Rostfreies Auto gegen Rostbomber W202 eintauschen?
Hallo,
ich fahre z.Z einen alten Citroen Xsara 1.8i Bj 1998. Das Auto fährt ansich noch recht gut. Mein Spritverbrauch liegt bei ca. 7Liter und es ist absolut rostfrei. Von unten sieht er noch absolut neuwertig aus.
Leider hat es seit geraumer Zeit ein paar Schwachpunkte :
- ziemlich hoher Ölverbrauch
- im Winter bildet sich viel Ölschlamm (weiß) trotz Langstreckenfahrt -> daher immer einmal im Jahr die Schläche mit Druckluft sauber gemacht.
- Klimaanlage defekt
- Sitzhalterung gebrochen, wenn ich schnell in die Kurve fahre, hebt mein Sitz seitlich ab :P
Nun habe ich die Möglichkeit mein Fahrzeug, über einen Verwandten gegen einen Mercedes C180 W202 Bj98 KOSTENLOS einzutauschen, bzw. er würde ihn mir schenken.
Der Daimler ist technisch in einem guten Zustand. Motor, Getriebe, Klima etc. alles funktioniert noch ( bis auf die Fernbedienung die spinnt manchmal).
Aber das Auto hat ein extrem großes Manko und zwar der Rost. Das Auto ist extrem verrostet, an nahezu allen Teilen der Karosserie ( Motorhaube, Heckklappe, Türen, am Seitenblinker etc.). An der Motorhaube ist auch schon fast ein Loch. Öl brauch der W202 so gut wie gar keins. Schaltung geht auch noch astrein. Die Federn sind vor paar Jahren mal durchgerostet, hier sind neue drin.
Mein Citroen hat 130.000Km drauf, der Mercedes 200.000Km...
Nun stehe ich vor der schwierigen Entscheidung, ob ich meinen absolut Rostfreien Citroen gegen diesen Mercedes eintauschen soll. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Beste Antwort im Thema
...lass es....mach den Xsara wieder feddisch und gut iss...
Grüße
41 Antworten
Zitat:
@Klingone007 schrieb am 09. Juni 2016 um 21:15:29 Uhr:
Das mit dem Sitzt könnte man in der Tat vielleicht schweißen. Klima, brauche ich ehrlich gesagt schon. Im Sommer verrecke ich schier, da ich leider sehr viel im Stau fahren muss.
Na das mit dem Schrottplatz meinte ich eher so das du da einfach hinfährst dir einen suchst und das Bauteil einfach ausbaust... habe ich früher für meinen Omega auch so gemacht z.b. in Hamburg bei Kiesow.
Mit schweißen wäre ich mir nicht so sicher ob das im Fall der Fälle so hällt wie es soll.
Das mit dem Ölschlamm würde mir halt Sorgen machen du fährst ihn ja scheinbar regelmäßig richtig warm.
10w 40 nach welcher Norm und wird wirklich abgelassen und nicht abgesaugt?
Wenn du denBenz übernimmst musst du halt umgehend was gegen den Rost tun dieses "Tüv runterfahren" hilft halt nicht wenn Technik top aber Karosserie durch ist... die Motoren halten halt länger wäre schade
Zitat:
@Amarok85 schrieb am 9. Juni 2016 um 22:10:45 Uhr:
Zitat:
@Klingone007 schrieb am 09. Juni 2016 um 21:15:29 Uhr:
Das mit dem Sitzt könnte man in der Tat vielleicht schweißen. Klima, brauche ich ehrlich gesagt schon. Im Sommer verrecke ich schier, da ich leider sehr viel im Stau fahren muss.Na das mit dem Schrottplatz meinte ich eher so das du da einfach hinfährst dir einen suchst und das Bauteil einfach ausbaust... habe ich früher für meinen Omega auch so gemacht z.b. in Hamburg bei Kiesow.
Mit schweißen wäre ich mir nicht so sicher ob das im Fall der Fälle so hällt wie es soll.
Das mit dem Ölschlamm würde mir halt Sorgen machen du fährst ihn ja scheinbar regelmäßig richtig warm.
10w 40 nach welcher Norm und wird wirklich abgelassen und nicht abgesaugt?
