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Testbericht B8 und Vergleich Passat vs BMW 5er G31

VW Passat B8
Themenstarteram 14. September 2020 um 21:32

Vorweg, ich wollte eigentlich nichts dieser Größe schreiben oder gar einen Testbericht in Form eines Vergleiches zu meinen Besten geben.

Jedoch bin ich, wie einige andere hier recht Automobilbegeistert und habe die Möglichkeit bei nun einigen Fahrten gehabt, die beiden oben genannten Fahrzeuge zu vergleichen. Die Niederschrift meiner gesammelten Erfahrungen hat mir sprichwörtlich auf den Fingern begrannt, deshalb möchte ich euch an meinen bisherigen Eindrücken partizipieren lassen. Veröffentlichen werde ich sie sowohl im Passat- als auch im 5er Forum. Ich bin kein Autotester, das vornweg, also ziehe ich manchmal vielleicht falsche Schlüsse oä. Desweiteren bin ich kein Freund der rosa-roten Brille, wenn etwas schlecht ist oder mir nicht gefällt, dann sage ich das schlichtweg direkt. Nur wenn ich in gewissen Bereichen etwas "scheiße" finden sollte, verspüre ich dennoch keinerlei Unbehagen oder gar Ablehnung auf eine der Automarken. Ich versuche im Folgenden so objektiv wie möglich meine Erkenntnisse zu schildern. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen als Entscheidungshilfe bei zukünftig zu tätigenden Käufen.

Ich kaufte meinen B8 vor einem halben Jahr, damals im Alter von vier Jahren und etwas über 100tkm. Ausstattungsmäßig hat er recht viel, die großen LED´s, großes Navi, Leder Alcantara, Sportfahrwerk naja alles außer ein Panoramadach, adaptives FW und Head-up. Der Dicke hatte damals einen NP von knapp 60.000 Euro. Ein Hammer wie ich finde.

Als Vergleichsobjekt dient der Wagen meines Vaters, ein 520d xdrive Touring (G31) aus dem Hause BMW. Vorweg möchte ich auch der Transparenz halber anmerken, dass ein Teil der Familie schon lange BMW fährt. E36, X3, 525i. Ich selbst hatte vor dem babyblauen Passat einen BMW 118i E87, welcher mir einerseits viel Fahrfreude bereitete, andernfalls mindestens ebenso viel Kopfzerbrechen und unruhige Nächte. Ua. 2x!Steuerkette, Injektoren, NOX.Sensor, 2x!Flexrohr und viele Kleinigkeiten. Also sowohl + als auch - was die bisherige BMW Erfahrung angeht.

Den 520d habe ich ihm ausgesucht, ein spätes 2019 BJ, mit viel Ausstattung. Head up, ebenfalls die großen LED´s, großes Navi, digitales Cockpit, Automatik, wunderschöne Lederausstattung mit belüfteten Komfortsitzen, Panoramadach, adaptiven FW mit Wankausgleich, beledertem Armaturenbrett, mitlenkender Hinterachse und Luxury Line sind nur die größeren zu nennenden Posten. Insgesamt kommt das Auto auf knapp 74.000 Euro, also eine Differenz von 14t € zugunsten des Passats.

Die Frage ist wo fange ich an.

Außen.

Die Vorderansicht der beiden Wägen gefällt mir richtig gut, beim Passat ist das eine deutliche Verbesserung zum eher biederen B7. Beim BMW sah der Vorgänger fast besser aus. So langsam bekommt man markenübergreifend den Eindruck, dass die optischen Retuschen weniger der steigenden Attraktivität Tribut zollen wollen, sondern lediglich als "neuer" erkennbar sein müssen.

Wie dem auch sei, der 5er hat eine längere Haube, welche dem Statement des Autos gut zu passen scheint. Damit einhergehend ist jedoch der Platzverlust im Fahrgastraum, aber dazu später mehr.

Die genauere optische Bewertung möchte ich an der Stelle abbrechen, da kann sich jeder selbst ein Urteil bilden.

Innenraum/Qualitätsanmutung

Auch hier gibt es massig Foreneinträge, deshalb halte ich mich mit meinen Äußerungen vornehm zurück. Sowohl der Passat hat für die Mittelklasse, als auch der 5er für die obere Mittelklasse/Oberklasse (je nach Definition) sehr angenehme Materialien, welche bei beiden klassenspezifisch mehr als okay sind. Ich würde jedoch klar den 5er präferieren. Er hat den für mich noch etwas wertigeren Innenraum und das Navi ist besser in Sichtposition.

Einen Punkt möchte ich hier noch ankratzen, nämlich die Zierleisten und die damit einhergehende Oberflächenempfindlichkeit. Der Passat hat normales Alu, der 5er hat (leider) so einen hässlichen Klavierlack, welcher beim bloßen Ansehen verschmutzt. Doch auch der Passat hat genug schwarze, Kratzempfindliche Stellen. MMn der falsche Weg alles so mit hochglanzschwarz auszukleistern.

Ich mit noch keinen 30 Jahren empfinde es deutlich angenehmer Holz als Interieurleisten zu haben. Dieses 0815-Alu oder gar Klavierlack sieht überall gleich aus, das Holz jedoch ist immer anders gemasert und gibt dem Massenkonzept Auto in der heutigen Zeit etwas mehr Individualität.

Verliebt habe ich mich in die Bedienung

Ganz schnell zur Bedienung. Im Passat habe ich keine Stunde gebraucht und habe mich sofort zurechtgefunden. Das Navi geht nur über Touch, was zum einen sehr simpel ist, zum anderen wieder Finger auf dem Display hinterlässt.

Der BMW hat idrive, also diesen Dreh-Drück-Steller im Bereich der Mittelkonsole. Hier gibt es drei Möglichkeiten Befehle oder Ziele in das Navi bzw. in die Unit einzugeben. Einmal Buchstaben durch drehen suchen und dann mit Drücken bestätigen - sehr langwierig und nicht sonderlich effektiv --> Schlagloch und der Buchstabe ist statt C ein D. 2 Variante: auf dem Touchpad, als welche der Dreh-Drück-Steller fungiert nutzen und Buchstaben eingeben oder als dritte Variante die Buchstaben/Befehle direkt mit dem Finger auf das Touchnavi schreiben, also wie im Passat. Die vierte und nicht mitgezählte Variante ist die Spracheingabe und völliger Mist. Nicht mal einfachste Befehle werden erkannt. Allgemein hat der noch nichts richtig erkannt, weder bei meinem Vater noch mir. Vielleicht muss da eine aktuellere Software draufgespielt werden oder weiß der Geier. Nervig!

Angenehm finde ich beide "Betriebssysteme". Im Passat findet man sich schnell zurecht. Im Fünfer entdecke ich auch nach Wochen noch Zusatzeinstellungen.

Bitte kommt nicht zu dem falschen Schluss, dass der 5er damit die verwurschteltere Menügestaltung hat. Schlichtweg gibt es einfach sooo viel mehr Einstellungen. Die automatische Lenkradheizung zB. oder die Möglichkeit die Luftströme auf den Oberkörper zu steuern, unten wärmer, Kopf kühl oder anders herum. Es können so viele Informationen angezeigt werden wie Leistungsabgabe etc.

