Sinn eines neueren Motorrades?
Hallo,
In der Fahrschule fuhr ich eine Uralt GS500E.
Mein Fahrlehrer meint er behält sie solange ie läuft, da sie den modernen Maschinen abgesehen von ABS in nichts nachsteht.
Gut, da hatte ich keinen vergleich.
Jetzt habe ich mir eine 6000er Srad geholt, eine der ersten von 96.
110 PS auf 200KG vollgetankt.
Wenn ich das Bike nun den mit den knapp 2 Jahrzenhten jüngeren Bikes von meinen Kollegen vergleiche steht die Srad ihnen in den Daten ebenflls nichts nach, außer eben wieder ABS.
Alle so um die 200 KG und max. 10-15 PS mehr als meine.
Das Kurvenverhalten ist nun auch nicht unendlich besser, finde ich.
Wenn man in alte Autos einsteigt, kann man die ja gar nicht mehr mit neuen vergleichen?
Gibt es jedoch so weng Unterchiede zesichen "alten" und "neuen" Supersportlern (ABS)?
Oder kann ich das als Anfänger einfach nicht erkennen?
Grüße
Beste Antwort im Thema
Datenblätter sagen überhaupt nichts. Als Nichtschwimmer kann man auch schlecht die Vorzüge bestimmter Tauchausrüstungen urteilen - mal so überspitzt ausgedrückt.
194 Antworten
@ Marodeur
Stimmt... ging mir auch so, als ich die R12R-LC probegefahren bin.
Aber das hier spricht für Deine Theorie, daß der rundere Lauf weniger Bumms vortäuscht. http://www.motorradonline.de/.../..._Leistungsdiagramm.jpg.2148317.jpg
Kann man nur leider wieder nicht 100%ig daran festmachen, weil die Übersetzung ja auch noch mitredet.
Ich vermute da auch, dass der Bumms schon da ist, aber weil er gleichmäßiger verteilt ist und nicht nachlässt, ist die Spitze weniger fühlbar.
Wenn Ihr mir da folgen könnt. 😉
Außerdem schalten die gelernten Boxerfahrer spätestens bei 6000. Generationen von Boxern kam da nix mehr. Erst ab der 1200 (Ausnahme R1100S) lohnt es sich, das Gas auch mal stehen zu lassen.
Meine VN900 hat auch einen schönen V2-Lauf. Cruisertypisch hat sie für ihren Hubraum relativ wenig Spitzenleitung, aber relativ viel Drehmoment. Beim Fahren hat man auch das Gefühl, dass sie schön von unten herauszieht. Gerade wenn man zu untertourig herausbeschleunigt merkt man, wie er stark pulsierend arbeitet. Da geht was. Andere würden sagen, er hackt am Zahnriemen.
Hubraummässig ist die F800GS etwa gleich gross, aber ein Reihentwin. Egal wie niedertourig ich herausbeschleunige, es wirkt rund. Teilweise wird sie dann ziemlich lahm, aber man spürt sonst nicht viel.
Bei den gemessenen Beschleunigungswerten wird die GS wahrscheinlich sogar besser sein, aber die Arbeit des VN-Motors kann man richtig spüren.
Vom Drehmoment ist die GS gleich gut und in der Spitzenleistung auf Grund des deutlich breiteren Drehzahlbandes natürlich besser.
Andererseits ist die GS für mich nicht pauschal das bessere Motorrad. Zum entspannten Cruisen ist die VN viel besser. Da gefällt mir sogar der blubbernde Motor ganz gut, obwohl er nicht perfekt rund läuft.
Motorradfahren ist eh Schwachsinn. Man ist immer zur Jahreszeit unpassend gekleidet, es zieht beim Fahren und zu laut ist es auch 😉
Was heißt die Rund/Unrund und Punch-Diskussionen für die Frage des TE? Nun, eben dass man erstmal gucken muss grundsätzliche welchen Charakter man selber mag, und dann gucken muss wo man das als Paket überhaupt bekommt (manchmal ist das eben nur eine Neue, oder nur eine Gebrauchte). Eine Pauschale Antwort darauf gibt es nicht. Es gibt immer mal wieder ein Motorrad dass so heraussticht, dass es das unter den älteren Moppeds so nicht gibt. Sei es die Speed Triple, oder später die Street Triple. Sei es die Africa Twin. Sei es die KTM Adventure 1190. Oder eben auch eine S1000RR. Nicht jede ist für jeden, aber wenn man seine gefunden hat, dann muss es eben die sein und keine andere... bei manchen jedenfalls.
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Zitat:
@Lewellyn schrieb am 18. Januar 2016 um 09:01:08 Uhr:
Ich vermute da auch, dass der Bumms schon da ist, aber weil er gleichmäßiger verteilt ist und nicht nachlässt, ist die Spitze weniger fühlbar.Wenn Ihr mir da folgen könnt. 😉
Außerdem schalten die gelernten Boxerfahrer spätestens bei 6000. Generationen von Boxern kam da nix mehr. Erst ab der 1200 (Ausnahme R1100S) lohnt es sich, das Gas auch mal stehen zu lassen.
Naja, viele wollen halt einfach auch nicht höher drehen. Millionen von Dieselfahrern sind das halt gewohnt.... 😁
Warum klingt eine Harley so schön? Weil der 45° Winkel ein galoppierendes Pferd nachahmt.
Tak Tak....Tak Tak....
Die Musik ist für mich ganz wichtig.
Manche Reihenvierer brüllen wie die Löwen, das gefällt mir auch.
Ich fahre eigentlich nach Gehör.
