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Unfall bei TÜV wer bezahlt?!

Themenstarteram 30. Oktober 2013 um 9:55

Guten Morgen,

einer unserer Fahrer ist gestern mit Zugmaschine + Anhänger beim TÜV vorgefahren, beim ausfahren aus der Halle hat der Anhänger dann ausgeschwenkt und ein Prüfgerät + Hallentor beschädigt.

Im Nachhinein kam jetzt raus, dass die genutzte TÜV - Spur für derartige Fahrzeuge gar nicht geeignet ist & unser Fahrer das Fahrzeug innerhalb der TÜV - Spur gar nicht hätte bewegen dürfen. . . der anwesende Prüfer kam erst von der Hochschule, befindet sich noch in der Einlernphase, war allerdings am Tage des Geschehens alleine anwesend.

Unser Fahrzeug + Hänger sind unbeschadet,

Was meint ihr, Versicherung melden & anstandslos bezahlen, oder sollen wir es auf einen Gerichtsprozess ankommen lassen? Die Versicherung ist für gewerblich genutzte Nutzfahrzeuge eh schon sehr teuer und wird sich entsprechend erhöhen :-(

Gruß Jim

Beste Antwort im Thema
am 30. Oktober 2013 um 11:56

1. Zählt das TÜV-Gelände nicht als Privatgelände?

2. Wer hat den Fahrer angewiesen, diese Spur zur Prüfung zu benutzen?

Wenn der "Hausherr", hier Prüfer, diese Spur angewiesen hat, dann ist er auch dafür verantwortlich, daß das eingewiesene Fahrzeug auch wieder schadlos raus kommt.

Sollte allerdings eine Beschilderung vorhanden sein, die eine bestimmte max. Länge und Breite vorgibt, dann ist der Fahrer verantwortlich, denn er muß die Maße seines Zuges kennen.

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Zitat:

Sehe ich genauso. Wenn ich auf Anweisung eines Mitarbeiters handel ist DER auch für den Schaden verantwortlich! Wenn MIR jemand sagt: Fahr' DA rein und ich weise darauf hin, das sich DA nicht rein fahren darf und der Mitarbeiter besteht darauf das ich DA reinfahre, hat er auch die Verantwortung für eventuelle Schäden! PUNKT!

Die Verantwortung liegt beim Fahrzeugführer.

Wenn du die nicht tragen willst, solltest du einfach kein Fahrzeug führen.

Wenn der Fahrer das Prüfgerät umgefahren hat, ist der Fahrer dafür verantwortlich, bzw. die Haftpflichtversicherung wird das übernehmen. Ob das Privatgelände war spielt da genau so wenig eine Rolle wie ob man da hätte reinfahren dürfen, er ist ja schließlich da rein gefahren, hat das umgefahren, also auch zu zahlen.

Wenn er da nicht hätte raus fahren können, hätte er eben nicht rausfahren dürfen, dann wäre das das Problem des PI gewesen, versucht er es trotzdem, trägt er die Verantwortung...

Die Verantwortung liegt immer beim Fahrzeugführer, der allein Einfluss auf das Fahrzeug hat.

Der Einweiser hat keinerlei Einfluß auf die Fahrzeugbewegung. Er kann weder lenken, bremsen oder fahren.

Ein "passst scho" einer zweiten Person ist zwar hilfreich, bleibt letzlich nur ein Hilfsmittel, welches die weitere Beurteilung und Einschätzung des Fahrers benötigt.

Die "Weisung" für ein bestimmtes Verhalten (hier die Nutzung eines bestimmten Fahrweges) muss der Fahrzeuglenker beurteilen. Stellt er dabei fest, dass es irgendwo nicht passt oder hat schon grundsätzliche Bedenken, darf er gar nicht erst losfahren.

Ob es öffentliches oder privates Gelände war, spielt überhaupt keine Rolle. Letztlich kann ich nicht einfach etwas niederbügeln, nur weil es mir im Wege stand. Fahre ich es trotzdem um, muss ich dafür haften.

Der Inhaber der beschädigten Einrichtung hat daher Anspruch auf volle Regulierung.

 

Euer Vorteil: Euer Schaden ist gleich Null. Der TÜV wird euch schon eine Rechnung schicken, wenn er was von euch will.

