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Rat zu DEKRA C/CE Qualifikation

Themenstarteram 14. November 2009 um 1:41

Hallo an all die Trucker und Fahrlehrer da draußen.

Ich bin ratlos und habe das Gefühl übers Ohr gehauen zu werden und hoffe, hier hilfe zu bekommen.

Bitte lest Euch den schon etwas längeren Beitrag komplett durch, ich Danke euch.

Erstmal zu Mir. Ich bin 27 Jahre alt und war bis Ende 2001 als Sanitätssoldat im Grundwehrdienst tätig und habe dort schon versucht die Führerscheinklasse B/C/CE zu machen. Inklusive Gefahrengut und Sonder Transport. Da mein Termin für die Fahrschule auf den Februar 2002 (Also nach ende des Grundwehrdienstes) gesetzt wurde und ich mich nicht in der Bundeswehr verpflichten konnte, war der Traum ein Trucker zu werden geplatzt. Nach der Bundeswehr war ich Arbeitssuchend und habe durch Sparen und Ratenzahlung meinen Klasse B schein gemacht. Bin dank meinem Führerschein und Auto von einer Leiharbeitsfirma in die Nächste gewandert und war zwischendrinne 2-3 Jahre wieder Arbeitssuchend. Zu diesem Zeitpunkt habe ich unzählige Weiterbildungsmaßnahmen besucht und den Staplerschein gemacht. Vom ersten Tag an beim Profiling in der ARGE aber schon darum gekämpft meinen C/C1E/CE zu machen. Alles ohne erfolg. Später wieder Leiharbeit und nun wieder seit knapp zwei Jahren Arbeitssuchend.

Nun wurde ich aber endlich angehört und habe heute meinen Bildungsgutschein erhalten mit dem Vermerk, meine Kraftfahrer Qualifikation zu C/CE bei der DEKRA Akademie GmbH in Dillenburg zu machen. Zuständiger DEKRA Hauptsitz ist in Siegen.

Durch eigenrecherche habe ich ein Auge auf die Ferienfahrschule Schneider in OLPE/Biggesee geworfen, wo mir telefonisch und schriflich vermittelt wurde, was ich lerne und das die ARGE das ebenfalls über den Bildungsgutschein fördert. Jedoch mochte das die ARGE nicht da die mir so viel Stoff wie möglich mitgeben will.

Meine grundlegende Ziele sind: C/CE mit ADR und Kranschein und Qualifikation im Güter-/Frachtverkehr.

Meine zusätzlichen Ziele sind: Direkt im Anschluß an die FS Ausbildung mehrere Praktika zu machen, um einsteiger Berufspraxis zu sammeln und bessere Chancen in der Jobsuche zu bekommen.

Jetzt das was mir Angst macht:

Meine vorletzte Witerbildung nannte sich "Sprach und Bildung" und ich bin Deutscher und meine Familie stammt keiner Ausländischen Familie ab. Ich war neben einem Kollegen in dieser Weiterbildung auch der einzigste Deutsche in der Maßnahme. Dort wurde ein Staplerschein gemacht und wie sich dann nach der Weiterbildung in der Berufspraxis rausstellte, war der Müll und ich durfte den weder Indoor noch Outdoor verwenden.

Jetzt vor kurzem war meine letzte Weiterbildung und dort durfte ich mich einmal die Woche vor eine Psychologin und Dozentin setzen und mich Quälen lassen. Absolut mangelhafte Hilfe bei der Arbeitsmarkt integration und Jobsuche, was wiederum das Gegenteil der Ziele dieser Maßnahme darstellt.

Jetzt bekomme ich meinen Bildungsgutschein und bin sehr sehr Dankbar und überglücklich das ich den machen darf. Doch die DEKRA macht mir aus folgenden Gründen angst:

- Postitive sowie Negative meinungen über die DEKRA Akedemie und deren Ausbildung / Qualifizierungs-Lehrgänge

- Inhalte in der Qualifikation welche ich bereits zehnfach durchkauen musste und nicht wirklich erforderlich für die C/CE Qualifikation sind.

