Neue Anstellung in Aussicht - wie am Besten die Situation mit dem Fahrzeug lösen?
Hallo Zusammen,
ich habe zurzeit ein Problem, welches mich etwas ins Grübeln bringt.
Zur Situation: Im Januar 2018 habe ich meinen neuen Golf 7 GTI abgeholt, welchen ich über die VW Bank finanziert habe - 0€ Anzahlung, 375€ im Monat, 4 Jahre Laufzeit, 15tkm p.a., verbriefter Rückgabewert von ca. 16.500€
Passt alles super für mich, Arbeitsweg sind 6km am Tag, welchen ich aber auch ab und zu mit dem Fahrrad fahre. Mit dem Auto selbst bin ich auch recht zufrieden, hänge jetzt aber auch nicht zu sehr an ihm (fahre immer wieder gerne ein anderes Auto).
Ich habe so oder so nicht geplant das Fahrzeug länger als die o.g. 4 Jahre zu fahren.
Jetzt ist es so, dass ich mich auf eine Anstellung in Schleswig-Holstein beworben habe (ich wohne in NRW), bei welcher ich anfangs etwas weniger verdiene aber kontinuierlich vom Gehalt steige.
Bei der Anstellung ist es so, dass ich unter der Woche immer im SH bin und nur am Wochenende nachhause fahre. Miete zahle ich nur für meine reguläre Wohnung in NRW und andere Kosten (für Verpflegung, etc.) habe ich unter der Woche nicht, bzw. nur sehr gering.
Das wären dann knappe 900km für mich pro Woche, also zuviel für den GTI (und 15tkm Laufleistung im Jahr).
Jetzt war ich am überlegen wie ich das am besten mit dem Auto regel. Das sind die Möglichkeiten, welche mir einfallen:
- GTI abgeben (Finanzierungsübernahme oder Verkaufen) und ein Auto bis z.B. 6000€ kaufen (ein Auto mit Komfort und etwas Leistung)
Problem ist, den GTI weg zubekommen. Aktuell liegt der Ankaufspreis vom Händler und meine Restschuld bei der Bank ca. 7000€ auseinander. Also müsste ich ihn Privat für mehr Geld wegbekommen, bzw. jemanden finden, der die Finanzierung übernimmt, was natürlich langwierig sein könnte (habe jetzt aber auch nicht so die Eile, die neue Stelle wäre ab 04/2019). Finanziell gesehen die beste Lösung (von der monatlichen Belastung her). Die 6000€ für ein anderes Auto müsste ich auch mit einem (freien) Kredit aufbringen
- GTI behalten und sehr günstiges Auto bis 1000€ kaufen
Ich behalte meinen GTI, welchen ich dann z.B. am Wochenende fahren kann und für den Weg zur Arbeit hole ich mir irgendein altes Auto mit 2 Jahren TÜV, was hoffentlich möglichst lange durchhält. Zur Not hätte ich dann noch den GTI. Die monatlichen Kosten wären dann natürlich sehr hoch wegen der Rate vom GTI und doppelte Kosten für Steuer und Versicherung (Wechselkennzeichen?). Die 1000€ für ein anderes Auto hätte ich selbst.
- GTI behalten und aus der Finanzierung auslösen
Ich löse den GTI aus der Finanzierung aus (entweder jetzt oder am Ende der Laufzeit - mit einem anderen Kredit) und fahre mit diesem jede Woche. Vom Wertverlust durch die vielen KM abgesehen würde mir dann auch die Haltbarkeit (insbesondere DSG) auf Dauer Sorge bereiten. Aber es wäre dann mein Auto, bzw. VW will es dann nicht zurück haben und ich kann damit machen was ich möchte.
- GTI behalten und mit der Bahn fahren
Keine Option für mich und vermutlich auch nicht so günstig.
Welche Option würdet Ihr mit empfehlen? Gerne kann ich euch noch weitere Infos geben.
Besten Dank im Voraus,
VG
Beste Antwort im Thema
Und der Job steht definitv fest?
