Seat Ibiza 6j Diesel springt bei warmen Motor nicht an

Seat Ibiza 4 (6J)

Hallo liebes Motortalk-Team, vieleicht kann jemand helfen:

Seat Ibiza 6J Diesel    ca. 130-000 km gelaufen

Problem:

Motor springt kalt ohne Problem an.

Motor wird warm gefahren (mindestens 25min)

Motor wird abgeschaltet.

Direkter Neustart funktioniert.

5-10min später springt Motor nicht mehr an. Wird hier vielleicht der Anlasser „abgebrochen“ oder blockiert?

Orgelt nur kurz (1s lang), danach stumm, Schlüssel wurde durchgängig in "Startstellung" gehalten.

Keine Fehlermeldung.

Bei mehreren Versuchen, kommt Druck auf die Kupplung. Wenn Pedal losgelassen wird, bleibt Pedal etwas weiter unten hängen als normal.

Kann per Zug mit der Hand wieder "Normalstellung" gebracht werden und verhält sich dann normal.

Nach einiger Zeit springt er manchmal doch an, läuft aber unrund und nimmt kein Gas an.

Nach 30-60min springt er wieder normal an.

Es verbessert die Chancen, wenn beim Anlassen am Gaspedal gepumpt wird.

Keine Probleme mit dem Motor im laufenden Zustand.

Nebenphänomene:

Kurz bevor Wärme vom Motor in den Innenraum abgegeben wird, kommt es manchmal zu einem Klopfen aus der Lüftung danach schleifendes Geräusch. Danach kein Geräusch mehr.

Fehler Reifenkontrollsystem wird bei ca. jeden zweiten Motorstart im Display angezeigt (+ Meldeleuchte). Dieser lässt sich nach einigen Kilometern jedoch über das Menü quittieren, in dem man die Reifendrücke bestätigt.

Vorausgehende Reparaturen und Tests:

Januar 2022

Auf Autobahn liegen geblieben, Motor ging aus. Ließ sich nicht erneut starten.

VW hat lange gesucht und den Sicherungskasten im Motorraum als Ursache festgestellt und getauscht.

Die Leitungswiderstände seien durch Korrosion innerhalb des Kastens zu hoch gewesen. Keine anschließenden Probleme, gelegentlich Start-Stopp Probleme. Manueller Start jedoch immer möglich. [Rechnung S+K 04.02.2022]

Mai 2023

Tausch des Zweimassenschwungrades + Kupplung, wegen schleifender Geräusche beim Treten der Kupplung. [Rechnung Sulik 05.06.2023]

Nach dem zweiten Motorstart nach der Reparatur erschienen nach 1km die Meldeleuchten ABS + ESP außerdem meldete das Auto einen Fehler des Reifenkontrollsystems.

Das war auch die erste Fahrt, während der man den Motor nicht mehr warm starten konnte. Seit dem kein Motorstart im warmen Zustand möglich. Zufall oder Zusammenhang mit dem Tausch des Zweimassenschwungrades?

Der ABS Sensor wurde daraufhin getauscht und die Batterie. ABS + ESP waren danach okay. Aber das Auto zeigt weiterhin bei jedem zweiten Starten (auch kalt) den "Fehler Reifenkontrollsystem".

Motorstartproblem weiterhin vorhanden. [Rechnung Sulik 14.07.2023]

August 2023

Motor überhitzte bei ruhiger Fahrt auf der Landstraße.

Die Tage danach hielt ich den Motor über die Wärmeableitung (Heizung und Gebläse maximal) in den Innenraum kühl.

Nach einer Woche überhitzte er nicht mehr, es traten dafür die oben beschriebenen Klopf- und Schleifgeräusche auf, kurz bevor der Innenraum Motorwärme bekommt.

Dezember 2023

Thermostat wurde bei Inspektion getauscht, seit dem kein Überhitzen mehr. Klopfgeräusche treten jedoch noch auf. [Rechnung Autoservice Bremen 06.12.2023]

Werkstatt hat zudem Geräusche aus dem Getriebe festgestellt.

Januar 2024

Zweimassenschwungrad wurde von Sulik wieder als defekt diagnostiziert und erneut getauscht.

Auch wurde ein Kupplungszylinder getauscht. Jedoch aus Sicherheit, nicht weil als defekt befunden.

