Umstieg von Benziner auf Diesel?
Ich habe vor 2 Monaten einen Gebrauchten Toyota Aygo mit etwa 15.600 km finanziert. Jetzt fahre ich berufsbedingt allerdings 125 km täglich (80%) Autobahn. Würde ein Wechsel von Benziner auf Diesel überhaupt Sinn machen?
Beste Antwort im Thema
130-150 km/h... Wie hoch ist die Höchstgeschwindigkeit? 155, 160?
Fahr mal 110-120 km/h und vorrausschauend. Später kommste dadurch auch nicht an, aber erheblich sparsamer.
55 Antworten
Zitat:
@benprettig schrieb am 9. Oktober 2016 um 15:17:21 Uhr:
Übrigens waren wir mit 2 Autos auf Rügen dieses Jahr. Der Raser schwärmte mir vor, wie schnell er da war, immer wo es ging Vollgas. Ich bin "geschlichen" 130 km/h und wo limitiert, halt langsamer. Ich habe sage und schreibe 10 min. länger gebraucht für 680 km...
Dann ärgere ihn doch mal mit den Verbrauchswerten.
Als Fahranfänger überholte mich mal unmittelbar nach der Auffahrt A1 Greven ein Opel Diplomat/Admiral mit Vollgas. Mein 34 PS Käfer konnte da nicht mithalten. In Dortmund hab ich ihn dann wieder "überholt" - er stand an der Zapfsäule.
Gerade auf Langstrecke wird viel von der "ersparten" Zeit beim Rasen beim Tanken wieder verbraucht. Zwar heize ich trotz fortgeschrittenen Alters noch (heute erst mit dem Motorrad rund 240 auf der A31), aber "just for fun".
Zitat:
@benprettig schrieb am 9. Oktober 2016 um 15:17:21 Uhr:
Übrigens waren wir mit 2 Autos auf Rügen dieses Jahr. Der Raser schwärmte mir vor, wie schnell er da war, immer wo es ging Vollgas. Ich bin "geschlichen" 130 km/h und wo limitiert, halt langsamer. Ich habe sage und schreibe 10 min. länger gebraucht für 680 km...
Ach komm, das glaubst du doch nicht wirklich. Ich fahre regelmäßig Frankfurt-Hannover, mit meinem Auto oder nem Mini. Da ist ohne Vollgas, also nur entweder entspannt oder zügig mal locker ne halbe Std Unterschied bei gleichem Verkehr - auf halber Strecke! Man muss sich nicht immer selbst in die Tasche lügen.
@TE: behalte das Auto, oder laufenden größeren diesel, der aygo Diesel wird dich nicht glücklich machen.
Lustig, wie kriegst du das mit "bei gleichem Verkehr" denn hin? Ich schaff das nicht einmal bei den rund 20 km zwischen Wohnort und Arbeitsort.
Mit dem Zeitgefühl ist das so eine Sache. Mein Schulfreund z.B. fuhr nach eigenen Angaben vom Wohnort in den Nachbarort in fünf Minuten. Waren genau 14 km vom Ortsschild zum Ortschild, gab also einen Durchschnitt von 168 km/h und er fuhr einen Renault 4 - Vmax 120 km/h.
Einfach mal öfter den BC beim Start reseten und staunen.
Naja, wenn ich fahre dann zu den selben Zeiten, außer wenn Stau wegen Unfall ist, ist der Verkehr da nunmal sehr ähnlich. Dann bestimmt das Gaspedal halt ob es 3h oder 2,5h oder 2h10min (Rekord) sind. Und selbst beim Rekord war nicht alles Vollgas, genauso wenig sind 3h Schleichfahrt. Ich denke selbst auf dieser kurzen Strecke sind problemlos ne Std rauszuholen zwischen 100-120 mitschwimmen und ordentlich Gas.
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Verkehr sehr ähnlich ist nicht Verkehr gleich. Und "ich denke" führt nicht unbedingt zum richtigen Ergebnis.