Wenn du denBenz übernimmst musst du halt umgehend was gegen den Rost tun dieses "Tüv runterfahren" hilft halt nicht wenn Technik top aber Karosserie durch ist... die Motoren halten halt länger wäre schade
Dieses "wäre halt schade" ist der interessante Unterschied zwischen Marken mit Status und Low-Budget Marken. 😁 (Schrottkarre bleibt Schrottkarre, selbst mit Stern drauf)
Zitat:
@Amarok85 schrieb am 9. Juni 2016 um 22:10:45 Uhr:
Wenn du denBenz übernimmst musst du halt umgehend was gegen den Rost tun dieses "Tüv runterfahren" hilft halt nicht wenn Technik top aber Karosserie durch ist... die Motoren halten halt länger wäre schade
Nein, der Rost ist ein Fass ohne Boden.
Da muss man ganz genau hinsehen, ob und was sich da noch lohnt rein zu stecken.
Dort würde auf alle Fälle erst einmal gelten "TÜV runterfahren" und in 1,5 Jahren müsste man dann schauen, ob man die Karre noch mal über den TÜV bringt bzw. wie viel man dafür rein stecken müsste.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 10. Juni 2016 um 08:08:42 Uhr:
Nein, der Rost ist ein Fass ohne Boden.
[...]
Im wahrsten Sinne des Wortes 😁. Ich habe mich gestern mal unter den Mercedes gelegt und ihn mir von unten angeschaut. Von unten sieht er eig. noch ganz gut aus. Der Rost ist halt an den Kanten und Falzen von Motorhaube, Heckklappe, Seitenblinker und Türe. Dort ist es am schlimmsten. Die Seitenteile und das Dach sehen noch sehr gut aus. Ich denke, bis er durchrostet, dauert es noch lange (hoffe ich).
Ich tendiere halt zum Mercedes, da die Klimaanlage dort super funktioniert. Er sich astrein fahren lässt, eine klasse Schaltung hat und auch so vom Durchzug her um Welten besser als meine Zitrone ist. Von innen sieht er auch noch sehr neuwertig aus.
Aber ich denke auch, dass es vernünftiger sein wird, meinen Citroen wieder auf Vordermann zu bringen - was aber auch nicht günstig wird. Was ich ganz vergessen hatte zu erwähnen, meine Motoraufhängung scheint auch einen Schaden zu haben. Wenn ich im ersten Gang etwas stärker beschleunige Knarrt der Karren aus allen Löchern. Es ist nur im ersten Gang beim starken beschleunigen. Getriebe funktioniert noch gut, daher schließe ich einen Getriebeschaden aus.
Ähnliche Themen
Zitat:
@Klingone007 schrieb am 10. Juni 2016 um 08:46:16 Uhr:
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 10. Juni 2016 um 08:08:42 Uhr:
Nein, der Rost ist ein Fass ohne Boden.
[...]
Im wahrsten Sinne des Wortes 😁. Ich habe mich gestern mal unter den Mercedes gelegt und ihn mir von unten angeschaut. Von unten sieht er eig. noch ganz gut aus. Der Rost ist halt an den Kanten und Falzen von Motorhaube, Heckklappe, Seitenblinker und Türe. Dort ist es am schlimmsten. Die Seitenteile und das Dach sehen noch sehr gut aus. Ich denke, bis er durchrostet, dauert es noch lange (hoffe ich).Ich tendiere halt zum Mercedes, da die Klimaanlage dort super funktioniert. Er sich astrein fahren lässt, eine klasse Schaltung hat und auch so vom Durchzug her um Welten besser als meine Zitrone ist. Von innen sieht er auch noch sehr neuwertig aus.
Aber ich denke auch, dass es vernünftiger sein wird, meinen Citroen wieder auf Vordermann zu bringen - was aber auch nicht günstig wird. Was ich ganz vergessen hatte zu erwähnen, meine Motoraufhängung scheint auch einen Schaden zu haben. Wenn ich im ersten Gang etwas stärker beschleunige Knarrt der Karren aus allen Löchern. Es ist nur im ersten Gang beim starken beschleunigen. Getriebe funktioniert noch gut, daher schließe ich einen Getriebeschaden aus.
....hmm, also, wenn das so ist, dann revidiere ich meine Meinung und sage, mach den Tausch.