Da müsste ich mindestens das 3-fache Gehalt von jetzt bekommen, Lohnt doch gar nicht. PArtnerin ist zu Hause, Freunde, Familie.. ekelhaft
42 Antworten
Hier kann man sich intensiv über das Thema:
Pendeln macht krank
informieren
Zitat:
@new-rio-ub schrieb am 20. Oktober 2018 um 08:15:03 Uhr:
Hier kann man sich intensiv über das Thema:
Pendeln macht krank
informieren
Wobei diese Studien fast immer das tägliche Pendeln zur Arbeit behandeln. Man sitzt also täglich 2h im Auto , dazu 9-10 h Arbeiten. Sowas macht auf Dauer körperlich keiner mit.
Ich fand das Pendeln am Wochenende nie wirklich anstrengend. Für mich waren andere Faktoren viel nerviger. Das Wochenende ist nur halb so lang. Sonntag früh ist man mit den Gedanken schon wieder im Auto. Man wird aus dem täglichen Leben an seiner "Homebase" nahezu angeschlossen. Alles was unter der Woche statt findet ist für einen Tabu.
Weiter hab ich mich persönlich immer über die Wohnsituation geärgert. Ich habe ein tolles Haus mit Garten. Aber unter der Woche habe ich in einer WG oder kleinen Wohnung ohne Komfort gewohnt. Außerdem ist man ständig alleine, da man am neuen Dienstort keinen gewachsenen Freundeskreis hat.
Ich habe meine Frau teils nur 6-7 Tage im Monat gesehen. Tolle Ehe. Ich bin sehr dankbar, dass das Pendelleben zu Ende ist und ich wieder zuhause bei meinen Lieben bin.
Und dann ist ja noch das Liebe Thema Geld. Es ist ja nicht nur mehr Sprit was du verbrauchst. Die Versicherung wird sich mit den Kilometern verdoppeln. Du musst viel häufiger zur Inspektion und auch Bremsen, Reifen und sonstiger Verschleiß wird deutlich ansteigen. Rechnen sollte man hier mit Wertverlust etwa 800€ im Monat , nur um mobil zu sein.
(P.S. die Bundeswehr ist in meine Augen auch kein guter Arbeitgeber)
Hm, klar, ist Deine Entscheidung.
Für mich käme das auch bei 120k Jahresgehalt nicht in Frage. Damit wird man doch nicht glücklich, keinen vor Ort zu haben.
Kostenfaktor und die Pendelei.
Habe derzeit täglich 70km und das stresst ja mehr als der Job, einfach nur Ätzend in NRW
@Schweinesohn schrieb am 18. Oktober 2018 um 21:03:30 Uhr:
Und der Job steht definitv fest?
Da müsste ich mindestens das 3-fache Gehalt von jetzt bekommen, Lohnt doch gar nicht. PArtnerin ist zu Hause, Freunde, Familie.. ekelhaft
Ich arbeite aktuell im Büro / in der IT und könnte eigentlich sehr zufrieden sein mit meinem Job. Aber ich möchte nochmal etwas erleben bevor ich alt werde (bin Mitte 20) und da die neue Tätigkeit etwas mit der Schifffahrt zutun hat muss ich gezwungenermaßen ans Meer.
Das Gehalt ist nur Anfangs etwas weniger, werde recht schnell mein aktuelles übersteigen, sodass ich in absehbarer Zeit (wenn auch nicht sofort) das doppelte verdienen werde + zahlreiche Benefits.
Bin aktuell im Bewerbungsverfahren, vermutlich habe ich aber recht große Chancen. Unterschrieben habe ich aber auch nichts.
Wenn man die Sache rein finanziell betrachtet, solltest du den Golf sofort abgeben, den Differenzbetrag begleichen und dir ein zuverlässiges Auto mit einem sparsamen Dieselmotor kaufen, welcher keinen nennenswerten Werverlust mehr hat.
Es ist zwar richtig, dass dein Golf bereits sehr stark an Wert verloren hat und es nicht mehr so steil runter geht, aber dennoch wird der Wertverlust weiterhin enorm sein.
Aktuell ist er 8 Monate alt und ist ca 10.000 km gelaufen.
Fährst du ihn weiter, dann ist er demnächst 4 Jahre alt und ist 140.000 km gelaufen.
Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.
Du musst noch 40 Monate lang 375 Euro zahlen. Das sind glatt 15.000€.
Dann kommen noch die Kosten für die Mehr-km von rund 5.000€.
Also macht es noch weitere 20.000€ Verlust ab Heute.
Verkaufst du ihn jetzt, dann hast du im schlimmsten Fall noch 7.000€ Kredit offen und stehst ohne Auto da.