Leider kann ich nicht auf die korrekten Details zu dem Unterichtsinhalt C/CE eingehen, weil die DEKRA nichtmal in der Lage war, mir darüber Papiere aus zu händigen. Diese gaben mir legiglich ein Informationsblatt für Transport- und Lagerlogistik QualifizierungsCenter EU-Kraftfahrer Fachrichtung B/C1E mit. Mir wurde versichert das der Inhalt nahezu identisch sein soll.

Zu diesem Informationsdruck gab man mir das Handbuch VVR - Lehrbuch aktuell - LKW fahren C C1 CE C1E mit. Durch dieses Buch wurde ich nochmals auf unterschiede aufmerksam, welche mir schon im Vorgespräch komisch vorgekommen sind. Zum einen das ich für einen CE Führerschein mit ADR und Kran sowie Staplerschein, sechs Monate jeden Tag von 8:00 Uhr bis 15:15 Uhr in die Dekra muß. Zum anderen, das ich mit zwei anderen Herren der einzigsten C/CE Schüler bin von inzgesamt 12 Kursteilnehmer, welche ganz andere Fachrichtung machen. Teils B Klasse und Teils Lager Logistik womit ich garnichts am hut habe.

Folgender Unterrichtsstoff soll meinen Kurs laut DEKRA betreffen:

- Grundlagen der Fahrphysik und Ladungssicherung

- Fahrzeugtechnologie und Wirtschaftliche Fahrweise

- Sozialvorschriften Fahrpersonal *

- Rechtsvorschriften Kraftfahrer C/CE

- Fachkunde Kraftverkehr

- Kundenorientiertes Verhalten im Kraftverkehr*

- Umweltschutz und Verkehrssicherheitslehre

- Kraftverkehrsrecht und internationaler Kraftverkehr

- Verkehrsträger und Frachtaufträge

- Unfallprävention, Schadensreduzierung C/CE

- Fahrschulpraxis und Perfektionsfahrten C/CE

- Rechtsvorschriften 1 / Fahrschultheorie 1

- Rechtsvorschriften 2 / Fahrschultheorie 2

- Gabelstablerführerschein

- LKW-Ladekranbediener

- ADR Schein

- Arbeits- und Sozialrecht Kraftverkehr

- Grundlagen EDV und Bewerbungstraining*

Die mit * gekennzeichneten Einträge sind Fahrschulen die in den Klassen C/CE und ADR Schein Ausbilden absolut kein Begriff und unverständlich. Auch die Dauer von 6 Monaten könne man nicht verstehen, das alles soll ohne Praktikum 3-4 Monate dauern.

Mein beginn der Maßnahme ist der 23.11.2009 und damit der ADR Schein als erstes innerhalb von einer Woche laut meinem Dozenten.

Was ich hier nicht verstehe ist, warum das so lange dauert. Wenn alle anderen Fahrschulen mir etwas anderes Sagen. Desweiteren kommen wiedersprüche auf.

Laut dem Handbuch habe ich:

- in Theorie C: 6 Doppelstunden Grundstoff +10 Doppelstunden klassenbezogen, CE zusätzlich +4 Doppelstunden klassenbezogen zu leisten

- in Praxis B auf C auf CE 5+2+1 Fahrten á 45Minuten zu leisten.

- in Praxis C und CE in einem gemeinsamen Ausbildungsgang (Solo + Zug gesamt) 16+6+6 Fahrten á 45 Minuten zu leisten.

Je nach dem ermessen des Fahrlehrers und den Leistungen des Schülers können Fahten hinzu kommen.

Ich sehe hier beim besten Willen keine 6 Monate für eine C/CE Ausbildung in der Fahrschule, da komme ich wenn ich das mit meinem Klasse B vergleiche auf 3 Monate bei 2-3 Unterichtsstunden am Tag pi mal daumen. Ich bin kein Fahrlehrer und kann das daher nicht so gut beurteilen.

Was mir noch dazu schwer auf den Magen schlägt ist der Werksarzt besuch. Bei meinem letzten Werksarzt besuch sollte ich durch ein Mundstück, welches im durchmesser der Kartonage einer Klopapier rolle gleicht durchpusten und bekam gesagt das ich eine Lunge wie ein 80 Jähriger hätte, wodurch ich meine Stelle bei Henkel nicht bekommen habe. Ich bekomme schon Panik wenn ich nur "Werksarzt" höre. In dem Handbuch zum LKW Führerschein steht aber unter C/CE:

Erforderliche Dokumente: "Bescheinigung einer Untersuchung Ihres allgemeinen Gesundheitszustandes. Diese Untersuchung kann auch Ihr Hausarzt durchführen."

