Motorradfahrverbot im Gespräch
Der Spaß am fahren gegen das Wohlbefinden der Anwohner, da wird es wohl noch öfter zu Auseinandersetzungen kommen. Mal schauen was daraus wird.
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@S-Kurve schrieb am 15. Juni 2020 um 11:25:12 Uhr:
Auch 536 tote Biker in 2016, 582 tote Biker in 2017 und 697 tote Biker in 2018 können/sollten ein Verbot rechtfertigen. Bei diesen Steigerungen von Jahr zu Jahr scheint es wenig Einsicht bei vielen Bikern zu geben.
Die sterben wohl nicht an der Lautstärke ihrer Motorräder. 😉 Von einem generellen Verbot für Motorräder ist nirgendwo die Rede. Das wäre dann etwas zuviel "Zwangsbeglückung".
Für Krawallmacher habe ich allerdings unabhängig von der Zahl der Räder kein Verständnis. Krawalltüten gehören aus dem Verkehr gezogen.
Grüße vom Ostelch
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Zitat:
@Jens Zerl schrieb am 17. Juni 2020 um 07:40:54 Uhr:
Man kann es ja gerne so wie in Österreich machen:
https://www.motorradonline.de/.../
Wäre sowas bei uns durchsetzbar?
Kann man ein SERIENMÄßIGES Fahrzeug aufgrund seiner Lärmemission mit Fahrverboten belegen?
Daß man deswegen eine Betriebserlaubnis u.U. gar nicht erst erteilt leuchtet ein. Aber nachträglich die Weiterfahrt bei einem Fahrzeug von der Stange unterbinden, weil einem das Geräusch nicht gefällt?
Zitat:
@Matsches schrieb am 17. Juni 2020 um 09:56:41 Uhr:
Zitat:
@Jens Zerl schrieb am 17. Juni 2020 um 07:40:54 Uhr:
Man kann es ja gerne so wie in Österreich machen:
https://www.motorradonline.de/.../Wäre sowas bei uns durchsetzbar?
Kann man ein SERIENMÄßIGES Fahrzeug aufgrund seiner Lärmemission mit Fahrverboten belegen?Daß man deswegen eine Betriebserlaubnis u.U. gar nicht erst erteilt leuchtet ein. Aber nachträglich die Weiterfahrt bei einem Fahrzeug von der Stange unterbinden, weil einem das Geräusch nicht gefällt?
Das wäre auch bei uns möglich. Die Dieselfahrverbote in manchen Städten zeigen es ja. Ob die Umweltbelastung nun durch Schadstoff- oder Lärmemission geschieht, spielt wohl keine Rolle. Es ist ja kein generelles Verbot, sondern nur streckenbezogen, wie die Dieselfahrverbote auch. Man kann ja auch Straßen generell für Fahrzeuge sperren oder getrennt nach Typ. Die StVO hält da einige Varianten bereit (Lkw, Motorrad, alle Kraftfahrzeuge, alle Fahrzeuge, Pferdegespanne, Radfahrer, Autobahn, Kraftfahrstraße, Fahrradstraße etc.).
Es ist wohl weniger eine Frage des Geschmacks ("gefallen"😉 als der Umweltbelastung durch Lärm. Fahrverbote für häßliche Autos gibt es daher nicht (leider 😉).
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Matsches schrieb am 17. Juni 2020 um 06:51:41 Uhr:
Warum sollte es 2020 nicht mehr gehen?
Gerne, dann aber bitte für jeglichen motorisierten Verkehr.
Zitat:
@UnshavedRelease schrieb am 17. Juni 2020 um 08:37:26 Uhr:
Zitat:
@Jens Zerl schrieb am 16. Juni 2020 um 17:07:21 Uhr:
Am meisten ziehen doch diejenigen den Ruf der Motorradfahrer durch den Dreck, die fahren als gäbe es kein morgen. Der Zorn der "anständigen" Motorradfahrer müsste sich doch eigentlich gegen die richten.
Ich hatte letztens meine vorletzte Motorrad-Fahrstunde und zwischen Fahrschulauto und mir sind permanent die Sportmaschinen durchgeknallt und sind auch oft dazwischen gefahren. Kurven, Abstand, völlig egal. Der Seitenspiegel war mein bester Freund. Mein Fahrlehrer hat sich sehr darüber aufgeregt.
Offensichtlich ist der Prozentsatz der Chaosfahrer auf dem Motorrad doch etwas höher.
Mal rein logisch gedacht:
Wenn du normal fährst, wie oft wirst du wohl mit anderen normalen Fahrenden in Kontakt kommen und wir oft mit denen, die anders fahren als du?
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Leider ist es wirklich so das ein großer Teil der Motorradfahrer rücksichtslos und viel zu schnell unterwegs ist.
