Restaurierung – wo anfangen?

Mercedes W114/115 W114/W115

Ich würde gerne - langsam und ohne Hektik - meinen 220 D /8 wieder herrichten. Falls überhaupt möglich…

Das Auto stand fast 20 Jahre lang, gestartet wurde es das letzte Mal wohl vor 6-7 Jahren, vielleicht mehr, vielleicht weniger.

Ich wäre gerne damit ein paar Runden gefahren (auf privatem Gelände) aber das ist anscheinend nicht möglich: Alles scheint festzustecken. Beim Drücken auf die Bremse hört man die Bremsflüßigkeit heraustreten, wahrscheinlich sind die Leitungen und vieles andere irgendwo undicht. Kupplung bzw. Gas lassen sich auch nicht wirklich mehr drücken.

Darf ich den Motor nach so langer Zeit starten? Ich weiß gar nicht ob das geht, oder ob das gefährlich sein könnte (Feuer oder was auch immer wegen undichten Leitungen). Der Ventilator ist vorne blockiert - man kann ihn mit der Hand nicht drehen - aber ich glaube das liegt aufgrund der Kompression, weil es ein Diesel ist.

Äußerlich und innerlich ist das Fahrzeug ganz ok. Es gibt nicht wirklich etwas zu tun, die Arbeit liegt wohl eher unter der Haube bzw. da wo die Technik ist.

Was sind die ersten Schritte, die ich machen kann? Ich habe schon mehrere Profis hergeholt, aber die konnte mir nicht wirklich weiterhelfen. Nur Dinge sagen, die mir schon klar wurden. Ich glaube die meisten waren einfach neugierig und wollten sehen, was da steht. 😛

Also – wie lautet der erste Schritt? 🙂 Was soll ich tun?

Beste Antwort im Thema

Tipp an den Themenstarter....lass die Finger komplett von Motor und irgendeiner Technik...du scheinst nicht den geringsten Schimmer zu haben....wer eine Verschraubung von Ölleitungen mit Kurbelwellenzentralschraube verwechselt oder nicht weiß was überhaupt gemeint ist sollte besser jemanden dazu holen der wenigstens ein bisschen Ahnung hat, sonst macht man mehr kaputt als heile!!!

159 weitere Antworten
159 Antworten

Zitat:

@Serj schrieb am 2. Mai 2016 um 19:10:40 Uhr:


Abend.

Der Hacken ist dass KTL nur eine Grundierung ist. Der Wagen muss dann "nur" noch von Innen und Aussen geschliffen, gefüllert, abgedichtet + Unterbodenschutz und lackiert werden. Und es macht kaum einer weil es doch ziemlich teuerer Spaß ist. Ich weiss nicht von wem der Preis ist (+- 5 ), ich kenne Preise um die 10 + Zusatzarbeiten. Dazu kommen noch Instandsetzung und Lack.

Kennst du schon die Seite?

http://www.carblast.de/

Ziemlich viele Infos zu deinem Vorhaben mit Beispielen.

MfG Serj

P.S. Wenn dir einer das ganze Auto komplett SANDstrahlt, kannst du dein Auto und alle Anbauteile wegschmeißen, weil es dann zur 1000000% so stark verzogen ist, dass es kaum jemand noch gerade machen könnte. Mann könnte mit Soda strahlen, machen aber nicht viele. Es gibt noch mit Korrund, Glasperlen, etc ...

Danke, dass ist was ich hören wollte: KTL ist also keine Lackierung! Ich war dadurch verwirrt, weil es ja für "kathodische Tauch

lackierung

" steht, ist aber wohl auch eine Form der Lackierung.

Ergibt ja Sinn, dass die kein Becken voll mit meiner gewünschten Farbe füllen werden, die sie dann wegwerfen können.

Carblast kenne ich, und habe auch schon einige Angebote von ihnen bekommen. Die Videos sind auch ganz gut!

Bezüglich Sandstrahlen: Ich war bei einer Firma, die solche Arbeiten durchführt, und sie haben mir das Strahlen mit Sand vorgeschlagen. Es gab auch andere Materialien, aber sie meinten Sand wäre am Besten geeignet. Sie haben mir versichert, dass sie das Fahrzeug so strahlen, dass nichts verzogen wird. Und haben mir auch gleich ein paar Beispiele gezeigt. Ich bekomme eine Garantie darauf, dass die Metallteile keine Verzerrungen aufweisen werden (außer die, die bereits vorhanden waren). Das klang für mich somit recht attraktiv, jedoch löst es nicht das Problem der Hohlräume. Der Preis hätte sonst gepasst. Waren irgendwo 1500-1700 Euro.

