sehr hoher Ölverbrauch

Hallo,
ich fahre einen Chrysler 300M mit kleinem V6 Motor 2,7l Hubraum bei 200PS.
Er hat eine Steuerkette die etwas rasselt wenn man über 3000rpm vom Gas geht, daher ist 10w40 eingefüllt.

Das dickste Problem an dem Motor ist, dass er auf 100km (hundert!) 250ml Öl verbraucht, im Stadtverkehr etwas weniger. Ich habe den Wagen etwa ein halbes Jahr und am Anfang lief er auch noch relativ ruhig, seit er mehr Öl verbraucht, tackert der Motor auch etwas.

Aus dem undichten Auspuff kommt immer Kondenswasser und an kalten Tagen auch weißer Rauch, aber kein blauer oder gar schwarzer Qualm. Kühlwasser wird nicht verbraucht.
Ich habe jetzt nicht die beste Ahnung, aber die Ventilschaftdichtungen werden es nicht sein, denn die Ventile selber sind ja sauber, oder wo sind die Schaftabdichtungen?
Die Zündkerzen sind völlig in Ordnung, der Sockel ist leicht ölig, das ist schonmal nicht normal oder?

Ventile
Sockel leicht ölig oder?
Beste Antwort im Thema

Die Ventile sehen echt gut aus, ABER:

Du hast einen Saugrohr-Einspritzer. Dadurch sehen die Ventile IMMER sauber aus, da das Benzin dort drauf gespritzt wird und alles abwäscht.

Des Weiteren gibt es auch Schaftdichtungen an der Auslassventilseite. Dort kann es anders aussehen.

Die Zündkerzen sehen eig. nicht schlecht aus, grad wenn du auch Kurzstrecke fährst. Wenn sie verölt sind, würde es richtig ölig schmierig schwarz glänzen. Das rußige kommt eher von einem fettem Gemisch...Thema Kurzstrecke.

Hast du mal Kompression gemessen? Können gut die Kolbenringe sein.

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Kleine Geschichte zur "Nachbarschaftshilfe" Vor 30 j hatte mein Nachbar "Georg" einen 220 er / 8 er Diesel.
Der sprang nicht mehr an, Motor blockiert (Lagerschalen hatten sich "gestapelt"😉. Angeschleppt, fremdgestartet, leider kein Erfolg. Das Ding rausgewühlt (Dreibein mit Kettenzug) und in den Keller gewuchtet. Ich hab ihn zerlegt, und die 1000 Teile lagen im Keller so rum. Der "Georg" (Maschinen Ingioneur) hatte den Motor vermessen, die Kurbelwelle mit Diamantfeilen bearbeitet, mit Bleifaden das Lagerspiel gemessen und die Maße bei MB besorgt. Dann alles eingestellt, Motor reingewühlt. Gestartet, und er lief. Vor ihm zieh ich immer noch den Hut. Kiste Bier stand immer im Keller.
Was ich damit sagen will, anders bekommst du den nicht repariert. Sonst wird es sauteuer🙄

So, heute habe ich mit einer zweiten Person die Abgase kontrolliert.
Er raucht leicht weiß im Leerlauf, das war schon immer so.
Er qualmt aber auch etwas bläulich wenn man aprubt auf 3000 Rpm dreht. Dannach kann man Gasgeben wie man will, es bleibt nur weiß. Wenn man ihn dann wieder 5-10Sek im Leerlauf dackeln lässt und wieder Vollgas gibt, kommt wieder etwas bläulicher Rauch.

Was sagt ihr dazu?

Die Sache ist, wenn ich den Ventildeckel runtermache, sehe ich nicht viel, und den Zylinderkopf runterzumachen ist mir unmöglich. Wenn das hieße, dass ich um eine Werkstatt nicht herum komme, dann muss ich mich sehr wahrscheinlich von dem Wagen trennen.....

Oder es ist einfach nur bläulich, weil ich die Tage einfach zu viel Öl reingefüllt habe..... Denn vorher ist es mit der blauen Fahne nicht aufgefallen

Ich hatte mal nen Sebring mit dieser Maschine. Ölverbrauch ca. 0,2 L/1000 Km. Plötzlich lag der Ölverbrauch doppelt so hoch. Lief aber einwandfrei, kein Qualm, kein Ölfleck nix.

Wie sich herausstellte, hatte er aber trotzdem Öl verloren. Wenn ich mich recht erinnere war ein Plastikteil irgendwie undicht. Es müsste das Ding gewesen sein, wo der Ölmessstab (eher dessen Führungsrohr) in den Block reingeht. Kurioserweise hat sich das abtropfende Öl im Stand immer auf einem Träger oder irgendeinem Blech gesammelt und wurde nur während der Fahrt (natürlich von mir unbemerkt) auf die Straße entsorgt. Am Parkplatz kein Tropfen.

Aber 2,5 L sind damit wohl auch nicht ganz erklärbar. Wenn das durch die Brennräume gehen sollte, dürfte das Auspuffendrohr nicht nur rußig sondern ölig sein, wenn man lange genug so fährt.