Hört sich erstmal hart an, ist aber in der Aktuellen Lage am günstigsten.
Danach kaufst du dir ein "Taxi" W211 E200/220 CDI OM646 mit 136 bzw 170 PS und fährst die Kilometer ganz entspannt und locker. Kostenpunkt: 4.000-6.000€.
Ich kenne selten einen, der deutlich unter einer million Kilometer nennenswerte Probleme gemacht hat. Rostprobleme gibt es da auch keine.
Habe meinen vor kurzem nach Aserbaidschan verkauft. Mit 290.000 km war er nichtmal so richtig eingefahren und lief wie ein Jahreswagen.
Wenn allerdings jetzt emotionen, Fahrspaß, Geschmack etc ins Spiel kommen, dann muss man sich das nochmal überlegen.
Mein obiges Beispiel ist nur gültig, wenn man bereit ist Abstriche zu machen um wirtschaftlicher zu fahren.
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Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!
Zitat:
@munition76 schrieb am 21. Oktober 2018 um 21:14:24 Uhr:
Aktuell ist er 8 Monate alt und ist ca 10.000 km gelaufen.Fährst du ihn weiter, dann ist er demnächst 4 Jahre alt und ist 140.000 km gelaufen.
Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.
Du musst noch 40 Monate lang 375 Euro zahlen. Das sind glatt 15.000€.
Dann kommen noch die Kosten für die Mehr-km von rund 5.000€.Also macht es noch weitere 20.000€ Verlust ab Heute.
Verkaufst du ihn jetzt, dann hast du im schlimmsten Fall noch 7.000€ Kredit offen und stehst ohne Auto da.
Hört sich erstmal hart an, ist aber in der Aktuellen Lage am günstigsten.
So siehts aus, wobei man vielleicht noch mit weniger als den 7000€ rechnen kann. Diese Differenz würde entstehen, wenn ich das Auto bei meinem Händler in Zahlung geben würde. Privat sollte ich so 2000-3000 Euro mehr bekommen.
Sind zwar trotzdem 4000-5000€ die dann "weg" sind, aber dafür ist man das Problem / den Kostenfaktor mit dem Golf los. Wiederum müsste ich diesen Betrag auch bei der Rückgabe für die Mehr-KM zahlen - stehe dann allerdings ohne Auto da.
Ein Faktor ist die fortgeschrittene Technik im GTI, z.B. das Fahrassistenzpaket, welches doch schon sehr angenehm ist. Verbrauchsmäßig liegt er zwischen 6-10l auf 100km im Durchschnitt, je nach Fahrweise, also preislich nicht soviel Unterschied zum Diesel.
Zitat:
@munition76 schrieb am 21. Oktober 2018 um 21:14:24 Uhr:
Danach kaufst du dir ein "Taxi" W211 E200/220 CDI OM646 mit 136 bzw 170 PS und fährst die Kilometer ganz entspannt und locker. Kostenpunkt: 4.000-6.000€.
So ein Auto wäre auch mein Favorit, vielleicht noch W210er, es gibt auch Autos ohne Rost (diese stehen nur selten zum Verkauf). Hier ist halt nur die Frage wie lang er durchhält. Der GTI hätte Garantie bis zum Ende der 4 Jahre. Dafür aber auch recht hohe Versicherungskosten bei 40.000km p.A. ...
Aber wie ich es auch drehe - 5000€ Verlust muss ich wohl so oder so hinnehmen.
Bin ich der Einzige, der die Prämissen der "Taxilösung" falsch findet?
Erstens fallen nicht 20000 € Verlust an, wenn der OP den Golf weiterfährt. Wenn überhaupt zahlt er 20000/48=416 € monatlich um einen dann immer noch nicht wahnsinnig alten Gebrauchten viele 1000 km im Jahr zu bewegen. Das ist nichts Sittenwidriges für Privatmänner, die sich mal einen Neuwagen gönnen wollten.
Zwotens wird so getan, als wenn die 4000-6000 € für den Mercedes nicht anfallen. Die muss sich der OP nämlich borgen, wie er eingangs schrieb. Dazu verliert er noch ein paar 1000 € durch die Unterdeckung beim Weiterverkauf des GTI. Sind auch 10000 € in Summe, bloß dass die wirklich schon heute fließen müssten!