Dellen würde ich gerne von einem Spengler verarbeiten lassen. Spricht, keine Spachtelmasse, etc.

Zitat:

@keulinchen schrieb am 2. Mai 2016 um 19:22:55 Uhr:


hatte mal was von trockeneisstrahlen gehört. taugt das was? das macht die werkstatt von meinem bruder, in def ich jetzt war für kleinere arbeiten.
gruss stefan

Davon habe ich auch schon gehört, wurde mir von Carblast für die Reinigung vom Unterboden vorgeschlagen, nur habe ich den Unterbodenschutz ja jetzt schon weg.

Abend,

Sandstrahlen - die strahlen dann wohl nicht mit Sand. Beim Sandstrahlen wird sehr viel Hitze durch Reibung freigesetzt und dann kommt auch noch mechanische "Beschädigung" der Oberfläche dazu.

Trockeneisstrahlen - gefrorenes CO2 ist nur für Unterbodenschutz, Dichtmasse, Ölreste am Motor z.B. geeignet. Es entrostet kaum, es entlackt kaum ( so weit ich weiß ). Damit reinigt man auch die Sitze und Verkleidungen von Flecken.

MfG Serj

Hallo,

also es war auf jeden Fall Sand, ich war sogar dabei als ein alter M3 sandgestrahlt wurde. Sie meinten sie könnten die Körnung frei wählen sowie natürlich auch den Druck einstellen, und dass sich somit sandstrahlen ließe, ohne Verzerrung zu verursachen. Die sind auch die einzigen, von denen ich das gehört habe, andere Unternehmen meinten ebenfalls, es wäre nicht möglich. Aber da es ein wirklich riesiger Betrieb ist, kann es ja sein, dass sie es besser können, als andere.

Sie haben jede Menge großer Aufträge, z.B. werden dort auch Neuteile für Volvos sandgestrahlt. Ich kann jetzt nicht sagen, welche Teile das waren (weiß aber noch, wie sie aussahen), die direkt aus der Fabrik kamen, und mit winzigen Metallteilen versehen waren. Damit diese nicht in den Motor oder sonst wo beim Auto gelangen, wurde diese Firma beauftragt, die Neuteile sandzustrahlen, damit sie glatt und sauber sind. Schon verrückt. War ganz schön erstaunt, als ich das gehört hatte. Aber überhaupt das Gelände ist riesig und was dort herumsteht auch beeindruckend.

Abend,

es kann gut sein dass die es besser können als andere. Technischer Fortschritt bleibt ja nicht stehen. Deine Erklärung klingt plausibel, aber wie du sagst - die Hohlräume bleiben rostig...

MfG Serj

Jop. Womöglich kann sie ja mein Schweißer doch öffnen, und dann wieder zuschließen. Im Grunde sind das keine heiklen Stellen. Über die A-B-C-Säulen kommen ja Himmel bzw. die Kunststoffabdeckungen drüber. Über die Schweller ebenfalls eine Kunststoffleiste sowie die Seitenteppiche. Vielleicht doch keine so schlechte Idee?

Abend

Schweißen ist immer eine schlechte Idee - jede Schweißnaht ist eine potenzielle Fehlerquelle. Egal wie man es schützt. Aber oft geht es halt nicht anders. Deswegen steht auch in deinem Angebot nochmal entrosten. Ich vermute mal dass die Karosserie nach den Zusatzarbeiten nochmal für kürzere Zeit in den Becken getaucht wird, um Flugrost und Zunderreste vom Schweißen zu entfernen. Ganz sicher bin ich aber nicht.

MfG Serj

Ja, mit den Schweißnähten hast du vermutlich recht.

Nun, ich habe jetzt definitiv festgestellt, dass in meinen Hohlräumen, zumindest in der C-Säule, Rost zu finden ist. Liegt wohl an der Luftöffnung, die sich dort befindet.

Mir fällt also nichts anderes ein, als so eine Tauchbadentrostung durchzuführen. Ich habe nicht wirklich eine Wahl, wenn ich es richtig machen möchte. Es sei denn, jemandem fällt eine alternative Idee ein.

