Toyota Yaris vs VW Polo?

Hallo zusammen,

ich brauche ein Auto für meinen Job, und da ich keine Ahnung vom Autokauf habe, dachte ich, ich sollte ein paar Fragen in einem Beitrag zusammenstellen.

Erstens, das ist mein Bedarf:

Ich brauche ein Auto, das mich an fünf Tagen in der Woche zur Arbeit bringt (ca. 30 Minuten).
Ich möchte keinen Kleinwagen wie Smart, weil ich das Auto in meiner Freizeit mit meinem Partner benutzen würde und wir vielleicht ein- oder zweimal im Jahr einen Roadtrip machen wollen.
Meine Kriterien für das Auto:
Keine hohen Unterhaltskosten
Zuverlässig für einige Jahre
Niedriger Verbrauch
Idealerweise Automatik (ist aber kein Muss)
Aus diesem Grund habe ich mich zwischen Toyota Hybrid und VW Polo entschieden. Beides wären Gebrauchtwagen, die zwischen 10-15k kosten.

1. Welches dieser Autos würdet ihr mir für meinen Fall empfehlen? Oder gibt es ein anderes Auto, das ihr nennen könnt?

Weitere Fragen:

2. Wenn ich einen Toyota kaufen möchte, ist es besser von einem Autohaus oder von Toyota selbst? Sie verkaufen auch Gebrauchtwagen auf ihrer Website.

3. Würden Sie empfehlen, einen Kredit bei einem Kreditinstitut aufzunehmen? Ich habe zum Beispiel gesehen, dass Toyota einen Kredit mit 7% Zinsen gewährt, während ich davon ausgehe, dass normale Banken einen viel besseren Zinssatz gewähren würden.

44 Antworten

Die Garantie bei Toyota verlängert sich automatisch auf bis zu 15 Jahre wenn man den Service fristgerecht beim Vertragshändler durchführen lässt.

Nein das ist eine Garantie von Toyota, wird nach jedem Service in einer Toyota Werkstatt jeweils verlängert bis maximal 15 Jahre.

Im Endeffekt zahlt mal die Garantie halt über die Regelmäßige Wartung.

Richtig. Prinzipiell kann man auf die Garantie pfeifen und zu einer freien Werkstatt/Werkstattkette zur Wartung fahren. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein teurer Defekt eintritt, ist ziemlich gering - sonst würde Toyota nicht freiwillig 15 Jahre Garantie geben.
Mit meinem Auris Hybrid habe ich jetzt in 2 1/2 Jahren ca. 90.000 km abgespult - ohne Mängel oder Pannen (Bremsen ist Verschleiß).

Die gesetzliche Gewährleistung gilt aber trotzdem - deswegen Kauf bei einem Autohaus/Marken- bzw. Mehrmarkenhändler. Beim Fähnchenhändler (An- und Verkauf) hat man die halt nur in der Theorie (in der Praxis meist eher nicht).

Übrigens ist auch bei anderen Marken die Aussicht auf Kulanz größer, wenn das Auto regelmäßig beim Freundlichen zur Inspektion war.

Ok, verstanden. Wenn ich also zu Toyota-Vertragswerkstätten gehe, bekomme ich eine erweiterte Garantie, aber sie sind teurer als normale Werkstätten. In diesem Fall habe ich nicht die 15 Jahre Garantie, sondern die drei Jahre normale Garantie, die Toyota anbietet. (Und warum nennst du es Gewährleistung? Ist es nicht trotzdem eine Garantie? Ich dachte, der Unterschied besteht darin, dass bei der Garantie das Auto kostenlos repariert wird, während bei der Gewährleistung sichergestellt wird, dass das Auto nicht defekt war).

Welche Marken bieten denn Kulanz an? Ich bin einfach nur neugierig.

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Welche Marken kulant sind, weiß ich nicht. Mercedes war's in puncto rostende Hinterachsen beim W204 (C-Klasse); Audi bei den ölsaufenden TFSI-Motoren (Konstruktionsfehler) wohl eher nicht.
Ansonsten sind das Einzelentscheidungen, wo auch der Händler noch Zünglein an der Waage spielt.

Gewährleistung: der Händler steht für Mängel, die nicht als Verschleiß gelten, in der gesetzlichen Frist gerade und muß diese auf seine Kosten beheben.
Garantie: freiwillig darüber hinaus. Wobei hier der Hersteller die Bedingungen festlegt und auch manches ausschließen kann.

