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Ruhestrom - Stromverbrauch bei Standzeiten

Tesla Model 3
Themenstarteram 6. Mai 2019 um 22:00

Habe heute ein Video gesehen, siehe auch hier was mich sehr gewundert hat.

Er sagt dort, dass er den Wagen 1 Tag nicht benutzt hat und 5% Akkuleistung verloren hat.

In der BA steht das der Wagen 1% am Tag verliert und man damit auch rechnen sollte.

Die 5% erscheinen mir sehr viel und auch nicht normal.

Da hätte man ja ordentlich Probleme wenn man in den Urlaub damit fährt und der Wagen einfach nur so stehen würde.

Hat damit schon jemand Erfahrung wie viel er so verliert, wenn der Wagen nur steht und ihn nicht nutzt?

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 7. Juni 2019 um 13:38

Sollte es jemanden vielleicht noch interessieren, hier mal der Ruhestrom-Verbrauch für 14 Tage und der Ablauf dazu.

Es lief nur die Tesla APP nichts anderes und habe auch nie zwischendurch den Wagen abgerufen, immer nur nach den Zeiten die aufgelistet sind.

 

21.05.2019 406 km (abgestellt)

22.05.2019. 401 km 24 Std. - Verbrauch 5 km

23.05.2019 400 km 24 Std. - Verbrauch 1 km

24.05.2019 395 km 24 Std. - Verbrauch 5 km

26.05.2019. 382 km 48 Std. - Verbrauch 13 km

28.05.2019. 369 km (Wächtermodus angeschaltet) 24 Std- Verbrauch 13 km

29.05.2019. 336 km (Wächtermodus ausgeschaltet) 24 Std- Verbrauch 33 km

30.05.2019. 335 km 24 Std. - Verbrauch 1 km

31.05.2019. 333 km 24 Std. - Verbrauch 2 km

01.06.2019. 329 km 24 Std. - Verbrauch 4 km

04.06.2019. 322 km 72 Std. - Verbrauch 7 km

Gesamtverbrauch nach 14 Tagen sind 84 Km.

Der Wächtermodus hat mich in 24 Stunden 33 Km an Reichweite gekostet und ich hatte das Gefühl, dass er nach 1 Woche weniger an Ruhestrom verbraucht hat.

So ist anzunehmen, dass er nach 1 Woche weitere Systeme runter fährt.

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@derJan82

Die Akkuanzeige über 24h auf 0,2% aus der entnommenen Energie genau zu halten ist technisch mit "Peanuts" zu realisieren. Im Wohnmobilbereich werden hierfür sogenannte Shunts eingesetzt, die z.B. bei 12V locker im Bereich von 1-2mA bis 300A messen können. Habe in unserem Womo so ein Teil verbaut und habe die Genauigkeit der Anzeige mehrfach reproduzierbar überprüft. Solche Shunts gibt es z.B. auch für 400V von der Stange für kleines Geld.

Weiß jetzt nicht, was genau Tesla für die Errechnung des Akkustands für Technik einsetzt, würde aber schon davon ausgehen, dass auch hier ein Shunt verwendet wird. Kann mir nicht vorstellen, dass die Kapa des Akkus nur irgendwie über Software ermittelt wird.

Was ich aber eigentlich mit meinem Post sagen wollte, wenn hier bei einem User von Phantomverbräuchen von 5kW/h in 24h die Rede ist, dann muss ein erhebliches technisches Problem vorliegen. Das entspricht ja der Energiemenge eines Heizlüfters 1kW im Dauerbetrieb 5h.

Diese sind weder mit Verlusten innerhalb der Zellchemie noch mit Remote-Erreichbarkeit eines Bluetooth-Empfängers zu erklären. Nur mal zum Vergleich. Auch im Womo habe ich einen solchen Bluetooth Remote-Empfänger für die Steuerung der Heizungsanlage verbaut. Der ist im Standby immer erreichbar und schaltet sich automatisch ein, wenn ich den über App anspreche. Im Womo habe ich eine nutzbare Akku-Kapa von ca. 1,1kW und ich kann den Remote-Empfänger auch im Winter locker über 6-8 Wochen auf Standby laufen lassen.

am 14. Juni 2019 um 12:51

Zitat:

@berschle schrieb am 14. Juni 2019 um 12:45:31 Uhr:

@derJan82

Die Akkuanzeige über 24h auf 0,2% aus der entnommenen Energie genau zu halten ist technisch mit "Peanuts" zu realisieren.

Du redest über die entnommene Energie - ich nicht. Es geht darum, dass die Anzeige suggeriert, dass du zu dem Zeitpuntk eine Reichweite von X Kilometern nach einer gewissen Berechnung hast - bzw. einen Akkustand von 23%. Dieser ist Abhängig von der Temperatur, vom Zustand des Akkus und und und. Und zu ermitteln wann ein Akku wirklich 100% geladen ist, scheint auch nicht so einfach zu sein (hat Panasonic mir erklärt, die da ja offenbar das Mass der Dinge entwickeln).

