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Neuwagen Kauf: Preis runterhandeln, Rabatte rausschlagen --> Tipps und Tricks

Themenstarteram 9. Mai 2016 um 16:53

Hallo,

wir werden wahrscheinlich ein Auto mit Tageszulassung kaufen. Ca. 18.000 EUR.

Gibt's da Tricks und Tipps wie man einen Rabatt rausschlagen kann?

Ich habe mal gehört, dass die Autohäuser eine Provision bekommen wenn man den Wagen dort versichert oder auf Raten kauft. kann ich da nicht Winterräder o.ä. raushandeln?

Das ist mein erster Neuwagen-Kauf und ich bin für eure Tipps sehr dankbar.

LG Dan

Beste Antwort im Thema

"Platt" nach Nachlass oder Rabatt zu fragen wird schon einen gewissen Erfolg haben, aber nicht das Optimum rausholen, da der Händler aufgrund einer simplen Frage nie einen neuen Preis nennen wird, der wirklich sein letztes Angebot darstellt.

Bevor ich in eine ernsthafte Preisverhandlung einsteigen würde muss ich 2 Punkte für mich alleine beantworten:

1.) Will ich dieses Auto wirklich haben? Damit meine ich Modell und Ausstattung, das ist gerade bei Gebrauchten/Tageszulassungen/Hofwagen relevant. Was nützt mir irgendeine Sonderausstattung, die ich überhaupt nicht brauche/will? Für mich beispielsweise wäre das die Standheizung. Für dieses Extra können 500 Euro ein Top-Preisaufschlag sein, für mich wären es 500 zuviel.

2.) Mit welchem Preis bin ich zufrieden, bzw. was ist das Maximum, das ich ausgeben kann und will? Mögen viele anders sehen, aber für mich ist relevant, ob ich mit dem Preis zufrieden bin, nicht, ob noch 500 Euro mehr drin gewesen wären.

Wenn ich mir über diese Punkte im Klaren bin, habe ich gute Erfahrungen gemacht, beim Händler offen anzusprechen, dass wir über den Preis noch einmal reden müssen bzw. ich mit seinem Angebot noch nicht zufrieden bin.

Auf diese Aussage wird in der Regel die Frage kommen, was meine Vorstellung ist. Wissend, dass der Händler darauf nicht eingehen wird, habe ich diese bisher immer niedriger angesetzt und geäußert, um selber nachgeben zu können. "Falsche" Antwort wäre allerdings ein utpopischer, unrealistischer Preis. Der wird Deinem Gegenüber auch die Laune vermiesen.

Du willst kaufen, der Verkäufer verkaufen. Es gibt also weder einen Grund unterwürfig aufzutreten, noch den Händler anmaßend von oben herab zu behandeln.

Freundlichkeit heisst (für mich) die Devise, genauso wie selbstbewusst aufzutreten. Der Händler merkt, wenn Du den Wagen um jeden Preis haben willst! Genauso registriert er, wenn Du den Eindruck vermittelst, nicht jeden Preis zu akzeptieren.

Genauso unumgänglich ist es sich zu informieren: Welche Rabatte sind online möglich, welche bei anderen vor Ort. Wie werden Tageszulassungen angeboten (durchaus die Mühe machen, die Angebote auf dem Hof mal im Konfigurator neu zusammenzustellen), um im Vorfeld ein Gefühl (was auch nicht perfekt stimmen wird) zu entwickeln, welche Preise realistisch sind.

Unseren neuen holen wir diesen Freitag ab. Grober Ablauf war (ohne Anspruch auf beste Vorgehensweise):

  • Gedanken machen, welcher Wagen es sein soll, Anfangen Preise zu eruieren, Besuch im Autohaus (nur an Schautagen)
  • Besichtigung im Autohaus, erstes Gespräch mit dem Verkäufer über Wunschausstattung, "Folgetermin" ausgemacht, zu dem er das Angebot erstellt
  • parallel 5 andere Händler telefonisch/per Mail angefragt
  • Kurzes Telefonat mit dem Händler, Probefahrttermin ausgemacht
  • Besuch beim Händler (mit Frau), Probefahrt, Angebot mitgenommen und avisiert, dass ich mich melde.
  • Anruf beim Händler, angesprochen, dass ich interessiert bin, wir aber über den Preis reden müssen (Nachlass der auf dem Hof stehenden Tageszulassungen vs. meiner Wunschkonfiguration (als Tageszulassung) ins Feld geführt. Termin dafür ausgemacht.
  • Termin beim Händler. Zur Begrüßung mein Ziel herausgestellt, zu einer Unterschrift zu kommen. Wir waren uns einig, dass es einen Preis gibt, bei dem er das Gespräch beendet und einen, bei dem ich es beende (ohne, dass wir ihn ausgesprochen haben). Sein Angebot entsprach meinem Maximalpreis, beinhaltete aber noch ca 400 Euro adhoc im Termin zusätzlich eingebauter Sonderausstattung. "Gefühlt" war ich mir sicher, dass er meinen Wunschpreis nicht mitmacht, habe einen leicht höheren genannt, noch 250 Euro für die zusätzliche Sonderausstattung draufgeschlagen, was er akzeptiert hat.