Bewährter Test für die Ventilschaftabdichtung: Auto im 2. Gang oder Fahrstufe 1 auf leerer Nebenstrecke hochbeschleunigen und dann komplett vom Gas. Der Schiebebetrieb bei geschlossener Drossselklappe führt nun zu einem deutlichen Unterdruck zwischen Drosselklappe und Brennräumen. Wenn die Ventilschaftabdichtugen nix mehr taugen saugte er jetzt ordentlich Öl an. Wenn Du dann wieder aufs Gas gehtst und im Rückspiegel eine blauweiße Wand siehtst, sind die Ventilschaftabdichtungen hinüber.

Btw: Solltest Du den Motor ausgebaut oder sonst schon zielmich auseinander haben - ersetze auf jeden Fall die Wasserpumpe. Die ganzen Horrormeldungen in den US-Foren über diesen an sich ausgereiften und robusten Motor kommen nur von defekten Wasserpumpen. Das Lecken der WaPu sieht man nicht, weil sie von der Steuerkette angetrieben im Steuerkasten läuft. Eine defekte WaPu kann also innerhalb weniger Km erhebliche Mengen Wasser in den Ölkreislauf eintragen, was zu einer Emulsion (gelblicher Ölschlamm) führt und die Schmierung zum Erliegen bringen kann.

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Hey vielen Dank für deine Antwort, werde mir das mal genauer ansehen und berichten.

Ich empfehle nen Kompressionsprüfer.
Dann Motor warmfahren, Kerzen raus, Zündung abklemmen, Kompression prüfen (dabei Drosselklappe ganz auf). Das für jeden Zylinder machen und aufschreiben.
Anschließend ein paar Tropfen Öl in die Brennräume (natürlich immer nur in den, den man grade prüft) und nochmal die Kompression testen. Das wieder bei allen Zylindern.

Nun siehst du:
A) Kompression trocken und "nass" ist gleich = dein Problem sind nicht die Kolbenringe
B) Kompression "nass" ist höher als trocken (also deutlich höher) = Kolbenringe kaputt.

Normal sind es nie alle Zylinder, so hast du z.B. beim ersten trockenem Test:
12Bar; 11,5Bar; 12,2Bar; 11,7Bar; 9bar; 12,1Bar

Beim "nass Test" dann:
12Bar; 11,5Bar; 12,2Bar; 11,7Bar; 11,5bar; 12,1Bar

Dann weißt du: Kolbenring Zylinder 5 ist hin.

Wenn hingegen überall der Druck beim nass-Test nur um 0,1-0,2Bar steigt, dann sind die Ringe nicht mehr "neu" aber auch nicht kaputt.

Natürlich wenn du siehst es sind die Ringe: Alle tauschen!

Zitat:

Original geschrieben von menotu


Er qualmt aber auch etwas bläulich wenn man aprubt auf 3000 Rpm dreht

Ventilschaftdichtungen, denke ich.

Ich kenne es aus einem anderen Forum als Trick unter alten Hasen.

Wenn Du mal bergab mit Motorbremse fährst und das so minutenlang - wie z.B. bei Mittelgebirge Bundesstraßen - und dann nach lange Motorbremse abrupt stramm Gas gibst, dann kommt ein blaues Fähnchen, weil es vorher das Öl durch die Dichtungen gezogen hat und das schön das Ventil runtergelaufen ist. Gibst Du Gas, wird das Öl schlagartig verbrannt.

Ohne Gewähr meinerseits, aber ich habe davon gehört.

Zunächst hatte ich überlegt, ob vielleicht bei Dir nicht eine Ventildeckeldichtung undicht ist und das Zeug oben schwimmt. Aber Du hast ja die Zündkerzen rausgedreht, dann kann es das ja nicht sein (ich Dummerle 😉). Und 2,5 Liter Öl auf 1000 km, das sieht man doch. Selbst ein Zehntel macht ja schon eine mittlere Sauerei im Motorraum.

cheerio

Ich habe selbst auch noch eine solche Test möglichkeit gefunden
http://www.imotecgmbh.de/.../blauer_qualm.html

VDD ist in Ordnung, die Kerzen habe ich heute rausgenommen, sie sind absolut sauber und trocken. Oberhalb der Einlassventile sind minimal anheftungen von Öl zu finden - kann aber auch daher sein, weil ich die Schnauze voll hatte und dem Wagen sein doofes Öl bis über max reingefüllt habe.....

Im Moment kann ich all eure Tests leider nicht ausprobieren, weil die Steuerkette aufgrund eines Schaden am Kettenspanner abgesprungen ist. Meiner Meinung nach sind die Ventile zwar noch gerade, doch genaueres weiß ich erst, wenn ich mir überlegt habe, den Waren zu reparieren oder nicht. Einen neuen Kettensatz bekomme ich frühestens in 2 Wochen.
Vermutlich besteht auch ein Lagerschaden am 6. Zylinder.
Die Wolke kam definitiv beim Gasgeben, nicht danach.

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