Scheibenbremsen beim Polo nachrüsten

VW Polo 4 (9N / 9N2 / 9N3)

Hallo Ihrs,
habe nen Polo 9N BJ 2006mit Trommelbremse hinten. Die Bremsen sind zwar allgemein nich die Prallsten, aber die Handbremse is bisschen gefährlich. Polo 9N hat gebremst 1 to anhängelast (bis 8% Steigung) und das gibt die Handbremse meiner meinung nach nich her. Man muss ja wenigstens dazu kommen, nen Hemmschuh unterzulegen bevor er abhaut. Meine Frage :
Hat jemand Erfahrungen (Trommel- o. Scheibenbremse hinten)
Was würde n Umbau auf Scheiben beim Örtlichen oder in ner Freien WS kosten (ohne Bremsflüssigkeit weil das sowieso laut Wartungsvertrag und Garantieverlängerung gemacht werden muss. Und vorallem: Würde der Umbau mein Problem lösen?

Siehe auch
Bremsen beim Polo echt mies

Thnx
T.

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Beim Umbau sind neue Bremsslauche (die von der Trommel sind anders) an der HA und Handbremsseile notig.

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🙂 Nicht Schlecht!! 🙂

Gruß von Heiko der schon wieder hier steht 😁

Zitat:

Original geschrieben von Master of Desaster


Hallo Ihrs,
habe nen Polo 9N BJ 2006mit Trommelbremse hinten. Die Bremsen sind zwar allgemein nich die Prallsten, aber die Handbremse is bisschen gefährlich. Polo 9N hat gebremst 1 to anhängelast (bis 8% Steigung) und das gibt die Handbremse meiner meinung nach nich her. Man muss ja wenigstens dazu kommen, nen Hemmschuh unterzulegen bevor er abhaut. Meine Frage :
Hat jemand Erfahrungen (Trommel- o. Scheibenbremse hinten)
Was würde n Umbau auf Scheiben beim Örtlichen oder in ner Freien WS kosten (ohne Bremsflüssigkeit weil das sowieso laut Wartungsvertrag und Garantieverlängerung gemacht werden muss. Und vorallem: Würde der Umbau mein Problem lösen?

Siehe auch
Bremsen beim Polo echt mies

Thnx
T.

Verstehe ich es richtig, dass du hinten auch Scheibenbremsen ranbauen willst???? Wenn ja rate ich dir davon ab! Dann müsstest du

beide Achsen neu berechnen und fertigen lassen, neuen Bremszylinder einbauen und das ganze vom TÜV abnehmen lassen...

Kurz gesagt, es wird sauteuer!

🙄 Hat er doch schon gemacht...

Ich bin jetzt nicht der Bremsenspezialist... aber kann mir nicht vorstellen das dies nicht funktionieren sollte

...UND wo kein Kläger.. da kein Richter 😁

Danke für die Antwort, aber:
TÜV-Abnahme is klar, aber wiso beide Achsen neu berechnen und fertigen lassen? Und was bedeutet "fertigen"

Thnx
T.

Trommelbremsen sind von der Bremswirkung nicht schlechter, als Scheibenbremsen, sie leiden nur wesentlich mehr unter Fading, da die Wärme schlechter abgeführt wird. Beim feststellen am Hang ist das aber egal, also entstehen durch die Trommelbremse keine Nachteile. Ich würde erstmal das Seil nachstellen lassen, so daß es bereits ab der 3ten doer 4ten Raste anzieht...

Zitat:

Original geschrieben von CaptainSlow


Trommelbremsen sind von der Bremswirkung nicht schlechter, als Scheibenbremsen, sie leiden nur wesentlich mehr unter Fading, da die Wärme schlechter abgeführt wird. Beim feststellen am Hang ist das aber egal, also entstehen durch die Trommelbremse keine Nachteile. Ich würde erstmal das Seil nachstellen lassen, so daß es bereits ab der 3ten doer 4ten Raste anzieht...

Das ist aber jetzt mehr Einbildung und gutes Zureden als wirkliches Wissen.

Scheibenbremsen "packen" mindestens doppelt so fest wie Trommelbremsen.

Das hat mit deinem angesprochenem "Fading" -was auch immer das genau sein soll- nicht`s zu tun.