Hannover-Frankfurt wären rund 350 km (laut Navi, aber ohne Eingabe von Straßen) - ergäbe einen Schnitt von rund 160 km/h. Muss also die Strecke schon ziemlich frei sein.
Konzentrier dich lieber auf's Fahren. Identische Verkehrsverhältnisse findest du nicht. Mal ein oder zwei LKW's, die für einige Kilometer die linke Spur blockieren und schon rutscht dein Schnitt nach unten.
Das schnellste Auto was ich jemals unter dem Hintern hatte war ein 911 Turbo. Und damit konnte ich einen Baby-Benz nicht auf der A1 abhängen, da ich ständig wieder abbremsen durfte.
Zitat:
@backbone23 schrieb am 9. Oktober 2016 um 15:22:21 Uhr:
Dem TE wirds wohl nicht darum gehen die Kosten "aktiv" zu senken, er sieht eine Ersparnis durch einen Umstieg auf einen Diesel wohl eher als netten Nebeneffekt.
Ich habe eher den Eindruck der TE hat sich ein Auto gekauft, mit dem er jetzt nicht glücklich ist und will sich und/oder seinem Umfeld (Ehefrau, Familie usw.) gegenüber einen schnellen Fahrzeugwechsel mit ökonomischen Gründen rechtfertigen.
Aber auch ich denke nicht, dass sich ein Tausch rechnen würde.
Ansonsten stimme ich Peter zu. Auch wenn man in der Spitze 200 oder schneller fährt, liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei normaler Verkehrsdichte deutlich darunter. Und wenn man es 10 - 20 km/h langsamer angeht kann man deutlich ökonomischer und entspannter fahren. Denn wenn man jedes freie Stück für eine Vollgasorgie nutzt, verbraucht man nicht nur deutlich mehr Sprit, sondern generiert auch noch massig Bremsenverschleiß, wenn 300 m weiter der LKW mit 85 km/h rauszieht, weil der LKW davor nur 83 km/h fährt.
XF-Coupe
Zur Geschwindigkeitsdiskussion:
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.
Die erste Regel lautet, versuch nie schneller zu fahren, als es die Verkehrsdichte erlaubt, denn das bringt außer Bremsverschleiß und erhöhtem Verbrauch gar nichts.
Lässt es der Verkehr aber zu, dann geht schon ein wenig was und zwar mehr als dargestellt.
Ich bin am Freitag etwas nördlich von Stuttgart nach Hamburg gefahren. Da ich recht spät dran war (15:45 Abfahrt), wollte ich eigentlich durchaus ein paar Minuten einsparen. Rund die erste Hälfte konnte man "schnell fahren" komplett vergessen, da hat der Verkehr das Tempo vorgegeben. In Malsfeld haben wir dann ein bisschen was gegessen und ich habe auch getankt. Ab da lief es deutlich geschmeidiger und Tempo 140-160km/h waren da wo erlaubt auch drin. Bis Hamburg (330km) stand ein Schnitt von 127km/h da. Mit Tempomat 120km/h, wären es so um die 110 km/h gewesen.
Fazit: 24 Minuten gespart, Verbrauch von gut 4,5l/100km auf gut 5,5l/100km gesteigert. Sprich 24 Minuten haben gute 3€ gekostet ... ist an der Stelle es mir wert gewesen.
Zum TE:
So ein Kleinstwagen landet bei 120-130km/h einfach bei seinen 6l/100km und ist einfach nicht die ideale Wahl.
Aber günstig bleibt er trotzdem. Sprich aus finanzieller Sicht macht ein Wechsel keinen Sinn, aber mit wenig mehr kann man durchaus ein Mehr an Auto bekommen.
4,5 oder 5,5 l - da lohnt das Nachdenken nicht wirklich. Verbraucht mein Lieblingsfahrzeug auch so im Schnitt bei normaler Fahrweise. Und wenn ich 240/250/260 auf dem Tacho sehe, kostet das auch im Schnitt nur 1,5 l mehr. Ist allerdings ein Motorrad.
