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TÜV Versager

BMW 1er E81 (Dreitürer)
Themenstarteram 28. Februar 2011 um 20:58

Salut im Forum,

vielleicht erging es nicht nur mir nach diesem Winter so:

Bin mit meinem BMW 118 i durch die erste TÜV-Prüfung gefallen, weil

vorne links 27 % Bremskraftunterschied gemesssen wurden. Erklärung:

Bremsscheibe sei verrostet, das passiere schon mal, wenn der Wagen lange

steht. Der Wagen stand nach zwei längeren Autobahnfahrten aber nur drei

Wochen am Straßenrand als Deutschland im Dezember im Schneechaos

versank. Ich habe das Auto fast eine Stunde aus der Schneewehe wieder

ausgegraben, bevor ich mit Müh und Not aus der Parklücke kam. TÜV und

BMW-Werkstatt sagten, ich solle versuchen, die Scheibe wieder

freizubremsen.

Heute, exakt am dritten Geburtstag seiner Erst-Zulassung mussten neue

Scheiben und Klötze eingebaut werden, damit ich durch den TÜV komme, das

Freibremsen war nicht erfolgreich. Kulanz von BMW: 0,0 Prozent.

Haben andere ähnliche Erfahrungen gemacht?

Und ich frag mich echt, ob die bei BMW noch alle Sinne beisammen haben?

Für mich war das ganz klar das letzte Fahrzeug aus München. Ein

Neuwagen, der schon nach einem Jahr zwei Mal in der Werkstatt musste,

weil die Motorwarnleuchte auf der Autobahn leuchtete (was echt keinen

Spaß macht, erst alle Kerzen neu, dann ganze Motorsteuerung

ausgetauscht) fällt jetzt durch den TÜV, weil er im Winter mal drei

Wochen nicht gefahren wird. Aber nur vorne links leidet die

Bremsscheibe?!?

Viele Grüße, ein angehender Ex-BMW-Fahrer

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8 Antworten

Hi,

zuächst vorweg -> ich kann Deinen Ärger darüber durchaus verstehen. Das mit der verrosteten Bremsscheibe kann ich zumindest nachvollziehen. Meine Schüssel steht auch immer draussen. Wenn ich 1 Woche bei solchen Wetterverhältnissen nicht gefahren bin, ist bei mir zumindest so viel Rost auf der Scheibe, dass man es deutlich hören kann beim Bremsen. Allerdings ist das dann nach 3-4 Bremsungen wieder weg.

Wenn Dein KFZ an einer Strasse gstanden hat, wo in der Zeit mehrmals täglich der Streuwagen durchgefahren ist, könnte das das Problem noch verschärft haben. Salz wirkt extrem korrosiv.

Der einzige mir bekannte Fall, wo die Bremsscheibe sozusagen kaputtgerostet ist, war bei einem KFZ, das 6 Monate unbenutzt draussen stand.

 

Gruß Jens

Bei 6 Monaten seh ich das ja ein, aber nach 3 Wochen ? Salz hin oder her so extrem das sie gewechselt werden müssen sollte das eigntlich nicht Rosten.

Themenstarteram 1. März 2011 um 14:40

An JensT76

Ich war kurz davor hin und zurück knapp 900 km über eine total gesalzene Autobahn gefahren, okay, aber bei mir in der Straße wurde weder richtig geräumt noch gesalzen, als der Wagen am Straßenrand stand. Und warum rostet die Scheibe besonders innen und warum ist nur die Scheibe vorne links betroffen? Die Scheibe hinten links hat genauso zur Straße gewiesen, aber keinen Rostschaden udn beide Scheiben rechts wurden genauso stark gesalzen, haben aber keien "Standschaden" - wie das bei BMW hieß. Abgesehen davon, dass das Auto rundum bis über die Türkante eingeschneit war, so dass kein neues Salz an die Scheiben hätte kommen können. Meine alten Peugeot und Daimler-Coupes standen auch an der Straße und wurden auch mal drei Wochen am Stück nicht gefahren in schneereichen, eisigen Wintern, da waren die Bremsen aber erst ganz normal nach 70 bis 80.000 Kilometern fällig. Irgendwas kann da bei BMW nicht stimmen. Ich habe noch nie zuvor gehört, dass ein anderes privat gefahrenes Auto den ersten TÜV nach drei Jahren wegen der Bremsen nicht schafft.

Hi,

der Umstand, das nur eine Bremsscheibe betroffen war, ist in der Tat ungewöhnlich. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass alle Bremsen gleichmässig etwas Rost in den 3 Wochen auf den Kontaktflächen angesetzt haben, was in der Regel aber nicht zum Ausfall führt. Wird das KFZ dann wieder in Betrieb genommen, wird diese Rostschicht nach ein paar Bremsungen wieder entfernt, man hört dann kurz Schleifgeräusche die dann wieder verschwinden.

