R6 vs V6

Opel Vectra B

Hallo

Was ist der unterschied zwiechen diesen beiden Konstruktionen. Vor - Nachteile..
Und stimmt es das der R6 im unteren Drezzahlbereich besser zieht., und wenn ja warum. Wer ist Sparsamer ?

Danke für die Info !

Gruß

31 Antworten

Hi

Der Hauptunterschied zwischen einem Reihensechszylinder und einem V6 ist halt die Bauweise, oder anders gesagt, die Anordnung der Zylinder

Reihensechszylinder: (wenn man von oben drauf guckt)

OOOOOO

V6:

OOO
OOO

Vornehmlich stehen beim V6 die beiden Zylinderbänke im 90° Winkel zueinander. Eine Ausnahme ist der X25XE, der hat einen Zylinderbankwinkel von 56°

Vorteile der Reihensechszylinder:

-Sehr ruhiger Motorlauf.
-Man braucht von diversen Teilen (Krümmer, Zylinderkopf) jeweils nur 1 Teil.

Nachteile:

Aufgrund der grossen Baulänge viel Platzbedarf, lässt sich daher nur schwer in kleinere Fahrzeuge verbauen.

Vorteile der V6:

-Geringer Platzbedarf, eignet sich daher gut für den Einbau in Kompakt und Mittelklassefahrzeuge.

Nachteile:

-Meist, auch mit Ausgleichwellen, unruhiger Motorlauf.
-Man braucht von oben genannten Teilen immer 2. (Krümmer Zylinderkopf)

Ob nun die ein oder andere Konstruktion auswirkung auf den Verbrauch und die Perfomance hat, weiss ich nicht.

Gruß Hoffi

und VR6:

O O O
. O O O

hihi

Hi

genau: hi hi 😁

Gruß Hoffi

Bei einem V6 sind durch die kürzere Bauform die Ansaugrohre kürzer, dadurch bekommt er schon bei niedrigeren Drehzahlen eine bessere "Füllung" aller Zylinder hin als ein Reihensechser und zieht entsprechend besser. Früher galten Reihensechser mit 2,5 Litern Hubraum (Mercedes, Opel) oft noch als durchzugsschwach, während der Ford-V6 schon als 2,3-Liter gut zog. Und auch auf den Verbrauch wirkte sich der bessere Durchzug theoretisch aus --- aber in der Praxis eher wenig.

Heute hat man diese Unterschiede durch Tricks (z.B. verstellbare Nockenwellen bei BMW) etwas abgemildert.

Ansonsten hat Hoffi schon alles gesagt, mit einer Ausnahme: Der "klassiche" Winkel eines V6 ist 60°, beim V8 sind es 90° und beim V12 wieder 60° (jeweils wegen der Laufkultur).

90°-V6-Motoren haben ihre Ursache meist in produktionstechnischen Gründen: Z.B. werden bei Audi und Mercedes die Sechs- und Achtzylinder am selben Band gefertigt und brauchen deshalb auch denselben Winkel. (Aus diesem Grund baute Ford früher mal V4-Motoren, die sich aber nicht durchsetzen konnten.)

Ach ja, noch etwas: Dass es heute sehr viel mehr V6-Motoren gibt, liegt auch an der besseren Eignung für den Quereinbau (z.B. bei Opel). Reihensechser quer einzubauen geht zwar auch (Volvo S80), ist aber schwieriger.

Gruß
ubc

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Hi

@ubc

Zitat:

mit einer Ausnahme: Der "klassiche" Winkel eines V6 ist 60°

Aha, das war mir neu, aber gut zu wissen, danke.

Gruß Hoffi

@ Hoffi

Naja, wobei "klassisch" vielleicht auch etwas hochtrabend klingt, denn V6-Motoren waren ja früher eher die Ausnahme.

Aber erstens gelten 60° als "ideal" für einen V6, und zweitens hatte der Ford-Motor (als einziger V6 mit größeren Stückzahlen in Europa) eben diesen Winkel. Auch Fiat und Alfa Romeo verwandten dann später 60°-V6.

Es gab freilich auch früher schon 90°-V6 als "verkürzte" Achtzylinder, z.B. von Maserati (und auch im Citroen SM), oder den PRV-Motor (Peugeot 604, Renault 30, Volvo 264, später auch andere Modelle).

Beim Opel-V6 hätte ich einen Winkel von 54° vermutet, aber du müsstest es besser wissen ;-)

Gruß
ubc

Aufgrund der langen, schmelen baufporm müssem die R6 Köpfe sorgfältig konstruiert werden um Verzug zu vermeiden.