Der Tipp, den entstandenen Schaden der eigenen Haftpflicht zu melden ist goldrichtig, da man ansonsten seinen Versicherungsschutz aufs Spiel setzt, denn die eigene Haftpflicht wehrt auch ungerechtfertigte Forderungen gegen einen ab.

Hoffentlich habt ihr ein Unfallprotokoll mit ausführlicher Schilderung der Sachlage bzw. des Herganges sowie Fotos angefertigt, welches Fahrer und Prüfer unterschrieben haben.

Zitat:

Original geschrieben von Harig58

Die Verantwortung liegt immer beim Fahrzeugführer, der allein Einfluss auf das Fahrzeug hat.

Der Einweiser hat keinerlei Einfluß auf die Fahrzeugbewegung. Er kann weder lenken, bremsen oder fahren.

Ein "passst scho" einer zweiten Person ist zwar hilfreich, bleibt letzlich nur ein Hilfsmittel, welches die weitere Beurteilung und Einschätzung des Fahrers benötigt.

Das ist nur bedingt richtig. Ein Einweiser trägt schon einen gewissen Teil der Verantwortung für das einzuweisende Fahrzeug.

Stoße ich z.B. mit einem LKW rückwärts auf eine Straße, was nur mit Hilfe eines Einweiser geht, so übernimmt er die Verantwortung für das, was hinterm LKW geschieht und von mir als Fahrer nicht einsehbar ist.

Vorraussetzung ist natürlich, das ich die Signale des Einweisers sehe und auch befolge.

MFG Thomas

Themenstarteram 30. Oktober 2013 um 22:39

Vielen Dank für eure Antworten!!

Unser Fahrer ist ganz normal beim TÜV vorgefahren, hat sich im Büro angemeldet und ist anschließend auf Anweisung des TÜV - Neulings in die besagte Spur eingefahren. Beim herausfahren ist dann das oben beschriebene Malheur geschehen :-(

TÜV – Prüfneuling stand da wie ein begossener Pudel, der hat dann seinem Chef Bescheid gegeben, bei uns hat sich mein Vater der Sache angenommen. Irgendwann ist dann der Oberprüfer an seiner Prüfstelle eingetroffen und hat zuerst einmal sein Mitarbeiter zur Rede gestellt & auf seine Fehler aufmerksam gemacht . . . von wegen dass die Prüfung in der falschen Spur erfolgte & normalerweise der TÜV – Prüfer das Fahrzeug innerhalb der Prüfspur zu fahren habe . . . aber aufkommen müssten wir für den entstandenen Schaden trotzdem . . .

Naja auf alle Fälle handelt es sich in dieser Situation um pure Haarspalterei, an dem Gebäude sind keinerlei Hinweisschilder angebracht und unser Fahrer hat auf Anweisung des zuständigen „Hausherren“ gehandelt.

Wir werden jetzt diese Angelegenheit mit einem äußerst kritischen Unfallbericht unserer Versicherung übergeben, glaube allerdings kaum dass wir 100% Schuld zugesprochen bekommen. Unser Anhänger ist sicher auch „beschädigt“ und muss „repariert“ werden ;-)

In diesem Sinne :-)

Gruß Jim

Meine Meinung dazu, die Schuld wird zu 99% der Fahrer bekommen. Wenn er, egal wieviel Erfahrung er hat, nicht erkennt das er ein Problem bekommt beim rein oder raus fahren weil es einfach nicht passt, dann ist er eben nicht der ,,Alte Hase`` der dies richtig abschaetzen konnte. Das sollte ein Fahrer erkennen ob es passt, egal was andere Leute erzaehlen. Aber im Leben ist niemand Fehlerfrei ;)

Wenn auf dem Gelaende keine Schilder standen, dann gibts fuer den Fahrer nicht die Vorschrift das er eine andere Spur benutzen muss. Die Regelung ist sicher intern nur beim TUV bekannt. Von daher uninteressant. Der Fahrer entscheidet, passt oder nicht. Faehrt der Pruefer so entscheidet er.

