Opel Motoren gefährdet ohne FlashLupe.

Opel Motoren gefährdet ohne FlashLupe?!

in einem Opel Forum habe ich folgendes gelesen:
der das geschrieben hat fährt einen Opel Astra H 1,6l 105PS und hat eine Prins Anlage verbaut

....Er ( der Umrüster ) meinte, dass es wohl besser wäre, wenn ich doch FlashLub nachrüsten würde.Er hat von mehreren Opel Umrüstern in Deutschland gehört,dass diese Probleme mit 1.6ern und 1.8ern hatten, die kein Flashlube eingebaut hatten. Das Problem war, das wohl die Ventile kaputt gegangen sind (ich hab leider vergessen, was da genau war). Im Endeffekt der Motor hinüber war.

Er baut jetzt nun alle 1.6er und 1.8er mit flashlube um und rät mir dies auch nachzurüsten. Es würde mich 100Euro kosten.....

Hat jemand soetwas schon mal gehört??????

Die Frage ist auch, es gibt ja zwischenzeitlich 2x 1,8er Maschinen, 92 / 103 kW.
Und bei den 1,6er gibt es auch 2, einen davon mit Turbo.

p2m

32 Antworten

tja und was würde man jetzt sagen, wenn in dem Zafira Flash verbaut gewesen wäre?

Unser BetriebsErdgasZafira hat auch schon den zweiten Zylinderkopf, obwohl alles original ist....

Muss wohl eher ein Material- oder Konstruktionsfehler sein...

bei dem Zafira handelte es sich um Flüssiggas oder Erdgas????

Guckt doch im Opel Hauptforum.
Thema
"Motorschaden Zafira Autogas"

Beantwortet das die Frage?

cheerio

so, hab mir mal die Geschichte durchgelesen.

ich hab selber eine 1,8er Maschine auch wenn sie im Astra verbaut ist, bin jetzt selbst schon 36000 km unterwegs, 0 Probleme.
Hab aber eine BRC 24 Anlage in Auto.
Da ich etwa 25 - 30.000 km im Jahr unterwegs bin lasse ich zumindest einmal Jahr einem einen Kerzenwechsel vornehmen, bei der Durchsicht beim FOH. Sind die Standartkerzen.

Fakt ist auch eines, es werden im Jahr Hunderttausende autos gebaut und trotzdem gibt es montagsautos.
Und genau so gibt es Autos bei denen Autogas probleme macht dafür aber auch sehr viele die ohne probleme fahren.

um sicher zu gehen, kannst du ja bei einem FOH umrüsten, dann dürfstest duch auch garantie mässig auf der sicheren Seite sein.

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Naja der FOH, den ich jetzt gefunden habe, ist zwar recht gut, aber Gasanlagenein- und umbau macht der nicht.
Und ein fast 8 Jahre alter Motor mit 95 tkm- da brauch ich mir keine Garantiegedanken mehr machen.

Wenn ich mir einen Umrüster suche, der nicht zu billig ist, vorher ne Benzinbetriebdiagnose macht und sich Zeit fürs Einstellen nimmt, kann mir glaube ich auch nichts passieren.

Nur welcher FOH baut schon Gasanlagen um, der nicht gerade 500 km von mir entfernt ist ? Die muß man doch mit der Lupe suchen.

cheerio

P.S.: Mein Auto ist auch ein Montagsauto 🙂 am Montag, den 25.Mai 99 war Endabnahme in Rüsselsheim und seit Montag, den 12.Juli 99 ist er meiner 🙂

Abwarten, es gibt täglich neue🙂

Hallo,
ich habe einen Opel Zafira . Eine Prins Anlage und keine Probleme.Ich habe noch niemals Flash lupe eingesetzt.
Ich bin mit der Anlage schon 50.000 KM gefahren !!
Also, Opel im allgemeinen macht mit Gasanlage PAUSCHAL keine Probleme.Flashlupe hielt mein Händler bei meiner Anlage für überflüssig.

Schaut euch die Borel Liste an. Bei den NEUEN Opel-Motoren mit den Kennbuchstaben XEP und XER am Ende wird das Zeugs empfohlen, mein alter XE1 braucht das definitiv nicht - 120.000 km Autobahn mit "gut Last" und nicht mal mit dem AGR richtig Ärger. So gesehen stimmt die Borel Liste mit der Stichprobe N=1.

Kühlung kann man vergessen, Schmierung ebenfalls. Laut Datenblatt ist in FL zu 90++% ein "Naphta" Schnitt drin. Das Zeugs schmiert nicht, das ist Kraftstoff als Lösungsmittel für was anderes. Ob das andere wirkt oder nicht kann ich ohne Versuch nicht beweisen. Dass dieses Zeugs überteuert ist wird kaum jemand bestreiten. Dass dieses Zeugs weit teurer ist als ein paar bessere Ventilsitze ab Werk wird auch niemand bestreiten. Wahrscheinlich ist es bei nicht gasfesten Ventilsitzen am besten, die 800€ zusätzlich in die Hand zu nehmen und solche vom Tuner des geringsten Misstrauens einbauen zu lassen. Bei der Gelegenheit kann dann auch eine schärfere Nockenwelle rein. Oder man kauft gleich eine Karre, die gasfest ist. Andere Hersteller können es schließlich auch.