Von den Fahreigenschaften (Laufkultur) ist der R6 den V6 in allen Belangen überlegen. Die längeren Ansaugwege des R6 werden durch entsprechende Gestaltung der Ansaugwege ausgeglichen. Siehe die Spinne bei BMW.

Die R6 Kurbelwelle muß stabiler sein damit sie nicht in Resonanz gerät. Aufgrund der Länge verdreht sie sich stärker als die kurze V6 Welle.

Der Nockenwellenantrieb ist beim R6 mechanisch unanfälliger und einfacher weil man die Steuerkette nur 4x umlenken muß. Beim V6 sind erhebliche Längen nötig und die Kette muß mehrfach gestütze und gegen Schlagen gesichert sein.

Die Kühlung ist beim V6 i.d.R. einfacher.

Hi

@ubc

Nee, ich weiss es eben nicht besser.
Ich habe bisher über zweierlei Winkelmaße gelesen. 54° und 56°. Welches der beiden nun stimmt kann ich mit 100% Sicherheit nicht sagen. Nur hab ich halt öfters von 56° gelesen.

Gruß Hoffi

@ P-Petes
>Die längeren Ansaugwege des R6 werden durch entsprechende Gestaltung der Ansaugwege ausgeglichen. Siehe die Spinne bei BMW.<

"Ausgeglichen" nicht, höchstens "abgemildert". Bei BMW brachte erst die VANOS einen entscheidenden Fortschritt, jedenfalls beim Zweiliter.

>Der Nockenwellenantrieb ist beim R6 mechanisch unanfälliger und einfacher weil man die Steuerkette nur 4x umlenken muß. Beim V6 sind erhebliche Längen nötig und die Kette muß mehrfach gestütze und gegen Schlagen gesichert sein.<

Gilt das generell, d.h. auch bei den alten V-Motoren mit zentraler Nockenwelle?

@ Hoffi
Ja, so was liest man auch kaum einmal. Ich erinnere mich nur an 54° --- aber bin mir da eben auch nicht sicher.

Gruß
ubc

Die langen Ansaugwege mit sorgfältiger Dimensionierung sind nicht schädlich. Die Füllung kann ebenso hoch sein wie beim V6. Durch die beengten und an ungünstigem Ort sitzenden Ansaugkammern beim V6 kann der R6 hier sogar Vorteile haben.

Die alten OHV mit zentraler Nockenwelle haben i.d.R. ebenfalls einen stabilen Antrieb mit Kette oder Stirnrädern (siehe Ford 2.9 OHV und 2,8 OHV). Die hohen Massen im Ventiltrieb (sämtliche Hebel und Stößel) sind aber für hohe Drehzahlen nur bedingt sinnvoll und verursachen hohe Reibungsverluste.

Mercedes hat schon vor langer Zeit DOHC R6 Motoren gebaut und istz nur wegen der Reibung dann auf OHC R6 umgestiegen im W124.

@ P-Petes

Hm, dann ist die Füllung wohl kein grundsätzliches Problem, war nur früher in der Praxis oft so. Wieder was gelernt :-)

Hohr Drehzahlen verträgt ein OHV ja ohnehin meist nicht --- brauchte zumindest der Ford-V6 aber auch nicht.

Ja, der M 110 war ein feiner Motor, aber halt durstig. Das war denn wohl auch der Grund für den "Rückschritt" zum OHC beim M 103.

Gruß
ubc

Die 103er sind schöne Antriebe. Im direkten Vergleich ist der C30NE aber in zahlreichen Konstruktionsmerkmalen ein gutes Stück überlegen. Die aktuellen V6 bei Mercedes sind auch noch erträglich (aber wartungs und Reparaturintensiver als der M103). Die V6 von Opel erscheinen mir dagegen eher als Billigkonstruktionen. Das hängt in erster Linie mit dem unerträglichen Zahnriemen zusammen.

6-Zylinder müssen hohe Ansprüche an Leistung UND Laufleistung erfüllen. Diese Motoren werden vor allem von Vielfahrern gekauft und ein Wechsel des Riemens jede 1-2 Jahre ist unerträglich.

Das mit dem Zahnriemen ist wohl wahr --- zumal Opel bei den Vierzylindern ja wieder Ketten verbaut.

Gruß
ubc

Reihensechszylinder schneiden in Vergleichstests gewöhnlich besser ab, v.a. die von BMW. Nicht umsonst sagte Herr Reizle, als er noch Entwicklungschef bei BMW war:" Ich freue mich über jeden V6, der auf den Markt kommt."

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