Themenstarteram 30. Oktober 2013 um 23:37

Zitat:

Original geschrieben von mattalf

Meine Meinung dazu, die Schuld wird zu 99% der Fahrer bekommen. Wenn er, egal wieviel Erfahrung er hat, nicht erkennt das er ein Problem bekommt beim rein oder raus fahren weil es einfach nicht passt, dann ist er eben nicht der ,,Alte Hase`` der dies richtig abschaetzen konnte. Das sollte ein Fahrer erkennen ob es passt, egal was andere Leute erzaehlen. Aber im Leben ist niemand Fehlerfrei ;)

Wenn auf dem Gelaende keine Schilder standen, dann gibts fuer den Fahrer nicht die Vorschrift das er eine andere Spur benutzen muss. Die Regelung ist sicher intern nur beim TUV bekannt. Von daher uninteressant. Der Fahrer entscheidet, passt oder nicht. Faehrt der Pruefer so entscheidet er.

Du bist vermutlich ein typischer Autofahrer der alles besser weiss, allerdings noch nie in nem LKW gesessen, geschweige denn gelenkt hat, habe ich recht?!

Klar hat sich der "Alte Hase" verschätzt ich als junger Aushilfsfahrer hätte sicher alles besser gemacht . . . wir sind allerdings auf diesen "Alten Hasen" angewiesen, da es von den "Jungen" keiner mehr nötig hat einen CE Führerschein zu machen & man die Arbeitsamt - Umschuler allesamt in der Pfeife rauchen kann :-)

*meine Meinung*

am 31. Oktober 2013 um 0:29

Zitat:

Original geschrieben von 4Wheel Jim

Du bist vermutlich ein typischer Autofahrer der alles besser weiss, allerdings noch nie in nem LKW gesessen, geschweige denn gelenkt hat, habe ich recht?!

Es gibt keinen Grund, Dich jetzt auf diese Ebene zu begeben.

Abgesehen davon sehe ich das Ganze übrigens ähnlich wie mattalf. Gefahren ist der Fahrer und nicht der Prüfer. Außerdem sollte er bereits beim Einfahren bemerkt haben, dass es dort eng zugeht und hätte somit beim Ausfahren besonders vorsichtig sein und sich gegebenenfalls einweisen lassen müssen. Dass die Spur für das Fahrzeug nicht freigegeben war spielt keine Rolle.

Zitat:

Original geschrieben von 4Wheel Jim

..., da es von den "Jungen" keiner mehr nötig hat einen CE Führerschein zu machen & man die Arbeitsamt - Umschuler allesamt in der Pfeife rauchen kann :-)

Warum soll auch Einer rund 7500€ für den Schein und die Schulungen ausgeben um dann für knapp über Harz IV zu fahren?

Es besteht schlicht ein krassen Missverhältnis zwischen Führerscheinkosten und dem danach erzielbaren Einkommen.

Zum Thema an sich, diese Kosten werden sich die beteiligten Versicherungen schon irgendwie teilen. Unschuldig am Unfall ist keine Seite, meine Meinung.

Zitat:

Original geschrieben von 4Wheel Jim

Zitat:

Original geschrieben von mattalf

Meine Meinung dazu, die Schuld wird zu 99% der Fahrer bekommen. Wenn er, egal wieviel Erfahrung er hat, nicht erkennt das er ein Problem bekommt beim rein oder raus fahren weil es einfach nicht passt, dann ist er eben nicht der ,,Alte Hase`` der dies richtig abschaetzen konnte. Das sollte ein Fahrer erkennen ob es passt, egal was andere Leute erzaehlen. Aber im Leben ist niemand Fehlerfrei ;)

Wenn auf dem Gelaende keine Schilder standen, dann gibts fuer den Fahrer nicht die Vorschrift das er eine andere Spur benutzen muss. Die Regelung ist sicher intern nur beim TUV bekannt. Von daher uninteressant. Der Fahrer entscheidet, passt oder nicht. Faehrt der Pruefer so entscheidet er.

Du bist vermutlich ein typischer Autofahrer der alles besser weiss, allerdings noch nie in nem LKW gesessen, geschweige denn gelenkt hat, habe ich recht?!

