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Unfall mit geliehenem Auto

Themenstarteram 23. Februar 2020 um 0:21

Hi, ich bin beim googeln auf euer Forum gestoßen. Ihr habt vor kurzem ein Thread gehabt, in dem es um einen Auffahrunfall ging.

Mir ist dasselbe Missgeschick passiert. Ich bin mit einem geliehenen Auto jemand hinten drauf gefahren. Also die Schuld liegt klar bei mir.

Ich hatte anfangs einen schmerzenden Nacken. Aber es ist keinem was passiert. Das ist schon mal das wichtigste.

Aber ich mache mir ernsthaft Sorgen, dass mich die Sache in den finanziellen Ruin treibt. Zum einen geht es um den Schaden am geliehenen Wagen. Es handelt sich um einen BMW 120i von 2010.

Obwohl der Aufprall nicht so stark war, hat es die Nase etwas platt gedrückt. Ich konnte direkt nach dem Unfall das Auto noch bewegen und ihn hinter den Schlepper fahren. Aber er musste dann letztendlich abgeschleppt werden, da er nicht mehr verkehrssicher ist.

Ein Gutachter hat nun eine wirtschaftlichen Totalschaden festgestellt. Und den Wert des BMW auf 9800 Euro bewertet.

Die Besitzerin ist eine gute Freundin. Sie will das Geld nun erstattet. Wenn ich aber bei mobile.de nach vergleichbaren Modellen suche, dann bekomme ich bereits seriöse Angebote ab 6000 Euro.

Ich weiß nun nicht so recht, wie ich reagieren soll.

Das andere Problem ist, dass der BMW nur für Personen aus dem selben Haushalt versichert war. D. h. eigentlich hätte ich gar nicht fahren dürfen. Und das hätte ich auch nicht gemacht, wenn ich das gewusst hätte.

Die Versicherung fordert nun den Differenzbetrag zu einem teureren Tarif, der Fremde Fahrer mit einschließt + eine Strafe. Das ganze kommt auf 4500 Euro.

Der Passat, dem ich aufgefahren bin, hat auch einen recht hohen Schaden abbekommen. Daher macht es keinen Sinn, diesen Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen.

Und zuletzt kommt eben der Verlust der Schadensklasse. So dass ich in Summe knapp 17000 Euro berappen muss.

Ich habe nicht annähernd so viel Geld. Ich bin Studentin.

Die Werkstatt, bei der der BMW abgestellt wurde, hat mir direkt noch ein mündliches Angebot gemacht. Sie würden 900 Euro für den geben. Wenn ich ihn aber stehen lasse, dann fallen Gebühren an.

Der Eigentümerin ist es egal was mit dem Auto passiert, sie will einfach den Schaden bezahlt bekommen.

Und das alles, weil ich noch über eine Ampel rüber wollte und mein Vordermann eben nicht…

Ich bin total fertig und kann nicht mehr schlafen.

Ich weiß auch garnicht so richtig, was ich eigentlich fragen will. Ich bin einfach total überfordert.

Hat jemand einen guten Rat?

Was denkt ihr zu dem Schaden? Ich habe leider vor Ort kein Bild gemacht. Aber der zumindest den BMW habe ich noch fotografiert, bei der Werkstatt, wo er jetzt steht. Meint ihr ich sollte das Angebot annehmen?

hier die Fotos:

https://de.share-your-photo.com/img/c4e76064b4.jpg

***Link entfernt, MT-Moderation***

LG Marlen

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@zille1976 schrieb am 24. Februar 2020 um 16:48:48 Uhr:

Wenn die Mutter der Freundin da zu viel Stress macht würd ich Privatinsolvenz anmelden und dann kann die Olle sehn wo sie bleibt

Alter, was schreibst du hier für einen Bullshit.

Das hätt ich -ausgerechnet von dir- nie gedacht..........:eek:

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Ich vermute mal, die TE durfte den Wagen fahren, wenn die Freundin mit gebrochenem Bein mit drin sass. Das wäre auch über die Versicherung abgedeckt gewesen. Hier liegt aber eine unberechtigte Nutzung aus Sicht der Versicherung vor, weil die berechtigte Nutzerin nicht mit an Bord war oder zumindest die Fahrt veranlasst hatte. Wichtig dürfte auch sein, ob die Freundin überhaupt die Nutzung ohne sie zugelassen oder zumindest wissend geduldet hatte. Sollte dies nicht der Fall sein, so sehe ich da diverse Probleme auf die TE zukommen. Gab es denn vorher schon Privatfahrten ohne die Freundin und diese wusste davon?