Leonam: Ich habe deinen Thread wirklich aufmerksam gelesen. Was hälst Du von einem Mittelweg zwischen RICHTIG Geld ausgeben und später das perfekte Auto haben (was ich absolut rühmlich finde!) und einem bezahlbaren Weg bei dem man halt in Kauf nimmt, dass irgendwo wieder mal Rost auftaucht? Perfektion ist nichts was ich nicht gutheisse, ich finde aber wer sich so ein Projekt ans Bein bindet und einen schicken alten Mercedes fahren möchte, det muss damit rechnen, dass seine "Todo-Liste" nie aufhört. Natürlich kann ich verstehen, dass Du gerade jetzt alles richtig machen möchtest. Aber wenn dein Budget nicht UNENDLICH ist, sollest Du dich vielleicht mit den besten Kompromissen zwischen Budget und Resultat anfreunden. Just my 2 cents... und Chapeau vor deinem Projekt 🙂 - ich kauf die lieber am Stück 😁

Gruss Stefan

Zitat:

@keulinchen schrieb am 8. Mai 2016 um 20:04:10 Uhr:


Leonam: Ich habe deinen Thread wirklich aufmerksam gelesen. Was hälst Du von einem Mittelweg zwischen RICHTIG Geld ausgeben und später das perfekte Auto haben (was ich absolut rühmlich finde!) und einem bezahlbaren Weg bei dem man halt in Kauf nimmt, dass irgendwo wieder mal Rost auftaucht? Perfektion ist nichts was ich nicht gutheisse, ich finde aber wer sich so ein Projekt ans Bein bindet und einen schicken alten Mercedes fahren möchte, det muss damit rechnen, dass seine "Todo-Liste" nie aufhört. Natürlich kann ich verstehen, dass Du gerade jetzt alles richtig machen möchtest. Aber wenn dein Budget nicht UNENDLICH ist, sollest Du dich vielleicht mit den besten Kompromissen zwischen Budget und Resultat anfreunden. Just my 2 cents... und Chapeau vor deinem Projekt 🙂 - ich kauf die lieber am Stück 😁

Gruss Stefan

Danke für deine Nachricht. 🙂 Dass es mehr kosten wird, als das Auto womöglich wert ist (oder mindestens genauso viel) ist schon klar. Da das Fahrzeug aber ein Familienerbstück ist, und ich weiß, dass ich es nie verkaufen werde, versuche ich keinen Gewinn daraus zu schöpfen oder mich mit dem Fahrzeug für die Zukunft finanziell abzusichern (Sprich: Wertanlage)! Es würde zu sehr weh tun, dass Auto zu verkaufen 😉 - kann ich nicht…

Ansonsten habe ich nichts gegen einen Mittelweg – wenn du mir sagst, welcher Weg das ist? 🙂

Es ist so, dass ich das Auto ziemlich sicher jeden Tag fahren werde. Zumindest eine Zeit lang. Zwar sehne ich mich eigentlich nach einem viel schnelleren Auto - gerade jetzt, wo ich jung bin, würde ich gerne die "Sau raus lassen" - aber da ich hauptsächlich Stadt fahre, denke ich, dass ich mit dem /8 ganz gut im Verkehr mithalten können werde, und es ist wie ich finde ebenfalls ein tolles Auto, eine "Besonderheit" im Straßenverkehr 😁

Nur wenn ich dann tatsächlich täglich damit fahre – also auch im Winter, und am Meer, etc. – dann muss das Auto wirklich gut restauriert sein. Gerade vor Rost möchte ich ihn besonders gut schützen. Es soll quasi ein neues Auto werden. Mit dem ich im Winter fahren kann, und mit dem ich auch am Meer fahren kann. Ich verbringe nämlich auch am Meer viel Zeit, und die salzige Luft wird auf jeden Fall etwas sein, was die Karosserie wieder strapazieren wird.

Schade würde ich es nicht finden, mit ihm zu fahren: Man kann es ja als quasi neues Auto betrachten, und sollte es irgendwann zum Restaurieren sein - wer weiß, vielleicht machen das dann meine Kinder… 😁 Irgendwann … 😁

Aber es soll auf jeden Fall kein Auto werden, welches nur von Außen schön ausschaut und irgendwo das ganze Jahr in einem Museum steht, und auch keines, dass nur an ein paar Sonntagen im Jahr rausgeholt wird. Der /8 ist ein Arbeitstier, genau das soll er dann auch tun. :P

Du stehst genau an dem Punkt, an dem ich auch stand mit meinem 123. Es war der Zeitpunkt: willst du ihn behalten, dann muß alles gemacht werden was nach Rost aussieht oder du stößt ihn wieder ab. Ich habe mich, wie du, für die erste Variante entschieden. Allerdings ist meiner Hobby, aber in den habe ich schon zu viel Herzblut investiert. Wünsche dir viel Erfolg.

Deine Antwort