Neues Schuhwerk - Reifen für Lincoln Continental Mark IV

Lincoln Continental/Mark Series Mark IV ('71-'76)

Nu isses so weit!

Während der Arbeit am Mustang kam der Lincoln jahrelang zu kurz und hat nun einen Wartungsstau. Seit einiger Zeit machte der Hauptbremszylinder Probleme durch Druckverlust und leichte Leckage zum Bremskraftverstärker hin. Nix dramatisches, aber bei Bremsen kenne ich keine halben Sachen. Besonders nicht bei einem Zweieinviertel-Tonnen-Auto.

Rockauto lieferte den neuen HBZ, der mit schwarzem Bremsenlack lackiert wurde. Kurzes Entlüften auf der Werkbank mit dem kleinen aber hilfreichen "master cylinder bench bleeding kit" ersparen viel pumpen im Wagen und eine Kleckerei beim Einbau. Kurz Bremsen noch entlüften und Probefahrt.

Bei den Bremsversuchen auf trockener Straße stellte ich fest, daß die Michelin-Reifen trotz noch annehmbaren Profils keine gute Bremswirkung mehr haben und schnell radieren. Die Reifen sind augenscheinlich überaltert, denn die Sichtprobe zeigte auch in den Profilrillen breits minimale Trockenrißbildung. Auch mit Reifen (wie mit Bremsen) ist nicht zu scherzen.

Neue Schluffen müssen her!

Jetzt wird's schwierig. Die Reifengröße 235/75R15 mit Weißwand ist zwar von einigen wenigen Herstellern noch lieferbar, aber nicht von einem US-Markenhersteller und auch nicht mit der korrekten Weißwand für Lincolns. Die Streifen an den wenigen erhältlichen Reifen sind zu breit, an der falschen Stelle und sehen nicht sehr authentisch aus. Die Profile haben auch meistens nichts mit dem Style der 70er gemein. Seinerzeit bot Lincoln für fast jedes Modell alle paar Jahre neue Weißwanddesigns an, die sehr stark den Charakter des Wagens prägten, z.B. für die Designer Series, die Collectors oder die Diamond Jubilees.

Nach Studium der einschlägigen Reifenläden wie Coker und Co. kam ich auf den Neuheitenkatalog von Diamondback Tires, die nun für alle Lincolnmodelle von 1969-1979 ALLE Reifendesigns nachbauen und anbieten.

Dingdong, angerufen und nachgefragt. Antwort: ja, machen wir als Sonderanfertigung auf Basis von Toyo- oder Michelinreifen. Die kannste bei unserem europäischen Distributor in England bestellen.
Dingdong, angerufen und nachgefragt. Antwort: ja, kannste bestellen. Kosten 163 Pfund das Stück plus Truckfracht nach D-Land. Nach England kommen sie per Sammelfracht im Container.

Habe ich bestellt. Werde weiter berichten.

P.S.: Diamondback ist ein Kleinserienhersteller für Spezialreifen. Die nehmen Serienreifen oder lassen Kleinserien produzieren und versehen diese nach den alten Vorlagen mit den korrekten Weißwänden, Redstripes, Goldstripes oder was auch immer. Das Ergebis ist ein so authentisch wie möglicher Reifen. Das geht so weit, daß die sogar Radialreifen bauen, die äußerlich wie Diagonalreifen aussehen um das Aussehen eines 57er Cadillac oder 56er T-Bird nicht mit Radialreifen zu ruinieren.

Tires
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Nu isses so weit!

Während der Arbeit am Mustang kam der Lincoln jahrelang zu kurz und hat nun einen Wartungsstau. Seit einiger Zeit machte der Hauptbremszylinder Probleme durch Druckverlust und leichte Leckage zum Bremskraftverstärker hin. Nix dramatisches, aber bei Bremsen kenne ich keine halben Sachen. Besonders nicht bei einem Zweieinviertel-Tonnen-Auto.

Rockauto lieferte den neuen HBZ, der mit schwarzem Bremsenlack lackiert wurde. Kurzes Entlüften auf der Werkbank mit dem kleinen aber hilfreichen "master cylinder bench bleeding kit" ersparen viel pumpen im Wagen und eine Kleckerei beim Einbau. Kurz Bremsen noch entlüften und Probefahrt.

