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Sixt-Neuwagenleasing kündigt vor Auslieferung

Themenstarteram 22. Januar 2023 um 22:06

Hallo zusammen,

im September 2021 habe ich über Sixt-Neuwagenleasing einen Porsche Boxster geleast. Das unverbindliche Lieferdatum war Oktober 2022. Mehrmals habe ich nach dem genauen Liefertermin gefragt und wurde mit dem Hinweis auf den Krieg und Zuliefererprobleme vertröstet. Jetzt, also fast 1 1/2 Jahre nach Vertragsunterzeichnung und 4 Monate nach dem unverbindlichen Liefertermin wurde ich per Email informiert, dass das Auto nicht mehr lieferbar ist:

„ Der Hersteller muss auf Grund höherer Gewalt, der aktuellen Situationen rund um den Krieg, Zulieferprobleme und weitere Wirtschaftliche Krisen Maßnahmen ergreifen.

Das heißt Ihr gewünschtes Fahrzeug wird leider nicht hergestellt. Somit können wir den Leasingvertrag XXXXXXX nicht mehr realisieren.“

Porsche hat sicherlich auch Probleme mit Teilen gehabt, aber trotzdem laufen Autos vom Band, mehr als im Vorjahr. Das Argument kann nicht wirklich dafür verantwortlich sein. Zu welchen Maßnahmen würdet ihr mir raten?

 

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14 Antworten

1. Gibts den Porsche lt. Porsche Webseite wirklich nicht mehr?

2. Was steht dazu im Vertrag bzw. In den AGB.

Abhängig von 1. und 2. kannst Du entweder nichts machen oder einen Anwalt konsultieren.

Ob sich das lohnt, ….

Ärgerlich. Sicher. Was haben denn andere für Lagerwagen. Schau halt mal in den Portalen.

Ich glaub eh nicht, dass die Sixt-Rate nach 18 Monaten noch gelten würde…

Themenstarteram 22. Januar 2023 um 22:27

Doch, den gibt’s noch.

In den AGB wird die Haftung bei Verzögerungen auf 15% des Listenpreises begrenzt. Aber den Schaden zu beziffern und zu beweisen wird schwer.

Das ist ja genau das Problem, inzwischen sind die Preise und die Zinsen gestiegen. Aber Vertrag ist Vertrag habe ich gedacht.

Der Boxster ist aber tatsächlich zumindest bei Sixt Leasing unter "aktuell nicht bestellbar" aufgeführt. Die anderen Porsche Modelle schon. Auch auf Leasingmarkt ist der Boxster als einziger Porsche nicht verfügbar. Das gleiche Spiel auf apl.de oder Meinaut.de. Hilft zwar wenig weiter, aber irgendwas wird dran sein.

Zitat:

@Polliyvivi schrieb am 22. Januar 2023 um 22:27:12 Uhr:

Doch, den gibt’s noch.

In den AGB wird die Haftung bei Verzögerungen auf 15% des Listenpreises begrenzt. Aber den Schaden zu beziffern und zu beweisen wird schwer.

Das ist ja genau das Problem, inzwischen sind die Preise und die Zinsen gestiegen. Aber Vertrag ist Vertrag habe ich gedacht.

Es ist ja nun keine Verzögerung mehr, sondern eine Nichterfüllung des Vertrages durch Sixt.

Das Fahrzeug wird ja noch gebaut. Ich könnte mir vorstellen, dass Porsche die Fahrzeuge lieber zu deutlich besseren Preisen an andere Kunden verkauft, als mit riesigen Nachlässen an SIXT. Aber das ist deren Problem.

Meines Erachtens kannst Du hier die entstandenen Schäden auch geltend machen.

Den Schaden zu beziffern ist relativ einfach, wenn Du nun für ein vergleichbares Lagerfahrzeug oder eine Neubestellung einen Leasingvertrag abschließt.

Der Unterschied zwischen den vertraglich zugesicherten Kosten bei SIXT und den Kosten beim neuen Leasingvertrag ist der Schaden, der Dir entstanden ist.

Ich denke ein Beratungsgespräch mit einem Rechtsanwalt sollte hier Klarheit bringen, wenn Du auf Dein Recht bestehen willst.

 

Ich würde vermuten das Sixt hier billig aus dem Vertrag rauskommen will weil vielleicht deren Konditionen von Porsche sich geändert haben.