Bin selber seit über 40 Jahren Motorrad - und Rollerfahrer. Einen Unfall hatte ich Gott sei dank noch nie.
Mein Fahrstil ist eher ruhig und vorausschauend. Meine Frau fährt deshalb gerne mit.
Ich erfreue mich über den ruhigen Lauf unserer 4 Zyl. Honda Pan European. Wenn wir unterwegs sind überholen uns schätzungsweise 9 von 10 Motorrädern. Nicht weil ich zu langsam bin, sondern weil ich mich an die Verkehrsregeln halte.
Bei vielen setzt wirklich der Verstand aus. Es werden Verkehrsregeln konsequent missachtet, was eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellt. Überlaute Motorräder nerven mich genauso. Ich hoffe das die Motorradfahrer die "normal" unterwegs in Zukunft nicht durch dieses Klientel bestraft werden.
Grüße an alle rücksichtsvollen Motorradfahrer.
Stefan
Zitat:
@Matsches schrieb am 17. Juni 2020 um 09:56:41 Uhr:
Kann man ein SERIENMÄßIGES Fahrzeug aufgrund seiner Lärmemission mit Fahrverboten belegen?
Kann man SERIENMÄßIGE Diesel aufgrund ihrer Abgasemissionen mit Fahrverboten belegen? Ja, das kann man. 😉
Der Betrug beim Abgasskandal (Aussetzen der Abgasnachbehandlung nach Prüfzyklus) ist gleichzusetzen mit dem Betrug der Auspufklappensteuerung nachdem das Fahrzeug aus dem Meßbereich rausgefahren ist.
Gruß Metalhead
Zitat:
@metalhead79 schrieb am 17. Juni 2020 um 10:34:32 Uhr:
Zitat:
@Matsches schrieb am 17. Juni 2020 um 09:56:41 Uhr:
Kann man ein SERIENMÄßIGES Fahrzeug aufgrund seiner Lärmemission mit Fahrverboten belegen?
Kann man SERIENMÄßIGE Diesel aufgrund ihrer Abgasemissionen mit Fahrverboten belegen? Ja, das kann man. 😉
Der Betrug beim Abgasskandal (Aussetzen der Abgasnachbehandlung nach Prüfzyklus) ist gleichzusetzen mit dem Betrug der Auspufklappensteuerung nachdem das Fahrzeug aus dem Meßbereich rausgefahren ist.Gruß Metalhead
Bei den Streckenverboten kommt es noch nicht einmal auf einen wie auch immer gearteten "Betrug" an. Die StVO macht das generell möglich (§ 45 StVO).
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@FWebe schrieb am 17. Juni 2020 um 10:13:19 Uhr:
Mal rein logisch gedacht:
Wenn du normal fährst, wie oft wirst du wohl mit anderen normalen Fahrenden in Kontakt kommen und wir oft mit denen, die anders fahren als du?
Vermutlich immer noch oft genug, denn die geschätzten 180 km/h, die einige nach dem Überholen von mir erreicht haben, werde ich schon mangels Leistung und Willen nie auf der Landstraße erreichen.
Zitat:
@Matsches schrieb am 17. Juni 2020 um 06:51:41 Uhr:
Ist ja so neu nun nicht.
Schon vor >30 Jahren galt in meiner Heimatstadt (Kurstadt): Motorräder mussten ab 22:00 (vielleicht wars auch 23:00, dafür würde ich mir jetzt nicht die Hand abhacken lassen) draußen bleiben.
Wer später kam musste draußen parken oder schieben (oder ist mit 1500U/min und eingezognem Kopf durch Nebenstraßen geschlichen).
Gab es in einer Nachbarstadt auch. Einer der Betroffenen hat das nicht eingesehen und diese Schilder Konsequent ignoriert, wie auch einige seiner Kumpels die alle in der Innenstadt wohnten. Nie hat auch nur Einer einen Strafzettel bekommen, nicht mal wenn sie direkt von der Polizei angehalten wurden. Denn ihre Einstellung war das sie mit diesem Strafzettel dann direkt zum Anwalt gehen würden und dagegen vorgehen und das auch jedem Polizisten oder Ordnungsamtler gesagt haben.
Sie gingen davon aus das auf die Strafzettel verzichtet wurde weil die Stadt kein Interesse daran hatte das Ganze vor Gericht zu rechtfertigen. Hätte ein Richter die Strafzettel einkassiert wäre das Einfahrtsverbot ab 22 Uhr nichtig gewesen. Irgendwann sind die Schilder dann auch so wieder verschwunden.
Die schlimmste Krawalltüte damals in der Stadt war der Junior des BM, komplett offener Auspuff am Auto aber keinen Polizisten hat das gestört, was die Akzeptanz obiger Lärmschutzmaßnahme nicht gerade erhöht hat, auch nicht bei Einwohnern ohne Motorrad.