Und wann bist du von Malsfeld wieder los gefahren? Geschätzt so gegen 20.00 Uhr, als der Hauptverkehr schon zu Hause war?
Bin mal mit unserem Touran von Südfrankreich über die Autobahn bis zur Grenze Luxemburg (Wasserbillig) mit Schnitt knapp unter 130 gefahren, dicht bei der zulässigen Vmax (gefahren meistens 140). In Deutschland dann endlich öfter wieder Vollgas, aber immer im Rahmen der StVO, und hab gestaunt, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit sank. Obwohl es bereits spät abends war, die Schilder galten weiterhin und selbst die Schilderbrücken waren noch in Betrieb. Dafür stieg der Verbrauch.
Zitat:
@PeterBH schrieb am 9. Oktober 2016 um 21:54:21 Uhr:
Und wann bist du von Malsfeld wieder los gefahren? Geschätzt so gegen 20.00 Uhr, als der Hauptverkehr schon zu Hause war?
Die Tankrechnung sagt 19:20 ... naja und dann noch einsteigen und weiter fahren. Aber klar, um Kassel rum war schon noch etwas los und danach war erst so richtig frei (aber da sind ja schon so einige Baustellen vorhanden auf der Strecke).
Dabei sehe ich Vollgas immer als Spritvernichtung an, vor allem, wenn das Auto schnell fährt, sprich viel Leistung hat. Und daher habe ich es nicht praktiziert. Über 160km/h fängt es fast immer an, dass es sich nicht lohnt. Über den Bereich zwischen 120 und 160km/h kann man diskutieren, bei unter 120km/h verliert man eigentlich immer zu viel Zeit.
P.S.: Alles vorbehaltlich Regel Nummer 1 ... versuche niemals schneller zu fahren, als es der Verkehr zulässt.
Stimmt, und in dem Bereich lässt sich fast alles nur mit dem Gaspedal regeln und die Bremse braucht man fast nie.
Hab mal mit ganz viel Zeit das ACC beim Touareg auf 110 eingestellt und wirklich nur dann Gas gegeben, wenn ich einen LKW überholten wollte und von hinten jemand kam. Wollte ja niemanden behindern. Da hatte ich einen Durchschnittsverbrauch von 6,7 l/100 km und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp unter 100 km/h. War nicht viel los auf der Autobahn, aber so zu fahren war extrem anstrengend.
Man sollte immer in dem Bereich bleiben, wo man fast alles mit dem Gaspedal regelt und nahezu nichts mit dem Bremspedal. Dann ist man auch bei 160km/h noch halbwegs sparsam unterwegs.
Gleichmäßig ist das Stichwort..beschleunigen Bedarf mehr Energie. Selbst mit 160 kann man sparsam fahren wenn es quasi ein dahin Rollen entspricht...muss man laufend runter Bremsen und immer bis 160 hoch ziehen steigt der Verbrauch enorm.
Worauf der TE hinaus will entschließt sich mir, wenn Verbrauch etc egal ist...kommt einem Kondom um den Hals gleich das vor Krankheiten schützen soll.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 9. Oktober 2016 um 22:40:46 Uhr:
Man sollte immer in dem Bereich bleiben, wo man fast alles mit dem Gaspedal regelt und nahezu nichts mit dem Bremspedal. Dann ist man auch bei 160km/h noch halbwegs sparsam unterwegs.
... genau das ist der Punkt.
Letztendlich hängt es wesentlich von der Verkehrs- und insbesondere der LKW-Dichte ab. Denn wenn die rechte Spur mit Lastern voll ist, bremsen langsame Fahrzeuge und überholende Laster auch die linke Spur aus.
An Lasterfreien Sonn- und Feiertagen mit auch sonst wenig Verkehr kann man auch relativ ökonomisch 180 - 200 fahren. Gut jetzt nicht mit dem Touareg, da ist der Luftwiederstand zu groß, aber der Panamera-Diesel läßt sich auch bei solchen Tempi und einer Durchschnittsgeschwindigkeit über 150 noch deutlich unter 9 Ltr. bewegen.
XF-Coupe