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pendler ohne verstand?

in der welt ist ein interessanter artikel zu finden, demnach bei pendlern auf routinestrecken das grosshirn inaktiv ist, was so viel bedeutet, wie dass beim fahren nicht nachgedacht wird; zumindest nicht ueber's autofahren. ist das ein zuverlæssiges forschungsergebnis? erkennt ihr alltagssituationen in dieser aussage? und was haltet ihr vom folgevorschlag getrennter autobahnen fuer pkw und lkw?

lieb gruss

oli

25 Antworten

Die Routine dürfte ähnlich desorientierend wirken, wie z.B. ein intensives Telefongespräch während der Fahrt. Wie oft habe selbt ich nach dem Auflegen mich nicht mehr an die zurückgelegte Strecke erinnern können - die Aufmerksamkeit sinkt.

Wer täglich die selbe Strecke fährt, die gleichen Verkehrssituationen erlebt - der konzentriert sich doch logischerweise nicht so wie ein Ortsunkundiger (was jetzt im Umkehrschluß nicht heißen soll, dass Ortsunkundige per se besser, sicherer, aufmerksamer fahren ;-)

Routinierte Grüße

Torsten - der XC-Fan (und verflucht heute mal wieder die Technik - hätt ich nur was anständiges gelernt ;-)

Re: pendler ohne verstand?

 

Zitat:

Original geschrieben von oli

in der welt ist ein interessanter artikel zu finden, demnach bei pendlern auf routinestrecken das grosshirn inaktiv ist, was so viel bedeutet, wie dass beim fahren nicht nachgedacht wird; zumindest nicht ueber's autofahren. ist das ein zuverlæssiges forschungsergebnis? erkennt ihr alltagssituationen in dieser aussage? und was haltet ihr vom folgevorschlag getrennter autobahnen fuer pkw und lkw?

lieb gruss

oli

Kann meine OHL nur bestätigen...

Sie sagte mir bereits einmal, daß sie manchmal gar nicht weiß, wie sie schon so weit gekommen sein konnte...

Zu der Geschichte mit den parallel verlaufenden Autobahnen: Gute Idee, aber: "Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld...".

Gruß

weflydus

Hallo Oli,

ich kenne das aus eigener Erfahrung. Ich musste vor einiger Zeit jeden Morgen um 5.30 Uhr aufstehen und immer die gleiche Strecke von ca. 50 km fahren. Ganz oft war ich am Ziel und hatte überhaupt keine bewusste Erinnerung an die Fahrt mehr, was zum einen an der Routine, zum anderen an der Müdigkeit zu dieser Zeit lag.

Man kann aber noch sehr gut reagieren, z.B. auch ohne Probleme stark bremsen, wenn ein Hinderniss auftaucht. Dann wurde ich "wach" und dachte, huch, wie bin ich denn hier hin gelangt.

Es gibt auch ein interessantes Buch (Autor B. Spiegel), dass sich mit einem ähnlichen Thema beschäftigt, allerdings ist es hier Motorradfahren. Dort werden die Prozesse erklärt, die beim Erlernen von Tätigkeiten wie Auto-oder Motorradfahren ablaufen. Sehr viele von den Handlungen passieren unterbewusst, wie zum Beispiel Lenken Schalten, Gasgeben, Bremsen. Es ist sogar so, dass wenn man sich drauf konzentriert, man es nicht mehr kann. Versucht mal ganz bewusst zu denken: Wann muss ich jetzt das Lenkrad wie weit drehen und wann drehe ich zurück o.ä. und wahrscheinlich fährt man dann wieder wie in der Fahrstunde.

viele Grüße, Micha

Denke mal das kennen die meisten Leute die täglich die gleiche Strecke fahren. Versuche da immer etwas zu varieren. Aber mir ist auch schon ein paar mal passiert am Morgen, wo verdammt ist jetzt der BMW hingekommen der gerade noch vor mir war. Etwas unkonzentriert und Müdigkeit passiert so etwas. Gehe mal davon aus das viele Auffahrumfälle die passieren und mehr als unötig sind vor allem auch bei sehr langsamen Geschwindigkeiten darin auch eine Ursache haben.

