Gewinde. (Ist das nicht Pflicht)

 

Was kann ich jetzt machen?

Kann ich die Werkstatt anzeigen und den Schaden von derer Versicherung einfordern?

Beste Grüße aus Hamburg

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10 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von ScreaminEagleHH

Hallo Harley Fans,

ich habe ein großes Problem und weiß nicht weiter.

Im Mai habe ich in einer Werkstatt ein Lenkerwechsel an meiner 06 Nighttrain machen lassen.

Alles war wunderbar!

Bis vor 3 Tagen...

...bei ca. 80 Kmh drehte sich mein Lenker plötzlich nach unten.

Dadurch spannte sich der Bowdenzug für das Gas und mein Bock beschleunigte vor einer Kurve.

Ich konnte nicht lenken da der Tank im Weg war.

Geistes gegenwärtig bin ich vom Bock gesprungen. (Ich bin OK)

Gestern habe ich denn alle beschädigten Teile abgenommen.

Als ich beim Lenker angekommen bin, traf mich der Schlag...

...alle 4 Schrauben ließen sich ohne großen Kraftaufwand lösen lassen und hatten kein Lock Tite bzw.

Schrauben Sicherungslack auf dem Gewinde. (Ist das nicht Pflicht)

 

Was kann ich jetzt machen?

Kann ich die Werkstatt anzeigen und den Schaden von derer Versicherung einfordern?

Beste Grüße aus Hamburg

hast die Knochen ja noch heile, erstmal das wichtigste.

Glaube da kann man nicht viel machen, da man ja selber auch dran schrauben kann.

Bei geistesgegenwart hebt man den lenker an oder drueckt den motorkill schalter.

Wuensche dir viel erfolg. Vielleicht laesst sich der Haendler auf eine entgegenkommen ein.

Gr Shovelherman

Hallo Screaming,

Erstmal gut, daß dir nichts passiert ist. Ich würde sofort und unverzüglich einen vereidigten Gutachter hinzuziehen. Sonst hast du keine Handhabe. Und mein nächster Anruf würde meinem Rechtsanwalt gelten. Die beiden können die mit Sicherheit dabei helfen wie du dich verhalten sollst. Und laß bis dahin die Finger vom Bike!

Viel Glück!

Wundert mich aber nicht, seitdem ich vor Jahren an meiner ersten Sporti bei einem Schrauber ne breite Gabel hab anbauen lassen und mit nicht festgezogenen Gabelholmen fast einen Abflug gemacht hätte .:(

Wow Wahnsinn. Hauptsache Knochen heil. Wie lange lag zwischen Umbau und Unfall?

Gutachter bringt dir so erst mal gar nichts. Der muss im Fall eines Falles vom Gericht bestellt werden sonst zählt das nicht.

Wenn die Zeitdifferenz nicht allzu groß ist würde ich die Kiste sichern, nichts mehr anfassen, nicht verändern, Fotos zur zusätzlichen Beweissicherung machen und ab zum fähigem Anwalt. Du kannst allerdings gerne vorweg mit der Werkstatt reden und hören was sie sich davon annehmen. Vielleicht brauchst ja kein Aufriss zu machen.

Good Luck!!

Ps. Kluge Ratschläge bringen dem Geschädigtem nun mal gar nichts mehr und wer weiß ob du das überhaupt so geistesfähig hinbekommen hättest. Vor allem wenn die Kurve auf den nächsten paar Metern erfolgte.

Problematisch sehe ich das da schon selbst dran rumgeschraubt wurde, wie soll dann noch ein Beweis für ein Fehlverhalten der Werkstatt erbracht werden .

seh ich auch so. könnte man auch als versuch sehen den eigenen fahrfehler zu kaschieren....könnte man...

Zitat:

Original geschrieben von ScreaminEagleHH

Hallo Harley Fans,

ich habe ein großes Problem und weiß nicht weiter.

Im Mai habe ich in einer Werkstatt ein Lenkerwechsel an meiner 06 Nighttrain machen lassen.

Alles war wunderbar!

Bis vor 3 Tagen...

...bei ca. 80 Kmh drehte sich mein Lenker plötzlich nach unten.

Dadurch spannte sich der Bowdenzug für das Gas und mein Bock beschleunigte vor einer Kurve.

Ich konnte nicht lenken da der Tank im Weg war.

Geistes gegenwärtig bin ich vom Bock gesprungen. (Ich bin OK)

Gestern habe ich denn alle beschädigten Teile abgenommen.

Als ich beim Lenker angekommen bin, traf mich der Schlag...

...alle 4 Schrauben ließen sich ohne großen Kraftaufwand lösen lassen und hatten kein Lock Tite bzw.

