Noch mehr Ölverbrauch nach Schafftdichtungwechsel

Opel Omega B

Hallo Zusammen

Bauer Günni hat den Motor von seinem 2,2 l nach 220000 km platt gefahren. Günni meinte er müsse seinem Omega trotz überladenen Hängerbetrieb die Peitsche geben. Den Fuß schon im durchgerosteten Bodenblech haben die Kolben schon die weiße Fahne geschwenkt, doch Günni kannte keine Gnade biser schließlich nur noch auf drei Pötten lief.
Also am Wochenende fix den Kopf runtergenommen, Diagnose : Außlassventil auf dem vierten Zylinder verbrannt. Zylinderwände nicht beschädigt, jedoch keine Hohnspuren mehr in den Laufflächen vorhanden. Alle Außlassventile wiesen starke Kraterbildung in der Dichtfäche auf, also diese alle erneuert, Ventilführungen geprüft. Die waren definitiv nicht ausgeschlagen. Alle Auslaßkanäle waren aber Zentimeterdick mit Ölkohle verkrustet. Habe ich so schlimm noch nie gesehen. Ich hatte dennoch die Hoffnung es seihen nur die Schafties, denn die waren zum Teil hart und ließen sich sehr leicht von den Ventilen runterziehen. Soweit so gut. Der Motor läuft zwar wieder, säuft aber auf 200 km einen Liter Öl. Kerze auf zweitem und vierten Zylinder immer schnell voll Ölkohle. Die beiden anderen saubere Verbrennung. Bauer Günni meint sein Ochse habe schon lange Öl gefressen, aber jetzt habe er noch mehr Appetit als vorher und er müsse langsam auf Altöl zurückgreifen, um seine Geldbörse zu schonen. Er überlegt nun schon das Bolzenschussgerät rauszuholen und sich einen Mercedes Ochsen zu kaufen, denn der sei ja auch eine viel besserer Muschimagnet als ein Omega. Frust und Ratlosigkeit machen sich breit.
Was kann ich jetzt noch machen? Kommpressionstest, Druckverlusttest? Im "Wie mache ichs mir selbst", steht Schafties mit Montagewerkzeug und leichten Hammerschlägen montieren. Aber nitt so dolle, datt se kaputt jon. Der Freundliche sagt: Um Gottes Willen, nur mit Daumen und Zeigefinger aufdrücken. Geht aber nicht wenn sie so tief in den Schächten sitzen. Ich habe sie geölt, den Pariser über die Ventilschäfte gezogen und sie mit dem Montagedorn mit starkem Druck aufgedrückt, bis es nicht mehr weiterging. Liegt hier der Fehler. Was stimmt nun?

22 Antworten

Danke für die Anteilnahme. Ja Leute alles richtig was ihr bezüglich der Zylinderwände gesagt habt. Trotzdem haben alle vier Zylinder durchgehend 15 Bar Kompression. Das habe ich heute getestet.
Nach einem 2,2 liter Motor habe ich schon geschaut . In der Tat ist der unter 1200 Euro nicht zu bekommen. Und die haben dann schon eine Menge runter.
Ich war heute bei einer Motortuningfirma, die hier seit 25 Jahren im Geschäft ist. Die Ventilführungen hatte kein Spiel, da bin ich mir sicher, aber die sagen das es auch häufiger vorkommt das das Öl zwischen Ventilführung und Kopf in den Brennraum läuft. Die Ölkohle hatte sich bestimmt zwei Zentimeter um die Führungen herum zentralisiert. Was sagt ihr dazu. Hat ein Druckverlusttest jetzt noch Sinn?

Hallo!
Zitat-Die Ölkohle hatte sich bestimmt zwei Zentimeter um die Führungen herum zentralisiert
wenn sich die Ölkohle darum herum gebaut hat macht diese Ölkohle auch auf gewisse weise dicht!
Ventilführung halte ich für ausgeschlossen!
Was mir mehr im Kopf rumschwirrt ist-könnte es sein das die Motorentlüftung etwas zugesetzt ist und die Drosselklappe evtl.
zu ist-evtl.reinigen!
noch ein gedanke zur Kompession-ein Motor kann Kompression haben und trotzdem Öl über die Kolbenringe nach oben pumpen,
wenn die Kolbenringe im Kolben spiel haben oder wenn die Kolbenringöffnung zu groß geworden ist durch Abnutzung,deswegen hat der Motor trotzdem Kompression!
Ventildeckel ab und jeweiligen Zylinder nach der Ventilüberschneidung nach oben stellen und in den gegenüberliegenden
Zylinder Luft einbringen z.b 1 auf überschneidung und auf 4 Luft einbringen,die Zahl muß immer 5 ergeben!1+4=5,2+3=5!
evtl,einen Adapter bauen (alte Zündkerze)und über das Zündkerzenloch Druckluft einblasen(max.2 Bar und auf verschiedenen Kolbenstellungen im Motor über die Entlüftung prüfen,wo und wann Luft aus der Entlüftung trítt! 
mach einmal bei Bauer Güni den dünnen Schlauch vom Ventildeckel neu,der unterhalb der Drosselklappe endet und durchstoße
den kleinen Nippel(Messing),wo dieser Schlauch unterhalb draufgeht!
Du kannst normalen 9er Benzinschlauch dafür nehmen!
Motoröl,was über eine schlechte Entlüftung des Motors eingeleitet wird,setzt sich immer um die Ventilführung unten herum ab,weil es aus dem Ansaugtrakt kommt!

mfg

Hallo Rosi03677
Danke, das hilft mir erstmal weiter. Die große Motorentlüftung hatte ich schon kontrolliert, da war alles offen. Den kleinen Schlauch jedoch nicht. Und den Rest versuche ich dann mal morgen früh. Vielleicht kommt man da dann zu einem Ergebnis.