Folge:

Ich war zufrieden (lag ungefähr auf der Mitte zwischen meinem Wunsch- und Maximalpreis), er konnte anscheinend auch damit leben. Vielleicht wären noch 500 Euro mehr Nachlass möglich gewesen.... stört mich aber tatsächlich nicht. Vertrag direkt fertig gemacht.

Noch eine Idee: Ich hatte 3 Notizzettel mit Preisen in den unterschiedlichen Hosentaschen. Als "Beleg", dass ich mir mein Gegenangebot nicht mal schnell aufgrund seines Preises ausdenke habe ich gesagt, dass ich mir meinen Wunschpreis notiert hatte und den Zettel auch wirklich sichtbar auf den Tisch gelegt.

Man muss sich nur merken, welcher Preis in welcher Hosentasche ist :-).

Meiner Meinung nach hat die Offenheit hier geholfen. Der Händler hat klar gemacht, dass er irgendwann das Geschäft ablehnt und genauso wäre ich (erstmal) gegangen, wenn mein Maximum überschritten worden wäre. Den Mut muss man dann allerdings auch haben.

Vielleicht hilft es ja, Gruß, Lurchi

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Autohäuser versichern keine Autos.

Die können dir höchstens eine empfehlen, meistens bekommen sie dann eine Provision von der Versicherung.

Such dir bei Check24 ein günstige Versicherung, da kann man sehr viel Geld sparen.

Mit Forderungen nach Preisnachlass wäre ich vorsichtig, meistens resgieren sie mit Ablehnung.

Mit etwas Geschick lässt sich immer was raus holen, kommt immer darauf an wie man sich gibt und verhält.

nach dem günstigsten Preis für ein Vergleichsfahrzeug im Internet suchen. Dieser Preis ist dann Verhandlungsbasis für den Händler.

Zitat:

@new-rio-ub schrieb am 9. Mai 2016 um 19:19:41 Uhr:

nach dem günstigsten Preis für ein Vergleichsfahrzeug im Internet suchen. Dieser Preis ist dann Verhandlungsbasis für den Händler.

Ich glaube kaum das sich ein Händler damit unter Druck setzen lässt.

Zitat:

@Dan007 schrieb am 9. Mai 2016 um 16:53:59 Uhr:

Gibt's da Tricks und Tipps wie man einen Rabatt rausschlagen kann?

Ich habe mal gehört, dass die Autohäuser eine Provision bekommen wenn man den Wagen dort versichert oder auf Raten kauft. kann ich da nicht Winterräder o.ä. raushandeln?

Man sollte nicht gleich nach den Preis fragen... Erst small talk, Fragen/Antworten, evntl. Probefahrt, dann Preisdiskussion. Bei Tageszulassung und jungen Gebrauchten ist meist nicht viel drin, die Preise sind eher fest.

Provision geht dich nicht direkt an, es wird schwierig damit zu argumentieren. Mit nicht ganz passender Ausstattung oder Farbe kommst du eher an WR. Aber nicht übertreiben.

Übrigens, manches Zubehör (z.B. Tempomat, BC, Bluetooth) kann der Händler vergleichsweise einfach/günstig nachrüsten oder gar freischalten.

EZ wird meist angegeben, frag aber auch nach Produktionsdatum. Modelljahr kannst du auch selber finden (10. Stelle im FIN). DOT auf den Reifen und Zahl mit Punkten auf dem Glasstempel können auch hilfreich sein (in der Produktion wird selten alte Lagerware verwendet).

 

Wenn der Wagen schon länger zugelassen wurde, frag nach Inspektion. Wenn diese bald fällig wird (Intervall beginnt normalerweise mit EZ), dann kannst du diese eventuell geschenkt bekommen.

am 10. Mai 2016 um 6:55

Warum kauft man Tageszulassung?