Ich habe bei Sixt einen Porsche Cayenne geleast im Nov. 2021. Jetzt hole ich den Wagen diese Woche beim PZ ab nach 14 Monaten Lieferzeit (normal wären 4-5 Monate). Das Problem der Lieferketten sollte nur zu einer längeren Lieferzeit führen aber nicht zum Nichterfüllen des Vertrags. Bei mir gab es vor der Bestellbestätigung von Sixt innerhalb von 4 Wochen allerdings auch 2 Preiserhöhungen. Erst nachdem ich beide Preiserhöhungen akzeptiert habe und je einen neuen Vertrag unterschrieben hatte kam dann erst die Bestätigung des Vertrags von Sixt. Dies war alles im November 2021. Vielleicht wurden bei Dir diese Preisanpassungen nicht gemacht und dieses Geld fehlt jetzt Sixt. Sollte aber trotzdem nicht Dein Problem sein.

Die Konditionen von Porsche haben sich nicht geändert, der Boxster steht Sixt nicht mehr zur Verfügung. ist nicht bestellbar.

Sixt kriegt keine Boxster mehr von Porsche geliefert, gar nicht! Wie , warum, weshalb wohl ungewiss. Sixt sind aber nicht die einzigen. Wie es aussieht betrifft es sehr viele. Und nur beim Boxster. Darauf wird man sich berufen und als Grund eben die höhere Gewalt aufführen.

Die AGBs werden Sixt schützen, die sind ja auch nicht schuld, wenn Porsche sie nicht beliefert.

Da bleibt nur ein Anwalt, der eventuell den richtigen Schuldigen belangen kann.

Das ist die grundsätzliche Frage, wer der "richtige Schuldige" ist. Für den TE ist nur bei SIXT was zu holen, weil er mit denen einen Vertrag hat, den die jetzt nicht erfüllen können. Auf höhere Gewalt wird sich Porsche nicht berufen, wenn andererseits noch Boxster verkauft werden.

Ich denke mal SIXT wird mit Eingang der Bestellung das Auto auch bei Porsche bestellt haben. Wenn Porsche jetzt 3 Monate nach dem unverbindlichen Liefertermin sagt "April, April wir liefern nicht" wird sich das auch SIXT nicht so einfach gefallen lassen und hier ggf. Porsche in Regress nehmen.

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 23. Januar 2023 um 12:57:24 Uhr:

Das ist die grundsätzliche Frage, wer der "richtige Schuldige" ist. Für den TE ist nur bei SIXT was zu holen, weil er mit denen einen Vertrag hat, den die jetzt nicht erfüllen können. Auf höhere Gewalt wird sich Porsche nicht berufen, wenn andererseits noch Boxster verkauft werden.

Ich denke mal SIXT wird mit Eingang der Bestellung das Auto auch bei Porsche bestellt haben. Wenn Porsche jetzt 3 Monate nach dem unverbindlichen Liefertermin sagt "April, April wir liefern nicht" wird sich das auch SIXT nicht so einfach gefallen lassen und hier ggf. Porsche in Regress nehmen.

Sixt wird ein Teufel tun und den größten Ernährer verärgern. Sie leben von VW. Sie werden bestimmt nicht wegen einen kleinen Nischenmodell ihre über die Jahre erarbeitete Konditionen gefährden. Mit Vermietung und Leasing wird nur ein Teil verdient. Den größten Gewinn machen die mit Kauf und Verkauf der Fahrzeuge.

Ja, wenn Sie hier durch ihre eigenen AGB sicher sind, werden die keinerlei Entgegenkommen zeigen. Warum auch.

Wie gesagt, hake es ab und such dir woanders was.

Ein Anwalt kann Dir sagen, ob im Nachhinein noch was zu erreichen ist, glaub ich aber nicht…

Ich auch nicht, die AGB werden akzeptiert mit Unterschrift. Die werden schon rechtssicher sein und entsprechend forumuliert. Alles was nicht gegen andere Gesetze verstößt oder sonst wie moralisch anstößig, sittenwidrig ist, gilt.

Aber das ist so kompliziert, wenn mir an der Bestellung noch gelegen wäre, würde ich einen Anwalt fragen, wenn nicht, dann halt ein anderes Auto.

Sowas sollte man sowieso nur Mut einer RSV angehen und wenn sie keine Deckungszusage erteilen, dann weiß man wie die Chancen stehen

Themenstarteram 23. Januar 2023 um 18:06

Danke für euren Input, dann werde ich es mit einem Anwalt probieren. Ich halte euch auf dem laufenden.

Zitat:

@cleverrepair schrieb am 23. Januar 2023 um 13:47:14 Uhr:

Sowas sollte man sowieso nur Mut einer RSV angehen und wenn sie keine Deckungszusage erteilen, dann weiß man wie die Chancen stehen

Sowas sollte von jeder herkömmlichen RSV abgedeckt sein. Im Worst-Case ist die evtl. Selbstbeteiligung weg.

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