Zitat:
@UnshavedRelease schrieb am 17. Juni 2020 um 11:47:08 Uhr:
Zitat:
@FWebe schrieb am 17. Juni 2020 um 10:13:19 Uhr:
Mal rein logisch gedacht:
Wenn du normal fährst, wie oft wirst du wohl mit anderen normalen Fahrenden in Kontakt kommen und wir oft mit denen, die anders fahren als du?
Vermutlich immer noch oft genug, denn die geschätzten 180 km/h, die einige nach dem Überholen von mir erreicht haben, werde ich schon mangels Leistung und Willen nie auf der Landstraße erreichen.
Du hast das wohl nicht ganz verstanden.
Wie oft siehst du die, die normal fahren?
Die Logik sagt: Gar nicht, weil diese genau wie du fahren (impliziert, dass du normal fährst) und deshalb weder schneller noch langsamer als du sind.
Zitat:
@reox schrieb am 17. Juni 2020 um 08:34:33 Uhr:
Zitat:
@13inch schrieb am 17. Juni 2020 um 08:20:41 Uhr:
...Die meisten fahren mit zugelassenen Sportauspuff-Anlagen. ...Die Hersteller wissen, in welchem Last/Drehzahl-Bereich gemessen wird um eine Zulassung zu erhalten. Das hilft leider keinem geplagten Anwohner weiter.
OT
Bei diesem Thema gibt's offensichtliche Parallelen zur bekannten Fahrverbots-Diesel-Abgas-Problematik.
OT off
Spielt keine Rolle. Zugelassen ist zugelassen. Solange die tröten eine E-Prüfnummer haben und nicht manipuliert sind, ist eine gesetzkonforme Zulassung ausschlaggebend. Das tolle hierbei: die Abgasanlagen sind Herstellerseitig ja nicht einmal manipuliert, somit ist ein Vergleich zum Dieselverbots-Thread fürn Hintern.
Zitat:
@13inch schrieb am 17. Juni 2020 um 16:15:06 Uhr:
... Herstellerseitig ja nicht einmal manipuliert, somit ist ein Vergleich zum Dieselverbots-Thread fürn Hintern.
Ach die Diesel-Fahrverbote gelten nur für manipulierte Diesel?
Das ist mir neu.
😕
Bei welchen davon betroffenen Dieseln funktioniert die Abgasreinigung denn wie ursprünglich gedacht?
Der Punkt dabei ist mal wieder der, dass der Fahrstil die Musik macht.
Wer unnötig laut fährt, braucht nichtmal einen Verbrennungsmotor, um Lärm zu machen.
Analog dazu die Abgasanlage, da reicht die Serienvariante schon völlig aus, wenn man wie der letzte Vollhorst durch die Gegend fährt.
Zitat:
@13inch schrieb am 17. Juni 2020 um 16:15:06 Uhr:
Zitat:
@reox schrieb am 17. Juni 2020 um 08:34:33 Uhr:
Die Hersteller wissen, in welchem Last/Drehzahl-Bereich gemessen wird um eine Zulassung zu erhalten. Das hilft leider keinem geplagten Anwohner weiter.
OT
Bei diesem Thema gibt's offensichtliche Parallelen zur bekannten Fahrverbots-Diesel-Abgas-Problematik.
OT offSpielt keine Rolle. Zugelassen ist zugelassen. Solange die tröten eine E-Prüfnummer haben und nicht manipuliert sind, ist eine gesetzkonforme Zulassung ausschlaggebend. Das tolle hierbei: die Abgasanlagen sind Herstellerseitig ja nicht einmal manipuliert, somit ist ein Vergleich zum Dieselverbots-Thread fürn Hintern.
Eine Zulassung ist keine Erlaubnis andere zu belästigen. Wenn man alleine auf der Welt ist kann man machen was man will, wenn es um das zusammenleben geht müssen gesetzliche Regelungen dem gerecht werden. Hass auf die Anwohner (um in deinem Tenor zu bleiben) die diesen Verlust von Lebensqualität mit einer Gesundheitsgefährdung nicht hinnehmen wollen, hilft da nicht weiter.
Zitat:
@Tarnik schrieb am 17. Juni 2020 um 17:0:32 Uhr:
wenn es um das zusammenleben geht müssen gesetzliche Regelungen dem gerecht werden.
Und was stellst du dir unter einer Zulassung vor?
Nur mal zur Info:
Die Zulassung erlaubt die regelhafte Nutzung.
Wenn es am Fahrstil liegt, ist nicht die Zulassung das Problem. Liegt es hingegen nicht am Fahrstil, sollte man die Zulassungskriterien überarbeiten.
Kleiner Anreiz:
Wie wäre es mit einem Lärmblitzer?
Der löst dann ab 40 db aus und spart das Personal vor Ort.