Wie es bei Toyota - Vertragswerkstätten aussieht mit der Garantieverlängerung, weiß ich nicht. Bei mir im Umkreis gibt's keine, nur Toyota - Autohäuser. Und das, wo ich das Auto her habe, ist vom Stamme Nimm...

Und was nun als normaler Verschleiß gilt und was nicht, ist auch immer Auslegungssache. Getriebeschaden nach drei Monaten dürfte wohl kein normaler Verschleiß sein; eine defekte Kupplung nach 250.000 km dagegen wohl schon.

Kleiner Tipp: die Bremsen bei den Vollhybriden rosten gerne, da bei leichtem Bremsen elektrisch gebremst wird (durch Rekupation).
Dies zählt erfahrungsgemäß als Verschleiß! Zwischendurch kräftig bremsen hilft.

Wenn bei einem Hybridfahrzeug die Batterie defekt ist, wird dies ein sehr teurer Spaß. Auch wenn so ein Defekt selten ist: wer will der „bedauerliche Einzelfall“ sein? Wer hätte dann nicht lieber die Toyota- Garantie?

Mit der Begründung würde ich besser jegliche verfügbare Versicherung abschliessen wenn man eine solche Einstellung hat.

Ist wie bei allem eine Abwägung:
Wie viel spart man wenn man die Inspektionen nicht in der Vertragswerkstatt durchführen lässt? Und ist diese Ersparnis das Risiko wert einen etwaigen Defekt selber zahlen zu müssen?

Im genannten Fall ist es das (sehr überschaubare) Risiko wert, ja, Dir vielleicht nicht, aber so ist es ja mit allem im Leben.

Und ganz im Ernst, Toyota ist keine Kirmesbude, da halte ich es sogar für ein sehr überschaubares Risiko mit hohem Sparpotential die Wartung nicht beim FTH sondern in einer Werkstatt seines Vertrauens erledigen zu lassen.

Ich weiss aber, dass gerne mutmasst wird Toyota halten nur wegen der übertriebenen Wartung so lange und zuverlässig durch...

Zitat:

@autosmachenfreude schrieb am 14. Januar 2024 um 19:33:22 Uhr:


Wenn bei einem Hybridfahrzeug die Batterie defekt ist, wird dies ein sehr teurer Spaß. Auch wenn so ein Defekt selten ist: wer will der „bedauerliche Einzelfall“ sein? Wer hätte dann nicht lieber die Toyota- Garantie?

Brauchst du nicht. Die Batterien der HSDs halten. Aber auch wie bei einem normalen Verbrenner kann was teures kaputt gehen, jederzeit. Ich erinnere mich an mein PowerShift im Ford CMax für 6500€... Eine neue Hybridbatterie gibt's für weniger als die Hälfte, gebraucht mit Garantie sogar noch deutlich günstiger.

Vielleicht sollten wir erst mal die Probefahrten des TE abwarten. Möglicherweise wird es ja gar nicht der Yaris und wir können uns Garantiediskussionen sparen

Kaputt gehen kann prinzipiell alles, jederzeit, überall.
Ansonsten stimme ich Dir zu: wartens wir ab.

Ich neige auch zum Yaris in dieser Diskussion. Nur sollte man nicht ausblenden, dass die Platzverhältnisse im Innenraum beim VW sicher großzügiger sind, da hat Toyota einfach weniger Begabung. Hier wäre auf jeden Fall eine Probefahrt und Probesitzen sinnvoll. Ansonsten sehe ich aber kein Problem darin, das Gepäck zweier Personen für den Jahresurlaub (seit neuestem nennt man das wohl "Roadtrip"😉 in einem Yaris zu verstauen.

Zu der Relax-Garantie von Toyota kann man noch hinzu fügen, dass diese wieder auflebt, sobald man einen Service im Markenbetrieb gemacht hat, wenn sie zuvor durch Servicearbeiten andernorts bereits erloschen war. Finde ich ganz fair.

Gut, Du hast etwas weniger Platz und auf der Autobahn ist der Yaris auch lauter im Innenraum. Aber da Zuverlässigkeit für die nächsten Jahre, niedriger Verbrauch und Automatik gewünscht waren, ist der Yaris halt die logische Wahl. Alternativ der Honda Jazz.

vielen Dank an alle für ihre Kommentare, ich habe viel gelernt! Ich denke, mit diesen Informationen meine erste Wahl wäre ein Hybrid-Toyota-Auto sein. Inzwischen habe ich gesehen, dass gebrauchte Auris (weniger als 50.000 km) von 2017 kann auch mit mehr oder weniger gleichen Preis gekauft werden. Ich denke also, ich werde eine Probefahrt machen mit Yaris und Auris und entscheide dann.

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