Für meinen Dad und eventuell für einige Andere ist das einfach zu kompliziert. Ich finde es richtig angenehm und jeder hat die Möglichkeit der Individualisierung. Sollte schlichtweg auch möglich sein in einem Auto dieser Preisklasse.

Die Basics wie Routeneingabe funktionieren aber ähnlich intuitiv wie im Passat. Hier liegt der BMW für mich vorn, weil eben massenhaft Informationen angezeigt werden können - aber nicht müssen.

So, jetzt komme ich zu einem für Vielfahrer wichtigen Aspekt, die Sitze.

Ich fange in meinem Auto an. Der Sitz ist teilelektrisch mit "Massagefunktion" Meine Statur (sportlich) mit 192cm Größe ist nicht für jedes Auto geeignet. Das hat zur Folge dass ich ausnahmslos in jedem Auto auf der niedrigst möglichen Sitzeinstellungsstufe fahre. Auch im Passat. Nur leider ist hier tief immer noch zu hoch. offtopic: Vielleicht kennt das jemand. Man ist zu Besuch bei Freunden und da gibt es diese eine Toilette, welche einfach zu hoch angebracht ist, um richtig abzudrücken.

-Naja genau so ist es im Passat. Für meinen Geschmack ist der Stuhl einfach zu hoch. Deswegen auch simpel von mir als "Klostuhl" bezeichnet. Ich kann trotzdem super durch die Frontscheibe schauen, was ich im 1er nicht konnte. Aber es stört mich einfach. Zudem ist die Lenkung irgendwie ein Zwischending zwischen normalem PKW und T5/6 Bus. Es ist einfach zu steil, wenn ihr versteht was ich meine. Klar kann es voll justiert werden, hoch runter, rein raus. Doch das ändert nichts an der Grundeinstellung des Lenkrades. Das hat zur Folge (und jetzt hoffe ich eine Möglichkeit der mentalen Visualisierung herzustellen) mit dem unteren Teil des Lenkrades einfach zu weit am Körper. Der obere Teil ist zu weit entfernt. Besonders bei hohen Geschwindigkeiten auf der AB führt das regelmäßig zu einer unangenehmen Sitzposition, möchte man das Lenkrad in der 9(10)-und 3(2)-Uhr Position fahren.

Vielleicht ist das aber auch noch keinem aufgefallen und ich bin der einzige, der das bemängelt.

Ich sitze gern recht steil, doch auch nach Monaten des ausprobierens habe ich noch keine super Sitzposition gefunden. Ich ertappe mich häufig am justieren des Sitzwinkels.

Die Massagefunktion ist ein Gimmick, mehr auch nicht. Fühlt sich wie eine gute Rückenmassage an, nur leider durch 3 Lagen Winterjacken. Aber gut, es bewegt sich ja auch nur die Lordose.

Der 5er:

Zugegeben der Vergleich hinkt etwas, da die Komfortsitze inkl. Belüftung einige Tausender mehr kosten, aber da steigst du ein und fühlst dich einfach nur wohl. Jeder Quadratmillimeter der Sitzfläche schmiegt sich weich an dich, trotzdem fühlst du dich nicht wie auf einem Sofa. Der Sitz kann in so vielen Varianten verstellt werden, einfach ein Genuss.

Mehr möchte ich nicht schwärmen, für jeden Kritiker empfehle ich Probesitzen, besonders auf einer längeren Distanz. Allein durch die Sitze hat man das Gefühl entspannter auszusteigen als wie man losgefahren ist. Schmerzhaft ist der Wechsel zurück in den Passat. Das Gestühl kommt einem wie eines zweiter Klasse vor. Und das ist jammern auf hohem Niveau, denn objektiv steige ich auch im B8 nach langen Etappen ohne Schmerzen aus. Ich kann diesen Eindruck nicht so richtig wiedergeben, jedoch sind die Sitze eines der Gründe, vielleicht sogar der beste Grund für einen 5er.

Leider hat der 5er trotz der schweineteuren Sitze keine Massagefunktion, die würde ich gern einmal ausprobieren.

Kurz zum Lenkrad: Das aus dem 5er ist mir fast zu dick, das im Passat eigentlich genau richtig. obwohl ich lange Finger habe :p

Der 5er mit mitlenkender Hinterachse ist mega agil zu bewegen, jedoch gerade auf Langstrecke etwas zu spitz. Der Passat hingegen hat eine, um die Mittellage eine etwas teigige Rückmeldung, welche sich auf der AB aber entspannter fahren lässt.

Fahrwerk:

Damit komme ich jetzt zum ersten richtigen Kritikpunkt. Der Passat hat das (mir bei Kauf unbekannte) Sportfahrwerk. Da er trotzdem noch recht hoch auf den Rädern steht, hätte ich vermutet es sei das SerienFW. Wie dem auch sei. Der Passat ist für mich eher eine Art entspannter Cruiser. Ein Sport FW hat darin eher nichts zu suchen. Auf schlechten Straßen knallt es zwar nicht aber es hört sich einfach unangenehm an, wie als ob ich einen billigen Skoda fahre. Das poltert mir einfach zu viel. Die Kurvenneigung ist das nächste. Klar ist das Auto nicht gerade leicht, aber die Kurvenneigung ist schon recht intensiv. Besonders bei schnell gefahrenen Kurven merkt man (ich) das. Das in Kombination mit dem "Klostuhl" führt einfach zu keinem Verlangen das Auto sportlich zu bewegen. Der B8 ist einfach kein Kurvenräuber. Zudem passt der recht harte Federungskomfort eher nicht zum Charakter des B8. Wohlgemerkt hatte ich im 1er ein Billstein Komfort FW, welches noch härter war, aber totzdem klangtechnisch besser gedämpft hat. Es klang nicht so polternd/hohl. Da hätte ich gerne das adaptive FW Probe gefahren, insbesondere jetzt wo ich den Unterschied zum 5er kenne.

Auch hier ist der direkte VG etwas unfair. Das ad. FW mit Wankausgleich, welches auch mit über 3500€ zu Buche schlägt, ist ein richtig teureres Feature. Ich kann´s nur empfehlen, man freut sich regelrecht über schlechte Straßen hinwegzuschweben und vergisst schnell dass man "lediglich" in einem 5er fährt.

Die Spreizung ist ebenso super, mit aufgeblasenen Seitenwangen des Sitzes und Modus Sport fährt der schwerere 5er super um Kurven, deutlich agiler als der Passat. Fürs sportliche Fahren sind beide aber nur bedingt zu empfehlen, das ist auch schlichtweg nicht der Sinn des verfolgten Konzeptes. Im 5er gehts dann trotzdem ne ganze Spur besser. Wankausgleich funktioniert übrigens sensationell.

Vom arschteueren FW bin ich begeistert. Es bleibt jedoch arschteuer.

