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Selbst gemachte Staus im Strassenverkehr

Themenstarteram 5. April 2014 um 16:50

Seid gegrüßt, liebe Mittalker,

heute möchte ich ein Thema aufs Tapet bringen, das mich schon seit einiger Zeit beschäftigt.

Zuerst ein Beispiel: jeden Morgen fuhr ich dieselbe Strecke zur Arbeit. Eines unschönen Tages richtete man dort eine Baustelle ein, die auf längere Zeit angelegt war. Dadurch wurde die Strasse von zwei auf eine Spur verengt, bis die Baustelle passiert war und alles normal weiterging.

Ein großer Anteil der Autofahrer fährt auf dieser Strasse jeden Tag in die Stadt, wusste also, dass es dort diese Engstelle gab.

Warum sind so viele Fahrer/Innen hier so unvernünftig?

Schon 2! Kilometer vor dieser Engstelle drängelte sich alles auf der rechten Spur, die linke war bis zur Baustelle frei. Ich bin immer höflich, lasse andere Fahrer vorbei, bestehe nie auf meiner Vorfahrt, aber dies kann ich nicht nachvollziehen.

Darum fahre ich also bis an die Baustelle und fädele mich, wie es auch in der StVo vorgesehen ist, eins ums andere ein. Wütendes Gehupe, aber warum? Nur weil ich und einige andere so vernünftig sind, die leere FAHRbahn zu benutzen, anstelle einen unnötigen Stau zu provozieren, Benzin zu vergeuden, Zeit zu verschwenden?

Auch auf den Autobahnen kann man das ständig erleben. Die Leute, die ständig hin und-her wechslen, nur um vermeintlich einen Vorteil zu gewinnen, finde ich auch nicht gut, aber das ist eine andere "Baustelle".

Viele von Euch werden mein Tun falsch finden, aber wenn sie sich mal die Zeit nehmen, darüber nachzudenken, wer weiß, vielleicht sehen sie dann ein, dass mein Verhalten weniger umweltschädlich und unvernünftig ist, als sinnlos im Stau zu stehen? Es hat wirklich NICHTS mit "vordrängeln" zu tun.

So, meine Lieben oder Bösen? Jetzt bin ich mal gespannt, auf Eure Antworten.

Habt ein schönes Wochenende, auch wenn Ihr Euch über mich ärgert:D

Liebe Grüße DOMINO

Beste Antwort im Thema

Es gibt an vielen solchen Stellen sogar Schilder "Reißverschlussverfahren erst in 200m" und dann "Jetzt einfädeln lassen", da manche Menschen wirklich nur auf klare Anweisungen reagieren können.

Einen Stau wirst Du aber nie vermeiden können, denn wenn die Autos von 2 Spuren auf 1 Spur zusammengefasst werden, verdichtet sich der Verkehrsfluss und das Wiederherstellen der Sicherheitsabstände führt zum Aufstauen des nachfolgenden Verkehrs.

Technisch betrachtet, ist der Zeitpunkt des Reißverschlussverfahrens irrelevant - er kann auch 100m oder 200m weiter vorne stattfinden. In der Praxis funktioniert er am besten, wenn er an genau einem fest definierten Ort durchgeführt wird, da sich dann alle Autofahrer auf genau diesen einen Ort einstellen können und nicht von spontanen Früheinfädlern überrascht und ausgebremst werden.

Das Problem sind eher diejenigen, die in der Engstelle den Gasfuß nicht finden, so dass der Hintermann (und damit die komplette Kolonne) immer langsamer werden muss. Denn der Wiederaufbau des Sicherheitsabstands könnte ja auch durch den Vordermann stattfinden. Passiert in der Praxis nicht, da sich dieser in der Engstelle befindet und besonders "vorsichtig" fahren will.

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Weil der Grossteil der Autofahrer aus Egoisten besteht. Und ein Anderer womöglich 2 sek eher da sein könnte als man selbst.