Weil bereits ein hoher Kundenrabatt eingerechnet ist...

Übrigens die 10. Stelle der FIN zeigt bei MB, ob es ein Links- oder Rechtslenker ist. Nix Baujahr. Die FIN ist nicht eindeutig genormt.

am 10. Mai 2016 um 8:19

Garnicht verhandeln sondern seinen Preis nennen den man bezahlen kann.

Falsch :

Was wären sie bereit herunterzulassen ? Nur die Hose

Sitzt da noch preislich was drin ? Nein is doch klar wer so fragt

Was wäre der letzte Preis ? Der steht schon drauf

Kommen sie mir preislich entgegen ? :D

 

Sehr gute Strategie!

Dann kann Dir der Händler ein zu diesem Preis passendes Auto heraussuchen.

Ob es das ist was Du zuvor wolltest wird sich dann zeigen.

Themenstarteram 10. Mai 2016 um 9:09

OK, Danke.

"Platt" nach Nachlass oder Rabatt zu fragen wird schon einen gewissen Erfolg haben, aber nicht das Optimum rausholen, da der Händler aufgrund einer simplen Frage nie einen neuen Preis nennen wird, der wirklich sein letztes Angebot darstellt.

Bevor ich in eine ernsthafte Preisverhandlung einsteigen würde muss ich 2 Punkte für mich alleine beantworten:

1.) Will ich dieses Auto wirklich haben? Damit meine ich Modell und Ausstattung, das ist gerade bei Gebrauchten/Tageszulassungen/Hofwagen relevant. Was nützt mir irgendeine Sonderausstattung, die ich überhaupt nicht brauche/will? Für mich beispielsweise wäre das die Standheizung. Für dieses Extra können 500 Euro ein Top-Preisaufschlag sein, für mich wären es 500 zuviel.

2.) Mit welchem Preis bin ich zufrieden, bzw. was ist das Maximum, das ich ausgeben kann und will? Mögen viele anders sehen, aber für mich ist relevant, ob ich mit dem Preis zufrieden bin, nicht, ob noch 500 Euro mehr drin gewesen wären.

Wenn ich mir über diese Punkte im Klaren bin, habe ich gute Erfahrungen gemacht, beim Händler offen anzusprechen, dass wir über den Preis noch einmal reden müssen bzw. ich mit seinem Angebot noch nicht zufrieden bin.

Auf diese Aussage wird in der Regel die Frage kommen, was meine Vorstellung ist. Wissend, dass der Händler darauf nicht eingehen wird, habe ich diese bisher immer niedriger angesetzt und geäußert, um selber nachgeben zu können. "Falsche" Antwort wäre allerdings ein utpopischer, unrealistischer Preis. Der wird Deinem Gegenüber auch die Laune vermiesen.

Du willst kaufen, der Verkäufer verkaufen. Es gibt also weder einen Grund unterwürfig aufzutreten, noch den Händler anmaßend von oben herab zu behandeln.

Freundlichkeit heisst (für mich) die Devise, genauso wie selbstbewusst aufzutreten. Der Händler merkt, wenn Du den Wagen um jeden Preis haben willst! Genauso registriert er, wenn Du den Eindruck vermittelst, nicht jeden Preis zu akzeptieren.

Genauso unumgänglich ist es sich zu informieren: Welche Rabatte sind online möglich, welche bei anderen vor Ort. Wie werden Tageszulassungen angeboten (durchaus die Mühe machen, die Angebote auf dem Hof mal im Konfigurator neu zusammenzustellen), um im Vorfeld ein Gefühl (was auch nicht perfekt stimmen wird) zu entwickeln, welche Preise realistisch sind.

Unseren neuen holen wir diesen Freitag ab. Grober Ablauf war (ohne Anspruch auf beste Vorgehensweise):

