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Nach Bremsmanöver "ruckelt" das Fahrzeug

Mercedes C-Klasse W203
Themenstarteram 28. April 2012 um 23:43

Hallo zusammen,

ich habe mir vor einem Jahr einen C320 BJ 2003 gekauft.

Ich habe schon länger das Problem, dass das Fahrzeug beim Abbremsen ruckelt. Ich dachte, ich könnte das Problem beheben, indem ich einfach bei höheren Geschwindigkeiten stark bremse um so die Unebenheiten wieder aus den Scheiben zu bekommen...

Seit einer Woche kommen bei mir außerdem die Meldungen: BAS, ESP und ABS defekt (aber da habe ich schon die Suchfunktion bemüht).

Allerdings hat das Fahrzeug heute nach einem Bremsmänover von 120 auf 60 (wobei auch die Räder blockiert haben) danach urplötzlich massiv "geruckelt". Es war nicht der Motor, sondern irgendwie, als ob ich auf einer extrem unebenen Straße fahren würde. Kann es sein, dass die Bremsscheiben jetzt irgendwie ganz kaputt sind oder ist es etwas anderes?

Ich habe danach erst mal alle Räder nachgezogen, weil ich hinten neue Reifen drauf habe und dachte, es hätte sich vllt was gelockert...

Vielen Dank für eure Tipps!

Beste Antwort im Thema

Klingt für mich wie Blabla Ausreden eines Herstellers.

Wie soll die Montage auf die beschriebenen Prozesse Einfluss haben?

Wie soll das Bremsen in der Einfahrphase erfolgen? Und was ändert sich physikalisch gegenüber "normalem" Bremsen?

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am 28. April 2012 um 23:53

Ruckeln bei Abbremsen kann entweder folge von verzogenen Bremsscheiben sein (was du mit starken Bremsen auf der Autobahn NICHT beheben kannst) oder an einem Defekt an der Aufhängung. Bei mir waren es die Quer- und Zugstreben. Aber wenn du schon Meldungen in der KI hast die das Thema betrifft solltest du doch mal den Fehlerspeicher auslesen lassen.

am 29. April 2012 um 11:34

hatte das auch mal früher, ich bin der meinung das es auch an den bremsen lag das da iwas nicht in ordung war weil das ruckeln auch nur bei bestimmter bremskraft auftrat und meistens nur auf der autobahn wenn ich bei der ausfahrt gebremst hab.

irgendwann hats aufgehört ichweis nicht mehr was ich gemacht hab aufjedenfall nur meine achse neu vermessen weil mein reifen ungleichmässig sich abnutzte und neue bremsen.

Themenstarteram 29. April 2012 um 12:13

Das Ruckeln hat mich ja eigentlich nicht weiter gestört. Ich dachte schon, dass ich irgendwann mal die Bremsen tauschen lassen sollte.

Das Problem ist jetzt, dass das Fahrzeug überhaupt nicht mehr ordentlich fährt, es ist als ob ich einen Platten hätte oder eine Felge kaputt wäre (also auch beim Beschleunigen nicht nur beim Bremsen).

Kann ich damit jetzt überhaupt noch weiterfahren, oder sollte die nächste Station die Werkstattt sein?

Nimm doch mal den Wagenheber und Bock das Auto hoch dann dreh an den Rädern wenn die Bremsscheibe schon so verzogen ist das es auch ohne Bremsen ruckelt solltest Du das ja bemerken beim drehen.

Bei meinem waren die vorderen Scheiben wieso auch immer verzogen erst war es nur leicht zu merken aber dann wurde es innerhalb von einem viertel Jahr immer schlimmer also neu Scheiben und Klötze jetzt ist wieder Ruhe.

Themenstarteram 29. April 2012 um 12:26

Ok, danke, das werde ich mal versuchen und mich dann noch mal melden...

Zitat:

Original geschrieben von genius73

 

Bei meinem waren die vorderen Scheiben wieso auch immer verzogen erst war es nur leicht zu merken aber dann wurde es innerhalb von einem viertel Jahr immer schlimmer also neu Scheiben und Klötze jetzt ist wieder Ruhe.