Oder anders erklärt: Die linke Spur ist irgendwo gesperrt. Einheimische wissen das und nutzen daher die rechte Spur, welche dadurch immer voller und länger wird. Nun kommen auch andere, welche aber logischerweise die linke Spur nutzen.Da ist ja nicht soviel los und dadurch kommen diese ein klein wenig schneller vorwärts.Und überholen nun auch andere Fahrzeuge. Nun kommt die Sperrung. Der gerade überholt wurde sagt sich nun; ,,so nicht, wenn ich hier anstehe, stehst du auch !,,Und lässt den auf der linken Spur ums verrecken nicht rein. Die linke Spur muss nun kurz halten, bis einer auf der rechten Spur ein Einsehen hat und den reinlässt. Logischerweise muss dazu der Abstand zwischen den fahrzeugen etwas vergrössert werden. Nachfolger der rechten Spur bremsen also. Das schiebt sich immer weiter nach hinten. Nun gibts vorn eine etwas grössere Lücke, wo sich vielleicht gleich zwei Fahrzeuge von der linken auf die rechte bemühen. Das sieht der soeben Abbremsende auf der rechten Spur gar nicht gern und gibt wieder Gas, um die grosse Lücke zu schliessen. Folglich steht die linke Spur wieder. Bis zu dem Zeitpunkt, bis wieder einer Platz lässt.

am 6. April 2014 um 8:48

jaja.....das Reisverschlußverfahren....das werden 80% der Autofahrer entweder nie verstehen oder bewußt provokativ missachten.

Letzteres gilt sowohl bei den "Lücken-zu-Machern" als auch bei den "Bis-auf-den-letzten-Zentimeter-Vorfahrern".

Erlebe das immer mal wieder, das wen ich bei ca. 50 m vor Engstelle anfange mich in den fliesenden Verkehr rechts einzufädlen, weil mir eine Lücke angeboten wird und sich dann der hinter mir fahrende noch vorbeidrückt. :rolleyes:

Mit dem Ergebnis das ich bremsen muss um ihn auch noch rüber zu lassen und somit die ganze Kolonne ausgebremst wird.

Folge davon, alle bestehenden Lücken werden ungewünscht geschlossen und der "Stop- and- Go" beginnt oder es kommt sogar zum Stau. :mad:

Und für was??? für 2 Sekunden schneller oder ein Auto vorher.....

Naja wers braucht :o:o

Die Kunst liegt daran, mit welcher Geschwindigkeit du die anderen überholst. Bist du zu schnell, gibts Stress mit denen auf der Schleichspur. Bist du zu langsam, gibts Stress mit dem Hintermann.

Ich bin auch auf der Linken Spur, und fahre ein wenig schneller, als die voreiligen einfädler. Allerdings düse ich nicht nach vorne. Ab 30 Metern fahre ich dann genau so schnell, wie die Leute, auf dessen Spur ich will, und an der Engstelle fädle ich ein. Dies gibt in der Regel keinen Stress.

-Wer an allen vorbeidüst, darf nicht nörgeln, das man ihn ungerne rein lässt. Er gillt dann als Raser, obwohl er verkrehrstechnisch vollkommen im Recht ist.

-Wer sich zu früh einfädelt, muss wissen, das andere ihn nun überholen. Er kommt zwar problemlos in die Lücke, aber muss dafür etwas länger warten, weil er nun mal anderen ven Vortritt gibt. Einige schaffen es immer wieser sich Beulen ins Blech zu drücken, weil der eine rüber will, und der andere dies verhindert. Auf den Schaden bleiben dann beide sitzen.

am 6. April 2014 um 9:28

Zitat:

Original geschrieben von MvM

Ich bin auch auf der Linken Spur, und fahre ein wenig schneller, als die voreiligen einfädler. Allerdings düse ich nicht nach vorne. Ab 30 Metern fahre ich dann genau so schnell, wie die Leute, auf dessen Spur ich will, und an der Engstelle fädle ich ein. Dies gibt in der Regel keinen Stress.