Hol' Dir den Benz.
Zudem, wie ich das so lese ist die Entscheidung im inneren eh "pro" Benz gefallen, gelle ? 😉
Wegen dem Rost, das stimmt, es rosten im Grunde nur die "Blechteile", Unterboden, Achsen
sind wohl besser konserviert, als der Rest.
Und, zur Not holt mann sich halt die Karosserie-Teile vom Schrotti.. 🙂
Warum überhaupt "Tausch" od. ist das eher "geschenkt" ?
Warum will mann überhaupt tauschen ?
Bzgl. Ölverbrauch, 1l Öl auf 1.000km ist jetzt nicht soo viel, frag' mal die 1.8er & 2.0er TFSI Fahrer,
wieviel Öl deren "neue" Motoren so brauchen *g*.
Der Ölschlamm, der kann auch z.b. von einer versopften Motorentlüftung herkömmen..
Grüße
Zitat:
@spacechild schrieb am 10. Juni 2016 um 07:12:21 Uhr:
Zitat:
Dieses "wäre halt schade" ist der interessante Unterschied zwischen Marken mit Status und Low-Budget Marken. 😁 (Schrottkarre bleibt Schrottkarre, selbst mit Stern drauf)
Das ist ein rostiger C180 W202 ... wo das Status sein soll musst du mir mal erklären...
Mir ging es eher um die scheinbar völlig intakte Technik in Verbindung mit der braunen Pest, mir wäre funktionierende Technik lieber als Optik.
Zeige doch mal ein paar Bilder. Kantenrost hält man nicht einfach mit ein bisschen anpinseln auf ... wenn es dumm läuft, brauchst du noch vor Tüvablauf neue Teile. Bevor ich den nehme, würde ich mal alle kritischen Stellen massiv mit einem Schrauberzieher bearbeiten. Wo man durchsticht, wäre demnächst eh ein Loch gewesen.
Zitat:
Nun habe ich die Möglichkeit mein Fahrzeug, über einen Verwandten gegen einen Mercedes C180 W202 Bj98 KOSTENLOS einzutauschen, bzw. er würde ihn mir schenken.
Dann scheint ihr wohl beide der Meinung zu sein, damit jeweils das bessere 'Geschäft' zu machen. Irgendwie erinnert mich das an das Märchen vom 'Hans im Glück'.
Ich würde den Citroen weiterfahren und gut iss.
LG
weizengelb
@ Klingone007
Die Technik des 202 ist grundsolide, ET bekommt man sehr günstig (gebraucht oder z.B. TE-Taxiteile).
Das Rostproblem resultiert aus Mikroorganismen im Lackbad und trat bei allen Modellen mit der Einführung der wasserlöslichen Lacke auf. Besagte Bakterien bildeten sich nach einigen Tagen im Lackbad, so dass die ersten Fahrzeuge im Bad rostfrei waren und die späteren an den unmöglichste Stellen rosteten.
Theoretisch kann man das Problem lösen - bis auf das Metall abschleifen und komplett neu lackieren. 😉
Sinnvoller ist es aber, wenn man die befallenen Teile gegen gute Gebrauchtteile austauscht oder halt das Schweißgerät zückt.
Fazit - den MB am Leben zu erhalten dürfte sich eher lohnen.
Gruß
Frank
Wenn der W202 einfach durch Tasuch von Motorhaube, Türen, Heckklappe und Kotflügeln zu reparieren wäre ... warum soll der dann verschenkt werden? Angeblich sind ja keine anderen Teile vom Rost befallen ...
... aber Bilder will der TE ja nicht zeigen.
Einfach nur eine runde Teile tauschen, auch das geht ins Geld und macht richtig Arbeit. Dazu muss man sie erst mal in der passenden Farbe finden, sonst macht das noch mal richtig Arbeit. Und kaum hat man eines gemacht, dann kommt ein anderes ... Fass ohne Boden eben.
Zitat:
@Klingone007 schrieb am 9. Juni 2016 um 11:24:58 Uhr:
Nun stehe ich vor der schwierigen Entscheidung, ob ich meinen absolut Rostfreien Citroen gegen diesen Mercedes eintauschen soll. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Die Entscheidung solltest du einzig und allein davon abhängig machen, wie gut du deine Fähigkeiten im Umgang mit Blechabkantbank und Schutzgasschweißgerät einschätzt.