Klar, auf Dauer halten Scheiben länger durch, weil sie besser gekühlt werden, aber das ist im "normalen" Stadtverkehr völlig irrelevant.

Fahr mal nen Polo mit beiden Varianten und du wirst den Unterschied merken.

Beim Trommler trittst du rein und bremst gemütlich vor dich hin.

Beim Scheibling trittst du rein und bekommst nen Schlag in die Fresse,

weil du die Bremswirkung nicht gewohnt bist un der auf einmal steht, was du nicht gewöhnt bist,

und das Gefühl hast, gleich in`s Lenkrad zu beissen.

btw. :
Wenn die Bremswirkung doch die gleiche ist, warum haben dann alle höheren Motorisierungen von Haus aus Scheibenbremsen ?
Komische Frage, oder ?


Also, erst eigene Erfahrungen sammeln, schlau machen und Statistiken lesen bevor du was ablässt.


Gruß.

Versehentlich DoublePost.

Bitte löschen.

Zitat:

Original geschrieben von DespiDevil


Das ist aber jetzt mehr Einbildung und gutes Zureden als wirkliches Wissen.
Scheibenbremsen "packen" mindestens doppelt so fest wie Trommelbremsen.
Das hat mit deinem angesprochenem "Fading" -was auch immer das genau sein soll- nicht`s zu tun.
Klar, auf Dauer halten Scheiben länger durch, weil sie besser gekühlt werden, aber das ist im "normalen" Stadtverkehr völlig irrelevant.

Fahr mal nen Polo mit beiden Varianten und du wirst den Unterschied merken.
Beim Trommler trittst du rein und bremst gemütlich vor dich hin.
Beim Scheibling trittst du rein und bekommst nen Schlag in die Fresse,
weil du die Bremswirkung nicht gewohnt bist un der auf einmal steht, was du nicht gewöhnt bist,
und das Gefühl hast, gleich in`s Lenkrad zu beissen.

btw. :
Wenn die Bremswirkung doch die gleiche ist, warum haben dann alle höheren Motorisierungen von Haus aus Scheibenbremsen ?
Komische Frage, oder ?


Also, erst eigene Erfahrungen sammeln, schlau machen und Statistiken lesen bevor du was ablässt.


Gruß.

Nein, das ist keine Einbildung, das ist wirkliches Wissen. Eine Bremse funktioniert dadurch, daß sie die Bewegungsenergie des Autos in Reibung und somit Wärmeenergie umsetzt. Und genau hier haben wir schon den springenden Punkt: eine Scheibenbremse gibt die Wärme einfach viel besser an die Umgebung weiter, als eine Trommelbremse. Warum das wichtig ist? Ganz einfach, wenn sich das Material erhitzt, dann verringert sich die Reibung zwischen der Bremsbacke und der Scheibe/Trommel. Die BRemse bremst also schlechter. Dies ist auch der wichtigste Grund für Scheibenbremsen, diese leiden darunter weitaus weniger, asl Trommelbremsen, eben weil sie wie schon erwähnt die Wärme besser an die Umgebung abgeben, als Trommelbremsen dies tun.

Bei einer Vollbremsung ist es ziemlich egal, was für Bremsen du hinten hast, die Hauptarbeit findet vorne statt. Wenn du nicht gerade aus 200km/h + runterbremst, werden die Trommeln hinten nie so heiß, als daß sie unter nennenswerten Fading leiden, deshalb amchen Scheibenbremsen ja auch bei großen und schnellen Autos irgendwann durchaus Sinn. Wenn du aber bei 50km/h in die Eisen gehst, ist das absolut egal.

Daß es sich "anders" anfühlt lässt eher auf eine andere Abstimmung der Beemsen schließen, nicht darauf, daß sie schlechter sind. Ich habe schon absolut identische Wagen gefahren (identische Motorisierung, identischer Typ und Baujahr) und die haben komplett unterschiedlich gebremst.

Kurz: Scheibenbremsen haben Vorteile, die sie an der Hinterachse erst bei hohen Geschwindigkeiten ausspielen können. Bei niedrigen Geschwindigkeiten wirst du da keinen Unterschied haben, dab ei starken Verzögerungen bis zu 80% des Gewichtes auf der Vorderachse lastet.