Exakt meine Vorgehensweise und Erfahrung. Wenn man sich ausreichend weit vor der Engstelle ans Tempo anpasst, dann klappt das in 4 von 5 Fällen problemlos. In 20% der Fälle sind es dann vielleicht sture Lücken-Zu-Macher und dann reiht man sich eben einen weiter dahinter oder davor ein (je nachdem ob die andere Spur steht oder rollt).

Das Hauptziel muss es sein, dass keiner Bremsen soll beim einfädeln (der Fluss soll ja besser werden, und nicht nur mal selber auf Kosten anderer früher durch sein). Durchs parallel fahren, können beide ihre Geschwindigkeit ohne Bremsen anpassen, und es klappt ohne Probleme beim einfädeln. Setzt aber eben voraus, dass man selber nur mit geringer Differenzgeschwindigkeit ankommt, sonst kann sich keiner auf irgendwas einstellen.

Zitat:

Original geschrieben von Sencer

Exakt meine Vorgehensweise und Erfahrung. Wenn man sich ausreichend weit vor der Engstelle ans Tempo anpasst, dann klappt das in 4 von 5 Fällen problemlos. In 20% der Fälle sind es dann vielleicht sture Lücken-Zu-Macher und dann reiht man sich eben einen weiter dahinter oder davor ein (je nachdem ob die andere Spur steht oder rollt).

Genau, denn in den letzten 30 Metern, wo ich genau so schnell bin, wie die wartenden, erkenne ich weit genug vor der Engstelle, ob die eine Lücke machen, oder nicht.

Es gibt an vielen solchen Stellen sogar Schilder "Reißverschlussverfahren erst in 200m" und dann "Jetzt einfädeln lassen", da manche Menschen wirklich nur auf klare Anweisungen reagieren können.

Einen Stau wirst Du aber nie vermeiden können, denn wenn die Autos von 2 Spuren auf 1 Spur zusammengefasst werden, verdichtet sich der Verkehrsfluss und das Wiederherstellen der Sicherheitsabstände führt zum Aufstauen des nachfolgenden Verkehrs.

Technisch betrachtet, ist der Zeitpunkt des Reißverschlussverfahrens irrelevant - er kann auch 100m oder 200m weiter vorne stattfinden. In der Praxis funktioniert er am besten, wenn er an genau einem fest definierten Ort durchgeführt wird, da sich dann alle Autofahrer auf genau diesen einen Ort einstellen können und nicht von spontanen Früheinfädlern überrascht und ausgebremst werden.

Das Problem sind eher diejenigen, die in der Engstelle den Gasfuß nicht finden, so dass der Hintermann (und damit die komplette Kolonne) immer langsamer werden muss. Denn der Wiederaufbau des Sicherheitsabstands könnte ja auch durch den Vordermann stattfinden. Passiert in der Praxis nicht, da sich dieser in der Engstelle befindet und besonders "vorsichtig" fahren will.

Zitat:

Original geschrieben von Beethoven

Technisch betrachtet, ist der Zeitpunkt des Reißverschlussverfahrens irrelevant - er kann auch 100m oder 200m weiter vorne stattfinden.

müsste man nicht deswegen:

Zitat:

Original geschrieben von Beethoven

Einen Stau wirst Du aber nie vermeiden können, denn wenn die Autos von 2 Spuren auf 1 Spur zusammengefasst werden, verdichtet sich der Verkehrsfluss

eigentlich bestrebt sein, die Zusammenführung der Spuren so spät wie möglich zu machen, weil dann die Verkehrsfläche bestmöglich genutzt wird?