Klar hat sich der "Alte Hase" verschätzt ich als junger Aushilfsfahrer hätte sicher alles besser gemacht . . . wir sind allerdings auf diesen "Alten Hasen" angewiesen, da es von den "Jungen" keiner mehr nötig hat einen CE Führerschein zu machen & man die Arbeitsamt - Umschuler allesamt in der Pfeife rauchen kann :-)

*meine Meinung*

Als erstes, nein du hast nicht Recht. Ich hab ganz andere Gewichte und Ueberbreiten gefahren wo man eben nicht einfach mal irgendwo rein faehrt weil es ein anderer meint. Das dir meine Meinung nicht passt, kann ich gut verstehen. So sind sie halt die jungen Aushilfsfahrer.;)

Themenstarteram 31. Oktober 2013 um 10:08

Zitat:

Original geschrieben von mattalf

Zitat:

Original geschrieben von 4Wheel Jim

 

 

Du bist vermutlich ein typischer Autofahrer der alles besser weiss, allerdings noch nie in nem LKW gesessen, geschweige denn gelenkt hat, habe ich recht?!

Klar hat sich der "Alte Hase" verschätzt ich als junger Aushilfsfahrer hätte sicher alles besser gemacht . . . wir sind allerdings auf diesen "Alten Hasen" angewiesen, da es von den "Jungen" keiner mehr nötig hat einen CE Führerschein zu machen & man die Arbeitsamt - Umschuler allesamt in der Pfeife rauchen kann :-)

*meine Meinung*

Als erstes, nein du hast nicht Recht. Ich hab ganz andere Gewichte und Ueberbreiten gefahren wo man eben nicht einfach mal irgendwo rein faehrt weil es ein anderer meint. Das dir meine Meinung nicht passt, kann ich gut verstehen. So sind sie halt die jungen Aushilfsfahrer.;)

Du fährst also Schwertransport, das finde ich jetzt äußerst interessant, bzw kurios :-);-):-) Dann womöglich noch beim Max Wild, der ist nämlich bei uns um die Ecke . . .

Wenn das wirklich so sein sollte legst du echt ein unkollegiales Verhalten an den Tag, Scania V8 Fahrer eben, habe ich recht :-D (brauchst ja ordentlich Power im Schwerlastverkehr)

. . . ich bin nicht umsonst nur Aushilfsfahrer, so viel dazu . . .

Zitat:

Original geschrieben von 4Wheel Jim

Zitat:

Original geschrieben von mattalf

 

Als erstes, nein du hast nicht Recht. Ich hab ganz andere Gewichte und Ueberbreiten gefahren wo man eben nicht einfach mal irgendwo rein faehrt weil es ein anderer meint. Das dir meine Meinung nicht passt, kann ich gut verstehen. So sind sie halt die jungen Aushilfsfahrer.;)

Du fährst also Schwertransport, das finde ich jetzt äußerst interessant, bzw kurios :-);-):-) Dann womöglich noch beim Max Wild, der ist nämlich bei uns um die Ecke . . .

Wenn das wirklich so sein sollte legst du echt ein unkollegiales Verhalten an den Tag, Scania V8 Fahrer eben, habe ich recht :-D (brauchst ja ordentlich Power im Schwerlastverkehr)

. . . ich bin nicht umsonst nur Aushilfsfahrer, so viel dazu . . .

Spar dir deine Thesen. Du liegst wieder Falsch. Unkollegial bin ich auch absolut nicht. Wie kommst darauf? Wahrscheinlich weil ich den Fehler eines Kollegen nicht schoen rede.;) Uebrigens, ich fahr schon einige Zeit kein LKW mehr. Ab einem gewissen alter hat man dazu keine Lust mehr. Und in Deutschland wuerde ich schon 3 mal nicht fuer die Halsabschneider fahren. Und das zaehlt da fuer alle Speditionen.

Es ist schon davon auszugehen, dass die Versicherung dem TÜV nicht den ganzen Betrag überweisen wird.

Wenn jedoch der TÜV dann das ganze auf dem Rechtsweg einklagen sollte, steht vor Gericht Aussage gegen Aussage und da dann dein Fahrer, als verantwortlicher Kfz-Führer, das Gerät umgemäht sehe ich die Chancen für euch vor Gericht eher schlecht.

Da kann dann auf den Fahrer, falls die Polizei den Unfall nicht aufgenommen und es schon ein Bußgeld gegeben hat, auch noch was zukommen.

Zudem tragt ihr die Kosten des Verfahrens, als ggfls. Gutachter noch vor Ort... usw...

Mfg

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