 

Jetzt würde ich mMn. zum größten Kritikpunkt kommen, dem Getriebe:

Angewohnheit Nr. 1; das viel zu frühe Hochschalten in den zweiten Gang. Das Auto steht bei mir an einem kleinen Hang, welcher parallel zum einem langen, steilen Berg verläuft. Ich fahre aus dem Hang raus, mit ca.3 km/h. Zack, das Getriebe schaltet in den zweiten Gang. Nun fahre ich den Berg hoch, da schleift die Kuppung im 2. Gang von 3km/h bis ca. 20 km/h und zieht so die 1,6 Tonnen an einem Berg mit 10% Steigung hoch. Wenn das ein Wandlergetriebe aus Komfortgründen macht, ist das schön und gut, allerdings gibt’s da auch keine Kupplungsscheiben, die aneinander reiben. Allgemein gibt es so viele Situationen, in denen das Auto auch bei ganz langsamer Fahrt im 2 Gang anfährt. Hoffentlich überlebt die Kupplung. Abhilfe schafft nur kurzzeitiges manuelles Schalten oder der S-Modus. Aber muss wirklich Ich das machen? Dass ein Automatikgetriebe für 100% der Nutzer zufriedenstellend funktioniert, lässt sich glaube kaum realisieren. Aber paar Basics sollten dann schon passen.

Angewohnheit Nr. 2; Fahre Rückwärts einen Parkplatz hoch, quer zur Straße (bergige Gegend). Irgendwann bremst das System automatisch bzw. aktiviert die Parkbremse. Soweit so gut. Versuche ich dann bei aktivierter Bremse noch ein Stück weiter in die Lücke zu fahren, um nicht auf der Straße zu stehen, passiert folgendes: Auto löst Bremse, Drehzahl geht runter, Kupplung schaffts nicht und ich rolle 2 m aus der Parklücke direkt auf die Straße. Das erinnert mich an den Autotest von Jeremy Clarkson, als dieser den Saab testete, welcher an Bergen auch immer zurückgerollt ist, trotz Automatik. Diese Angewohnheit is nich so legga.

Ansonsten gibt’s teilweise unangenehme Schaltrucke, eben State oft the Art bei dem VW-DSG. Und nein, der DSG-Ölwechsel ist erst gemacht worden.

Dann stört mich noch folgendes, was weniger an der Konstruktion an sich, als mit der Anzahl der Gänge einhergeht.

Die Spreizung ist insgesamt zu groß, mit Folgen für den Stadtverkehr. Der zweite Gang ist angenehm kurz, der dritte viel zu lang. Schaltet das Getriebe also an Bergen vom 2. In den 3. Tümpelt die Drehzahl bei 1100 upm und fährt so brummig den Berg hoch. Auch wenn der Motor gut mit Ausgleichswellen versehen ist, erzeugt das doch Vibrationen, die nicht sein müssen. Besonders wenn der Motor noch kalt ist kann man das Phänomen auch beobachten. Dabei wird dann viel Last (Berg ?) bei wenig Drehzahl verlangt. Der Motor muss sich gut anstrengen. Das nur in Hinsicht auf die Haltbarkeit/Langlebigkeit

Ist der Dicke auf der AB wendet sich das Blatt. Das DSG funktioniert so wie es soll, absolut unauffällig. Km abspulen macht Spaß. Was auch ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubert und so beim 5er nicht ist: Fährt man gemütlich aus einer Ortschaft und drückt dann mal den Pinsel durch, schaltet das Getriebe scharf vom 5. In den 3. Gang und man bekommt einen angenehmen Druck ins Gestühl. Das vermittelt dem Fahrer mehr Leistung als er eigentlich zur Verfügung hat. Da machen sich die schnellen Gangwechsel gut.

Zusammenfassend für meinen B8 (vielleicht ist es bei euch anders) kann ich sagen, dass wenn das Auto einmal in Bewegung ist das Getriebe seinen Job gut erledigt.

5er:

Tja, was soll ich da sagen. In den knapp 2000km in denen ich das Auto gefahren bin, hatte ich nicht ein negatives Erlebnis. Man bekommt die Automatik nicht mit, genau so soll`s sein. 5 von 5. Beruflich fahre ich des Öfteren Dienstwagen, viel aus VAG, noch nie hatte ich so ein gut gelungenes Getriebe fahren können.

Motor:

Jetzt mal Seitenwechsel, der 5er bekommt den Vortritt. Meines Wissens müsste im 5er der überarbeitete Motor mit nun 2 Turbos im 520d sitzen. 190 PS sind (überraschenderweise) 190 PS, jedoch drückt der Motor bereits bei knapp über Lehrlaufdrehzahl. Mega. Genau so wünscht man es sich. Ein Turboloch ist kaum zu spüren, hat ja auch zwei davon ?

Der Motorklang ist beim ausdrehen der Gänge heller, eben BMW-typisch. Die Leistungsentfaltung ist mit Drehzahlaufbau verbunden, beim Passat liegt der meiste Druck im mittleren Drehzahlbereich. Der Passat ist dumpfer aber präsenter. Allgemein hört man den Diesel im 5er sowohl von innen als auch von außen kaum. Wirklich ganze Arbeit geleistet die Dämmspezis.

Da fällt mir ein Kommentar eines Forenmitgliedes ein: „gefühlt bestehen Autos wie A6, 5er, E-Klasse zu 80% aus Dämmmaterial. Da stimme ich voll zu.

Passat:

Hat ebenso 190 PS zur Verfügung, jedoch ein recht gewaltiges Turboloch. Weniger Loch in dem Sinne, dass bis 1800 upm gar nichts passiert. Man kann es eher als „wenig“ bezeichnen.

Fährt man zB. Bei wenig Drehzahl im 3. Gang und will dann beschleunigen, bringt man entweder Zeit mit oder es passiert folgendes:

Drückt man dann weiter ins Pedal passiert immer noch nicht viel, eine Nadelspitze zu viel jedoch und der Motor bekommt einen Schlaganfall, ruckartig kommt der 2. Rein und durch die Injektoren jagen 20L Diesel. Das endet in einer kleinen Beschleunigungsorgie, welche fast immer mit dem Kopfnicken der Beifahrer und oftmals sogar mit Kopfnicken des Fahrers einhergeht. Das ist eben die oben angesprochene Kombi aus „nur“ sechs Gängen und der großen Spreizung (man will ja auf der AB bei 200km/h nur 1800 upm haben…)

Das Turboloch führt in Kombination mit den, in manchen Situationen zum herunterschalten genötigtem Getriebe, zu deutlichen Komforteinbußen. Schade eigentlich.

Kapitel Motor/Getriebe gewinnt für mich der 5er eindeutig. Und wie oben geschrieben ich versuche so objektiv wie nur möglich zu schreiben.

Verbrauch: da liegt der Vorteil beim Passat, ca. 0,2-0,4 weniger als der 5er.

 

Platz:

Jetzt kommt die Domäne des Passats. Der Platz im Innenraum. Der ist gefühlt unendlich. Besonders Abstand Fahrer zu Fahrertür hat sich mit dem B8 zum Vorgänger nochmals verbessert. Der Kofferraum ist groß genug für mein Fully-Mountainbike. Die Fondpassagiere haben mehr als großzügig Platz.

Naja der 5er ist wie fast alle BMW´s kein Raumwunder. Trotz der knapp 20cm mehr Außenlänge kann der 5er den Raumvorteil nicht umsetzen. Zum einen wegen der langen Haube. Zum anderen wegen wer weiß warum, ich jedenfalls nicht. Die Fondpassagiere haben eher etwas weniger Platz als im B8, liegt aber auch an den breiten Komfortsitzen.

Ich persönlich kann mich dann schwer damit abfinden ein 20cm längeres Auto zu fahren, welches aber fast schon weniger Platz als ein Passat bietet.