Zitat:

Original geschrieben von Beethoven

Das Problem sind eher diejenigen, die in der Engstelle den Gasfuß nicht finden, so dass der Hintermann (und damit die komplette Kolonne) immer langsamer werden muss. Denn der Wiederaufbau des Sicherheitsabstands könnte ja auch durch den Vordermann stattfinden. Passiert in der Praxis nicht, da sich dieser in der Engstelle befindet und besonders "vorsichtig" fahren will.

Nach meiner Erfahrung haben viele Angst vor dem Nächsten (bzw vor Blechkontakt) und es gibt zudem Verständigungsprobleme. Deshalb funktioniert der Reissverschluss nicht so glatt, wie er sollte. Das kann man auch bei allen anderen Gelegenheiten beobachten, wenn es ums Spur Wechseln geht.

 

 

am 6. April 2014 um 12:16

Da 99% Egoisten unterwegs sind, gibt es auch keinen Sicherheitsabstand geschweige denn eine ausreichend große Lücke. Würden ALLE ausnahmslos eine bestimmte Geschwindigkeit im Stau fahren, die zwischen 20 und 40km/h liegen kann, dabei eine ausreichend große Lücke lassen würden, wenn es auf die Einfädelstelle zugeht, oder von rechts eine Auffahrt kommt, müsste niemand abbremsen und es würde auch zügig weitergehen. Da aber 90% am Kofferraum ihres Vordermannes klebt und nur in letzter Sekunde die Lücke frei macht, weil der "Einfädelnde" die besseren Nerven hat und es auf einen Crash ankommen lässt, gibt es einen (unnötigen) Rückstau. Kommt es beim einfädeln zum Bleckkontakt, weil beide Sturköppe sind, müssen die folgenden darunter leiden. Was in dem Moment den Sturköppen aber total egal ist. Es lebe der Egoismus! :D

Zum Glück brauche ich das alles nicht ... denn, ich mache es wie oben beschrieben, egal ob ich 1 oder mehr Sekunden(!) dabei verliere. Denn, wir reden nicht von Minuten oder noch länger sondern von Sekunden, die wir ALLE schneller am Ziel sind, wenn wir uns nicht gegenseitig behindern.

Zitat:

Original geschrieben von Bootsmann22

Da 99% Egoisten unterwegs sind, gibt es auch keinen Sicherheitsabstand geschweige denn eine ausreichend große Lücke.

Kann ich nicht bestätigen. Wenn wir 100% Egoisten hätten, dann würde es funktionieren. Aber 1% der Autofahrer, die denken, sie seien Perfekt, bringen das System durcheinander.

Zitat:

Aber 1% der Autofahrer, die denken, sie seien Perfekt, bringen das System durcheinander.

Wäre die Frage, ob dieses eine Prozent alles richtig oder eher alles falsch macht ?

Zitat:

Original geschrieben von MvM

Zitat:

Original geschrieben von Bootsmann22

Da 99% Egoisten unterwegs sind, gibt es auch keinen Sicherheitsabstand geschweige denn eine ausreichend große Lücke.

Kann ich nicht bestätigen. Wenn wir 100% Egoisten hätten, dann würde es funktionieren. Aber 1% der Autofahrer, die denken, sie seien Perfekt, bringen das System durcheinander.

Bei 100 % Egoisten gibt es kein SYSTEM welches man durcheinader bringen kann da jeder macht was er für richtig hält.

Zitat:

Original geschrieben von Diedicke1300

Zitat:

Original geschrieben von MvM

 

Kann ich nicht bestätigen. Wenn wir 100% Egoisten hätten, dann würde es funktionieren. Aber 1% der Autofahrer, die denken, sie seien Perfekt, bringen das System durcheinander.

Bei 100 % Egoisten gibt es kein SYSTEM welches man durcheinader bringen kann da jeder macht was er für richtig hält.

Nicht nur, was er für richtig hällt. Alle wollen nach vorne, keiner will sich einreihen. Also fahren auch alle zur Engstelle, und fädeln sich ein.

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