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Nabendurchmesser der Felge falsch?

Themenstarteram 3. November 2019 um 11:25

Tag zusammen,

vor einem halben Jahr habe ich mir einen gebrauchten Wagen gekauft und dazu gabs ein paar (uralte) Winterreifen auf eigenen Alufelgen. Alten Gummi runter, meine frischen Pneus drauf und dann gings wieder in die Garage damit. Jetzt vor einer Woche wollte ich sie wuchten und aufziehen lassen, aber...

Ich hol das Auto ab und der Mechaniker eröffnet mir, daß Zentrierringe fehlen. Ich also ab zur Mercedes Werkstatt, die sollten sowas ja haben, schließlich haben die Mercedes W210 seit 25 Jahren dieselbe Nabengröße und die Felgen von Dotz sind recht häufig verbaut worden.

Der Ersatzteilmensch wirft einen Blick ins Gutachten: Jo, da gibts keine Zentrierringe, die passen so. Hm, nein, tun sie nicht. Nochmal verglichen: ABE-Nummer stimmt, Auto stimmt, Gutachten sagt „keine Zentrierringe“

Ich bin dann in eine Hobbywerkstatt und wollte die Sommerreifen wieder drauf machen, schließlich will man ohne Zentrierringe nicht jeden Tag 150km fahren. Räder runter: Nabendurchmesser 70,1mm.

Nochmal: Gutachten stimmt mit der eingestanzten Nummer überein. Lt. Gutachten gibt es diese Felgen nur mit 65,6mm oder 57mm Durchmesser, aber nicht mit 70,1!

Wie kann denn das möglich sein?

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16 Antworten

Wenn Du das Gutachten hier einstellst, können wir helfen.

Stell´doch mal die 1.Seite des Gutachtens hier ein.

In der Regel haben die DOTZ-Räder eine Basisbohrung von 70,1mm

und werden -z.B. für Mercedes-Fahrzeuge- mit Zentrierringen auf 66,6mm reduziert.

Siehe Beispielgutachten:

Bildschirmfoto-2019-11-03-um-11-43
Themenstarteram 3. November 2019 um 11:57

Das Gutachten hab ich leider in der Werkstatt liegen lassen und hols erst am Dienstag :)

Im Gutachten ist ebenfalls die Größe 65,6 OHNE Zentrierring vermerkt.

Zitat:

@BaerVonToelz schrieb am 3. November 2019 um 11:57:13 Uhr:

Das Gutachten hab ich leider in der Werkstatt liegen lassen und hols erst am Dienstag :)

Im Gutachten ist ebenfalls die Größe 65,6 OHNE Zentrierring vermerkt.

Dann nenne doch einfach den Namen der DOTZ-Räder und die Abmessungen :p

Und oft werden dann hochwertige Center-Sleeves verbaut, die dann eine bessere Zentrierung der Nabe bringen, was zumindest, wenn die Zentrierung auch konstruktiv auf der Nabe liegt, besser als die Plastikringe ist. Wenn aber der Zentrierjob konstruktiv auf die Schrauben gelegt ist, kann das auch ein Eigentor sein.

Ich tendiere eher dazu, die Schrauben als Zentriermittel zu sehen, denn die Nabenbohrungen haben nicht selten ein paar Zehntel Spiel, dazu kommt, dass die oft genug richtig vergammelt sind und die Drahtbürste die Passung nicht unbedingt verbessert :) Die Zentrierung über die Schrauben hingegen funktioniert auch bei den vergammeltsten Rädern einigermaßen gut....

UND: Nach der Montage und dem korrekten Anzug ist der Zentrierring technisch nicht nötig, der kann in den meisten Fällen getrost als Montagehilfe angesehen werden.

Zitat:

@BaerVonToelz schrieb am 3. November 2019 um 11:57:13 Uhr:

Das Gutachten hab ich leider in der Werkstatt liegen lassen und hols erst am Dienstag :)

Im Gutachten ist ebenfalls die Größe 65,6 OHNE Zentrierring vermerkt.

66,6 ist der richtige Wert bei MB

Zitat:

@cdfcool schrieb am 3. November 2019 um 12:02:43 Uhr:

Und oft werden dann hochwertige Center-Sleeves verbaut, die dann eine bessere Zentrierung der Nabe bringen, was zumindest, wenn die Zentrierung auch konstruktiv auf der Nabe liegt, besser als die Plastikringe ist. Wenn aber der Zentrierjob konstruktiv auf die Schrauben gelegt ist, kann das auch ein Eigentor sein.