Fakt ist: Wenn es am Abend 5° kalt ist und du am nächsten Tag bei 15° 1km Verlust hast, hat der Wagen viel mehr verbraucht als dir suggeriert wurde. Weil Tesla eben versucht das in der Berechnung zu kompensieren. Das geht aber eben nicht auf 0.2% genau.

Zitat:

@berschle schrieb am 14. Juni 2019 um 12:45:31 Uhr:

Was ich aber eigentlich mit meinem Post sagen wollte, wenn hier bei einem User von Phantomverbräuchen von 5kW/h in 24h die Rede ist, dann muss ein erhebliches technisches Problem vorliegen.

Eben hier liegt IMHO das Problem. Du gehst davon aus, dass SoC und Verbrauch 1:1 zusammenhängen. Dem ist aber nicht so. Einfach mal in Zukunft Dein M3 Wagen im Winter draussen parken und berichten. Und 10 Grad machen schon einen Unterschied. Das sind Differenzen, die man in Mitteleuropa schnell erreicht. Genau deshalb zeigt die 2019.20 ja auch die Akkutemperatur an, wenn's wichtig wird ;)

Ja, ich rede von Verlusten durch aktive Verbraucher, weil ich den Verlust des Akkus in den Zellen über Nacht in 8h noch für viel weniger relevant halte. Eine Standard Lithium-Zelle verliert in 30 Tagen bei 20° ca. 3% der geladenen Energie. Ich denke man kann davon ausgehen, dass die neuen 21700er Zellen da eher besser sind. Das wären in 8h (3% / 30T / 3) 0,00033%. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Verlust in den Zellen bei sinkenden Temperaturen kleiner wird und mit steigenden Temperaturen steigt. Das heißt, diese Verluste sind eher bei über 30° relevant, als bei 10°.

Das zweite Thema, das du ansprichst, ist die Energie, die eine Zelle bei kalten Temperaturen zur Verfügung stellen kann. Hier ist hauptsächliche Ursache, dass der flüssige Elektrolyt dickflüssiger wird und deshalb die Ionen schlechter fließen. Das hat erst mal nichts damit zu tun, dass die Zellen an Leistung verlieren, sondern diese bei höheren Temperaturen eben schneller abgeben (und aufnehmen) können. Deshalb erwärmt Tesla nun die Zellen beim Anfahren eines Superchargers vor und kann somit schneller laden.

Wäre mal spannend zu wissen, was eine Lithium-Zelle an Kapa tatsächlich verliert, wenn sie z.B. von 20° auf 0° abgekühlt wird und dann wieder auf 20° erwärmt wird, habe da noch keine Zahlen gefunden. Die reduzierte Reichweite beim E-Fahrzeug im Winter dürfte aber nahezu ausschließlich auf die Heizung zurückzuführen sein, waren das nicht 4000-6000W maximale Leistung?

In jedem Fall dürften diese Faktoren bei der Frage nach Verlusten in den genannten Größenordnungen über Nacht (vor allem im Mai/Juni) so gut wie keine Rolle spielen.

am 14. Juni 2019 um 17:41

Zitat:

@berschle schrieb am 14. Juni 2019 um 17:30:29 Uhr:

In jedem Fall dürften diese Faktoren bei der Frage nach Verlusten in den genannten Größenordnungen über Nacht (vor allem im Mai/Juni) so gut wie keine Rolle spielen.

Wahrscheinlich drücke ich mich unklar aus, deshalb reduziere ich mal auf das Wesentliche: Wenn ich meinen Wagen im Winter nach der Arbeit draussen parke und am nächsten Tag 50km weniger Reichweite habe, heisst das einfach nicht, dass irgendein System eine Leistung bezogen haben muss. Das heisst einfach, dass der Akku hochgerechnet (inkl. Heizung und was weiss ich) weniger Reichweite liefert.

Zusätzlich es so, dass der Wagen bei kalten Temperaturen weniger effizient ist. Anbei die Daten meines Model S.