Zitat:

@MalrenB schrieb am 23. Februar 2020 um 11:16:24 Uhr:

... Meiner Freundin hatte ich nicht gesagt, dass ich den BMW nehme.

.. Ich fürchte ich komme ohne juristische Hilfe nicht aus…

Die andere Sache, die ich gestehen muss... Die Polizei hat eine Blutalkoholkonzentration von 0,34 festgestellt.

Ich habe für morgen eine Vorladung bekommen zur Vernehmung als Beschuldigte. Wisst ihr wie das abläuft?

 

... Aber die Geldstrafe und ein mögliches Fahrverbot sind variabel.

Ich komme mir vor wie in einem bösen Traum…

LG Marlen

Ich frage mich, wieso du so essentielle Punkte nicht zu Anfang erwähnst? :o

 

Du fährst alkoholisiert, ein geliehenes Fahrzeug, ohne das die Halterin das weiß?

So wie ich das verstanden habe, hattest du den Wagen, damit ihr BEIDE gemeinsam zur Uni fahrt, weil deine Freundin nicht fahren kann.

Das du ggfs alleine zur Uni fährst, lasse ich mir eingehen, aber das du durch die Gegend gurkst.. :mad:

 

Natürlich macht die Mutter "Druck" und du hast die komplette Haftung zu übernehmen, denn du ganz schön viel Mist gebaut, sorry, wenn ich so ehrlich bin.

Wenn ich schon ein fremdes Auto benutze, dann informiere ich VORHER den Halter, ob er es mir erlaubt.

Hast du kein eigenes Auto, dass du deine Privatfahrten mit dem geliehenen BMW gemacht hast?

 

Den meisten Autofahrern ist bekannt, dass in Deutschland eine 0,5-Promille-Grenze herrscht. Diese bedeutet nicht, dass Sie nicht auch schon bei weniger Alkohol im Blut belangt werden können. Haben Sie mit 0,3 Promille alkoholisiert einen Unfall verursacht, drohen Ihnen der Vermerk von drei Punkten im Fahreignungsregister sowie der Führerscheinentzug. Damit ist der Sanktionskatalog jedoch noch nicht vollends ausgeschöpft. Hinzu kommt zudem eine Geld- oder Freiheitsstrafe.

Quelle: Bussgeldkatalog.org

 

Die Geldstrafe richtet sich nach deinem Verdienst und den Schaden, bei der Dauer des Fahrverbotes kann dein Verteidiger evtl etwas raushandeln

 

Ja, du wirst bei der Polizei Angaben machen sollen, zum Hergang usw.

Du MUSST nur Angaben zu deiner Person machen, zu allen Anderen NICHTS sagen, wirklich nichts.

Dann wird von der Polizei vermerkt, dass du keine Angaben machst und du kannst gehen.

Ich bin mir nicht sicher, ob du überhaupt der Ladung Folge leisten musst.

Auf jeden Fall solltest du dir einen Anwalt für Verkehrs/Strafrecht suchen, denn es kommt zur Gerichtsverhandlung, Trunkenheit im Straßenverkehr

Die Alkoholfahrt macht es mit der Versichrung nicht einfacher. Suche Dir einen kompetenten Anwalt

Hoffentlich waren es nicht 0,34 Milligramm Alkohol das wären dann 0,68 Promille. Viele Atemalkoholtester zeigen in Milligramm an.

sollte das mit den 0,68 stimmen, wäre das übel....

Wenn 0,34 die BAK waren, dann wird es richtig übel. Denn die TE schrieb etwas von Blutalkoholkonzentration... Das entspricht dann in der Tat in etwa 0,68 Promille AAK und liegt dann deutlich über der 0,5 Promillegrenze.

Zitat:

@hydrou schrieb am 23. Februar 2020 um 15:15:41 Uhr:

Wenn 0,34 die BAK waren, dann wird es richtig übel. Denn die TE schrieb etwas von Blutalkoholkonzentration... Das entspricht dann in der Tat in etwa 0,68 Promille AAK und liegt dann deutlich über der 0,5 Promillegrenze.

?

 

Die Grenzwerte beziehen sich doch auf den Blutalkohol, nicht auf den Atemalkohol?

 

Und ist die "Schmerzgrenze" bei Ausfalllerscheinungen (und ein Auffahrunfall dürfte eine solche sein) nicht bei 0,2 0/00?

Ja das wäre noch interessant bzw. Wichtig ob 0,34 oder 0,68 Promille.

