Nachtfahrt Motorrad

Heute habe ich in der Fahrschule meine Nachtfahrten und das Wetter ist ja echt sowas von ätzend.
Ich bin jetzt schon total nervös davor, alleine schon wegen dem ganzen Laub auf den Straßen und Wildwechsel während der Dämmerung.
Kann mir jemand sagen auf was ich besonders zu achten habe und muss man in der Fahrschule wirklich so schnell fahren wie auf den Landstraßen vorgeschrieben, also 70 bis 100 kmh?

Beste Antwort im Thema

Nicht jeder hat das Führen eines Fahrzeugs mit der Muttermilch aufgesogen. Hier natürlich einige.
Man sollte respektieren, dass das erstmalige Fahren eines Motorrads im Dunkeln, eventuell bei Regen im einstelligen Temperaturbereich eine völlig neue Erfahrung ist.

Der Scheinwerfer bringt recht wenig Licht, das Visier beschlägt bei falsch eingestellter Helmbelüftung und die Finger frieren steif, wenn die Handschuhe nicht wasserdicht sind. Ein Motorrad ist deutlich ungemütlicher bei schlechtem Wetter als man meinen könnte.

Das sind alles lösbare Probleme, nur muss man halt lernen, wie man damit klarkommt. Eine Fahrschule sollte einem das nahebringen, bevor man von sowas überrascht wird, wenn man erstmalig alleine unterwegs ist.

Dumme Sprüche wie "Es gibt kein schlechtes Wetter" helfen nicht weiter, da es das sehr wohl gibt. Man kann bei (nahezu) jedem Wetter fahren, doch man muss lernen wie. Es ist gut, wenn die Fahrschule da viel abdecken kann. Alles geht natürlich nicht.

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Zitat:

@H4udegen schrieb am 8. Oktober 2020 um 13:17:15 Uhr:



Ich bin bei diesen Bedingungen da anfangs auch mit 70 über die Landstraße getuckert, was meinem Fahrlehrer gar nicht gepasst hat. Auf seinen Hinweis "Hier sind 100km/h erlaubt!", habe ich auch irgendwas von Witterungsbedingungen und angepasster Geschwindigkeit gefaselt, worauf er nur meinte: "Siehst du schlecht, oder hast du Angst? Das Fahrzeug hat ABS, fahr bitte 100!"

Ich hatte zeitweise 60km einfachen Arbeitsweg, den ich Nachts um 1-4 Uhr ausschließlich mit dem Motorrad bestritten hatte. Wäre ich da 100 gefahren, gäbs mein Moped nicht mehr und ich hätte so einige Tage letztes Jahr im Krankenhaus verbracht. Trotz Fernlicht (um die Uhrzeit ist kein Mensch unterwegs) und überdurchschnittlich guten Augen. Erfahrungsgemäß kommts doch öfter mal vor, dass in 50m Entfernung aus dem Busch o.ä. was auf die Straße springt, und da wirds auch mit 80 inkl. Reaktionszeit mehr als knapp.

Gerade in Waldgebieten belass ich es eher bei ca. 70. Das auch oder gerade wegen meiner vielen Nacht- und Schlechtwetterfahrten. Selbst im Auto mit Bi-Xenon, auch wenn die Ausleuchtung dort bei Fernlicht 200+m beträgt. Man sieht halt nicht, was zwischen kleinen Bäumen auf die Straße hupft. Und da bringt dir auch die Sichtweite nichts.

Wieso denn noch eine Nachtfahrt? Man macht doch wenn nur eine.

Beim Motorradschein musste ich nie eine machen Ist aber allerdings auch schon über 30 Jahre her.

Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 9. Oktober 2020 um 10:02:24 Uhr:


Wieso denn noch eine Nachtfahrt? Man macht doch wenn nur eine.

Beim Motorradschein musste ich nie eine machen Ist aber allerdings auch schon über 30 Jahre her.

Laut meiner Fahrschule sind 3 Nachtfahrten Pflicht a 45 Minuten. 2 hatte ich gestern.

Bei Motorrad?

Hm, ich hatte insgesamt nur 3 oder 4 Fahrstunden gesamt, meine ich mich zu erinnern.

Wie sich das doch ändert.

Ob die Leute mit mehr Fahrstunden heute besser fahren können? Ich mag es bezweifeln wenn ich mir manche Youngster im Auto heute so sehe.

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War bei mir auch so 4 Std Motorrad und 16 oder 18 Std Auto

37 Jahre her
Motorrad von 1b (so hieß das damals) auf 1 er
Noch ohne 27 PS Beschränkung

Wie viel Auto??

