Rudeldruck bei Fahrzeugwahl

Toyota

Letztens sagte ein Bekannter folgenden Satz zu mir:
"Du könntest dir eigentlich auch einmal ein ordentliches Auto leisten, das Geld dazu hättest du doch."
Er meinte damit ein Fahrzeug der sogenannten deutschen "Premiumklassen". Er konnte nicht verstehen, dass ich meine Autos stark wirtschaftlich orientiert auswähle, und dass es mir sch**ßegal ist was der Nachbar drüber denkt. An dem Vorurteil der "Resteuropäer", dass in Deutschland das Automobil noch vor der eigenen Frau kommt, scheint also doch was dran zu sein. Die Frage ob sich jemand über das Auto definiert, würde hier aber wohl jeder mit NEIN beantworten. Eine seltsame Diskrepanz.

Sicher ist darum: Ein Toyota Massenmodell (Aygo, Yaris, Corolla, Avensis) eignet sich ganz sicher nicht als Egoverstärker. Was erlebt Ihr da mit Euern Toyotas im Bekanntenkreis?

Monegasse

72 Antworten

Zitat:

wenn ich beim hersteller und seiner bank kaufen könnte hätte ich auch gut vergleichbare konditionen von der geldseite her. leider ist das bei größeren fuhrparks mit auswahl nicht möglich, da jede gesellschaft wieder unterschiedliche verträge und rückgabemodalitäten hat. die freien leasinggesellschaften trauen sich aber an den braten nicht richtig ran. japaner, koreaner und dergleichen kommen daher zu astronomischen konditionen ins rennen. habe gerade den fall, dass einer zum (ersten mal!) einen lexus will. da die leasing den restwert so weit runter zieht ist der IS220d genauso teuer wie ein A6 avant 2,7 quattro mit ALLES und ein RX 400h hat das preisniveau eines S320 CDI mit fast alles.

Aber mal im Ernst... Ist es so verwunderlich, das Mercedes, BMW und Audi ihr Autos zu so Top-Leasingraten anbieten? Die haben sicherlich auch nichts zu verschenken, aber denen ist bewusst, das sie dieses Klientel brauchen... Habt ihr euch mal überlegt, wieviele S-, E-Klassen, A8+A6 und 7er Firmenwagen sind? ich denke mal das ist ein nicht unerheblicher Anteil, denn einen Neukauf dieser Fahrzeuge wäre wohl für nur einen recht kleinen Kundenkreis möglich. Daher versuchen diese "Premium"-firmen natürlich die Leasingraten extrem niedrig zu halten, um der Konkurrenz in diesem wichtigen Sektor keinen Fuss fassen zu lassen.

Zitat:

Der Sorento dürfte ja mal so ziemlich das einzige asiatische Fahrzeug sein das gebraucht schwer zu bekommen ist. Die Lieferzeit für neue Sorentos war ja auch enorm.

lol? das soll wohl nen Witz sein. Alleine um mal Toyota aufzuzählen: Mal versucht nen Mr-2 W20, ne Supra MKIII oder MKIV oder ne Gt-Four zu bekommen? Das sind Modelle die heute zum Teil mit 100km über ihrem damahligen Neupreis liegen... Asiatische Modelle sind zum Teil sehr schwer zu bekommen...

Zitat:

Also ich finde diesen Rudeldrang einfach nur lästig!
Ich würde ums verecken keinen VW fahren wollen....

Mmmhh... und ich finde disen Markenhass ums Verrecken lästig. Denn wenn es damals schon den GTI gegeben hätte, wäre er sicherlich in die engere Wahl gekommen, auch wenn ich eher auf japan. Wagen stehe 😉

Und warum machen das die anderen nicht? Etwa Lexus oder Jaguar?
Solange diese Autos nicht über den Preis verkauft werden, damit sich diese Käuferschicht für diese Autos auch nur anfängt zu interessieren, wird sich da nicht viel tun. Auf lange Sicht könnte sich das aber rechnen... wenn die Marke irgendwann etabliert ist, kann man auch die Preise wieder nach oben treiben...