Bei den Bremsversuchen auf trockener Straße stellte ich fest, daß die Michelin-Reifen trotz noch annehmbaren Profils keine gute Bremswirkung mehr haben und schnell radieren. Die Reifen sind augenscheinlich überaltert, denn die Sichtprobe zeigte auch in den Profilrillen breits minimale Trockenrißbildung. Auch mit Reifen (wie mit Bremsen) ist nicht zu scherzen.

Neue Schluffen müssen her!

Jetzt wird's schwierig. Die Reifengröße 235/75R15 mit Weißwand ist zwar von einigen wenigen Herstellern noch lieferbar, aber nicht von einem US-Markenhersteller und auch nicht mit der korrekten Weißwand für Lincolns. Die Streifen an den wenigen erhältlichen Reifen sind zu breit, an der falschen Stelle und sehen nicht sehr authentisch aus. Die Profile haben auch meistens nichts mit dem Style der 70er gemein. Seinerzeit bot Lincoln für fast jedes Modell alle paar Jahre neue Weißwanddesigns an, die sehr stark den Charakter des Wagens prägten, z.B. für die Designer Series, die Collectors oder die Diamond Jubilees.

Nach Studium der einschlägigen Reifenläden wie Coker und Co. kam ich auf den Neuheitenkatalog von Diamondback Tires, die nun für alle Lincolnmodelle von 1969-1979 ALLE Reifendesigns nachbauen und anbieten.

Dingdong, angerufen und nachgefragt. Antwort: ja, machen wir als Sonderanfertigung auf Basis von Toyo- oder Michelinreifen. Die kannste bei unserem europäischen Distributor in England bestellen.
Dingdong, angerufen und nachgefragt. Antwort: ja, kannste bestellen. Kosten 163 Pfund das Stück plus Truckfracht nach D-Land. Nach England kommen sie per Sammelfracht im Container.

Habe ich bestellt. Werde weiter berichten.

P.S.: Diamondback ist ein Kleinserienhersteller für Spezialreifen. Die nehmen Serienreifen oder lassen Kleinserien produzieren und versehen diese nach den alten Vorlagen mit den korrekten Weißwänden, Redstripes, Goldstripes oder was auch immer. Das Ergebis ist ein so authentisch wie möglicher Reifen. Das geht so weit, daß die sogar Radialreifen bauen, die äußerlich wie Diagonalreifen aussehen um das Aussehen eines 57er Cadillac oder 56er T-Bird nicht mit Radialreifen zu ruinieren.

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Zitat:

@SCOPE schrieb am 12. Juni 2016 um 23:16:40 Uhr:


http://www.vhtlak.nl/hittebestendig/
http://www.ajspeedshop.nl/.../

Oder auf Deutsch:
http://www.nonpaints.com/de

Gruß SCOPE

Hallo zusammen,
genau
diesen "nonpaints" Laden kann ich sehr empfehlen. habe da auch zuletzt mal was gekauft. Montags bestellt, Mittwochs hatte ich die Ware. Wirklich perfekt.
@ Spechti,
auf deine neuen Pellen bin ich gespannt.
mit meinen neuen Reifen wird das wohl nichts bei dieser Firma aus Norddeutschland. Man sagte mir, man habe keine Form dafür habe um drei feine Streifen auf einen Reifen zu bringen(seufzs). Na mal sehen. Noch sind meine aktuellen Reifen ok. Kommt Zeit kommt......
Gruß
Tommes

So, gestern kamen die neuen Schluffen hier an. Der Paketmann schleppte sich mit zwei mächtigen Paketen ab...

Nachdem ich die Boxen ausgepackt hatte war ich ein wenig verwirrt. Die in Folie eingeschrumpften Reifen hatten zwar überall die Beschriftung "235/75R15", aber rein optisch sah das, was da zum Vorschein kam, recht schmal aus.

Wenn man einen der alten 235er Michelins daneben stellte, war der Reifen gute 25 mm schmaler. Intensives Messen ergab, daß der Felgendurchmesser (15"😉, der Außendurchmesser und Abrollumfang (26"😉 genau stimmten, die Laufflächenbreite aber irgendwie einer anderen Vermessungsgrundlage folgte...

Also Mail an Diamondback Tires geschrieben und nachgefragt, ob da zufälligerweise ein Fertigungsfehler vorliegen kann. Antwort: nein, das ist normal. Wenn der Reifen eingepackt, luftlos und nicht auf einer Felge montiert ist hat er eine völlig andere Form als in montiertem Zustand. Ich solle den Reifen mal mit einem originalen Reifen der frühen 70er vergleichen. Die Experten bei DB haben die Reifen so ausgewählt, daß sie möglichst nahe am damaligen Original sind. Das sei eben das oberste Ziel bei diesen Nachfertigungen.