Auf der anderen Seite: wer dann noch mehr Platz braucht muss zur V-Klasse, T6 oder gar zum Sprinter/ Crafter greifen. Alles geht eben nicht. Mehr als ausreichend empfinde ich beide Autos.

Licht:

Sowohl das LED im B8 als auch das im 5er ist nahezu perfekt, mit leichten Vorteilen zum 5er. Bei beiden 4 von 5 Punkten.

Sound:

Leider, leider hat der 5er die Basis Anlage. Mir ist nicht klar wie man so ignorant sein kann und bei einem 74k Auto nicht wenigstens ein Hifi-System verbauen lässt. Das hat in etwa die Klangqualität des serienmäßigen Radios des Discover Pro im Passat.

Beide nicht wirklich akzeptabel. Mein E87 mit Radio Professional hat deutlich besser geklungen. Das war vor nunmehr 13 Jahren.

Mittlerweile habe ich im Passat das Nachrüstsystem Helix und bin soweit auch zufrieden damit. Leider dröhnt es den Fondpassagieren viel zu stark. Mir aber egal, ich sitze ja vorn :p

Geräuschentwicklung:

Nur ganz kurz, da der Text bereits jetzt die Ausmaße eine Bachelorarbeit angenommen hat.

Der Passat ist richtig ruhig auf der AB. Kann Kritik hierbei nicht nachvollziehen. Und das sagt ein eher Geräuschempfindlicher Mensch.

Der 5er kann das noch eine Schippe besser. Da hört man bei 100km/h quasi nichts.

Beide sind jedoch gut gedämmt !

Allrad:

Beide haben im Prinzip ein Hang-on Allrad, beim Passat wird bei Bedarf die Hinterachse zugeschaltet, beim 5er genau anders herum.

Das nervige ergibt sich beim schnellen anfahren oder beim überqueren der Kreuzung. Regelmäßig scharren die Vorderräder. Genau so bei nasser Fahrbahn und Bergen, da leuchtet die Traktionskontrolle wie ein Tannenbaum. Der 4MOTION kommt mir eher als softe Unterstützung, als wie richtiger Allrad vor. Natürlich kann man das mit VCDS oder sonst wie, stärker einstellen, aber warum nicht gleich so. 400 NM müssen eben auch auf die Straße

Beim BMW ist das nicht zu beobachten, liegt aber wahrscheinlich auch an der Massenträgheit und da kommt der Heckantrieb dem 5er zugute. Meiner Meinung nach funktioniert der BMW Allrad besser.

Fazit:

Würde ich mir den Passat mit dem jetzigen Wissen erneut kaufen ?

Jaein.

Ich würde wenn den BiTDI mit etwas mehr Leistung nehmen, zudem hat der einen Gang mehr und das stabilere Getriebe.

Der 5er wiegt mit vergleichbarer Ausstattung gute 100-150 kg mehr. Somit ist der Leistungs-Gewichtsvorteil beim Passat. Beim 5er müsste man dann schon Richtung 525d gehen, was sich finanziell deutlich bemerkbar macht.

Zudem hatte das für mich in die engere Auswahl genommene Modell F11 Probleme mit dem xDrive, Stichwort Verteilergetriebe. Und das nicht zu knapp.

Somit ist es dann ein babyblauer Passat B8 geworden mit dem ich alles in allem wirklich zu Frieden bin.

Die kritisierten Beobachtungen sind Momentaufnahmen und spiegeln nicht den gesamten Fahrzustand wieder.

Für mich ist der Passat absolut zu Recht eines der Meistverkauften Mittelklasseautos. Er passt zu jung wie zu alt, zu Business wie zu Familie, strahlt Unterstatement aus und ist nicht verschrien. Allenfalls die B8-Drängler auf der BAB trüben die Reputation (schämt euch) Wobei gleiches für die Businessbomber gilt.

Der 5er ist für mich genau so ein super Auto, mit einem Hauch mehr Präsenz, mehr Prestige und wird doch, auch personenübergreifend, verbunden mit Erfolg.

Sehe ich eine Familie an der Kreuzung in einem 5er, denke ich: Man, der Typ am Steuer hat´s geschafft.

Sehe ich hingegen ein Superb mit der gleichen Konfiguration denke ich mir: Bodenständiger Typ.

Keine Ahnung, bitte nicht als Abwertung sehen. Mir liegt es fern Menschen an Autos zu bewerten aber wenn man in Geheim ehrlich ist, denken einige so darüber;)

Traumauto zurzeit: BMW 545e / 745e

So, wer´s bis hierhin geschafft hat, hat einen der längsten Berichte ever gelesen. :D

Vielleicht kannst du mir zustimmen oder auch nicht. Seht mir grammatikale Fehler nach, ich wollte fertig werden.

 

Viele Grüße aus der Coronazeit :)

Ramdamdam

 

 

 

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 14. September 2020 um 21:32

Vorweg, ich wollte eigentlich nichts dieser Größe schreiben oder gar einen Testbericht in Form eines Vergleiches zu meinen Besten geben.

Jedoch bin ich, wie einige andere hier recht Automobilbegeistert und habe die Möglichkeit bei nun einigen Fahrten gehabt, die beiden oben genannten Fahrzeuge zu vergleichen. Die Niederschrift meiner gesammelten Erfahrungen hat mir sprichwörtlich auf den Fingern begrannt, deshalb möchte ich euch an meinen bisherigen Eindrücken partizipieren lassen. Veröffentlichen werde ich sie sowohl im Passat- als auch im 5er Forum. Ich bin kein Autotester, das vornweg, also ziehe ich manchmal vielleicht falsche Schlüsse oä. Desweiteren bin ich kein Freund der rosa-roten Brille, wenn etwas schlecht ist oder mir nicht gefällt, dann sage ich das schlichtweg direkt. Nur wenn ich in gewissen Bereichen etwas "scheiße" finden sollte, verspüre ich dennoch keinerlei Unbehagen oder gar Ablehnung auf eine der Automarken. Ich versuche im Folgenden so objektiv wie möglich meine Erkenntnisse zu schildern. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen als Entscheidungshilfe bei zukünftig zu tätigenden Käufen.

Ich kaufte meinen B8 vor einem halben Jahr, damals im Alter von vier Jahren und etwas über 100tkm. Ausstattungsmäßig hat er recht viel, die großen LED´s, großes Navi, Leder Alcantara, Sportfahrwerk naja alles außer ein Panoramadach, adaptives FW und Head-up. Der Dicke hatte damals einen NP von knapp 60.000 Euro. Ein Hammer wie ich finde.

Als Vergleichsobjekt dient der Wagen meines Vaters, ein 520d xdrive Touring (G31) aus dem Hause BMW. Vorweg möchte ich auch der Transparenz halber anmerken, dass ein Teil der Familie schon lange BMW fährt. E36, X3, 525i. Ich selbst hatte vor dem babyblauen Passat einen BMW 118i E87, welcher mir einerseits viel Fahrfreude bereitete, andernfalls mindestens ebenso viel Kopfzerbrechen und unruhige Nächte. Ua. 2x!Steuerkette, Injektoren, NOX.Sensor, 2x!Flexrohr und viele Kleinigkeiten. Also sowohl + als auch - was die bisherige BMW Erfahrung angeht.