Gruß Peter

Zitat:

Original geschrieben von HellmichHolger


Kann ich so auch bestättigen, mein Omi ist auch für mich die beste Zugmaschine.
Der Automatik sei dank.
Allerdings habe ich nur bis maximal 1000kg damit gezogen.

Leider nimmt er sich auch gerne mal einen ordendlichen Schluck aus der Öldöse.
Besonders unter Last. Er nimmt dann 0,3 bis 0,5 Liter auf 1000km. Ist noch Ok da ich für das Öl
nur 3 Euro/ den Liter bezahle. Mein alter 2.0 Liter 16V dagegen 15000Kilometer mit dem gleichen
Ölverbrauch! Hat sich aber nicht so schön fahren lassen besonders mit Anhänger.
War aber auch ein Schalter.

H

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Hallo Zusammen.

Habe heute bei Günnis Omega einen Druckverlusttest mit geeignetem Werkzeug gemacht. Das Manometer zeigte auf allen Zylindern nicht mehr als 15 % Verlust. Die Ventile waren ja nach der Spritprüfung alle dicht. Geht also alles nach unten ins Kurbelgehäuse. Bis 25% Druckverlust sollen normal sein. Also kein Ergebnis. Der Tip mit der Motorentlüftung am Drosselklappenteil war jedoch ein Treffer. Der Schlauch war OK. Aber die Minibohrung am Drosselklappenteil war dicht. Und auch der Ansaugtrakt war voll mit 2 cm dickem Ölschmier. Kurt hatte da auch schon einmal etwas gepostet was diese Bohrung angeht. Na ja aber was hat die zue Bohrung jetzt mit dem hohen Ölverbrauch zu tun?
Der Druckverlusttest sagt zum Beispiel nichts darüber aus, ob die Ringe in der Nut Spiel haben und die Kolben als ÖLpumpen arbeiten. Auch nicht darüber, ob die Abstreifringe festhängen. Muss ich den Motor echt zerlegen?

Bauer Günni hat sich schon die ersten Mercedes Karren angeschaut. Habe ihm gesagt er soll lieber nach Bauer sucht Frau gehen. Da stehen die Chancen auf eine Frau besser.

LG Peter

Wenn der immer zuviel Öl frißt, liegt es mit hoher Sicherheit zunächst mal an den Kolben oder den Ringen.
Frist er nur bei Kurzstrecke und Stadverkehr, sind es mit ziemlicher Sicherheit die Schaftabdichtungen.

Öl der Marken "Kolbentod" legt die schon nach 5-10.000km volkommen lahm.
Dann sind das keine Ölabstreifringe mehr sondern eher Ölpumpen, sie fördern das Spritzöl von den Zylindern in die Brennräume. 
Fehlende Hohnriefen fördern diesen Vorgang noch zusätzlich.

Dieser Vorgang ist teilweise reversiebel, (wenn die Hohnung noch in Ordnung ist ) wenn man auf Synthetiköl umstellt, vor jedem Ölwechsel ne Markenspülung verwendet und in 2-3000 Zyklen den Filter erneuert.

Ist der innen aber glatt wie ein Kinderpopo, muß man mit dem erhöhten Verbrauch leben, oder den Motor komplett überarbeiten.
D.h. neu bohren, hohnen und neue Kolben und Ringe.

Bloß,.. dafür bekommst du bestimmt 2-3 gute gebrauchte Motoren, das Instandsetzen ist heutzutage meist unrentabel.

Zitat:

Original geschrieben von kurtberlin


Wenn der immer zuviel Öl frißt, liegt es mit hoher Sicherheit zunächst mal an den Kolben oder den Ringen.
Frist er nur bei Kurzstrecke und Stadverkehr, sind es mit ziemlicher Sicherheit die Schaftabdichtungen.

Öl der Marken "Kolbentod" legt die schon nach 5-10.000km volkommen lahm.
Dann sind das keine Ölabstreifringe mehr sondern eher Ölpumpen, sie fördern das Spritzöl von den Zylindern in die Brennräume. 
Fehlende Hohnriefen fördern diesen Vorgang noch zusätzlich.

Dieser Vorgang ist teilweise reversiebel, (wenn die Hohnung noch in Ordnung ist ) wenn man auf Synthetiköl umstellt, vor jedem Ölwechsel ne Markenspülung verwendet und in 2-3000 Zyklen den Filter erneuert.

Ist der innen aber glatt wie ein Kinderpopo, muß man mit dem erhöhten Verbrauch leben, oder den Motor komplett überarbeiten.
D.h. neu bohren, hohnen und neue Kolben und Ringe.

Bloß,.. dafür bekommst du bestimmt 2-3 gute gebrauchte Motoren, das Instandsetzen ist heutzutage meist unrentabel.

OK. Danke nochmal an alle die sich an dem Talk beteiligt haben. Wenn einer einen barauchbaren 2,2 Liter Motor für 1000 Euronen weiß, bitte Bescheid sagen. Am besten sollte er noch eingebaut sein.

Danke Gruß Proplesch

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