Warum sollte er bei verzogenen scheiben auch die Klötze wechseln ...

 

Tritt das "Ruckeln" oder vibrieren jetzt immer auf?

In Verbindung mit BAS / ESP Fehler kommt mir grad auch in den Sinn, das es mit dem Radlager zutun haben kann, da der innere Simmerring des Radlagers zum auslesen der Raddrehzahl genutzt wird .. (hab da was im Kopf) vllt. ist da was trockengelaufen , ausgeschlagen oder so?!

Wenn du eh mal aufbockst dann prüf mal das vertikale Spiel am Rad...

Hallo zusammen,

das mit verzogenen Bremsscheiben ist doch quatsch... siehe nachfolgenden Auszug aus den FAQ eines Namhaften Herstellers

Quelle Stand 29.04.2012: http://www.otto-zimmermann.de/index.php5?...

Verzogene Bremsscheibe

Treten bei thermischer Belastung Vibrationen auf, wird häufig als Ursache eine „verzogene

Bremsscheibe“ genannt. Erhält man zudem beim Messen der Bremsscheiben-Dicke

unterschiedliche Messwerte, scheint folgende Diagnose bestätigt:

Bremsscheibe krumm, Bremsscheibe „eiert“, Bremsscheibe unrund, Bremsscheibe verzogen etc.

Die eigentliche Ursache des oben genannten Phänomens ist jedoch eine andere:

Bremsbeläge der aktuellen Generation sind für adhäsive Reibung konzipiert. Beim korrekten

Einbremsen des Systems Bremsscheibe / Bremsbelag bildet sich aufgrund von

Diffusionsvorgängen eine sehr dünne, homogene Schicht aus Belagswerkstoff auf den

Reibflächen der Bremsscheibe. Somit bestehen beide Reibflächen (Scheibe und Belag) in den

Randzonen mehr oder weniger aus demselben Material; es kann ein Übergang von

Werkstoffpartikeln (Diffusion) in beide Richtungen erfolgen. Dadurch können die chemischen

Bindungen zwischen Guss- und Belagswerkstoff aufbrechen oder neu entstehen. Dieser Vorgang

findet kontinuierlich statt, da der Übergang an der Grenze zwischen den Reibflächen von

Bremsscheibe und Bremsbelag fließend ist.

Bei Nichtbeachtung der Einbremsprozedur sowie Nichteinhaltung der Einfahrphase bilden sich

unkontrollierbare und ungleichmäßige Ablagerungen des Reibwerkstoffes auf den Bremsflächen,

die eine partielle thermische Überbeanspruchung der Bremsfläche zur Folge haben; die

ungleichmäßigen Ablagerungen, welche aus der Oberfläche der Scheibe herausstehen, werden

wärmer, als das sie umgebende Gusseisen. Bei jedem Kontakt (pro Umdrehung einmal) des

Belages mit der vorderen Kante einer Ablagerung erhöht sich die Temperatur an dieser Stelle.

Bei einer Temperatur von 650° C bis 700° C wandelt sich das Gusseisen unter einer solchen

Ablagerung in Zementit um, im Kristallgitter des Gusseisens bilden sich Einlagerungen von sehr

hartem Eisenkarbid (Fe3C). Bei sehr starker mechanischer und somit auch thermischer

Beanspruchung der Bremse wird dieser Prozess immer weiter unterstützt – er schaukelt sich auf.

Mit steigender Temperatur dringt der Zementit bei gleichzeitiger Zunahme der Menge tiefer in das

Bremsscheibenmaterial ein.

Letztendlich führt dieser Vorgang zu den oben genannten Symptomen wie Rubbeln, Pulsieren

oder Schlagen der Bremse. Abhilfe kann dann nur ein Erneuern der Bremsscheiben und

Bremsbeläge bringen.