Den 520d habe ich ihm ausgesucht, ein spätes 2019 BJ, mit viel Ausstattung. Head up, ebenfalls die großen LED´s, großes Navi, digitales Cockpit, Automatik, wunderschöne Lederausstattung mit belüfteten Komfortsitzen, Panoramadach, adaptiven FW mit Wankausgleich, beledertem Armaturenbrett, mitlenkender Hinterachse und Luxury Line sind nur die größeren zu nennenden Posten. Insgesamt kommt das Auto auf knapp 74.000 Euro, also eine Differenz von 14t € zugunsten des Passats.

Die Frage ist wo fange ich an.

Außen.

Die Vorderansicht der beiden Wägen gefällt mir richtig gut, beim Passat ist das eine deutliche Verbesserung zum eher biederen B7. Beim BMW sah der Vorgänger fast besser aus. So langsam bekommt man markenübergreifend den Eindruck, dass die optischen Retuschen weniger der steigenden Attraktivität Tribut zollen wollen, sondern lediglich als "neuer" erkennbar sein müssen.

Wie dem auch sei, der 5er hat eine längere Haube, welche dem Statement des Autos gut zu passen scheint. Damit einhergehend ist jedoch der Platzverlust im Fahrgastraum, aber dazu später mehr.

Die genauere optische Bewertung möchte ich an der Stelle abbrechen, da kann sich jeder selbst ein Urteil bilden.

Innenraum/Qualitätsanmutung

Auch hier gibt es massig Foreneinträge, deshalb halte ich mich mit meinen Äußerungen vornehm zurück. Sowohl der Passat hat für die Mittelklasse, als auch der 5er für die obere Mittelklasse/Oberklasse (je nach Definition) sehr angenehme Materialien, welche bei beiden klassenspezifisch mehr als okay sind. Ich würde jedoch klar den 5er präferieren. Er hat den für mich noch etwas wertigeren Innenraum und das Navi ist besser in Sichtposition.

Einen Punkt möchte ich hier noch ankratzen, nämlich die Zierleisten und die damit einhergehende Oberflächenempfindlichkeit. Der Passat hat normales Alu, der 5er hat (leider) so einen hässlichen Klavierlack, welcher beim bloßen Ansehen verschmutzt. Doch auch der Passat hat genug schwarze, Kratzempfindliche Stellen. MMn der falsche Weg alles so mit hochglanzschwarz auszukleistern.

Ich mit noch keinen 30 Jahren empfinde es deutlich angenehmer Holz als Interieurleisten zu haben. Dieses 0815-Alu oder gar Klavierlack sieht überall gleich aus, das Holz jedoch ist immer anders gemasert und gibt dem Massenkonzept Auto in der heutigen Zeit etwas mehr Individualität.

Verliebt habe ich mich in die Bedienung

Ganz schnell zur Bedienung. Im Passat habe ich keine Stunde gebraucht und habe mich sofort zurechtgefunden. Das Navi geht nur über Touch, was zum einen sehr simpel ist, zum anderen wieder Finger auf dem Display hinterlässt.

Der BMW hat idrive, also diesen Dreh-Drück-Steller im Bereich der Mittelkonsole. Hier gibt es drei Möglichkeiten Befehle oder Ziele in das Navi bzw. in die Unit einzugeben. Einmal Buchstaben durch drehen suchen und dann mit Drücken bestätigen - sehr langwierig und nicht sonderlich effektiv --> Schlagloch und der Buchstabe ist statt C ein D. 2 Variante: auf dem Touchpad, als welche der Dreh-Drück-Steller fungiert nutzen und Buchstaben eingeben oder als dritte Variante die Buchstaben/Befehle direkt mit dem Finger auf das Touchnavi schreiben, also wie im Passat. Die vierte und nicht mitgezählte Variante ist die Spracheingabe und völliger Mist. Nicht mal einfachste Befehle werden erkannt. Allgemein hat der noch nichts richtig erkannt, weder bei meinem Vater noch mir. Vielleicht muss da eine aktuellere Software draufgespielt werden oder weiß der Geier. Nervig!

Angenehm finde ich beide "Betriebssysteme". Im Passat findet man sich schnell zurecht. Im Fünfer entdecke ich auch nach Wochen noch Zusatzeinstellungen.

Bitte kommt nicht zu dem falschen Schluss, dass der 5er damit die verwurschteltere Menügestaltung hat. Schlichtweg gibt es einfach sooo viel mehr Einstellungen. Die automatische Lenkradheizung zB. oder die Möglichkeit die Luftströme auf den Oberkörper zu steuern, unten wärmer, Kopf kühl oder anders herum. Es können so viele Informationen angezeigt werden wie Leistungsabgabe etc.

Für meinen Dad und eventuell für einige Andere ist das einfach zu kompliziert. Ich finde es richtig angenehm und jeder hat die Möglichkeit der Individualisierung. Sollte schlichtweg auch möglich sein in einem Auto dieser Preisklasse.

Die Basics wie Routeneingabe funktionieren aber ähnlich intuitiv wie im Passat. Hier liegt der BMW für mich vorn, weil eben massenhaft Informationen angezeigt werden können - aber nicht müssen.

So, jetzt komme ich zu einem für Vielfahrer wichtigen Aspekt, die Sitze.

Ich fange in meinem Auto an. Der Sitz ist teilelektrisch mit "Massagefunktion" Meine Statur (sportlich) mit 192cm Größe ist nicht für jedes Auto geeignet. Das hat zur Folge dass ich ausnahmslos in jedem Auto auf der niedrigst möglichen Sitzeinstellungsstufe fahre. Auch im Passat. Nur leider ist hier tief immer noch zu hoch. offtopic: Vielleicht kennt das jemand. Man ist zu Besuch bei Freunden und da gibt es diese eine Toilette, welche einfach zu hoch angebracht ist, um richtig abzudrücken.

-Naja genau so ist es im Passat. Für meinen Geschmack ist der Stuhl einfach zu hoch. Deswegen auch simpel von mir als "Klostuhl" bezeichnet. Ich kann trotzdem super durch die Frontscheibe schauen, was ich im 1er nicht konnte. Aber es stört mich einfach. Zudem ist die Lenkung irgendwie ein Zwischending zwischen normalem PKW und T5/6 Bus. Es ist einfach zu steil, wenn ihr versteht was ich meine. Klar kann es voll justiert werden, hoch runter, rein raus. Doch das ändert nichts an der Grundeinstellung des Lenkrades. Das hat zur Folge (und jetzt hoffe ich eine Möglichkeit der mentalen Visualisierung herzustellen) mit dem unteren Teil des Lenkrades einfach zu weit am Körper. Der obere Teil ist zu weit entfernt. Besonders bei hohen Geschwindigkeiten auf der AB führt das regelmäßig zu einer unangenehmen Sitzposition, möchte man das Lenkrad in der 9(10)-und 3(2)-Uhr Position fahren.

Vielleicht ist das aber auch noch keinem aufgefallen und ich bin der einzige, der das bemängelt.

Ich sitze gern recht steil, doch auch nach Monaten des ausprobierens habe ich noch keine super Sitzposition gefunden. Ich ertappe mich häufig am justieren des Sitzwinkels.

Die Massagefunktion ist ein Gimmick, mehr auch nicht. Fühlt sich wie eine gute Rückenmassage an, nur leider durch 3 Lagen Winterjacken. Aber gut, es bewegt sich ja auch nur die Lordose.