Naja, beim Pendlerverkehr dürfte erschwerend hinzu kommen, dass man für gewöhnlich morgens auf dem Hinweg noch nicht ganz wach ist, und auf dem Rückweg abends dann eben alle. Beides keine Optimalbedingungen für's Autofahren... ;)

Autobahnen mit baulich getrennten Fahrspuren dürften nicht nur ein "kleines" Finanzierungsproblem mit sich bringen, sondern auch ein Platzproblem. Viel interessanter finde ich jedoch, daß VW auf 0.3-mm-Bleche abspecken will, was soll so 'ne Folie denn noch halten...? :D

Gruß

Derk

stimmt, man reagiert noch - aber wie gut ist die reaktion? ist das wirklich alles "rueckenmark"? ich bin die strecke valdres-oslo und valdres-bergen schon tausend mal gefahren und auf einer længeren fahrt von oslo nach bergen durch's valdres ;) schlief meine begleitung ein, alles war still, die musik lief auf "cd wiederholen". pløtzlich standen auf dem filefjell lauter rentiere auf der strasse, alles ging gut, aber der gedanke "wow, wir sind ja schon im gebirge" hat mich selbst auch ein bisschen erschrocken. und die strecke ist fuer mich nun beileibe nicht so routiniert wie fuer alle anderen leute ein arbeitsweg... was bewusstes handeln beim autofahren angeht: ich habe øfter ueberlegt, ob ich denn nun ueberhaupt die handbremse angezogen habe; nur nachgucken verschaffte sicherheit (und sie war's immer).

geld und platzprobleme waren auch meine erste reaktion auf den vorschlag. aber die leute kønnen wohl auch nciht forschen, ohne danach irgendwelche løsungen anzubieten - egal, wie unsinnig die erscheinen møgen.

wegen der vw-bleche: kommt die stabilitæt dann aus der lackierung!? :D

lieb gruss

oli

Re: pendler ohne verstand?

 

Zitat:

Original geschrieben von oli

in der welt ist ein interessanter artikel zu finden, demnach bei pendlern auf routinestrecken das grosshirn inaktiv ist, was so viel bedeutet, wie dass beim fahren nicht nachgedacht wird; zumindest nicht ueber's autofahren. ....

lieb gruss

oli

Könnte stimmen - vor allem bei der Spezies "Ich fahre soundsoviele 100.000 Kilometer im Jahr - ich habe unendlich Erfahrung".

Die Frage, die sich anschliesst, wäre z.B. mal nach Berufsgruppen zu differenzieren. Autofahrer, die einfacheren Tätigkeiten nachgehen, werden sich sicherlich während der Fahrt weniger Gedanken über das machen, was der Tag noch so bringt als diejenigen, die sich überlegen müssen, wie sie ihre Zahlen oder ihr Projekt in den Griff bekommen (=Ablenkung).

Zitat:

Original geschrieben von oli

... und was haltet ihr vom folgevorschlag getrennter autobahnen fuer pkw und lkw?

lieb gruss

oli

Was soll das ? sollen die LKW-Fahrer vor Autofahrerinnen geschützt werden, die sich morgens nochmal eben die Lippen nachziehen ? ;) :D

Gruß

Torsten

Zitat:

erkennt ihr alltagssituationen in dieser aussage?

dagegen würde eher helfen nicht immer ein und dieselbe Strecke von der Arbeit nach Hause zu nehmen (auch wenn jetzt einige wegen des dann höheren Spritverbrauchs merkern werden). Kleinere Umwege halten so quasi das "Grosshirn" aktiv ;) .