  • Gedanken machen, welcher Wagen es sein soll, Anfangen Preise zu eruieren, Besuch im Autohaus (nur an Schautagen)
  • Besichtigung im Autohaus, erstes Gespräch mit dem Verkäufer über Wunschausstattung, "Folgetermin" ausgemacht, zu dem er das Angebot erstellt
  • parallel 5 andere Händler telefonisch/per Mail angefragt
  • Kurzes Telefonat mit dem Händler, Probefahrttermin ausgemacht
  • Besuch beim Händler (mit Frau), Probefahrt, Angebot mitgenommen und avisiert, dass ich mich melde.
  • Anruf beim Händler, angesprochen, dass ich interessiert bin, wir aber über den Preis reden müssen (Nachlass der auf dem Hof stehenden Tageszulassungen vs. meiner Wunschkonfiguration (als Tageszulassung) ins Feld geführt. Termin dafür ausgemacht.
  • Termin beim Händler. Zur Begrüßung mein Ziel herausgestellt, zu einer Unterschrift zu kommen. Wir waren uns einig, dass es einen Preis gibt, bei dem er das Gespräch beendet und einen, bei dem ich es beende (ohne, dass wir ihn ausgesprochen haben). Sein Angebot entsprach meinem Maximalpreis, beinhaltete aber noch ca 400 Euro adhoc im Termin zusätzlich eingebauter Sonderausstattung. "Gefühlt" war ich mir sicher, dass er meinen Wunschpreis nicht mitmacht, habe einen leicht höheren genannt, noch 250 Euro für die zusätzliche Sonderausstattung draufgeschlagen, was er akzeptiert hat.

Folge:

Ich war zufrieden (lag ungefähr auf der Mitte zwischen meinem Wunsch- und Maximalpreis), er konnte anscheinend auch damit leben. Vielleicht wären noch 500 Euro mehr Nachlass möglich gewesen.... stört mich aber tatsächlich nicht. Vertrag direkt fertig gemacht.

Noch eine Idee: Ich hatte 3 Notizzettel mit Preisen in den unterschiedlichen Hosentaschen. Als "Beleg", dass ich mir mein Gegenangebot nicht mal schnell aufgrund seines Preises ausdenke habe ich gesagt, dass ich mir meinen Wunschpreis notiert hatte und den Zettel auch wirklich sichtbar auf den Tisch gelegt.

Man muss sich nur merken, welcher Preis in welcher Hosentasche ist :-).

Meiner Meinung nach hat die Offenheit hier geholfen. Der Händler hat klar gemacht, dass er irgendwann das Geschäft ablehnt und genauso wäre ich (erstmal) gegangen, wenn mein Maximum überschritten worden wäre. Den Mut muss man dann allerdings auch haben.

Vielleicht hilft es ja, Gruß, Lurchi

am 10. Mai 2016 um 13:43

Zitat:

@new-rio-ub schrieb am 9. Mai 2016 um 19:19:41 Uhr:

nach dem günstigsten Preis für ein Vergleichsfahrzeug im Internet suchen. Dieser Preis ist dann Verhandlungsbasis für den Händler.

Ich würde sagen, man sollte generell wissen was man im Internet für das Fahrzeug zahlt.

Mit diesem Preis sollte man am Ende vergleichen. Unterm Strich sollte man einen Kauf über die gängigen Internetplattformen durchaus in Erwägung ziehen. Wenn es vom Händler nicht halbwegs passt, kann man sich auch so einen Neuwagen zulegen.

Zitat:

@kleiner_Lurch schrieb am 10. Mai 2016 um 13:29:21 Uhr:

 

Noch eine Idee: Ich hatte 3 Notizzettel mit Preisen in den unterschiedlichen Hosentaschen. Als "Beleg", dass ich mir mein Gegenangebot nicht mal schnell aufgrund seines Preises ausdenke habe ich gesagt, dass ich mir meinen Wunschpreis notiert hatte und den Zettel auch wirklich sichtbar auf den Tisch gelegt.

Man muss sich nur merken, welcher Preis in welcher Hosentasche ist :-).

Und da heißt es immer, Verkäufer seien Schlitzohren..............

Zitat:

@rudi333 schrieb am 11. Mai 2016 um 22:34:38 Uhr:

 

Und da heißt es immer, Verkäufer seien Schlitzohren..............

ich sehe das als Zeichen der Anerkennung und habe es als Beleg genug, meinem Preis mehr Nachdruck und Ernsthaftigkeit zu verleihen.....sonst sind einem die Autohändler in Sachen Verhandlung i.d.R. Haushoch überlegen....

Seh ich nicht so.

Jeder Händler/Verkäufer hat seine Kalkulation und wenn es für ihn machbar ist, wird er ein Geschäft nicht ablehnen.

Leider gibt es auf den verschiedenen Vertriebswegen nicht für jeden die Möglichkeit, jeden Preis mitzugehen.

am 12. Mai 2016 um 11:44

Probier doch mal www.neuwagenlotse.de. Der holt Dir Angebote bei mehreren Händlern ein und verhandelt für Dich. Einen Versuch ist es sicher wert. Hab es nun auch mal probiert. Die 24h bis die Händler Ihre Angebote abgegeben haben, läuft allerdings noch.

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