Der 5er:

Zugegeben der Vergleich hinkt etwas, da die Komfortsitze inkl. Belüftung einige Tausender mehr kosten, aber da steigst du ein und fühlst dich einfach nur wohl. Jeder Quadratmillimeter der Sitzfläche schmiegt sich weich an dich, trotzdem fühlst du dich nicht wie auf einem Sofa. Der Sitz kann in so vielen Varianten verstellt werden, einfach ein Genuss.

Mehr möchte ich nicht schwärmen, für jeden Kritiker empfehle ich Probesitzen, besonders auf einer längeren Distanz. Allein durch die Sitze hat man das Gefühl entspannter auszusteigen als wie man losgefahren ist. Schmerzhaft ist der Wechsel zurück in den Passat. Das Gestühl kommt einem wie eines zweiter Klasse vor. Und das ist jammern auf hohem Niveau, denn objektiv steige ich auch im B8 nach langen Etappen ohne Schmerzen aus. Ich kann diesen Eindruck nicht so richtig wiedergeben, jedoch sind die Sitze eines der Gründe, vielleicht sogar der beste Grund für einen 5er.

Leider hat der 5er trotz der schweineteuren Sitze keine Massagefunktion, die würde ich gern einmal ausprobieren.

Kurz zum Lenkrad: Das aus dem 5er ist mir fast zu dick, das im Passat eigentlich genau richtig. obwohl ich lange Finger habe :p

Der 5er mit mitlenkender Hinterachse ist mega agil zu bewegen, jedoch gerade auf Langstrecke etwas zu spitz. Der Passat hingegen hat eine, um die Mittellage eine etwas teigige Rückmeldung, welche sich auf der AB aber entspannter fahren lässt.

Fahrwerk:

Damit komme ich jetzt zum ersten richtigen Kritikpunkt. Der Passat hat das (mir bei Kauf unbekannte) Sportfahrwerk. Da er trotzdem noch recht hoch auf den Rädern steht, hätte ich vermutet es sei das SerienFW. Wie dem auch sei. Der Passat ist für mich eher eine Art entspannter Cruiser. Ein Sport FW hat darin eher nichts zu suchen. Auf schlechten Straßen knallt es zwar nicht aber es hört sich einfach unangenehm an, wie als ob ich einen billigen Skoda fahre. Das poltert mir einfach zu viel. Die Kurvenneigung ist das nächste. Klar ist das Auto nicht gerade leicht, aber die Kurvenneigung ist schon recht intensiv. Besonders bei schnell gefahrenen Kurven merkt man (ich) das. Das in Kombination mit dem "Klostuhl" führt einfach zu keinem Verlangen das Auto sportlich zu bewegen. Der B8 ist einfach kein Kurvenräuber. Zudem passt der recht harte Federungskomfort eher nicht zum Charakter des B8. Wohlgemerkt hatte ich im 1er ein Billstein Komfort FW, welches noch härter war, aber totzdem klangtechnisch besser gedämpft hat. Es klang nicht so polternd/hohl. Da hätte ich gerne das adaptive FW Probe gefahren, insbesondere jetzt wo ich den Unterschied zum 5er kenne.

Auch hier ist der direkte VG etwas unfair. Das ad. FW mit Wankausgleich, welches auch mit über 3500€ zu Buche schlägt, ist ein richtig teureres Feature. Ich kann´s nur empfehlen, man freut sich regelrecht über schlechte Straßen hinwegzuschweben und vergisst schnell dass man "lediglich" in einem 5er fährt.

Die Spreizung ist ebenso super, mit aufgeblasenen Seitenwangen des Sitzes und Modus Sport fährt der schwerere 5er super um Kurven, deutlich agiler als der Passat. Fürs sportliche Fahren sind beide aber nur bedingt zu empfehlen, das ist auch schlichtweg nicht der Sinn des verfolgten Konzeptes. Im 5er gehts dann trotzdem ne ganze Spur besser. Wankausgleich funktioniert übrigens sensationell.

Vom arschteueren FW bin ich begeistert. Es bleibt jedoch arschteuer.

 

Jetzt würde ich mMn. zum größten Kritikpunkt kommen, dem Getriebe:

Angewohnheit Nr. 1; das viel zu frühe Hochschalten in den zweiten Gang. Das Auto steht bei mir an einem kleinen Hang, welcher parallel zum einem langen, steilen Berg verläuft. Ich fahre aus dem Hang raus, mit ca.3 km/h. Zack, das Getriebe schaltet in den zweiten Gang. Nun fahre ich den Berg hoch, da schleift die Kuppung im 2. Gang von 3km/h bis ca. 20 km/h und zieht so die 1,6 Tonnen an einem Berg mit 10% Steigung hoch. Wenn das ein Wandlergetriebe aus Komfortgründen macht, ist das schön und gut, allerdings gibt’s da auch keine Kupplungsscheiben, die aneinander reiben. Allgemein gibt es so viele Situationen, in denen das Auto auch bei ganz langsamer Fahrt im 2 Gang anfährt. Hoffentlich überlebt die Kupplung. Abhilfe schafft nur kurzzeitiges manuelles Schalten oder der S-Modus. Aber muss wirklich Ich das machen? Dass ein Automatikgetriebe für 100% der Nutzer zufriedenstellend funktioniert, lässt sich glaube kaum realisieren. Aber paar Basics sollten dann schon passen.

Angewohnheit Nr. 2; Fahre Rückwärts einen Parkplatz hoch, quer zur Straße (bergige Gegend). Irgendwann bremst das System automatisch bzw. aktiviert die Parkbremse. Soweit so gut. Versuche ich dann bei aktivierter Bremse noch ein Stück weiter in die Lücke zu fahren, um nicht auf der Straße zu stehen, passiert folgendes: Auto löst Bremse, Drehzahl geht runter, Kupplung schaffts nicht und ich rolle 2 m aus der Parklücke direkt auf die Straße. Das erinnert mich an den Autotest von Jeremy Clarkson, als dieser den Saab testete, welcher an Bergen auch immer zurückgerollt ist, trotz Automatik. Diese Angewohnheit is nich so legga.

Ansonsten gibt’s teilweise unangenehme Schaltrucke, eben State oft the Art bei dem VW-DSG. Und nein, der DSG-Ölwechsel ist erst gemacht worden.

Dann stört mich noch folgendes, was weniger an der Konstruktion an sich, als mit der Anzahl der Gänge einhergeht.

Die Spreizung ist insgesamt zu groß, mit Folgen für den Stadtverkehr. Der zweite Gang ist angenehm kurz, der dritte viel zu lang. Schaltet das Getriebe also an Bergen vom 2. In den 3. Tümpelt die Drehzahl bei 1100 upm und fährt so brummig den Berg hoch. Auch wenn der Motor gut mit Ausgleichswellen versehen ist, erzeugt das doch Vibrationen, die nicht sein müssen. Besonders wenn der Motor noch kalt ist kann man das Phänomen auch beobachten. Dabei wird dann viel Last (Berg ?) bei wenig Drehzahl verlangt. Der Motor muss sich gut anstrengen. Das nur in Hinsicht auf die Haltbarkeit/Langlebigkeit

Ist der Dicke auf der AB wendet sich das Blatt. Das DSG funktioniert so wie es soll, absolut unauffällig. Km abspulen macht Spaß. Was auch ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubert und so beim 5er nicht ist: Fährt man gemütlich aus einer Ortschaft und drückt dann mal den Pinsel durch, schaltet das Getriebe scharf vom 5. In den 3. Gang und man bekommt einen angenehmen Druck ins Gestühl. Das vermittelt dem Fahrer mehr Leistung als er eigentlich zur Verfügung hat. Da machen sich die schnellen Gangwechsel gut.