Hi zusammen,

ob Flashlube tatsächlich etwas bringt oder doch nur das eigene Gewissen beruhigt, kann ich nicht beurteilen.
Fakt ist, wenn die Verbrennungstemperatur sich im Motor nicht ändert, werden auch die Ventile nicht mehr beansprucht als das auf Benzin ohnehin der Fall wäre.

Wann entstehen erhöhte Temperaturen bei der Verbrennung?
Bei einer Verbrennung mit Lüftüberschuss, als Lambdawert >1
Infolgedessen müssen die Zündkerzen getauscht werden und neue Zündkerzen mit einem anderen Wärmewert eingesetzt werden. Das ist ein Indiz und Motoren, die die termische Belastung an den Ventilsitzen und Ventilen nicht aushalten sind hier besonders gefährdet.

Warum wird ergibt sich ein höhere Verbrennungstemperatur?
LPG hat einen geringen Energiegehalt als Benzin (daher spricht man auch meist von einem 20% mehrverbauch bei gleicher leistung). Wird also nicht die zugeführte Menge vom LPG entsprechend geeignet geregelt, läuft der Motor gerne mal mit einem Lambdawert >1. Die Motorkontrollleuchte im Cockpit leuchtet dann einen sehr gerne an.

Fazit:
Wenn der Umrüster sich mit der Anlage gut auskennt und die Anlage technologisch dies hergibt, sollte es kein Problem darstellen den Regelkreis geeignet zu schließen. Bzw. die Anlage tendenziell in Richtung fettes Gemisch zu justieren.

Wichtig:
Bei Diesel Fahrzeugen ist es oft üblich das AGR außer Betrieb zu setzen. Dies sollte beim Benziner unterlassen werden. Das AGR führt der Verbrennung Abgas mit wenig Sauerstoff zu, damit wird die innermotorische Verbrennungstemperatur gesenkt.

Viele Grüße!

Sorry, dass LPG heisser verbrennt hab ich mal versucht nachzurechnen. Das ist eins meiner Hobbys. Ich glaube nichts, was ich nicht rechnerisch nachvollziehen kann.

Die adiabaten Flammtemperaturen sind ziemlich ähnlich und die Wärmekapazität des Abgases ist nicht nennenswert unterschiedlich. Allerdings habe ich mit den Daten bei 1200K aus der NIST Datenbank für Lambda=1 gerechnet, normalerweise müsste man mit mittleren Wärmekapazitäten, Bildungsenthalpien usw. arbeiten. Dafür brauchts Daten und Software, die ich nicht zur Verfügung habe bzw. wo das Ergebnis in keinem Verhältnis zum zeitlichen Aufwand steht. Bei Lambda=1 und gleiche Last erwarte ich annähernd identische Abgastemperaturen.

Zitat:

Original geschrieben von GaryK


Bei Lambda=1 und gleiche Last erwarte ich annähernd identische Abgastemperaturen.

Genau da sehe ich den Knackpunkt!

Die meisten Lambdasonden reagieren auf LPG langsamer als unter Benzin, hier kann also ein längerer Magerlauf schneller vorkommen.

Aber am meisten Belastung ist wohl im Open Loop zu erwarten und dann ist auch die Verbrennung heisser, denn kühlen lässt sich mit einer Übermenge Gas nicht so toll wie mit Benzin.

Bei normaler Fahrweise bis 130 wird der Motor bei richtiger Einstellung ewig leben.

Bei rechnerisch nahezu identischer Wärmekapazität des Abgases, gleicher Leistung und gleichem Lambda kommen auch sehr vergleichbare Abgastemperaturen heraus. Wenn das Ding bei Open Loop (=Anfettung) nicht genug anfettet, so ist das eine verpfuschte Einstellung oder ein Defekt der Anlage. Dafür kann das Gas nix, das ist entweder Bockmist des Umrüsters (erinnert sich noch wer an Sprüche wie "Bei mir kein Mehrverbrauch", vor ein paar Jahren üblich bei Umbau-Neulingen) oder ein schleichender Defekt der Anlage. Bei falsch bemessenen Düsen, zugequollenen Einblasventilen, einem mit Wachsen versifften LPG-Filter oder einem bei Vollgas überforderten Verdampfer kann LPG nix für höhere Abgastemperaturen.