Festzuhalten ist, dass die eigentliche Ursache nicht in einer fehlerhaften Bremsscheibe

begründet ist. Der oben beschriebene Prozess wird aufgrund von Montagefehlern, Nichtbeachten

der Einfahrvorschriften etc. in Gang gesetzt und die ursprünglich einwandfreie Bremsscheibe

geschädigt.

Zusätzlicher Hinweis:

Will man Ablagerungen, welche ohne optische Hilfsmittel in der Regel kaum bzw. gar nicht

sichtbar sind, durch abrasive Maßnahmen (z. B. Schmirgelleinen, Schmirgelpapier o. ä.)

entfernen, würde sich der Zustand der Bremsscheibe zusätzlich verschlechtern, da hierdurch

Partikel der Schleifkörper (vornehmlich Aluminiumoxid) in die Randschichten der Reibfläche der

Bremsscheibe eindringen. Aus gleichem Grund sollten diese Ablagerungen auch nicht mittels

Sandstrahlen entfernt werden.

Klingt für mich wie Blabla Ausreden eines Herstellers.

Wie soll die Montage auf die beschriebenen Prozesse Einfluss haben?

Wie soll das Bremsen in der Einfahrphase erfolgen? Und was ändert sich physikalisch gegenüber "normalem" Bremsen?

Zitat:

Original geschrieben von nowtan

Hallo zusammen,

das mit verzogenen Bremsscheiben ist doch quatsch... siehe nachfolgenden Auszug aus den FAQ eines Namhaften Herstellers

Quelle Stand 29.04.2012: http://www.otto-zimmermann.de/index.php5?...

Verzogene Bremsscheibe

[...]

Ist damit vielleicht das sog. "Verglasen" von Bremsbelägen, bzw. Bremsscheiben gemeint?

Themenstarteram 29. April 2012 um 18:03

Vielen Dank für die vielen Antworten und den interessanten Artikel.

Um mal wieder auf das Thema zurückzukommen...

Also ich habe das Auto mal aufgebockt. Also tatsächlich schleifen die Backen permanent an den Scheiben, was ich jetzt schon mal nicht so toll finde. War aber nicht das Problem...

Bei näherer Betrachtung der vorderen Reifen stellte sich heraus, dass diese an einer Stelle so massiv abgenutzt waren (die Räder hatten ja blockiert), dass das Rad unrund war und deswegen dieses Holpern auftrat. Nachdem ich einfach vorne wieder meine Winterreifen montiert hatte, war das Problem weg. Man merke sich: fahren ohne ABS ist nicht gut...

Ein sehr schöner Nebeneffekt zeigte sich beim Ummontieren der Räder: ein ABS-Kabel war vom Marder durchgeknabbert. Also gleich zwei Probleme auf einen Schlag gelöst (zumindest hoffe ich das)...

Da muß der ABS Defekt schon lange anliegen, sonst könnten einzelne Räder ja nicht blockieren:D. Gefährliche Sache!

Themenstarteram 29. April 2012 um 18:56

Die Meldung kam ja auch erst seit letztem Wochenende, von dem her wird es wohl da passiert sein. Das ABS hat ja vorher immer einwandfrei funktioniert...

Themenstarteram 2. Mai 2012 um 14:31

Also, ich habe das Problem jetzt selber behoben. Habe das Kabel geflickt und bin danach ein paar Meter gefahren. Die Fehlermeldungen verschwanden nachher alle aus dem Display. Die Systeme funktionieren auch alle wieder. Also musste man den Fehlerspeicher wohl nicht unbedingt löschen. Nur als Tipp für alle, die das Problem in Zukunft haben und Geld sparen möchten...

Zitat: Allerdings hat das Fahrzeug heute nach einem Bremsmänover von 120 auf 60 (wobei auch die Räder blockiert haben) danach urplötzlich massiv "geruckelt

Da diskutiert ihr rum , wg .Bremsscheibendicke, verzogen, verglast und sonstwas;). Darum hat man in Vor-ABS-Zeiten keine Vollbremsung gemacht, aus Angst um die Reifen:p

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