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Neuer Job ohne Firmenwagen trotz mehr netto unattraktiv?

Themenstarteram 13. Dezember 2018 um 14:11

Hey Leute,

Mir wurde eine andere Stelle angeboten, selbe Branche, andere Firma und Einkauf statt Vertrieb. Reizt mich ehrlichgesagt sehr, aber was ich mich gerade Frage ist folgendes:

Derzeit habe ich Home Office und Firmenwagen mit 1% (Volvo V40)

Bein potentiellen neuen AG hätte ich keinen Firmenwagen und müsste täglich einfach 52 KM in die Firma fahren. Umzug und Öffis sind beides nicht möglich derzeit.

Allerdings bekäme ich rund 850-900€ mehr netto.

Da ich derzeit kein Privates Auto habe neben dem Firmenwagen müsste dieses dann natürlich noch angeschafft werden, wobei ich mir die Frage stelle ob sich inkl aller Fahrzeugkosten der Wechsel dann noch lohnen würde? Vermutlich müsste ich sogar entweder finanzieren oder ein sehr billiges Auto kaufen, da ich wegen Umzug und Weltreise in 2017 nur wenig Ersparnisse habe.

Daher Frage ich mich ganz einfach, ob das überhaupt lukrativ wäre. Ist natürlich alles sehr subjektiv und individuell, was sind eure Gedanken dazu?

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43 Antworten

Bei 850 bis 900 € mehr Brutto wäre das eine Überlegung, aber so bei Netto sind das ja fast 11000 € mehr Einkommen im Jahr plus die vermiedenen 1% vom BLP des Volvo.

Die Entfernung kannst du ja in der Steuererklärung angeben bzw. schon vorab als Abzug auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen und musst dies somit nicht zu 100% selbst tragen.

Ich würde es anders rechnen:

Von dem Mehr Netto muss ein Auto unterhalten werden, Anschaffung oder Rate, Versicherung, Wartung, Steuer und Treibstoff. Da wird nicht wirklich was überbleiben bei der Fahrleistung!

Dazu kommt, willst du wirklich 100km am Tag fahren? Wiegen ca. 100 Euro die du unterm Strich mehr hast, diesen Stress im Stau, das Fahren selber und den Zeitaufwand auf? Auf Dauer.

Ich gehe davon aus, das du dein jetziges Netto mit Firmenwagen gegen das zukünftige Netto ohne FW vergleichst.

Schon der tägliche Zeitaufwand für über 100 km wäre für mich ein No-go, wenn sonst im Job alles einigermaßen passt.

Und bei fast 23.000 km Jahresfahrleistung nur für die Arbeit + Privatfahrten ist es fraglich, ob da zweck Finanzierung eines Fahrzeuges (trotz steuerlicher Rückvergütung) unterm Strich soviel mehr vom Gehalt noch übrig bleibt, dass es sich lohnt, 2 Stunden Freizeit werktäglich zu verpulvern.

220 Arbeitstage * 52 km * 0,30 € Pendelpauschale = 3432 € Abzug in der Steuererklärung

1 % BLP vom Volvo V40 (geschätzt 30000 €) = 300 € pro Monat zu versteuern = 3600 € im Jahr

Das bedeutet für mich, das beides gleicht sich fast aus. Bleiben die fast 11000 € mehr Netto. Davon kann man problemlos ein Fahrzeug für 300 € bis 400 € im Monat (z.B. Volvo V40) leasen oder finanzieren und hat noch genug übrig für Wartung, Rücklagen, Steuer, Versicherung, etc.

Wenn man das aber auf die Fahrtzeit von 2 h pro Tag bzw. im Jahr 440 h umrechnet, dürfte dabei ein schlechter Stundenlohn heraus kommen.

Aber dem TE geht es ja wohl zum einen um die berufliche Perspektive und zum anderen auch die Motivation und Spaß an der Arbeit. Allein das wäre für mich unbezahlbar.

EDIT, da Posts zeitlich überschnitten: Genauso wäre für mich eine feste Arbeitszeitz im Büro verglichen mit den zahllosen, unbezahlten Überstunden eines AD´lers und Zeit fernab der Familie unbezahlbar. Auch das wäre für mich eine klare Entscheidung.

Themenstarteram 13. Dezember 2018 um 14:35

@hydrou, stimmt die 0,30 Cent vom FA hatte ich nicht bedacht.

@Ben, nun ja, derzeit mache ich 70-80tkm im Jahr (Aussendienst), da ist je eine Stunde morgens und Abends zu vernachlässigen, wobei auch ein Tag die Woche trotzdem Homeoffice wäre.

Mich reizt an sich der Job auch sehr, aber der 'Aufwand' des Wechsels wäre für mich halt auch nur hinnehmbar wenn zumindest ein wenig mehr auf dem Zettel steht am Ende des Monats.