Dass meine steinalte IGS, die stur auf Lambda=1 regelt Dauervollgas nicht mag ist mir klar. Entsprechend vermeide ich die oberen 20% Drehzahl dauerhaft anliegen zu lassen. Eine Omegas oder eine beliebige andere vollsequenzielle Anlage, die das Kennfeld unter Benzin in äquivalente Gas übersetzt sollte definitiv mit nahezu identischen Abgastemperaturen vollgasfest sein. Bei zugesifften Einspritzdüsen und in Konsequenz zu geringer Kraftstoffdosierung wird auch der beste Benzinmotor an ausgeglühten Ventilen eingehen, dazu brauchts kein LPG.

Übrigens habe ich ein Problem mit "Lambdasonden reagieren unter LPG träger". Man nimmt in der Abgaskatalyse Ethan/Ethylen und Propan/Propen Gemische als Testmischungen im Labor. Platin reagiert mit diesen um Größenordnungen(!) schneller wie mit unverbrannten Aromaten, z.B. Benzol. Du kannst mit einem Platin-Katalysator Flüssiggas/Luft nahezu bei Raumtemperatur verbrennen, das Ding zündest fast sofort. Für Benzine brauchts deutlich vorgewärmte Gemische. Rate mal warum.

Zitat:

Original geschrieben von GaryK



Übrigens habe ich ein Problem mit "Lambdasonden reagieren unter LPG träger". Man nimmt in der Abgaskatalyse Ethan/Ethylen und Propan/Propen Gemische als Testmischungen im Labor. Platin reagiert mit diesen um Größenordnungen(!) schneller wie mit unverbrannten Aromaten, z.B. Benzol. Du kannst mit einem Platin-Katalysator Flüssiggas/Luft nahezu bei Raumtemperatur verbrennen, das Ding zündest fast sofort. Für Benzine brauchts deutlich vorgewärmte Gemische. Rate mal warum.

Das hat aber mit der Praxis nix zu tun, wo 5 Jahre alte Autos, die 100 tkm gelaufen sind und total zugekokelte Sonden haben auf einmal auf Gas laufen sollen.

Und wenn du dir die Arbeit machst einmal solche Fahrzeuge an einen Laptop zu klemmen und zwischen Gas und Benzin vergleichst wirst du merken, dass unter Gas die Regelung total träge wird.

Zitat:

Original geschrieben von GaryK


....Bei zugesifften Einspritzdüsen und in Konsequenz zu geringer Kraftstoffdosierung wird auch der beste Benzinmotor an ausgeglühten Ventilen eingehen, dazu brauchts kein LPG.

Das ist die Kernaussage!

Natürlich kann dies auch bei Benzinmotor auftretten, insbesondere wie DonC geschrieben, durch Alterung die LambdaSonde nicht mehr schnell genug reagiert.

Was folgern wir daraus?
Fahrzeug mit weichen Ventilen und Ventilsitzen sollten nicht gekauft werden ;-)

Im übrigen ist das mal Klasse, dass man sich die Mühe macht die Verbrennungstemperatur zu bestimmen. Die ist wohl unter idealen Bedingungen geschehen. Wenn die Verbrennungstemperatur und idealen Bedingen nicht nahezu identisch wäre, dann käme ein Umrüstung überhaupt nicht in Frage....

Die Sache ist nur, dass hierzulande einige Werkstattmeister einen mehrtätigen Kurs besuchen und ein Zertifikat im Anschluss erhalten um sich dann zertifiziert Umrüstbetrieb zu schimpfen. Jedoch es manchen massiv an Erfahrung fehlt und deshalb die Missstände entstehen, um den Kunden mittels Flashlube noch mehr Kohle aus der Tasche zu ziehen....

Wenn wir aber schon mal dabei sind:
Habt ihr eigentlich Erfahrung über die Beimischung von Wasser ins Benzin (natürlich geht das nicht direkt, aber ein stabile emulsion lässt sich mittel ethanol erstellen)? Bzw. das hier: http://www.motor-talk.de/.../...mit-wasser-benzin-sparen-t1712866.html
(Ist im Endeffekt das gleiche, nur dass es vorher mittels Elektrolyse zerlegt wird und sich im Motor durch die Verbrennung wieder Wasser bildet und den Motor kühlt)

Die Idee:
Man ändert das Kennfeld so das der Motor ständig im Bereich Lambda > 1 regelt und kühlt das ganze über die Beimischung von Wasser gleichzeitig direkt innermotorisch. Durch die Verdampfung der Wassermoleküle soll zusätzlich noch ein vollständigere Verbrennung erreicht werden, da das Benzin-Luft-Gemisch besser zerstäubt wird. Ähnlich wie die hochdruck piezo einspritzung bei diesel...

siehe auch
http://www.heise.de/tp/blogs/2/95648
http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=6426
http://www.chemie.de/news/d/38299/?sort=3

Viele Grüße!

Wasser im Motor führt vor allem zu einem: Korrossion 🙂

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