Die DEKRA sagt hier, das würde nicht gehen und müsste extra nach Siegen zum Werksarzt gehen. ICh habe keinen Hausarzt aber der Arzt meines vertrauens ist ein angesehener Sport-Arzt bei uns im Lahn-Dill-Kreis.

Dann habe ich die DEKRA davon unterichtet, das ich Sanitätssoldat war und ich daher keinen Erste-Hilfe kurs mehr machen brauch. Das musste ich bei meinem ehemaligen Fahrlehrer auch nicht, bei Ihm hatte die Urkunde oder das Abschlußzeugnis der Bundeswehr gereicht. Doch die erzählen mir was von einem Erste Hilfe Ausweis. Laut Fahrschulen die ich wegen C/CE Angerufen habe, brauche ich auch nichts anderes als meine Urkunde oder Zeugnis der Bundeswehr.

Dazu kommt, das es einen solchen Ausweis bei der Bundeswehr nicht gab. Bei der Bundeswehr ist es auch nicht nur erste Hilfe worin wir Ausgebildet wurden, sondern auch SAN 1 (Santitäter). Das scheint DEKRA jedoch nicht zu interessieren. Ich habe keine lust mich extra nochmal Monatelang in einen Erste Hilfe Kurs zu setzen, das dauert ja dann wieder länger. Ich bin am verzweifeln und habe Angst, das diese Fortbildung bei der DEKRA entweder garnicht zu stande kommt, oder eine totale Katastrophe wird.

Über jeden Rat und jeder Hilfestellung würde ich mich sehr freuen. Habe bei Google gesehen das es hier Threads aus dem Jahre 2007/2008 gegeben hat, wo ein DEKRA Ausbilder auch geschrieben hatte. Ich glaube der Name war Scania.V8 oder ähnlich. Kann mich auch getäuscht haben.

Wie gesagt, jede Hilfe, Meinung und/oder Erfahrungsbericht rund um C/CE Ausbildung wäre dankend angenommen. Spitze wäre es auch, wenn sich ein DEKRA Ausbilder oder Auszubildender, welcher das alles hinter sich hat melden könnte.

MfG, Kev

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139 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Laird_of_Glenmore

Zitat:

Vlt liegt ja auch der Sinn darin nicht SCHNELLER fertig zu sein, sondern gründlicher.

Mir geht es ehrlich gegen den Strich das solch "ausgebildetes" Personal morgen hinter einem Lenkrad eines Benzin-Lkw sitzen könnte. Und damit ein neues Herborn anrichten kann.

Wie gesagt meine Meinung ist dazu immernoch, ES BRAUCHT KEIN MENSCH! bzw ich seh es so.

Es gibt die Gelernten Mechatroniker und die die meinen sie sind Gelernte Mechatroniker. Und hier sind wir beim zweiten. Und manche denken auch noch wunder was sie sind.

in diesem Sinne.

Schönen Abend.

gruß

was hat der C/CE mit dem Beruf des Mechatronikers zu tun?

Kann mir das mal wer erklären?????

Ich bin Feinmechaniker von Beruf, war Jahrelang auch mit dem alten 3er im Werksverkehr unterwegs und keiner hat gesagt, dass sie nur Mechatroniker haben wollen.... diese gab es zu meiner Zeit nämlich noch gar nicht :confused::confused::confused::confused::confused:

Auch hatte ich einen Kollegen in der Fahrschule, der war KFZ Meister und hatte Probleme, dem Prüfer zu erklären, was die Angaben auf dem Reifen bedeuten.... so was soll es auch geben!

Du hast dich dann im Rahmenplan für Berufskraftfahrer Lehrlinge vergewissert das der Beruf nichts mit Mechatroniker zu tun hat?

Der lehrplan wurde von den Mechatronikern übernommen und ein klein bisschen angepasst und die ganzen Regeln, § hinzugefügt.

Man dachte vor der Einführung des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes das es sich ändert, und nicht mehr so viele Berufskraftfahrer gibt bzw neue nachkommen. Aber wie man sieht, sieht man nur spezial-Kräfte.

