Trabold Filter: Nie mehr Ölwechsel
Bin über einen Beitrag im Mercedes-Forum auf den "Trabold-Ölfilter" gekommen.
Hab mir das Teil letzte Woche mal life in Wertheim angeschaut. Das System und die Testberichte haben mich voll überzeugt:
Feinstfiltern und nie mehr Öl wechseln. Dabei dann noch die Maschine schonen und die Lebensdauer verlängern.
Hier nun meine Frage an Alle: Gibt es noch weitere hier im Forum die Erfahrungen mit dem Filter haben???
Eventuell Laufleistung ohne Ölwechsel???
Bitte um Rückmeldung.
Gruß, Steffen
34 Antworten
Also ich habe mir mal hier im Forum die Trabold-Kommentare von so ziemlich vorne bis hinten durchgelesen.
Die Meinungen gehen ja sehr auseinander.
Ich hab so nen Filter geschenkt bekommen und zweifle nun, ob ich das Ding überhaupt einbauen soll, nachdem was ich hier so lese und was in dem Bericht unter
http://home.arcor.de/sgrafen/salatoel/topoeleinbau/topoeleinbau.html
alles so steht. Meine Reihen6er verbraucht von Ölwechsel zu Ölwechsel nicht einen Tropfen Öl, okay zumindest ist's am Ölstand mit bloßem Auge nicht erkennbar und ich möchte auch absolut keinen Motorschaden riskieren.
Rechnen würde sich das bei meiner Laufleistung schon. Was ich so rauslesen konnte, bei relativ häufig wechselnden Drehzahlen ist das Ding nicht empfehlenswert - was eben der Fall bei mir ist.
Ich bin wirklich sehr am zweifeln.
Bei wem ist denn schon ein Motor mit so nem Filter fest gegangen?
Interessanter Bericht.
Was mich jedoch daran wundert ist die Ölanalyse die gemacht worden ist.
Es hätten 3 Analysten gemacht werden müssen.
Einmal nur frisches Öl (ob es schon eventuell vorbelastet ist, wer weiß wer weiß).
Das gebrauchte Öl. Das wurde ja gemacht
und einmal auch das Öl wie es aussieht, wenn man den normalen Wartungswechsel hatte, also ohne Feinstfilter :-)
Dann wäre es wirklich repräsentativ.
Er verweisst doch auf eine Testserie, wo diese Vergleiche gemacht wurden, unabhängig von seinen privaten Tests.
Und mit seinen privaten Untersuchungen hat er 100% mehr gemacht als diejenigen die auf dem Niveau "glaube", "meine" und "habe gehört" bleiben.
Eine WearCheck-Analyse kostet ca. 60,- € . Wenn er das systematisch durchgezogen hätte wäre mit jeder Kostenersparnis eh gleich Essig gewesen.
@nin
Inwiefern würde sich das für dich rechnen? Wie sehen deine Ölbetriebskosten jetzt aus und wie wären sie mit dem Filter?
Naja, beim letzten Mal habe ich für Filter(Originalhersteller) und Öl (15W50) 76,- gezahlt. Spare mir zwar die Arbeitsleistung (eigene Bühne), aber trotzdem unterm Strich schon ziemlich fette Blutsauger. Der Reihen6er will nunmal knapp 7l haben.
Der Spaß alle 15TKM, bei knapp 50TKM/Jahr.
Rentiert sich schon, mal ausgeklammert mir fährt nächste Woche einer in die Schüssel und irgendein Jacek oder Ivan fährt dann damit weiter. Eigentlich finde ich den Wagen schön und will den nochmal 250TKM fahren.
Das Aggregat ist nun eben in Top Zustand und ich will mir den definitiv nicht ruinieren. Da würde ich mich wirklich schwarz ärgern. Habe zwar nen Top-Motorenbauer an der Hand, aber für ganz umsonst machen die mir das auch nicht (sollen sie auch nicht, müssen schließlich auch von was leben).
Na und wenn der Feinfilter am Öldruckschalter ran kommt und ich dann Berichte lese, wobei dadurch der Öldruck sinkt (was rein vom Ölkreislauf her betrachtet mir auch plausibel erscheint), dann wird mir schon etwas bange. Denn nach obligatorischer Warmfahrphase wird der bei mir nicht geschont - darum auch das 15W50. Bitte zu dem Öl keine Empfehlungen, ich werde die Sorte def. nicht wechseln.
Und z.B. abfallender Öldruck oder Ölscherung oder Cracken oder Versäuerung (was auch immer das für ein Kram alles so ist) wegen Additivmangel ist bestimmt nicht gesund fürs Aggregat - klingt zumindest so. Ich bin auf dem Ölgebiet nun nicht so der Fachheinz, aber es klingt eben alles zumindest erstmal angsteinflößend, wenn man an seinem Aggregat hängt und da auch schon viel Schweiß hineingesteckt hat.
Man liest eben sehr viele Meinungen hier im Forum. Wenn ich meinen Motor damit was gutes tun könnte und er sich damit (Filter) wirklich besser "fühlt" als mit Frischöl, baue ich das Ding ein, keine Diskussion. Aber wenn ich mir den dadurch zerstöre.............
Ein Bekannter sein Nachbar hat lange Jahre nen Reihen6er nach Herstellervorgaben gehabt und es auf knapp 600TKM auf "konventionelle" Art und Weise gebracht. Und die Maschine lief da immernoch wie am ersten Tag. Top Leistung, kein Ölverlust, kein Rasseln oder Klackern oder Tickern. Und der bekommt auch ständig unfreiwillige Paßfotos. 😉
Ich bin in der Thematik wirklich sehr hin- und hergerissen. *heul*
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@nin
Der Motor wird sich mit Feinstölfilter nicht "besser" fühlen als mit frischem Öl, was immer da auch werbliche Sprüche von wegen "Veredelung des Öls" etc behaupten. Nebenstromfilter werden bei Großmaschinen-Fuhrparks mit hohem Ölvolumen nicht eingesetzt weil es per se besser ist, sondern weil es da wirtschaftlich sinnvoll ist, die Ölwechselintervalle auszureizen.
Die geschieht aber unter konsequenter Kontrolle der Ölqualität über Analyseverfahren. Und auch dort bleibt das Öl nicht "ewig" drin, sondern ist irgendwann fällig.
So nominell würde es sich bei dir mit der angestrebten Laufleistung wohl rechnen, zumal du Arbeitszeit u.ä. nicht mit in's Kalkül ziehst.
An deiner Stelle würde ich aber eher ein qualitativ gutes Öl z.B. von Meguin o.ä. in entsprechend großen Chargen einkaufen, da bekommst du gute Qualität so für ca. 4,- € /l .
Ölfilter sollte nicht mehr als 10,- € kosten.
Damit hast du deine Ölkosten schon mal halbiert, ohne die Risiken, dass es "schiefgeht".
Da du eh mehrfach im Jahr wechselst, der Wagen wohl nur im Langstreckenbetrieb bewegt wird, hätte ich persönlich auch keine Bedenken bei einem guten Öl das Interval etwas zu verlängern, z.B. 20.000km
Gruss