Das Taxi wird dann in vier Jahren wohl kaum noch den gleichen Wert besitzen wie heute. Eher noch so die Hälfte, wenn nicht Exportreif < 2000 €. Dann ist er schon bei 13000 € Gesamtkosten.
Das sind natürlich immer noch 7000 € Unterschied bei den entstandenen Kosten, vorbehaltlich beide gehen nicht kostspielig kaputt. Nebenbei ist das ziemlich genau der Wert, auf den @munition76 als Abschreibung auch so kommt...nur kann man es eben auch als Preis für mehr Komfort, Garantie und irgendwo auch Zinskosten interpretieren.
Addendum: Wenn ich länger drüber nachdenke: Diese 7000 € Ersparnis haben ja gar nicht mal was mit der pot. neuen, beruflichen Situation zu tun. Da steckt ja allgemein der Kostenvorteil von Gebraucht- vs. Neuwagen mit drin, und gegen den hat sich der OP ja Anfang des Jahres bewusst entschieden.
Ganz ehrlich, wie muss man denn fahren, um mit dem GTI auf 6 Liter Verbrauch zu kommen?
Bestimmt konstant 100?
Zitat:
@ru86 schrieb am 24. Oktober 2018 um 21:19:18 Uhr:
Ganz ehrlich, wie muss man denn fahren, um mit dem GTI auf 6 Liter Verbrauch zu kommen?
Bestimmt konstant 100?
So, dass man zu keiner Zeitpunkt bemerkt, dass unter der Haube ein 2.0 TFSI mit über 200 PS werkelt.
Mein E500 (5,5 V8 - 440 PS - 2to) verbraucht auf Langstrecke hinter'm LKW mit 92 km/h Distronic auch nur 7,2 Liter und dreht dabei knapp über Leerlaufdrehzahl. Macht Dank LPG knapp unter 5€/100 km.
Getestet habe ich es -aus reiner neugier- in den letzten 7 Jahren nur 1x.
Auf freier Strecke fahre ich gerne konstant 180 und zahle 8€/100km.
@TE:
Wo wir gerade dabei sind: Wie wäre es mit LPG ?
Zitat:
@ru86 schrieb am 24. Oktober 2018 um 21:19:18 Uhr:
Ganz ehrlich, wie muss man denn fahren, um mit dem GTI auf 6 Liter Verbrauch zu kommen?
Bestimmt konstant 100?
Während meines Urlaubs in der Schweiz mit Angst um meinen Geldbeutel 😁
Also maximal 120 und ich bin viel mit ACC gefahren.
Passstraßen mal außen vor.
In DE hab ich das aber auch noch nicht geschafft. Hier lieg ich bei 10l, muss aber auch gestehen das mich der Verbrauch (bis jetzt) nicht wirklich interessiert.
LPG kann ich mir in meinem GTI aber nicht vorstellen.
Zitat:
@GTI2k18 schrieb am 25. Oktober 2018 um 19:42:02 Uhr:
LPG kann ich mir in meinem GTI aber nicht vorstellen.
Ist bei deinem GTI technisch ja auch nicht möglich und war auch keine Empfehlung von mir.
Ich meinte, dass du dir auch ein LPG Fahrzeug anschaffen könntest anstatt Diesel.
Meine Vialle LPI 7 im W211 spritzt auch flüssig.
Bei den TFSI Motoren verkoken die Einspritzdüsen, wenn man diese auf Gas umbaut.
Von daher muss trotz Gasumbau (ständig) mindestens 20% Benzin mit eingespritzt werden und selbst dann, läuft er nicht perfekt. Dazu ist der Umbau -wie du sagtest- (sehr) teuer.
Mal abgesehen von der extrem langen Amortisationszeit, ist es nicht möglich, eine einwandfrei laufende Anlage hinzukriegen.
Hinzu kommt, dass seit 2017 keine Gasanlagen mehr einzeln abgenommen und eingetragen werden dürfen.
Der Gasanlagen-Hersteller muss für jedes einzelne Modell für sehr viel Geld die "Zulassung" kaufen. Dies lohnt sich nur bei Volumenmodelle.
Dazu zählt sicherlich kein Golf 7 GTI, von den wahrscheinlich in ganz Deutschland kein einziger auf Gas läuft.
Daher sagte ich, dass es technisch nicht möglich ist den Golf des TE umzubauen.