Ihr wisst schon das ihr jetzt in der Brache als die geltet die früher "nur den Führerschein" hatten.

Ich hätte echt wissen wollen was passiert wäre wenn ein solch "gelernter" das Fahrzeug gefahren hätte mit Turbolader schaden, bestimmt hätte man den Motor dann wegschmeißen können.

Wie schon erwähnt, jeder dachte es kommen nicht mehr so viele nach, Fahrer werden knapp, Löhne steigen. PUSTEKUCHEN, Dekra, Arbeitsamt sorgen dafür das es nicht so ist.

Bedankt euch.

 

gruß

@Kipptransporteur ,

das mit der ihk und der ganze heckmeck den die jetzt für die c,ce machen,machen die nur deswegen weil sonst jeder ein 40toner fahren durfte.

Früher haste dein c,ce beim bund gemacht...warst nie auf den schlepper drauf...und die leute die mit dem bund dann fertig waren haben sich direkt auf den gaul gesetzt(ohne erfahrung).

Und nur weil man die klasse3 schon 8jahre hat,ist man noch längst nicht erfahren.Ich habe meinen seid 1997 und das was ich beid er dekra gelernt habe,wusste ich nicht(tachoscheiben,ruhezeiten u.s.w.).Das habe ich früher in meiner fahrschule(klasse3)nicht beigebracht bekommen.

 

@all,

ich habe noch die ganzen dicken lkw bücher(3müssten es sein),die man für den erwerb der klasse c,ce braucht.Wen jemand interesse hat,dann kann er sich bei mir melden.

 

m.f.g.

am 8. Februar 2010 um 20:46

Hallo zusammen,

habe da mal eine Frage.

Vorab:

Ich habe 4 Monate bei der Dekra verbracht und den C/CE gemacht. Mit allen drum und dran. Zwei Tage Ersthelfer, ADR + Tank, Stapler usw. Dazu gehörte Berufsübergreifendes Lernen und Transportlogistik mit den jeweiligen Prüfungen (Dekra Intern). Das ganze endete im Dezember 06. Eine IHK Prüfung gab es nicht.

Frage:

Von was für einer IHK Prüfung ist hier die Rede? Ist das so eine Art Gesellenbrief? Oder gab es so etwas damals noch nicht? Reicht meine Qualifizierung so aus um einen Job als Kraftfahrer auszuüben?

Ich bin zwar am Arbeiten (kein Kraftfahrer), werde wohl aber bald Arbeitslos sein und daher evtl. Kraftfahrer machen müssen.

Grüße

Schmeiss ich hier jetzt einfach einen Link rein, weil das in dem Thema hier doch schon mehrfach erklärt ist.

http://www.verdi.de/.../info_zur_berufskraftfahrerqualifikation

Wichtig wird es für Dich ab "erste Weiterbildung"

am 19. Juli 2011 um 7:55

Zitat:

Original geschrieben von worti32

Ich kann dir zumindest zum Erste Hilfe Kurs sagen das der Lehrgang nicht älter als 2 Jahre sein darf und da deine BW Zeit länger her ist wirst du den wohl neu machen müssen.

Zur Dekra Siegen kann ich dir nur sagen die haben einen Eigenen Sattelzug (DAF 105er) und möchten nartürlich das du die FE dort machst.

Zur Länge des Kurses sage ich nur Grundqualifikation die musst du ja seit dem 10.9.2009 auch noch haben nur der CE bringt dir ja nun mal heutzutage gar nix mehr denn nur mit dem darfst du ja nicht mehr gewerblich LKW fahren.Will sagen in eine Fahrschule gehen CE machen und anschließend bei einer Spedition anfangen und fahren ist ja nun Gott sei Dank nicht mehr drinn.

Sorry, mein Erste Hilfe Kurs bei der Bundeswehr war 1994/1995.

Und meinen Führerschein habe ich mit dieser Bescheinigung 2006 oder 2007 beantragt.

Dann etwas schleifen lassen und ihn erneut beantragt mit dem Hinweis das die Unterlagen alle schon da sind.

Und so habe ich den Führerschein nochmal beantragt nach Ablauf da die erste Beantragung lange her war und habe den Führerschein dann am 30.9.2010 gemacht.

Mit der Bescheinigung der Ersten Hilfe von der Bundeswehr aus dem Jahre 1994/1995

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