Zusammenfassend für meinen B8 (vielleicht ist es bei euch anders) kann ich sagen, dass wenn das Auto einmal in Bewegung ist das Getriebe seinen Job gut erledigt.

5er:

Tja, was soll ich da sagen. In den knapp 2000km in denen ich das Auto gefahren bin, hatte ich nicht ein negatives Erlebnis. Man bekommt die Automatik nicht mit, genau so soll`s sein. 5 von 5. Beruflich fahre ich des Öfteren Dienstwagen, viel aus VAG, noch nie hatte ich so ein gut gelungenes Getriebe fahren können.

Motor:

Jetzt mal Seitenwechsel, der 5er bekommt den Vortritt. Meines Wissens müsste im 5er der überarbeitete Motor mit nun 2 Turbos im 520d sitzen. 190 PS sind (überraschenderweise) 190 PS, jedoch drückt der Motor bereits bei knapp über Lehrlaufdrehzahl. Mega. Genau so wünscht man es sich. Ein Turboloch ist kaum zu spüren, hat ja auch zwei davon ?

Der Motorklang ist beim ausdrehen der Gänge heller, eben BMW-typisch. Die Leistungsentfaltung ist mit Drehzahlaufbau verbunden, beim Passat liegt der meiste Druck im mittleren Drehzahlbereich. Der Passat ist dumpfer aber präsenter. Allgemein hört man den Diesel im 5er sowohl von innen als auch von außen kaum. Wirklich ganze Arbeit geleistet die Dämmspezis.

Da fällt mir ein Kommentar eines Forenmitgliedes ein: „gefühlt bestehen Autos wie A6, 5er, E-Klasse zu 80% aus Dämmmaterial. Da stimme ich voll zu.

Passat:

Hat ebenso 190 PS zur Verfügung, jedoch ein recht gewaltiges Turboloch. Weniger Loch in dem Sinne, dass bis 1800 upm gar nichts passiert. Man kann es eher als „wenig“ bezeichnen.

Fährt man zB. Bei wenig Drehzahl im 3. Gang und will dann beschleunigen, bringt man entweder Zeit mit oder es passiert folgendes:

Drückt man dann weiter ins Pedal passiert immer noch nicht viel, eine Nadelspitze zu viel jedoch und der Motor bekommt einen Schlaganfall, ruckartig kommt der 2. Rein und durch die Injektoren jagen 20L Diesel. Das endet in einer kleinen Beschleunigungsorgie, welche fast immer mit dem Kopfnicken der Beifahrer und oftmals sogar mit Kopfnicken des Fahrers einhergeht. Das ist eben die oben angesprochene Kombi aus „nur“ sechs Gängen und der großen Spreizung (man will ja auf der AB bei 200km/h nur 1800 upm haben…)

Das Turboloch führt in Kombination mit den, in manchen Situationen zum herunterschalten genötigtem Getriebe, zu deutlichen Komforteinbußen. Schade eigentlich.

Kapitel Motor/Getriebe gewinnt für mich der 5er eindeutig. Und wie oben geschrieben ich versuche so objektiv wie nur möglich zu schreiben.

Verbrauch: da liegt der Vorteil beim Passat, ca. 0,2-0,4 weniger als der 5er.

 

Platz:

Jetzt kommt die Domäne des Passats. Der Platz im Innenraum. Der ist gefühlt unendlich. Besonders Abstand Fahrer zu Fahrertür hat sich mit dem B8 zum Vorgänger nochmals verbessert. Der Kofferraum ist groß genug für mein Fully-Mountainbike. Die Fondpassagiere haben mehr als großzügig Platz.

Naja der 5er ist wie fast alle BMW´s kein Raumwunder. Trotz der knapp 20cm mehr Außenlänge kann der 5er den Raumvorteil nicht umsetzen. Zum einen wegen der langen Haube. Zum anderen wegen wer weiß warum, ich jedenfalls nicht. Die Fondpassagiere haben eher etwas weniger Platz als im B8, liegt aber auch an den breiten Komfortsitzen.

Ich persönlich kann mich dann schwer damit abfinden ein 20cm längeres Auto zu fahren, welches aber fast schon weniger Platz als ein Passat bietet.

Auf der anderen Seite: wer dann noch mehr Platz braucht muss zur V-Klasse, T6 oder gar zum Sprinter/ Crafter greifen. Alles geht eben nicht. Mehr als ausreichend empfinde ich beide Autos.

Licht:

Sowohl das LED im B8 als auch das im 5er ist nahezu perfekt, mit leichten Vorteilen zum 5er. Bei beiden 4 von 5 Punkten.

Sound:

Leider, leider hat der 5er die Basis Anlage. Mir ist nicht klar wie man so ignorant sein kann und bei einem 74k Auto nicht wenigstens ein Hifi-System verbauen lässt. Das hat in etwa die Klangqualität des serienmäßigen Radios des Discover Pro im Passat.

Beide nicht wirklich akzeptabel. Mein E87 mit Radio Professional hat deutlich besser geklungen. Das war vor nunmehr 13 Jahren.

Mittlerweile habe ich im Passat das Nachrüstsystem Helix und bin soweit auch zufrieden damit. Leider dröhnt es den Fondpassagieren viel zu stark. Mir aber egal, ich sitze ja vorn :p

Geräuschentwicklung:

Nur ganz kurz, da der Text bereits jetzt die Ausmaße eine Bachelorarbeit angenommen hat.

Der Passat ist richtig ruhig auf der AB. Kann Kritik hierbei nicht nachvollziehen. Und das sagt ein eher Geräuschempfindlicher Mensch.

Der 5er kann das noch eine Schippe besser. Da hört man bei 100km/h quasi nichts.

Beide sind jedoch gut gedämmt !

Allrad:

Beide haben im Prinzip ein Hang-on Allrad, beim Passat wird bei Bedarf die Hinterachse zugeschaltet, beim 5er genau anders herum.

Das nervige ergibt sich beim schnellen anfahren oder beim überqueren der Kreuzung. Regelmäßig scharren die Vorderräder. Genau so bei nasser Fahrbahn und Bergen, da leuchtet die Traktionskontrolle wie ein Tannenbaum. Der 4MOTION kommt mir eher als softe Unterstützung, als wie richtiger Allrad vor. Natürlich kann man das mit VCDS oder sonst wie, stärker einstellen, aber warum nicht gleich so. 400 NM müssen eben auch auf die Straße

Beim BMW ist das nicht zu beobachten, liegt aber wahrscheinlich auch an der Massenträgheit und da kommt der Heckantrieb dem 5er zugute. Meiner Meinung nach funktioniert der BMW Allrad besser.

Fazit:

Würde ich mir den Passat mit dem jetzigen Wissen erneut kaufen ?

Jaein.

Ich würde wenn den BiTDI mit etwas mehr Leistung nehmen, zudem hat der einen Gang mehr und das stabilere Getriebe.