Zitat:

Original geschrieben von Speed4Me


lol? das soll wohl nen Witz sein. Alleine um mal Toyota aufzuzählen: Mal versucht nen Mr-2 W20, ne Supra MKIII oder MKIV oder ne Gt-Four zu bekommen? Das sind Modelle die heute zum Teil mit 100km über ihrem damahligen Neupreis liegen... Asiatische Modelle sind zum Teil sehr schwer zu bekommen...

Na ja... aber der Vergleich hinkt... einfach deswegen, weil die damaligen Neuzulassungen so rar waren und die Autos einfach nur selten auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu finden sind...

Hat mit Qualität und Wertverlust eigentlich nicht viel zu tun...

Zitat:

Und warum machen das die anderen nicht? Etwa Lexus oder Jaguar?
Solange diese Autos nicht über den Preis verkauft werden, damit sich diese Käuferschicht für diese Autos auch nur anfängt zu interessieren, wird sich da nicht viel tun. Auf lange Sicht könnte sich das aber rechnen... wenn die Marke irgendwann etabliert ist, kann man auch die Preise wieder nach oben treiben...

Ich denke auch mal, dass es in Zukunft zumindest bei Lexus so kommen wird 😉 Aber im Moment sind sie noch etwas zu "klein". Lexus legt ein enormes Wachstum in D an den Tag und sobald das Händlernetzund die Absatzzahlen nen gewisses Limit erreicht haben, wirds sicherlich so weit sein 😉

na dann werden wir uns hier wieder versammeln und die Zulassungszahlen vergleichen 😁

Moin,

bleibt mal locker und giftet euch wegen Kleinigkeiten nicht an.

Ich denke, das dieser "Rudeldruck" der gemacht wird ... und sei es meistens auch nur unbewußt ... sehr viel damit zu tun hat, wie eine Marke nach aussen dargestellt wird und wie die Markenbindung sich darstellt.

Mit Toyota ansich werden zuverlässige, gute, treue Begleiter verbunden. Wenig individuell, alle Toyotas sind gleich trist und gewöhnlich.

Iss zwar Quatsch ... weil dadurch das vergleichsweise wenige davon rumfahren, kann der Toyota gar nicht gewöhnlich sein ... und trist waren Toyotas vielleicht in den tiefsten 80ern mal.

Der Golf dagegen wird vom Konsumenten anders wahrgenommen. Den Golf verbindet man unbewußt mit dem GT, GTI und seit neuestem mit dem R32 ... Folge ... alle Golfs egal wie lahm und pflegmatisch werden auf einmal sportlich... und die sind auch alle edel und toll ... ob der der gerade im Golf drin sitzt ... "nur" die 1.4er Basisvariante fährt, wo eigentlich nix drin iss ... iss uneheblich.

Das ist einfach der Punkt ... das die deutschen bzw. die europäischen Hersteller HIER eine lange Tradition haben, und es sehr geschickt verstehen diese Tradition zu transportieren und in Image umzuwandeln. Hersteller wie Toyota oder Nissan haben dagegen lange Jahre in der Tat reine Vernunftsautos angeboten, Spaßmaschinen die es auch gab ... kamen erst gar nicht zu uns, sondern blieben in Japan und kamen vielleicht noch in die USA. Mazda hat es da etwas einfacher und nutzt diesen Faktor auch aus ... und der Mazda Faktor der ein Wettbewerbswichtiger Vorteil ist ... heißt schlicht und einfach MX5 ... Mazda hatte den Mut den MX5 hier in Europa richtig zu positionieren und das Prinzip ist vollkommen aufgegangen. Toyota und Nissan haben sich dagegen sehr schwer getan ihre Spaßmaschinen hier an den Mann zu bringen. Der MR2 W1 kann quasi als Flop gelten, obwohl das ein sehr gute Sportwagen war, er kam nur in Punkto Design runde 10 Jahre zu spät, um noch richtig erfolgreich zu sein. Der W2 hatte um wirklich erfolgreich zu sein leider die falschen Motoren und wurde von der Konkurenz dann mangels Motorleistung in Grund und Boden gefahren. Die Supra hatte dagegen in der Turboversion einen Achtungserfolg ... leider konnte die MKIV nicht mehr anknüpfen, weil Toyota aus dem Auto eher einen GT gemacht hatte, als einen Sportwagen ... und der Wagen leider gegen die Konkurenz irgendwann den fahrdynamisch kürzeren zog. Das Schicksal haben aber auch Honda NSX, Nissan 300ZX und Mitsubishi 3000GT gehabt ... am Auto, am Styling und an den Innovationen lag es sicherlich nicht ... es lag eher daran, das man diese Autos nicht an geänderte Marktpositionen angepasst hat. Man hätte die Supra MKIV sicherlich attraktiver machen können, wenn man eine Version analog den Porsche Clubsportvarianten oder den RS Modellen gebracht hätte. Für den Besitzer dieser Autos aber im Gegenzug eine DANKENSWERTE Situation ... weil dadurch das es so wenige Autos gibt ... wird man diese Autos sehr gut los und bekommt auch ordentlich Geld dafür.