Ich werde erst mal die weiteren Gespräche Abwarten und dann schauen, ob es für mich Sinn macht.. gerne freue ich mich trotzdem über euren Input.

Oh, das mit dem Aussdienst habe ich gelesen, aber da rein und da raus. Tschuldigung.

Dann ändere ich meine Meinung. Durch den Jobwechsel biste zwar immer noch zu viel auf der Straße, aber dennoch wesentlich weniger und geplant.

Dann kannst nur du entscheiden, ob du wechselst. Finanziell stellst du dich nicht schlechter, sondern etwas besser.

Ursprünglich wollte ich deutlich machen, daß von dem "großen" Geld nicht soviel über bleibt und ob es den Zeitaufwand aufwiegt. Mein Gegenargument hat sich somit in Luft aufgelöst.

Mal abgesehen davon, dass man von dem Netto-Mehrverdienst wohl ohne weiteres ein Auto unterhalten kann (und abgesehen davon, dass das dazugehörige Brutto ein saftiges Plus auf dem Rentenkonto beschert und die Steuerprogression jeden abzugsfähigen Posten attraktiver macht):

beim nächsten Stellenwechsel ist das Brutto aus dem jetzt neuen Job die Messlatte!

Home Office wäre auch beim Jobwechsel gegeben? Auch das ist ein Faktor. Im Prinzip umfallen und am Arbeitsplatz.

Themenstarteram 13. Dezember 2018 um 16:46

Home Office wäre eine Möglichkeit die, aber nicht so wie jetzt jede Woche regelmässig und planbar ist.

Danke wie gesagt für eure Antworten, ich werde mal überlegen, sobald es weitere Gespräche gab.

Themenstarteram 13. Dezember 2018 um 17:08

Home Office wäre eine Möglichkeit die, aber nicht so wie jetzt jede Woche regelmässig und planbar ist.

Danke wie gesagt für eure Antworten, ich werde mal überlegen, sobald es weitere Gespräche gab.

Ich wechsel jetzt zum 01.01. den AG. Verdiene dann zwar auch mehr und Schicht fällt weg, aber der entscheidende Punkt für mich war: statt 63km einfach habe ich jetzt nur noch 5 Minuten mit dem Fahrrad. Das ist für mich ein unschlagbares Argument, das hätte ich auch bei gleichem oder sogar weniger Verdienst gemacht.

Zitat:

@hydrou schrieb am 13. Dezember 2018 um 14:33:46 Uhr:

220 Arbeitstage * 52 km * 0,30 € Pendelpauschale = 3432 € Abzug in der Steuererklärung

wenn der TE jetzt keine Werbungskosten hat, hat er trotzdem seine 1000,-

also nur 2432 € Differenz

Zitat:

1 % BLP vom Volvo V40 (geschätzt 30000 €) = 300 € pro Monat zu versteuern = 3600 € im Jahr

wenn er wirklich gar nicht ins Büro muss, ansonsten kommen noch 0,002% pro Fahrt und Entfernungskilometer dazu

wobei das ganze jetzt Wurscht ist, wir reden vom Nettogehalt

Zitat:

Das bedeutet für mich, das beides gleicht sich fast aus. Bleiben die fast 11000 € mehr Netto. Davon kann man problemlos ein Fahrzeug für 300 € bis 400 € im Monat (z.B. Volvo V40) leasen oder finanzieren und hat noch genug übrig für Wartung, Rücklagen, Steuer, Versicherung, etc.

Sprit nicht vergessen!

Unterm Strich sieht die Rechnung für mich so aus:

Der TE kriegt 850-900 mehr Netto.

Von 2432,- Werbungskosten kommen noch ca. 80€ monatlich

Je nach dem, wie viel er privat(umsonst) fährt, muss er dann das private Auto selbst tanken

Mehr Verdienst bedeutet auch da geht mehr in die Rentenkasse. Auto hin oder her.

Zitat:

@opelkult schrieb am 13. Dezember 2018 um 23:29:34 Uhr:

Ich wechsel jetzt zum 01.01. den AG. Verdiene dann zwar auch mehr und Schicht fällt weg, aber der entscheidende Punkt für mich war: statt 63km einfach habe ich jetzt nur noch 5 Minuten mit dem Fahrrad. Das ist für mich ein unschlagbares Argument, das hätte ich auch bei gleichem oder sogar weniger Verdienst gemacht.

Genau das ist Lebensqualität.

Das merke ich jetzt im Ruhestand. Viel länger als 63 hätte ich das auch nicht mehr ausgehalten. Waren zwar nur 40 km mit dem Zug und 20 Minuten Fußweg, aber trotzdem. Jeden Morgen gezwungen sein um die gleiche Zeit aufzustehen. Echt ätzend.

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