Zitat:
@Sencer schrieb am 18. Januar 2016 um 09:22:22 Uhr:
Was heißt die Rund/Unrund und Punch-Diskussionen für die Frage des TE?
Gute Frage. Aber der fährt eine 600er SRAD und ist damit gut bedient.
Die läuft rund und klingt vermutlich besser (böser) als manche viel teurere
moderne SSP. Und da 80 % Fahrer und nur 20% Mopped sind, soll er damit schön weiterfahren.
In seinem Fall rechtfertigt der "technische Fortschritt" nicht die zusätzliche Geldausgabe.
Und wenn er mal wechseln will oder muss, würde ich eher zu einer gebrauchten 1000er als zu einer neuen 600er tendieren.
Zitat:
@WorldEater666 schrieb am 18. Januar 2016 um 08:16:26 Uhr:
@ Marodeur
Stimmt... ging mir auch so, als ich die R12R-LC probegefahren bin.Aber das hier spricht für Deine Theorie, daß der rundere Lauf weniger Bumms vortäuscht. http://www.motorradonline.de/.../..._Leistungsdiagramm.jpg.2148317.jpg
Kann man nur leider wieder nicht 100%ig daran festmachen, weil die Übersetzung ja auch noch mitredet.
Wäre noch interessant die älteren Kurven zu haben. 1100 und 1150er.
Gegen die aktuelle R1200GS macht die R100GS nirgends einen Stich. Die 1200er hat zwischen 2.500 und 8.500 Touren durchgängig mehr als 100 Nm Drehmoment, die alte 100er hat ihre bescheidenen 76 Nm irgendwo bei 3.800 Touren, davor und dahinter ist es weniger. Es ist natürlich schon so, dass die alten Zweiventiler deutlich archaischer daherkommen. Die neuen Wassergekühlten haben Ausgleichswellen und obenliegende Nockenwellen, das lässt die Fuhre natürlich sanfter laufen. Ich bin die R100 im direkten Vergleich mit der R1100 gefahren, und da fühlen sich beide Maschinen von Bumms etc ähnlich an bis vielleicht 4.000 Touren, und dann kündigt sich bei der 100er an, das jetzt bald mal wieder vorbei ist, während die 1100er nochmal 20 PS drauflegt. Bei dem Vergleich kommt allerdings auch hinzu, dass die 1100er im Vergleich das deutlich schwerere Motorrad ist.
Was die R100 "spochtlicher" erscheinen lässt, ist ihr im Vergleich zum Staubsauger-Gesäusel der 1100 vollerer Sound.
Bei der aktuellen 1200er hat man allerdings alles: Viel mehr Leistung, viel mehr Drehmoment und einen ziemlich aggressiven Sound. Die erste Serie der wassergekühlten 1200er war allerdings für den Geschmack der Klientel zu sehr auf Drehfreude abgestimmt und hatte eine sehr leichte Kurbelwelle. Dann wurde für die Adventure eine Kurbelwelle mit mehr Schwungmasse eingeführt, die den Bums von unten etwas verstärkt (sonst konnte man den Motor auch gern mal abwürgen).
Wer dennoch eine Zweiventiler BMW fahren will, tut dies vermutlich eher aus nostalgischen Gründen. Und eins darf man auch nicht vergessen: Wenn ich es auf öffentlichen Straßen mal so richtig krachen lassen will, muss ich mir eigentlich ein leistungsschwaches Motorrad kaufen, weil ich sonst auf einem modernen, starken Mopped dauernd im Punktebereich bin.
Ich könnte mir solch einen alten Hobel gut vorstellen, obwohl ich bei den Neuen auch die langen Wartungsintervalle zu schätzen weiß. Was bei den alten Möhren aber gar nicht geht, das ist die Bremse. Sogar frisch revisioniert, mit Stahlflex und neuen Klötzen, ist eine R100-Bremse einfach schlapp. Da ist man heute andere Standards gewohnt, und das gilt auch für andere Motorradkategorien.
Zitat:
@sampleman schrieb am 18. Januar 2016 um 12:51:25 Uhr:
Gegen die aktuelle R1200GS macht die R100GS nirgends einen Stich.
Beim Quartettspielen?
Da müsste man noch die Kategorie Wertbeständigkeit einführen,
dann heisst es: "Stosstangen-Boxer mit Kipphebeln -Sticht!"
Zitat:
@sampleman schrieb am 18. Januar 2016 um 12:51:25 Uhr:
Die erste Serie der wassergekühlten 1200er war allerdings für den Geschmack der Klientel zu sehr auf Drehfreude abgestimmt und hatte eine sehr leichte Kurbelwelle. Dann wurde für die Adventure eine Kurbelwelle mit mehr Schwungmasse eingeführt, die den Bums von unten etwas verstärkt (sonst konnte man den Motor auch gern mal abwürgen).
Die größere Schwungmasse wurde dann sogar für alle R1200-LC übernommen.
Vermute eh das die Bekannten wenn dann den alten 1200er testeten und seitdem keine neue Maschine mehr anfassten.
Vergleich zwischen 2006er und 2012er GSX-R 1000
http://www.motorradonline.de/.../405312
"Suzuki GSX-R 1000 (2012): Knapper geht´s nicht! Mit einem Punkt Vorsprung rettet die Neue den Sieg. Dass zwischen den beiden Baureihen sieben Jahre stecken, merkt man nicht immer."
Ein Freund fuhr die 1100 RT, ich die 1150 RT. Hab bei gemeinsamen Fahrten nie gemerkt, dass meine besser gewesen wäre. Hab selbst von der 1100 auf die 1150 RT gewechselt, weil mir deren Optik besser gefiel.