Schrauben Sicherungslack auf dem Gewinde. (Ist das nicht Pflicht)

 

Was kann ich jetzt machen?

Kann ich die Werkstatt anzeigen und den Schaden von derer Versicherung einfordern?

Beste Grüße aus Hamburg

Hi,

ich würde sagen es sieht schlecht für dich aus, die Werkstatt war vor einem halben Jahr an deiner Kiste, und da du jetzt auch selber dran rum schraubst bringt dir ein Gutachter vermutlich garnichts mehr!

Nach dem Unfall direkt zum Gutachter, das wäre der richtige Weg gewesen...

Ob das allerdings zum gewünschten Erfolg geführt hätte ist dennoch ungewiss!

mfg

Also ich hatte 1993 einen schweren Unfall.

Es wurde an einer Springer beim Händler ein Ape-Hanger verbaut, welcher auch beim TÜV eingetragen wurde.

Auf der Autobahn ist dann bei 160 Km/h eine Schraube gebrochen.

Es war der Schraubblozen, welcher von den Risern zur Gabelbrücke runtergeht.

Dieser war kurz nach dem Konus gebrochen.

Ich war natürlich im Krankenhaus.

Meine Bekannte hatten dann das Bike geholt und wollten mir auch einen gefallen erweisen, indem Sie anfingen das Bike zu zerlegen, damit die Reparatur später schneller erledigt ist, wenn ich aus dem Krankenhaus zurück komme.

Es gab ja keinen anderen Unfallbeteiligten, wodurch man das Bike in eine Werkstatt hätte bringen konnte, um es dort "kostenfrei" reparieren zu lassen.

Das gebrochene Teil sah doch recht merkwürdig an der Bruchstelle aus.

Da ich zum damaligen Zeitpunkt recht gute Beziehungen zu der Firma Robert Bosch GmbH in Stuttgart-Feuerbach hatte, wurde das beschädigte Teil dort zur Materialprüfung abgegeben.

Es stellte sich heraus, dass hier auch ein Materialfehler vorlag.

Daraufhin bin ich dann zum Anwalt, welchem ich auch die Ergebnisse der Materialprüfung vorlegte.

Er meinte, dass es in diesem Fall sogar möglich wäre, eine Klage in den USA gegen Harley zu führen.

Laut seinen Aussagen, hätte ich dann ausgesorgt, da eine Behinderung zu 30% entstanden ist, sowie ich auf meinem erlernten und ausgeübten Beruf nicht mehr arbeitsfähig bin.

Als er allerdings hörte, dass meine Bekannte das Bike zuhause selber zerlegt haben, hat sich das mit der Klage komplett erledigt.

Er erklärte mir, dass das Bike in einer Fachwerkstatt zusammen mit einem Gutachter hätte zerlegt werden müssen.

Somit wirst auch Du heute bestimmt keine Chance haben, hier irgendwelche Ansprüche geltend zu machen.

Aber das wichtigste ist, das Dir nichts passiert ist.

Das andere kann man, wenn auch mit Aufwand, alles ersetzten

am 10. September 2013 um 13:09

Um welchen Schaden / Betrag reden wir hier eigentlich ?

Demnach würde ich mir den Klageweg überlegen ....

Die Beweispflicht dürfte ersteinmal bei Dir liegen .... so einfach dürfte das nicht sein.

Dann wird Dir zusätzlich nicht angepasste Geschwindigkeit vorgeworfen und die Ordner werden sich gleichermaßen füllen, wie Deine Kasse geleert wird. ...

Glück gehabt, dass nichts passiert ist. Pech gehabt, dass der Lenker plötzlich lose war. Nun stellt sich natürlich die Frage nach dem Warum? Hat die Werkstatt die Schrauben nicht genug angezogen? Kann sein, aber warum löst sich der Lenker dann erst vier Monate und etliche Kilometer später? Das wird die Werkstatt auch fragen. Und sie wird fragen, ob eventuell jemand anders die Schrauben gelöst hat? Könnte ja auch sein, dass da irgendein Hirni dran rumgedreht hat, der Böses im Schilde führte oder einfach ein bißchen dämlich war, schließlich schmeißen auch irgendwelche Kapalken Steine auf Autobahnen. Wie soll da der Beweis erbracht werden, dass die Werkstatt vor vier Monaten gepfuscht hat? Wäre der Schaden am Tag nach dem Umbau aufgetreten oder innerhalb der ersten Kilometer, dann wäre auf dem Rechtsweg vielleicht was gegangen. Aber so? Der Beweis ist nicht zu erbringen. Und auf dem Kulanzweg wird die Werkstatt auch nichts machen, weil das ja ein Schuldeingeständnis wäre.

So traurig wie es ist: Unter "shit happens" verbuchen und eine neue Werkstatt suchen.

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