PS: Mein Akku Degeneration liegt nun bei etwa 3.5% - mir ist klar, dass über Nacht der Akku nicht 5% schlechter wird. Fakt ist aber: Die Akkuanzeige/Reichweitenanzeige suggeriert eine nicht vorhandene Genauigkeit.

am 14. Juni 2019 um 17:44

sorry - ich wollte etwas hinzufügen:

Dann so: Die Akkutemperatur, die du ja abfragen kannst, unterscheidet sich bei Feierabendsonne erheblich mehr von der am morgen, als du evtl. denkst. Auch im Mai/Juni. Das kannst Du am besten einmal selber checken.

am 14. Juni 2019 um 18:37

Und hier nochmal ein Auszug aus dem RAW Data Feed. Zu sehen ist hier eine Rekalibrierung der Akkuanzeige. Das Auto wurde (nach Rücksprache mit Tesla, Reparaturbericht ist auf MT) auf 100% hochgeladen (bzw. versucht). Ladung bricht bei 91% ab und um 11:27 Uhr meldet das Fahrzeug "Complete". Bis 11:50 Uhr startet das Fahrzeug selbstständig mehrfach neu (Auskunft Tesla) und rekalibriert die Akkuanzeige. Und zack: Um 11:51 Uhr sind 95% im Akku. Noch immer keine 100%, aber eben mal 4% mehr.

Gemäss Tesla ist Akku in Ordnung in die Anzeige des Akkus "normal". Die Auskunft war natürlich nicht gratis - kostete eine Arbeitsstunde. Rechnung darüber ist ebenfalls bei MT. Das einfach mal zu den 0.2% Genauigkeit ;)

Solche Auszüge habe ich mehrere - und belegbar mit Garantiebelegen und den Analysen, dass das normal ist.

Im Urlaub werde ich mein Model 3 ca. 2 Wochen in der Garage stehen lassen.

Mit welchem SoC sollte man ihn abstellen (größer 14%, kleiner 100%)? Oder ist es für den Akku besser, das Auto am Ladegerät (UMC, Schuko) hängen zu lassen?

Würde den nicht voll abstellen. So 75-80% sind mMn gut. Und ggf. das Dauer-Online deaktivieren.

Gruß

am 28. Juni 2019 um 17:29

Stell ihn noch niedriger ab. 20-30%

Themenstarteram 28. Juni 2019 um 17:36

Zitat:

@nolam schrieb am 28. Juni 2019 um 14:04:12 Uhr:

Im Urlaub werde ich mein Model 3 ca. 2 Wochen in der Garage stehen lassen.

Mit welchem SoC sollte man ihn abstellen (größer 14%, kleiner 100%)? Oder ist es für den Akku besser, das Auto am Ladegerät (UMC, Schuko) hängen zu lassen?

Habe mal wieder getestet und kann dir sagen, es kommt auch auf die Temperatur an.

Je wärmer es ist, um so mehr verbraucht er im stehen.

Denn die Lüftung springt viel öfters an und ich vermute mal, dass der Akku dadurch gekühlt wird.

 

Ich würde den Wagen bei ca. 80% stehen lassen.

Mir ist auch aufgefallen, wenn er zu voll ist, springt der Lüfter auch öfters an.

Muss noch ein paar Daten sammeln, dann werde ich sie mal hier schreiben.

Wäre auch gut wenn du mal in den 14 Tagen wo er steht beobachtest.

Sehr voll ist genauso schlecht wie sehr leer. Und der zieht ja auch bisschen was über die Zeit. Also würde ich den so um 3/4 SoC abstellen.

Wenn er (wie beschrieben) in der Garage steht, besteht ja sicher die Möglichkeit ihn im angeschlossenen Zustand abzustellen. Dann kann man ja einfach das Ladelimit auf den gewünschten Wert (ich würde 50% nehmen, aber bei 14 Tagen ist das alles sowieso kein Problem) einstellen und gut ist.

Da hat doch der Nyland aktuell ein Video zu. Model 3 vs Model X 10 Stunden über Nacht.

Allerdings mit „Klima an“.

 

https://m.youtube.com/watch?v=RANGH6isIeM

Falsch. Die durchschnittliche Leistung waren 1,5 kW bzw. 1kW. Der Verbrauch war natürlich viel höher im Zeitraum der ganzen Nacht. Die Autos standen ja nicht nur exakt eine Stunde rum.

Aber mir glaubt ja nie wer, dass man endlich mal den Unterschied zwischen kWh, kW und Wh/km behirnen sollte.

EDIT: Hey, Moment. Hat da wer heimlich editiert? Da stand doch gerade noch was vom Verbrauch von 1kWh in der Nacht.

Zitat:

@MartinBru schrieb am 29. Juni 2019 um 10:09:35 Uhr:

Falsch. Die durchschnittliche Leistung waren 1,5 kW bzw. 1kW. Der Verbrauch war natürlich viel höher im Zeitraum der ganzen Nacht. Die Autos standen ja nicht nur exakt eine Stunde rum.

Aber mir glaubt ja nie wer, dass man endlich mal den Unterschied zwischen kWh, kW und Wh/km behirnen sollte.

EDIT: Hey, Moment. Hat da wer heimlich editiert? Da stand doch gerade noch was vom Verbrauch von 1kWh in der Nacht.

Ja. Ich habe das editiert. Weil mir was falsch vorkam, habe ich nochmal nach geschaut und dann auch den Link gleich rein kopiert.

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