Vorallem wenn der Unfallgegner doch noch schmerzen hat/bekommt, spätestens dann ist ein Anwalt notwendig.

Die Vorladung der Polizei muss man nicht folgen, bzw. Muss nur Angaben zur Person machen.

 

 

 

Je nach Zustand Ausstattung und KM stand sind die 9800€ Wiederbeschaffungswert realistisch. Die fangen zwar bei ca. 6000€ aber da fehlen Details zu.

 

Die Forderung der Versicherungen kommt mir auch hoch vor mit 4500€, meist ist es die Differenz zum aktuellen Breitrag + einen Jahresbeitrag Strafe. Entweder zahlt die 3000€ p.a für die Versicherung oder da stimmt was nicht. Das sollte definitiv geprüft werden, da diese Forderung wohl an die Mutter der Freundin gegangen ist sollte die vielleicht einfach mal bei der Versicherung nachfragen.

 

Klar hast du scheisse gebaut, und du solltest dran denken das du anderen auch einen Schaden und eine Menge Probleme bereitet hast. Du sollst dafür aufkommen.

 

Den anderen sollte auch klar sein das du wohl nicht die Kohle irgendwo liegen hast und am Sonntag damit vorbei kommst und alles ist gut. Da solltet ihr zusammen dran arbeiten. Du wirst das Geld wohl oder übel über Raten abzahlen müssen.

 

Zitat:

@Hannes1971 schrieb am 23. Februar 2020 um 15:24:21 Uhr:

Zitat:

@hydrou schrieb am 23. Februar 2020 um 15:15:41 Uhr:

Wenn 0,34 die BAK waren, dann wird es richtig übel. Denn die TE schrieb etwas von Blutalkoholkonzentration... Das entspricht dann in der Tat in etwa 0,68 Promille AAK und liegt dann deutlich über der 0,5 Promillegrenze.

?

 

Die Grenzwerte beziehen sich doch auf den Blutalkohol, nicht auf den Atemalkohol?

 

Und ist die "Schmerzgrenze" bei Ausfalllerscheinungen (und ein Auffahrunfall dürfte eine solche sein) nicht bei 0,2 0/00?

Jein, nur ist die Grenze beim BAK 0,25 mg/l ... Das entspricht dann in etwa 0,5 Promille AAK.

Zitat:

@hydrou schrieb am 23. Februar 2020 um 15:33:48 Uhr:

Zitat:

@Hannes1971 schrieb am 23. Februar 2020 um 15:24:21 Uhr:

 

 

?

 

Die Grenzwerte beziehen sich doch auf den Blutalkohol, nicht auf den Atemalkohol?

 

Und ist die "Schmerzgrenze" bei Ausfalllerscheinungen (und ein Auffahrunfall dürfte eine solche sein) nicht bei 0,2 0/00?

Jein, nur ist die Grenze beim BAK 0,25 mg/l ... Das entspricht dann in etwa 0,5 Promille AAK.

Äh, umgekeht. Die Blutalkoholkonzentration wird im Promille gemessen, der Atemalkohol in mg/l.

 

0,5 Promille ist die Grenze, ohne dass der Fahrer aufgefallen ist, wenn der Alkoholwert z.B. bei einer allgemeinen Kontrolle ermittelt wurde. Bei auffälligem Verhalten ist es weniger, ich meine 0,2 oder sogar 0,1 Promille.

Ja, komme da jedes Mal durcheinander. Wobei die TE aber keine Einheit dazu geschrieben hat und auch nicht, ob sich der Wert auf Serum oder Blut bezieht.

Bei Auffälligkeiten 0,3 Promille.

Fahranfänger natürlich 0,0

Zitat:

@HighspeedRS schrieb am 23. Februar 2020 um 15:43:10 Uhr:

Bei Auffälligkeiten 0,3 Promille.

Fahranfänger natürlich 0,0

Google sagt: stimmt. Ich dachte, der Wert wäre bei der Senkung der 0,8 Promille-Grenze auch gesenkt worden.

Es ist egal, ob 0.32 oder 0.68, sie ist so oder so Beschuldigte im Strafverfahren.

Wie @HighspeedRS geschrieben hat, 0.3 bei Auffälligkeiten und ich denke, der Unfall ist eine Auffälligkeit.

 

Evtl hätte sie ohne Alkohol im Blut, abgebremst, wie ihr Vordermann, statt zu beschleunigen

Vielleicht hätte sie ohne Alkohol das Auto auch nicht einfach genommen.

Für das Strafmaß wird es aber einen Unterschied machen ob 0,32 oder 0,68.

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