Der Basisreifen in der Größe 235/75R15 von Diamondback (für Lincoln) kommt übrigens nicht, wie ürsprünglich gedacht von Michelin, sondern von Toyo und ist Made in Japan.

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Ich hatte dasselbe Thema mit meiner Corvette. Die BF Goodrich Radial T/A selbe Größe wie die die montiert waren von 98.
Sahen deutlich schmaler aus, als die montierten, so dass ich auch gleich dachte das wären die falschen. Aber die Bezeichnung stimmte überein und es war dasselbe Fabrikat und Modell nur eben knapp 20 Jahre neuer.
Das Profil war auch etwas anders.
Wie auch immer, ich finde immer noch nach mittlerweile 5 oder 6 Monaten auf der Felge montiert, dass die Reifen schmal aussehen...
Dachte immer, das wäre mein persönlicher abknicken in der Optik, aber dann ist das ja vielleicht wirklich so.
Interessant.

Ich wollte den Aussagen von DBtires mal auf den Grund gehen und habe mir heute abend also mal den alten Reifen geschnappt, auf den Reifenmontageständer gewuchtet und den rissigen Michelin von der Felge gezogen. Dann habe ich den neuen Diamondback ausgepackt, die Ränder mit Glitschi eingestrichen und auf die gereinigte Felge gezogen.

Mir fiel ein, daß ich ja ein authentisches Original im Kofferraum liegen habe. Im Lincoln befindet sich noch ein Reserverad der Erstausrüstung mit Montagedatum 6. November 1972. Diesen werde ich als unbestechliche Referenz heranziehen.Der Originalreifen hat das Maß 230x15 X.

Was soll ich sagen, der Mann von Diamondback hatte recht. Der Diamondback-Reifen sieht in Anmutung und Dimensionierug dem alten Original-Michelin X wesentlich ähnlicher als dem neueren Pendent aus den 90ern, mit denen ich den Wagen kaufte. Die 235/70R15 waren immer zu klein für den Wagen und sahen unstimmig aus. Eigentlich sind sie uín der Größe für Rolls-Royce vorgesehen. Im direkten Vergleich mit dem alten 230er Reserverad sind die neuen Reifen etwas breiter, was ja auch normal ist, da es ja eine 235er Laufflächenbreite haben soll.

Der weiße Streifen ist wie beim Original 3/8" breit und relativ genau an der gleichen Stelle. Gesamtanmutung und Aussehen des neuen Reifens ist dem Original sehr ähnlich. Genau das, was ich erreichen wollte. DBtires gibt übrigens 4 Jahre Garantie auf die Reifen.

Seht selbst.

Ich bin mal gespannt, wie der sich so fährt....

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So dann heißt es jetzt wohl: Deck Euch mit Reifen von der Insel ein, bevor auch noch Zoll und Einfuhrsteuern drauf kommen! :-/

Gruß SCOPE

Ich glaube nicht, daß das passiert. GB wird weiter assoziiertes Gebiet des europäischen Wirtschaftsraumes bleiben. Auch ohne EU-Mitglied zu sein. Aufgrund der Steuerabkommen wird es wohl auch bei der gegenseitigen Anerkennung der MwSt. Bleiben.
Es könnte allerdings sein, daß das Pfund in der nächsten Zeit nachgibt.

Ja... wenn es richtig dumm läuft wollen die dann irgendwann den festen Euro lieber haben, statt ihr instabiles Pfund. Wenn es nur nicht so traurig wäre, könnte man schon schadenfroh sein.

Gruß SCOPE

Ich würde das ganze nicht zu schwarz sehen. Die Abkoppelung von der Zentralregierung in Brüssel kann auch als Chance gesehen werden. Die Chance allerdings zu nutzen werden mit Vehemenz aber alle vom bisherigen System profitierenden Akteure zu torpedieren versuchen. Die fiesesten Torpeos werden aus Brüssel selber kommen um Nachahmer abzuschrecken. Wenn es GB gelingt, sich den Anfeindungen zu widersetzen, finden sie sicherlich einen neuen Platz in Europa, auf dem es sich gedeihlich leben läßt. Immerhin hat das Volk gesprochen und das muß man respektieren.

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