Ich vermute in Deinem Fall, dass bei der defekten Bremse Rostkrümel und/oder Salzkristalle zwischen Bremsbelag und Scheibe gelangt sind und auf der Scheibe Riefen hinterlassen haben. Wenn sich dann viele tiefe Riefen gebildet haben, geht das dann mit einem Verlust von Bremsleistung einher, was meistens erst auf dem Prüfstand aufällt. Die Flächen der Scheibe, wo die Bremsbeläge anliegen sehen dann verkratzt aus. Normalerweise sehen diese Flächen glatt und glänzend aus. Hast Du die alte Bremse gesehen?

Der Aspekt eines Materialproblems bei der Bremse käme dann in Betracht, wenn mehrere 1er-Fahrer über das gleiche Problem klagen.

Ein Arbeitskollege von mir hat auch schon ein paar Probleme mit seinem 1er gehabt, aber die Bremse war zu mindestens bis jetzt noch nicht dabei.

Ob beim ersten TÜV die Bremsen fälligt sind, hängt letztendlich von der bis dahin absolvierten Kilometerleistung ab. Ich mache bei mir die Bremsen vorne zu jedem TÜV-Termin neu, bin allerdings auch viel unterwegs.

 

Gruß Jens

Themenstarteram 1. März 2011 um 20:09

Salut Jens,

ne, die Scheibe war gleichmäßig rostig, sowohl TÜV als auch der BMW-Meister haben mir die Scheibe, insbesondere die rostige Innenseite, gezeigt, da waren keine Riefen drauf. Ich glaube inzwischen, die haben mich mit dem Argument vom Standschaden und dem salzwasserbedingten Rost angemeiert. Wahrscheinlich hat die Bremse auf der vorderen Innenseite schon länger nicht mehr richtig gegriffen und konnte damit den Rost gar nicht abschleifen. Dann kann ich nur hoffen, dass nach dem Austausch von Scheiben und Klötzen alles wieder normal funktioniert.

Hi,

Zitat:

Wahrscheinlich hat die Bremse auf der vorderen Innenseite schon länger nicht mehr richtig gegriffen und konnte damit den Rost gar nicht abschleifen.

das würde erklären, warum nur hier der Rost aufgetreten ist. Wenn es dumm läuft, gibt es vielleicht ein Problem mit dem Radbremszylinder und Standzeit sowie Witterung waren gar nicht die Ursache. Dann würde der Wagen trotz neuer Scheiben und Beläge wieder auf dem Prüfstand durchfallen. Bleibt zu hoffen, dass der Belag auf der Innenseite nur festgegammelt war und alles nach Austausch wieder geht.

Gruß Jens

Themenstarteram 3. März 2011 um 22:39

Der Wagen ist tatsächlich bei der Nachprüfung erneut durchgefallen, was meinem Blutdruck nicht gut getan hat. Diesmal mit über 25 % Bremskraftabweichung mit den neuen Scheiben und Klötzen RECHTS. Also ein Wanderbremsversagen, mal linlks mal rechts. Damit ist die Bremssatteltheorie vom Tisch, eine plausible Erklärung konnte mir aber die BMW-Werkstatt nicht liefern. Denn nach der Bremsenreparatur am Monatg soll die Bremsleistung in Ordnung gewesen sein. Wie sie dann innerhalb von 36 Stunden plötzlich rechts nachlassen kann, so dass der Wagen Mittwoch früh erneut durch den TÜV fällt, um dann bei dem erneuten Besuch der BMW-Zentrale nur noch 10 % Bremskraftunterschied zu haben und prompt von der auf dem BMW-Gelände liegenden DEKRA den TÜV zu bekommen, bleibt schleierhaft. Der TÜV meinte, ihre Rollprüfstände sein in Ordnung, BMW meinte, die Bremsen waren nach der Reparatur in Ordnung, nur bei der TÜV-Prüfung gab es dann das magische Versagen, dass danach wieder verschwand. Wunder über Wunder.

Hi,

Das war ja ein ganz schöner Halligalli mit dem TÜV. Ich empfehle Dir, das Bremsenthema noch eine Weile im Auge zu behalten.

Ich würde den Wagen noch 1-2mal in unregelmäßigen Abständen auf den Prüfstand stellen um die Bremsleistung zu checken, nur um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist. Vor allen Dingen, wenn Du den Wagen bei Geradeausfahrt abbremst und der dann nach links oder rechts weg will.

An Wunderheilung glaube ich in der Regel nicht, daher ist es besser das Ganze noch einige Zeit zu beobachten und gegebenenfalls zu kontrollieren.

Gruß Jens

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