Der 5er wiegt mit vergleichbarer Ausstattung gute 100-150 kg mehr. Somit ist der Leistungs-Gewichtsvorteil beim Passat. Beim 5er müsste man dann schon Richtung 525d gehen, was sich finanziell deutlich bemerkbar macht.

Zudem hatte das für mich in die engere Auswahl genommene Modell F11 Probleme mit dem xDrive, Stichwort Verteilergetriebe. Und das nicht zu knapp.

Somit ist es dann ein babyblauer Passat B8 geworden mit dem ich alles in allem wirklich zu Frieden bin.

Die kritisierten Beobachtungen sind Momentaufnahmen und spiegeln nicht den gesamten Fahrzustand wieder.

Für mich ist der Passat absolut zu Recht eines der Meistverkauften Mittelklasseautos. Er passt zu jung wie zu alt, zu Business wie zu Familie, strahlt Unterstatement aus und ist nicht verschrien. Allenfalls die B8-Drängler auf der BAB trüben die Reputation (schämt euch) Wobei gleiches für die Businessbomber gilt.

Der 5er ist für mich genau so ein super Auto, mit einem Hauch mehr Präsenz, mehr Prestige und wird doch, auch personenübergreifend, verbunden mit Erfolg.

Sehe ich eine Familie an der Kreuzung in einem 5er, denke ich: Man, der Typ am Steuer hat´s geschafft.

Sehe ich hingegen ein Superb mit der gleichen Konfiguration denke ich mir: Bodenständiger Typ.

Keine Ahnung, bitte nicht als Abwertung sehen. Mir liegt es fern Menschen an Autos zu bewerten aber wenn man in Geheim ehrlich ist, denken einige so darüber;)

Traumauto zurzeit: BMW 545e / 745e

So, wer´s bis hierhin geschafft hat, hat einen der längsten Berichte ever gelesen. :D

Vielleicht kannst du mir zustimmen oder auch nicht. Seht mir grammatikale Fehler nach, ich wollte fertig werden.

 

Viele Grüße aus der Coronazeit :)

Ramdamdam

 

 

 

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Tolles Bericht! Ich habe zwei e46 gehabt und einen e61, jetzt fahre ich einen bitdi und mein nächster wird definitiv wieder ein BMW. Ich stimme dir in allen Punkten zu!

Bin im Besitz beider Fahrzeuge, und muss aus meiner Sicht dir in drei Punkten widersprechen:

1. im Passat habe ich die Businesssitze, und für mein Hinterteil sind die im Passat besser als die Komfortsitze im 5er. Bin selbst 187 cm groß.

2. Ich merke einen großen Unterschied in der Musikklangqualität. Im 5er ist die Musikwiedergabe um einiges besser als im Passat. Habe kein Dynaudio und auch kein Harman Kardon.

3. Der 5er ist um Längen besser gedämmt als der Passat.

Gruss Crimsonred

Der Passat ist ein tolles Auto. Der BMW vermittelt aber mehr Emotionen und eine bessere Verarbeitung. Allerdings ist der Platz auf der Rückbank beim BMW gerade mit den Komfortsitzen eine Frechheit.

Mal eben von Süd- nach Norddeutschland zu reisen ist mit beiden Fahrzeugen sehr kurzweilig und komfortabel.

Themenstarteram 21. September 2020 um 10:40

Zitat:

Im Passat habe ich die Businesssitze, und für mein Hinterteil sind die im Passat besser als die Komfortsitze im 5er. Bin selbst 187 cm groß.

Okay, wow, hätte ich nicht gedacht. Aber jedes Popometer ist unterschiedlich. Die Sitze im Passat sind wirklich gut. Die Komfortsitze legen mMn. noch einen drauf.

Vergessen anzusprechen habe ich ua. die Assistenzsysteme.

Der Passat hat Sie alle :p. Stellung nehmen möchte ich zum Lane Assist sowie zum ACC. Beides hat der 5er auch.

Schade ist, dass der Lane Assist erst deutlich über 60km/h funktioniert. Natürlich, da wird auch jeder zustimmen, wäre es leichtsinnig im Stadtverkehr ohne Hände am Lenkrad zu fahren. Andererseits gibt es genug Alleen, bei denen zwar 50 erlaubt ist, es sich jedoch um Kilometerlange Straßen handelt, ohne jegliche Bebauung. Da wäre eine frühere Unterstützung schon nicht schlecht.

Beim 5er funktioniert das auch bei geringen Geschwindigkeiten, aber er schaltet noch häufiger einfach ab. Einfach so. Sehr ärgerlich und uU. auch gefährlich.

Weiterhin ist beim Passat noch das etwas ältere System verbaut, bei dem das Lenkrad noch bewegt werden muss, wenn die Meldung !Lenkung übernehmen, kommt. Beim 5er reicht es in der Theorie das Lenkrad mit dem Finger zu berühren. In der Praxis muss ich aber des öfteren mit mehr als nur einem Finger anfassen. Kommt aber auch an die Stellung beim Anfassen drauf an.

Ebenso verlangt der 5er idR. früher nach Händen am Lenkrad. Gefällt mir beim Passat besser.

Schade ist, dass die Lenkunterstützungen einfach abschalten, kann schon gefährlich sein. Andererseits sind es halt wirklich nur Unterstützungen und sollten den aufmerksamen Fahrer nicht ersetzen.

Auf der Autobahn funktionieren beide Systeme aber sehr gut. Jedoch ersetzt selbst die Eco-Einstellung nicht einen vorausschauenden Fahrer. Beide Systeme gehen zu spät vom Gas, wenn jemand in weiterer Entfernung rauszieht (LKW) . Zumindest wenn man keinen riesen Abstand anwählt.

Aber gerade bei wenig Autobahnverkehr möchte ich solche Systeme nicht mehr missen !

Was mich beim Passat etwas schockiert, dazu gibt es ja bereits Threads, ist die schnell verschleißende/verrostende hintere Bremsscheibe. Meinen 1er hatte ich über70tkm. In der Zeit haben alle Bremsscheiben stets geglänzt und ich habe nie Bremsen gewechselt. (Zügiger, aber auch vorausschauender Fahrer). Beim Passat rosten die hinten übelste Sorte. :eek:

Seit ein paar Wochen fahre ich ohne Autohold und ohne angezogene Handbremse bei ebener Endstellung. Dabei ist zu bemerken, dass die Ablagerungen an den hinteren Bremsscheiben langsam abnehmen.

Anbei noch ein paar Bilder, nicht die beste Position um einen Eindruck zu erhaschen sollte es reichen.

 

 

Mahlzeit !

Ramdamdam

5er Front
Draufsicht
Passat Front
+1

Beim Thema Bremsen gebe ich dir Recht.

Der LaneAssist im Passat B8 Facelift funktioniert nun auch per Berührung am Lenkrad.

Das läuft äußerst gut und geschliffen. Die Assistenten sind wirklich top! :)

Ich meine auch, dass die bei 50 bei meinem schon funktionieren statt erst bei 60.

@ramdamdam: Der BMW steht geschützt, der Passat muss "draußen" bleiben - ich denke Deine Bilder sprechen mehr als 1000 Worte :D

Themenstarteram 21. September 2020 um 18:09

Bei mir würde der 5er ebenfalls draußen stehen.

Liegt eher an der mangelnden Behausung als am Willen. :D

 

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