Schmidt + Koch hat auf Verdacht den Raildrucksensor getauscht, doch auch das hat das Startproblem nicht behoben. [Rechnung 17.01.2024]

Über einen Hinweis würde ich mir freuen. Vielen Dank im voraus

Uwe

8 Antworten

Wahrscheinlich Druckverlust im Krafststoffsystem: Ventil undicht in der Hochdruckpumpe oder am Rail → bei warmem Motor fällt der Druck schneller ab als gewohnt → nach 1 s Orgeln ist kein Diesel mehr da, ECU bricht Cranken ab.

Raildrucksensor wurde ja bereits gewechselt aber die Magnetventile oder Rückschlagventile könnten noch undicht sein.

Mir fällt noch Motortemperatursensor ein. Falsche Temp-Werte im warmen Zustand kann das Steuergerät die Einspritzung verweigern

Nebenbei kannst du den Kupplungspedalschalter kontrollieren. Wenn der Pedalanschlag tiefer „hängen bleibt“, wird die Startfreigabe evtl. nicht mehr sauber betätigt. Die ECU unterbricht das Anlassen nach kurzer Zeit.

Unwahrscheinlich aber CAN-Bus: Fehlfunktionen beim TPMS/ABS-Modul könnte Traffic blockieren und Fremdsysteme wie die Einspritzung oder den Starterblock schalten.

Ich würde Kraftstoffdruckabfall testen – lässt sich oft schon mit 15 € Manometer am Rail prüfen

und sonst

Spannungsversorgung vom Starter während des Orgelns messen

Rest müsstest du mitn Tester auslesen. Und da kann ne Werkstatt schon besser helfen

Oder man sucht über die VCDS-Liste einen hoffentlich freundlichen Anwender von VCDS, welcher einem das auslesen kann.

Vielen Dank für die Tipps,

wie wahrscheinlich haltet ihr einen Fehler bei den Injektoren?

Zitat:@Sparer65 schrieb am 2. August 2025 um 18:31:14 Uhr:
Vielen Dank für die Tipps,wie wahrscheinlich haltet ihr einen Fehler bei den Injektoren?

Ich gehe davon aus, dass zumindest eine Werkstatt sich bereits die Live-Daten der Injektor angeschaut und abgeglichen hat. Also ja wäre möglich aber ich vertrau mal drauf dass das ein Kollege bereits getan hat

Und sonst: Fragen kostet nix 😉 (auslesen schon😁)

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Hallo teetobolcar,

dann findet das VCDS weder "Ventil undicht in der Hochdruckpumpe" oder "Undichtigkeit am Rail" oder am Magnetventile oder Rückschlagventile?

Merkt das VCDS denn den Druckabfall im Kraftstoffsystem nicht?

Das System kann die Sensoren überwachen. Damit kann man sehe, wie der Druck sich ändert. Ob das System einen Fehler setzt, hat irgendein Ingenieur sich ausgedacht. Deshalb schaut sich ein versierter Mechaniker auch die Meßwerteblöcke an und bewertet die Veränderungen.

Dann brauche ich also einen versierten Mechaniker mit VCDS, das auch die Messwerteblöcke in lesbarer Form zur Verrfügung stellt?

Muss nicht VCDS sein. Normalerweise hat jede Werkstatt einen Computer, der die Live-Daten lesen kann. Kommt dann halt auf Firma+Mechaniker an ob diese weitergegeben und verstanden werden. Ich würde dir eine freie Werkstatt empfehlen, da diese sich hierbei oft besser auskennt. Kommt aber auf den Mitarbeiter und nicht auf die Firma! Meiner Meinung nach haben aber freie öfters Mechaniker, die sich mehr arbeit antun und sich auch besser auskennen.

Wir z.B. haben in der Firma einen von Bosch, VCDS und einen Kleinen zum programmieren. Aber alle haben Zugriff auf diese Daten wenn man sich auskennt. Wir zeichnen die Daten auch immer auf, werden draus schlau, drucken sie aus und vergewissern uns, dass wir nicht umsonst was verbauen. Hatten bisher echt selten Probleme mit dieser vorgehensweise. Dignose kostet dann halt mal 30-60 min. aber dafür tauscht man wirklich nur das was es zu 98% ist.

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