Zitat:

Viel interessanter finde ich jedoch, daß VW auf 0.3-mm-Bleche abspecken will, was soll so 'ne Folie denn noch halten...

naja soviel weniger iss das ja auch nicht mit momentan 0,5 mm. Demnach müßte Vw momentan Doppelfolie verbauen. Und die 0,3 mm gehen ja demnächst erst in die Testphase. Vielleicht wird ja auch nix draus. Quasi erstmal viel heiße Luft um vorerst nix.

Aber schon toll das man das als "Ressourcenschonung" verkaufen will. Ne bessere "Wiederverwertung" der Altautos (wie z.b. Volvo das macht) wäre da irgendwie ein wenig sinnvoller.

Wieso nur "Pendler ohne Verstand"? Bei manchen Verkehrsteilnehmern drängt sich mir der Verdacht auf, die sind immer ohne aktives Großhirn unterwegs.:D

Aber im Ernst. Die Wissenschaft bestätigt mal wieder die Praxis. Ohne diese Routine wären wir im Alltag sämtlich überfordert. Es betrifft ja nicht nur das Autofahen. Man braucht doch bloß im Selbstversuch mal die Schränke umzuräumen und dann zu zählen, wie oft man die falsche Tür öffnet, wenn man etwas braucht, bis man sich an die neue Sortierung geöhnt hat. Deshalb wird im Supermarkt regelmäßig umgeräumt, damit wir nicht nur Routinestellen abgreifen, sondern mal wieder alles neu entdecken dürfen.:(

Das Autofahren ist doch in unseren Köpfen soweit "automatisiert", daß kaum jemand in der Lage sein dürfte, die Handlungen, die erforderlich sind, um ein Auto über eine beakknte Strecke zu fahren, auf Anhieb vollständig und in richtiger Reihenfolge aufzuzählen. Was mache ich alles, um in das Auto einzusteigen, das Auto zu starten, loszufahren, die erste Kreuzung zu passieren, die erste Kurve zu nehmen, etc. Wie oft schalte, kupple, bremse, lenke, blinke ich? Wie oft bewege ich den Kopf und wechsele die Blickrichtung? Und nebenher wird noch Radio gehört, telefoniert, in der Nase gebohrt, gefrühstückt ... Das alles kann nur funktionieren, wenn einige Tätigkeiten jeweils nur geringe Aufmerksamkeit beanspruchen.

Grüße

vom Ostelch

Zitat:

Original geschrieben von der_Derk

Viel interessanter finde ich jedoch, daß VW auf 0.3-mm-Bleche abspecken will, was soll so 'ne Folie denn noch halten...? :D

Gruß

Derk

Ich muß jetzt hier mal widerwillig VW in Schutz nehmen;). Es ist doch völlig wurscht, wie dick das Blech ist, solange es seine Funktion erfüllt. Es erscheint mir etwas antiquiert, zu denken, daß das Auto umso sicherer ist, je dicker das Blech ist. Entscheidend ist die Festigkeit des Materials. Sollte das dünnere Blech auch noch elastischer sein, so daß auch heftigere Rempler nicht sofort zu einem "bleibenden Eindruck" führen, könnte das zusammen mit kratzunempfindlicheren Lacken zu erheblichen Kosteneinsparungen führen (herzliches Beileid an alle Karroserieschlosser und Lackierer).

Die Blechteile eines Autos machen immer noch einen Großteil seines Gewichts aus und beeinflussen damit stark den Verbauch. Dünnere Bleche > leichtere Autos > weniger Verbrauch.

Ein modernes Auto besteht zu rund zwei Dritteln aus Stahl und Eisen. Innovative Stahlprodukte in Verbindung mit neuen Konstruktions- und Fertigungstechniken ermöglichen heute die Herstellung von ultraleichten Stahlkarosserien, die rund 25 Prozent weniger wiegen als vergleichbare Karosserien konventioneller Bauart.

Deutliche Gewichtseinsparungen sind auch bei vielen anderen Automobilkomponenten zu erzielen. Extrem feste Fahrwerksfedern wiegen 20 Prozent weniger als herkömmliche.