Nur man hielt diesen Markt nicht für wichtig ... und das sorgt für eine Sichtweise des Konsumenten die NICHT immer richtig bzw. aktuell ist.

Schlechte Autos baut Toyota weiss Gott nicht ... oftmals werden sie beim Konsumenten unter Wert geschlagen.

MFG Kester

Vielleicht kamen auch die häufigen ,,Facelifts'' bei den Deutschen nicht so gut an.

Das die Kundschaft (unbewußt) jeden Golf mit einem GTI oder sonstwas vergleicht - nun, daß halte ich doch eher für ausgeschlossen.
Und das Toyota gute Autos baut steht außer Frage.
Man braucht sich dazu nur den US Markt anzuschauen.
Aber USA und D sind halt 2 verschiedene paar Schuhe und bei der Käufer Clientel nicht vergleichbar.

Zitat:

Original geschrieben von Speed4Me


Daher versuchen diese "Premium"-firmen natürlich die Leasingraten extrem niedrig zu halten, um der Konkurrenz in diesem wichtigen Sektor keinen Fuss fassen zu lassen.

Naja, vielleicht liegt es ja auch an den höheren Restwert, dass die Premiumhersteller vergleichsweise nicht teurer sind beim Leasen.

DAs liegt nur daran das die Leasingraten der Flagschiffe massiv subventioniert werden.Das erste mal beim Neupreis und das zweite mal beim Restwert.Das sieht aber weder der Leasingnehmer,kann ihm auch egal sein noch muß das der Händler komplett ausbaden.Von der Methode kann sich kein Hersteller drücken wenn er bei den Autos der Chefetage im Geschäft bleiben will.Ein Bekannter hätte einen A8 billiger leasen können als es der A6 3.0 TDI kostet.Nur hätte er den A8 nicht vor den Kunden rechtfertigen können.Der A6 wird noch akzeptiert.Das gleiche Ergebnis hatte er bei BMW,Mercedes und nicht ganz so ausgeprägt bei Lexus.Der war aber schnell aus dem Rennen,kein Diesel,dünnes Werkstattnetz und bei seinen Kunden nicht so akzeptiert wie die europäischen Premiummarken.

Hallo,

bei mir ist jeder der Meinung, jeder sollte das Auto fahren was ihm am besten gefällt und wenn mich einer nach meinem Auto beurteilen würde, bzw nach seinem Aussehen, dann könnte man mich mit einem ungeschliffenem Diamanten vergleichen.
Meiner ist 10 Jahre alt und durch etliche Kratzer und Beulen gezeichnet, aber technisch 1a und wird auch wieder OHNE Mängel über`n Tüv kommen, wie die letzten 6 Jahre auch!

Wenn einer meint er muß nen BMW und Co fahren um sein Ego zu puschen, soll er doch, ich bin mit dem zufrieden was ich habe und das reicht zum glücklich sein, da ist mir egal was anderesagen.

Und sprüche von wegen Du hast genug Geld um dir was "besseres" zu leisten, was geht andere an was ich mit meinem Geld mache???
Ich kann den Teil ja auch anlegen um noch mehr Geld zu machen 😉

Mfg

Na ja was soll man denn das großartig zu sagen?