Und nun glaube es mir, oder lasse es halt bleiben, mir wurscht. Ich habe es von jemandem, der Kraftfahrzeugtechnik studiert und schon länger bei BMW gearbeitet hat. Er wird es wissen.

Zitat:

Original geschrieben von Master of Desaster


Danke für die Antwort, aber:
TÜV-Abnahme is klar, aber wiso beide Achsen neu berechnen und fertigen lassen? Und was bedeutet "fertigen"

Thnx
T.

Na ganz einfach, weil Scheibenbremsen eine andere Wirkung haben als Trommelbremsen... Das heisst beim Bremsen

verlagert sich dann auch die maximallast auf der Achse neu, wenn du hinten Scheibenbremsen hast. Bei geringer Geschwindigkeit

passiert da bestimmt nichts, bzw. du merkst nichts - ABER: Je höher die Geschwindigkeit, desto höher die Krafteinwirkung auf die Achse.

Das heisst du müsstest das komplette Bremssystem neu berechnen, will heissen: du brauchst eine minimaldicke der Bremsscheiben vorne

und eine minimaldicke der Bremsscheiben hinten, um das Fahrzeug "kontrolliert sanft" abbremsen zu können. Dieses müsstest du eben berechnen.

Hinzu kommt - wenn du es vernünftig machen willst - dass du die Achslast bei Bremsvorgängen neu berechnen lässt.

Dann bist du beim TÜV und bei deiner Versicherung wirklich auf der Sicheren Seite wenn du mal einen Unfall bauen solltest.

Jedoch ist eben der Nachteil, wenn du eine neue Achse fertigen - also von einen anerkannten Spezialisten bauen lässt - dass dieser eine

hohe Summe verlangen wird, da er erst einmal einen Ingeneur braucht um eben an die notwendigen Daten für die neukonstruktion deiner

Achse bzw. Achsen zu kommen.

Natürlich kannst du, wenn du Erfahrung hast, einfach hinten die Maximaldicke die es für Scheiben gibt hinten ranmontieren usw. Da greift nämlich

dann das Argument von Heiko190E! "wo kein Kläger.. da kein Richter " 😉

Aber wie gesagt, bau dann mal mit dem Fahrzeug einen Unfall... Es ist nicht immer so das die Versicherung einen Sachverständigen einschaltet,

sollten Sie dies dann aber trotzdem in deinen Fall dann machen, hast du ein Problem oder eine richtig gute Erklärung warum du Scheibenbremsen hinten

dran hast! 😁

Zitat:

Original geschrieben von CaptainSlow


Trommelbremsen sind von der Bremswirkung nicht schlechter, als Scheibenbremsen, sie leiden nur wesentlich mehr unter Fading, da die Wärme schlechter abgeführt wird. Beim feststellen am Hang ist das aber egal, also entstehen durch die Trommelbremse keine Nachteile. Ich würde erstmal das Seil nachstellen lassen, so daß es bereits ab der 3ten doer 4ten Raste anzieht...

Wenn du mit "Fading" auch den Nachlass der Bremswirkung durch Wärme meinst, solltest du diese Aussage nochmals überdenken 😉

Will dir aber auch nicht zu nahe treten!

Sorry, aber ich sehe mich jetzt doch mal gezwungen, mich hier einzumischen und ‘n paar Grundlegende Dinge zu klären. Meiner Meinung nach ist das Verhältnis zwischen Scheibenbremse und Trommelbremse wie folgt:

[0. Beim Bremsen wird kinetische Energie durch mechanische Arbeit umgewandelt. Es entstehen elastische Verformung (alle belasteten Bauteile), plastische Verformung (Bremsen- & Reifenabrieb) und thermische Energie durch Gleitreibung. Da diese Sachen Allgemeingültig sind, spielen sie bei der Betrachtung keine Rolle.]