Ich tendiere eher dazu, die Schrauben als Zentriermittel zu sehen, denn die Nabenbohrungen haben nicht selten ein paar Zehntel Spiel, dazu kommt, dass die oft genug richtig vergammelt sind und die Drahtbürste die Passung nicht unbedingt verbessert :) Die Zentrierung über die Schrauben hingegen funktioniert auch bei den vergammeltsten Rädern einigermaßen gut....

UND: Nach der Montage und dem korrekten Anzug ist der Zentrierring technisch nicht nötig, der kann in den meisten Fällen getrost als Montagehilfe angesehen werden.

Hallo @cdfcool

Die Schrauben werden schon länger nicht mehr als "Zentriermittel" genutzt . Bei praktisch allen Herstellern erfolgt die Mittenzentrierung mittlerweile über die Radnabe . Teilweise entstehen bereits Vibrationen wenn die Kunststoff Zentrierringe aufgrund mehrfacher Montage verschlissen sind , es gibt diese auch in Aluminium Ausführung was eigentlich immer vorzuziehen ist.

Mfg Mario

 

Diese Aussage darf bezweifelt werden. Solange Radbefestigungen einen Kegel- oder Kugelbund haben, wird daran auch zentriert.

Zumindest beim verschraubten Rad wirkt dann ohnehin die Flächenpressung der beiden Anlageflächen. Die Mittenzentrierung ist eher eine Montagehilfe, die nach Anzug der Schrauben ihren Dienst verrichtet hat und bis zur nächsten Montage keine Funktion mehr hat, was aber im Grunde genommen auch für die Kegel- bzw. Kugelbunde gilt.

Zentriert man über Mittelloch UND Schrauben, ist die Sache überbestimmt, dann wirds eher wieder ungenau, da aber die Bearbeitung in der Regel in einer Aufspannung erfolgen dürfte, wird es wiederum vernachlässigbar.

Das kannst du gerne anzweifeln , die Realität sagt etwas ganz anderes :D wenn das so einfach wäre hätten ja zb. die Felgenhersteller ein leichtes Spiel - ausreichend grosse Bohrung in der Mitte und die Felge nur entsprechend dem Lochkreis hergestellt... :)

Funktioniert garantiert nicht .

Mfg Mario

 

 

Das Rad wird definitiv mit zunehmendem Anzug der Schrauben zunächst an den Löchern zentriert, erst nach Erreichen einer gewissen Flächenpressung übernimmt diese die Aufgabe, das Rad in der definierten Position zu fixieren.

Zitat:

@cdfcool schrieb am 3. November 2019 um 13:04:41 Uhr:

Das Rad wird definitiv mit zunehmendem Anzug der Schrauben zunächst an den Löchern zentriert, erst nach Erreichen einer gewissen Flächenpressung übernimmt diese die Aufgabe, das Rad in der definierten Position zu fixieren.

FALSCH ... die Zentriering erfolgt über die Mittenzentrierung ( warum heißt das wohl so ? :)

 

Wir könnten jetzt ja sagen, jeder soll es so sehen, wie er meint. Ich habe mal irgendwann im Rahmen des Studiums die Wirkungsweise von Zentrierungen dürch solche Schrauben in einem Versuch ermittelt und die sind regelmäßig zuverlässiger als die ausgelutschten Nabenbohrungen, die meistens als landläufig bezeichnete Wurfpassung zu sehen sind, und je weiter diese sich von einer genau definierten Temperatur entfernen wird es ungenauer....

Zitat:

@cdfcool schrieb am 3. November 2019 um 13:16:24 Uhr:

Wir könnten jetzt ja sagen, jeder soll es so sehen, wie er meint. Ich habe mal irgendwann im Rahmen des Studiums die Wirkungsweise von Zentrierungen dürch solche Schrauben in einem Versuch ermittelt und die sind regelmäßig zuverlässiger als die ausgelutschten Nabenbohrungen, die meistens als landläufig bezeichnete Wurfpassung zu sehen sind, und je weiter diese sich von einer genau definierten Temperatur entfernen wird es ungenauer....

Genau so machen wir es , vielleicht lesen ja auch Räderhersteller hier mit und werden auf ihre Versäumnisse aufmerksam ;)

Ich streite ja nicht ab das es Schrauben Zentrierungen gibt aber im Bereich der Fahrzeug Hersteller bei Großserien wird fast Flächendeckend Mittenzentrierung bevorzugt.

Schönen Sonntag noch

Mario

 

Ebenso einen schönen Sonntag noch ;)

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