Und neuartige Abgaskrümmer bringen 30, Nockenwellen sogar 40 Prozent weniger Gewicht auf die Waage. So kommt man mit Stahlinnovationen spritsparender weiter. Moderne Sandwichbleche mit einer hauchdünnen Kunststoffschicht zwischen zwei Feinblechen schaffen mit Leichtigkeit himmlische Ruhe für die Fahrzeuginsassen. (Dieser schlaue Abschnitt wurde

hier geklaut.)

Grüße

vom Ostelch

Zitat:

Original geschrieben von Ostelch

...Und nebenher wird noch Radio gehört, telefoniert, in der Nase gebohrt, gefrühstückt ... Das alles kann nur funktionieren, wenn einige Tätigkeiten jeweils nur geringe Aufmerksamkeit beanspruchen.

Grüße

vom Ostelch

Das Fazit ist für sich gesehen erstmal o.k. . Wenn dann aber noch das Selbstverständnis hinzukommt, dass alle "anderen" es schon richtig machen werden, wird's wieder eng.

Die Möglichkeiten der "anderen" Fehler zu machen, hast Du selber aufgezählt. Wie oft ertappe ich mich dabei, wie ich aus "Langeweile" (der Dickelch hat eine GT, ESP, AWD und bald kann er sicherlich auch selber tanken fahren) z.B. mit dem RTI herumspiele (ach, was war noch in MT ? CNG-Fred ? Ach ja, schaumerma wo hier 'ne Gastanke in der Nähe ist ;) ) und somit meine Aufmerksamkeit für das Umfeld nachlässt. Dann bin ich der "andere".

Routine hilft bei immer wiederkehrenden Tätigkeiten - zu Lasten der Aufmerksamkeit.

Gruß

Torsten

- vermisst den Zeitungshalter auf dem Lenkrad - ;)

Ich finde monotone Strecken mit restriktiver Tempobeschränkung relativ gefährlich. Als ich noch einen grossen Saab fuhr, passierte mir folgendes: Ich fuhr alleine auf weiter Flur; Tempomat auf etwa 120 gestellt; gute Musik gehört; Sitzlehne etwas bequemer gestellt; etwas müde geworden; nur mehr eine Hand am Lenkrad; - auf einmal habe ich unbemerkt den Wagen nicht mehr in der Spur gehalten und beinahe einen links überholenden Wagen, der aus dem Nichts auftauchte, von der Bahn gedrückt. Das war verflucht eng!

Zitat:

Original geschrieben von Elkman

Routine hilft bei immer wiederkehrenden Tätigkeiten - zu Lasten der Aufmerksamkeit.

Gruß

Torsten

- vermisst den Zeitungshalter auf dem Lenkrad - ;)

Das ist genau der Haken! Wie sprach der Routinier bei der Unfallaufnahme? "Anhalten? An dieser Kreuzung? Ich fahr hier schon 10 Jahre! Da kam noch nie einer!"

Da kann uns nur weitere Elektronik helfen. Ein Anti-Lethargie-Modul simuliert Störungen und Fehlermeldungen, die sofort unsere ganze Aufmerksamkeit wecken. Aber halt! Wenn ich an so manchen Beitrag hier denke, scheint das Ding in einigen Modellen schon Serie zu sein!

Grüße

vom Ostelch

Zitat:

Und nebenher wird noch Radio gehört, telefoniert, in der Nase gebohrt, gefrühstückt ...

Frühstücken geht nebenbei, aber wenn sich manche konzentrieren, möchten sie hinterher den Bereich um die Nase auf den Blitzerfotos retuschiert bekommen :D

Gestehe, daß selbst Radio sehr ablenkend wirken kann. (Und es ist bei mir Dauer-EIN).

In einem anderen Fahrzeug hab ich keins, man staune: Es geht auch ohne, auch auf längeren Strecken. Ich komme erholter(!) ans Ziel, "konzentrier" mich auf die fahrzeugeigenen Geräusche und nehme die Umgebung etwas bewußter wahr (was soll ich auch sonst tun...)

:)

Stefan

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