1. Trommelbremsen haben eine wesentlich größere Materialoberfläche als Scheibenbremsen (Wir reden nicht von innenbelüfteten/ gelochten/ geschlitzten Bremsscheiben, da die an einer Polo-Hinterachse in der Regel nicht zu finden sind.) Folglich haben sie auch eine höhere Wärmeaustauschkapazität als Scheibenbremsen. Eine direkte Kühlung durch vorbeiströmende Luft ist bei beiden Systemen in Serien-PKW äußerst begrenzt. Allerdings gibt es im Inneren einer Trommelbremse eine Art Hitzestau, dem aber bei moderneren Systemen durch in Rotationsrichtung angelegte Schlitze entgegen gewirkt wird (wie Innenbelüftung von Scheibenbremsen). Bei Scheibenbremsen wird auch der Bremssattel „gekühlt“, allerdings arbeiten diese Systeme mit höherem Druck als Trommelbremsen, weswegen sie mindestens genau so heiß werden. Das ist aufgrund ihrer erhöhten Temperaturbeständigkeit aber kein Problem.

2. Bremsen von Serien-PKW verlieren unter zunehmendem Wärme-/ Hitzeeinfluss ihr Bremspotenzial Fading). Bremsscheiben bestehen heute in der Regel aus Stahl, Bremstrommeln Metallverbundmaterial (MMC) wobei als Metallmatrix meist Aluminiumlegierungen eingesetzt werden. Stahl ist dabei weitaus temperaturbeständiger als Aluminium. Grund zwei für die erhöhte Temperaturempfindlichkeit von Trommelbremsen ist die Physik.
Alle Materialien dehnen sich proportional zur Temperatur aus. Bei Scheibenbremsen greifen die Beläge von außen an die Bremsflächen (schieben sich zusammen) wohingegen bei Trommelbremsen die Bremsbeläge von innen an die Trommeln „greifen“ (schieben sich auseinander). Das heißt, dass die Bremsscheibe sich in Richtung der Beläge ausdehnt (saugt sich regelrecht an); die Bremstrommel aber entfernt sich durch die Durchmesservergrößerung von den Belägen. Der Bremsdruck lässt nach und das Pedal muss weiter getreten werden.

3. Trommelbremsen sind wesentlich verschleißanfälliger als Scheibenbremsen: Ist die Bremsfläche der Trommeln verbraucht, verringert sich deren Reibungspotenzial signifikant (betrifft auch die Handbremse) bei einer deutlichen Verschleißsteigerung der Beläge.

4. Fazit: Scheibenbremsen erreichen ihre bessere Wirkung einerseits durch die Materialgüte und andererseits durch den höheren Druck im Bremssattel (Radbremszylinder). Da heißt, dass sich Scheibenbremsen sowohl bei hohen Temperaturen als auch bei kurzen Gefahrenbremsungen als die Besseren erweisen.
Nochmal ganz explizit zum Artikel von CaptainSlow: Das mit der Abstimmung der Bremsen hab ich selbst schon vermutet und wollte folglich wissen, ob die bei verschiedenen Systemen (Vergleich Trommel-Trommel oder Trommel – Scheibe) sich unterscheidet.
Vollkommen identische Wagen können logischerweise unterschiedlich bremsen: Beladungs-/ Betankungszustand, Verschleißzustand der Bremse, Fahrgewohnheiten des Hauptfahrers (Viel-/ Wenigbremser, Stadtverkehr/ Landstraße/ Autobahn),… .
Das mit den Vorteilen bei hohen Geschwindigkeiten gehört gar nicht in diese Diskussion, weil es hier um die Hinterachse geht. Heißt: Hohe Geschwindigkeit – stärker bremsen; stärker bremsen – entweder durch ABS-Steuerung oder durch achslastabhängige Reglung mehr Bremskraft an die Vorderräder, um den besseren Grip durch eine dynamische Gewichtsverlagerung auszunutzen. Die Hinterachse wird bei der Bremsarbeit entlastet und somit spielt es bei höheren Geschwindigkeiten an der Hinterachse auch nicht die Riesenrolle, welches System verbaut ist. An der Hinterachse kann die Scheibenbremse ihre Wirkung am allerbesten bei Beladung/ Anhängerbetrieb oder langen Bergabfahrten ausspielen meiner Meinung nasch ist auch die Handbremse beim Scheibenbremssystem besser (kann ich aber nicht erklären).
PS: Werden bei BMW überhaupt noch irgendwo Trommelbremsen verbaut???

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