Die einen kaufen einen Toyota weil sie ein gutes Auto mit viel Ausstattung für wenig Geld wollen. Andere kaufen sich einen Opel weil allerlei technischer Schnick-Schnack wie adaptive Dämpfer usw. eingebaut werden können. Wiederum andere kaufen sich einen BMW weil sie Heckantrieb und Reihensechszylinder schätzen.

Von mir aus kann jeder das Fahren was er möchte und es wird auch jeder mit etwas anderem glücklich sein. Während einem BMW-Fahrer der Toyota zu unsporlich und soft ist findet der Toyota-Fahrer den BMW zu steril und sportlich gestylit. Jeder hat halt in dem Berreich einen eigenen Geschmack.

Es ist überflüssig sich darum zu streiten oder andere Marken schlecht zu machen. Einfach dem Menschen seine Individualität zugestehen. 😉

Moin,

Falsch verstanden 😉 Der GTI transportiert die Sportlichkeit. Durch die Leistungsstarken und sportlichen Ableger, wird die Baureihe aufgewertet. Anderes Beispiel ... beim Opel Manta war die Basismotorisierung mit zuerst 60 und später 75 PS die mit abstand am meisten verkaufte Variante und motorisch wie Fahrdynamisch ne echte Gurke ... trotzdem galt das Auto als sportlich und dynamisch ... weil auch diese Modelle von den Leistungsstarken GT/E, GS/E, GS/I Modellen mit 105 und 110 PS im IMAGE profitierten.

Soll heißen ... natürlich ist ein 75 oder jetzt 80 PS Basis-Golf nicht sportlich und nicht schnell. Aber er profitiert eben vom Image das GT, GTI und R32 aufbauen. Sieht bei Toyota aber z.B. im Fall Hybrid nicht viel anders aus. Toyota baut sich an der Stelle ein ökologisches Image auf, die Akzeptanz von Toyota in gewissen Kreisen ist in den letzten 2 Jahren MASSIV gestiegen. Menschen aus meinem Bekanntenkreis, die zuvor niemals einen Toyota in Betracht gezogen hätten kaufen jetzt einen mit der Begründung, das Toyota sehr ökologisch orientiert sei (auch wenn es sich nicht gerade um einen Hybriden handelt). Man sieht also, das Toyota und die Japaner allgemein in den letzten Jahren VIEL gelernt haben bzw. das gelernte besser umsetzen als zuvor. Sieht man auch an den geänderten Werbestrategien für Aygo und Yaris II (mit Abstrichen für den Avensis und Corolla Verso), die wesentlich frecher sind als früher und die sehr gut gemachte Imagewerbung für Hybrid und Lexus. Die eine Strategie transportiert Lebenslust und Spass am Leben, die andere sorgt für ein grünes Image und profiliert die Komforteigenschaften der Fahrzeuge, OHNE das Fahrzeug selbst zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Das steht im krassen Gegensatz zu früherer Werbung, wo ausschließlich für ein spezielles Modell und auf der Schiene Zuverlässigkeit geworben wurde.

Ich denke das Toyota eigentlich auf einem sehr guten Weg ist, die noch vorhandenen Nachteile zu beseitigen. Denn nur über Zuverlässigkeit und Preis ... wird sich auch Toyota in absehbarer Zeit gegen die Koreaner und vorallem in Zukunft die Chinesen schwer tun. Egal wie gut oder schlecht man selbst die Autos einstuft ...

MFG Kester

Zitat:

Original geschrieben von Cleandevil


Vielleicht kamen auch die häufigen ,,Facelifts'' bei den Deutschen nicht so gut an.

Das die Kundschaft (unbewußt) jeden Golf mit einem GTI oder sonstwas vergleicht - nun, daß halte ich doch eher für ausgeschlossen.
Und das Toyota gute Autos baut steht außer Frage.
Man braucht sich dazu nur den US Markt anzuschauen.
Aber USA und D sind halt 2 verschiedene paar Schuhe und bei der Käufer Clientel nicht vergleichbar.

Ok. Das ist deine persönliche Meinung zur Marktstellung und zum unbewußten Kaufverhalten beim Golf.

Ob das jetzt auf den Durchschnittsgolfkäufer😉 Max Mustermann zutrifft? Ich wage es mal zu bezweifeln. 🙂

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