Weit unter 10 waren es bei mir. Und bei mir ist es exakt 38 Jahre her. Ach du scheiße bin ich alt😉🙂

Und meine Auto Nachtfahrt glaubt mir eh kein Schwein. Ich konnte mir aussuchen ob ich die machen wollte oder ob ich der Einladung vom Fahrlehrer/Eigentümer der FS zum Essen und Getränk folgen wollte.
Da ich Nachtfahrt für langweilig hielt hab ich die Einladung angenommen. Bier durfte ich leider aber nicht verzehren, das hat der Fahrlehrer gemacht😉 Den hab ich dann mit Fahrschulauto angeschickert nach Hause gefahren. Somit hatte ich dann doch noch eine kleine Nachfahrt, denn er wohnte vom Restaurant nur 500 Meter entfernt🙂 Ob ihr es glaubt oder nicht, es war genau so.

Kann man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen.

Türlich glaube ich Dir das. Hihi, da habe ich auch ein paar Anekdoten zu auf Lager, die einem heute keiner mehr glaubt.
Jedenfalls frage ich mich wozu 3!! Nachtfahren gut sein sollen, ausser den Fahrlehrer auch nächtlicherweise zu beschäftigen. Oder darf man nachts alleine rumgurken? 😉

Sind Nachtfahrten nicht die Fahrten, die im Sommer regelmäßig ausfallen, weil der Fahrlehrer nach 21 Uhr keine Lust mehr hat zu arbeiten? 😁

Das kann gut der Grund gewesen sein🙂🙂

Zitat:

@Christian74 schrieb am 9. Oktober 2020 um 12:36:29 Uhr:


Sind Nachtfahrten nicht die Fahrten, die im Sommer regelmäßig ausfallen, weil der Fahrlehrer nach 21 Uhr keine Lust mehr hat zu arbeiten? 😁

Kommt auf die Fahrschülerin an.

Meine Nachtfahrt war bei 10° und während eines Gewitters im Regen. Sind eigentlich nur vor den Spots mit den Blitzen davon gefahren.
Irgendwann sagte mein Fahrlehrer im Funk "fahr mal nur noch 70, ich hab probleme mit Aquaplaning".
Regen und Nacht erfordert mehr Vorsicht mehr gefühl. Kurven definitiv langsamer fahren als im Trockenen, Bremsen und beschleunigen auch sehr sanft angehen, jedoch spricht ja nichts dagegen auf einer Geraden das erlaubte Tempo zu fahren.

Nicht jeder hat das Führen eines Fahrzeugs mit der Muttermilch aufgesogen. Hier natürlich einige.
Man sollte respektieren, dass das erstmalige Fahren eines Motorrads im Dunkeln, eventuell bei Regen im einstelligen Temperaturbereich eine völlig neue Erfahrung ist.

Der Scheinwerfer bringt recht wenig Licht, das Visier beschlägt bei falsch eingestellter Helmbelüftung und die Finger frieren steif, wenn die Handschuhe nicht wasserdicht sind. Ein Motorrad ist deutlich ungemütlicher bei schlechtem Wetter als man meinen könnte.

Das sind alles lösbare Probleme, nur muss man halt lernen, wie man damit klarkommt. Eine Fahrschule sollte einem das nahebringen, bevor man von sowas überrascht wird, wenn man erstmalig alleine unterwegs ist.

Dumme Sprüche wie "Es gibt kein schlechtes Wetter" helfen nicht weiter, da es das sehr wohl gibt. Man kann bei (nahezu) jedem Wetter fahren, doch man muss lernen wie. Es ist gut, wenn die Fahrschule da viel abdecken kann. Alles geht natürlich nicht.

Ich finde die Nachtfahrten auch nicht ganz verkehrt. Sicht ist doch schlechter als im Auto:

  • Scheinwerfer sind häufig deutlich schwächer (klar kommt aufs Auto/Motorrad an)
  • Reflektionen sind deutlich mehr (bei mir Visier + Pinlock-Visier + Brille), insbesondere bei Nässe

Sicherlich kann man drüber diskutieren, ob es unbedingt 3 Fahrstunden sein müssen, aber das ist wohl bei allen Fahrstunden so.

Was ist denn nun Pflichtanzahl Nachtfahrten? Sind es 3 oder doch nur 1?

3 Nachtfahrten, 4 Autobahn, 5 Überland.

In meiner Fahrausbildung wurde viel kombiniert, manchmal sind wir morgens um 6 los (im Herbst) dann war die erste Stunde halt Nacht, wenn wir dabei Autobahn gefahren sind war's auch gleich ne Autobahn fahrt.
Ich hab am Ende nen Ausbildungsnachweis über die 12 Pflichtfahrten gehabt, aber der Fahrlehrer hat eher acht drauf gehabt, dass ich halbwegs vernünftig mit dem Ding vorran komme als stur diese Pflichtfahrten zu zählen.

So kams, dass wir meistens zu Beginn einmal auf den Übungsplatz sind, 15 Minuten die Grundübungen, dann 1h 15 min über kurvige Landstraßen.

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