Der typische Mangel an dem Xsara-Motor ist die Kurbelgehäuseentlüftung. Erkennt man leicht an weissem Schlamm, Eine defekte ZKD würde eher weissen Rauch aus dem Auspuff und Öl im Wasser verursachen.
Schau nach ob der dicke Entlüftungsschlauch zum Ventildeckel und zur Einspritzung noch frei ist, durch diesen läßt er normalerweise den wasserdampf ab.
Der Schlauch ist nicht zu verfehlen der dicke schlauch, ist auch nur gesteckt, zu finden direkt unter der ansaugbrücke, mittig motor. Wenn er brüchig ist, kaufst nen neuen. Kostet kein Vermögen.
Verschleissteile für den Xsara sind jedenfalls sehr günstig.
Der Xsara gilt als zuverlässig und sehr gut gegen Rost geschützt. Da Du Dein Auto offensichtlich nicht regelmäßig wartest, wirst Du auch am Daimler rasch einen Reparaturstau erzeugen. Also ich würde mal den Schlauch reinigen und die Klima befüllen und den Pollenfilter tauschen. Das kannst Du (bis auf die Klimabefüllung) selbst machen, für kleines Geld. Und dann entscheiden.
Rostbekämpfung - jedenfalls eine dauerhafte - hört sich für mich weit aufwändiger an.
Zitat:
@ricco68 schrieb am 13. Juni 2016 um 22:14:14 Uhr:
Der typische Mangel an dem Xsara-Motor ist die Kurbelgehäuseentlüftung. Erkennt man leicht an weissem Schlamm, Eine defekte ZKD würde eher weissen Rauch aus dem Auspuff und Öl im Wasser verursachen.
Schau nach ob der dicke Entlüftungsschlauch zum Ventildeckel und zur Einspritzung noch frei ist, durch diesen läßt er normalerweise den wasserdampf ab.
Der Schlauch ist nicht zu verfehlen der dicke schlauch, ist auch nur gesteckt, zu finden direkt unter der ansaugbrücke, mittig motor. Wenn er brüchig ist, kaufst nen neuen. Kostet kein Vermögen.
Verschleissteile für den Xsara sind jedenfalls sehr günstig.Der Xsara gilt als zuverlässig und sehr gut gegen Rost geschützt. Da Du Dein Auto offensichtlich nicht regelmäßig wartest, wirst Du auch am Daimler rasch einen Reparaturstau erzeugen. Also ich würde mal den Schlauch reinigen und die Klima befüllen und den Pollenfilter tauschen. Das kannst Du (bis auf die Klimabefüllung) selbst machen, für kleines Geld. Und dann entscheiden.
Rostbekämpfung - jedenfalls eine dauerhafte - hört sich für mich weit aufwändiger an.
Mein Xsara bildet im Öldeckel und am von dir erwähnten Entlüftungsschlauch massiv weißen Ölschlamm. Daher habe ich immer einmal im Jahr den Ölschlauch mit Druckluft gereinigt. Da kommt immer sehr viel Schlamm. Öl im Wasser habe ich jedoch keins.
Klimabefüllung habe ich erst machen lassen, aber meine Klimaanlage scheint undicht zu sein oder der Kompressor ist kaputt, das muss ich noch austesten.
Zudem brauche ich alle 2-3 Jahre einen neuen Auspuff, da dieser das einzige ist, was am Xsara rostet. Der dafür umso mehr 😁.
Den Ölschlamm vermeidet man am besten, wenn man wenig Kurzstrecke fährt und den Ölstand nicht bis zum Maximum auffüllt (höchstens zur Hälfte zwischen Min und Max). Ich würde auch auf Verdacht einen neuen Öleinfüllstutzen kaufen - wenn der undicht ist, bildet sich dort auch Ölschlamm.
Ich vermute, Du bist Laternenparker. Dann ist das Problem der Ölschlammbildung nach Frostnächten stets besonders groß. Und bei viel Öl kann die Kurbelwelle viel Schaum schlagen.
Die Klima dürfte ein Bosch-Laden für relativ kleines Geld mit neuen Dichtungen und Dichtringen wieder dicht bekommen.