Motorradfahren mit Jeans und Sweatshirt

Hallöchen,

habe mir gerade einen "Erfahrungsbericht" durchgelesen, wo es darum geht, dass eine Sozia vom Motorrad geflogen ist und keine angemessene Schutzkleidung trug.
War ziemlich erschreckend, sodass ich mir zum Winter nochmal genau überlegen werde, ob ich im kommenden Sommer in Jeanshose zur Arbeit und zur Berufsschule fahre.
Ich möchte die beschriebene Tortur aus dem Text nicht durchmachen. Mir wurde in der Fahrschule zwar immer gesagt, was alles passieren kann. Das hat mich auch für einige Zeit sensibilisiert. Aber der Text haut einfach mehr rein.
Lest einfach selbst oder lasst es sein.

Link

Ich werde mir jetzt warscheinlich sowieso erstmal anhören müssen, wie doof ich bin in Jeans Motorrad zu fahren.

Gruß,
Pascal

Beste Antwort im Thema

Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass diejenigen hier, die alle einen an der Klatsche haben, in der Mehrzahl nicht biken. Die fahren Motorrad.

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Nö, aber für deine Knochen. Alle denken immer daran, dass sie sich keine Verbrennungen und Hautabschürfungen zuziehen. Vergessen wird aber, dass man schon nach dem Aufprall querschnittsgelähmt sein kann und dann sind die Klamotten auch egal.

Ja und inwiefern biste vorm Aufprall selbst jetzt in Leder besser geschützt als in Textil oder Jeans bei gleicher Verteilung von Protektoren?

Zitat:

Original geschrieben von CalleGSXF


Nö, aber für deine Knochen. Alle denken immer daran, dass sie sich keine Verbrennungen und Hautabschürfungen zuziehen. Vergessen wird aber, dass man schon nach dem Aufprall querschnittsgelähmt sein kann und dann sind die Klamotten auch egal.

Der Aufprall ist doch aber wie schon gesagt mit jeder Hose gleich und völlig unabhängig vom Preis der Hose. Daher kannste das schlecht als Unterscheidungsmerkmal heranziehen.

Vor Knochenbrüchen ist man gar nicht geschützt. Aber Moment, gibt es nicht diese Airbags? Die könnten vielleicht helfen.

Aber beim Sturz an sich auf den Boden dürfte es wurscht sein, ob Leder, Textil oder Jeans.

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Na aber wenn "normale" Motorradklamotte schon zu unbequem / unpraktisch ist, wird man tendenziell wohl eher nicht irgendein HighTech Anzug mit Airbags anziehen oder?

Vorallem nicht, wenn das Ding aus Versehen auslöst und ich dann wie Reiner Calmund aussehe. 😁

Bei einem Sturz passiert bei den Klamotten eher wenig. Ich meine aber den reinen Fall.
Hier ist es halt positiv, wenn man große & dicke Protektoren hat und man sozusagen "weich" landet.
Deswegen gibt es ja für viele Körperpartien Protektoren: Ellenbogen/Unterarm, Knie/Schienbein, Hüfte, Schultern, Rücken, Brust/Oberkörper.
Man kann aber bei einem Sturz gegen etwas bzw. auf etwas immer Knochenbrüche oder schwere Prellungen davon tragen.

Es gibt zwar auch schon die Airbagjacken, aber die schützen Nacken, Schultern und Schlüsselbein.

Doch nachdem man auf dem Boden aufgeschlagen ist, beginnt meist die Rutschphase bis man durch die Reibung des Untergrundes bzw. Aufschlag gegen etwas stopt.
Gute Klamotten werden nicht so schnell druchschrubbeln, das "Ergebnis" wie sich die Klamotten abnutzen hängt aber auch mit der Bodenbeschaffenheit zusammen.
Was in @zuckerbaecker's verlinkten Test zu lesen war: die Hitzeentwicklung durch die Reibung spielt auch eine große Rolle. Brennen sich die Klamotten in deine Haut oder kommt man evtl. nur mit leichten Verbrennungen davon.

Hier mal ein Testvideo von Kombis
http://www.youtube.com/watch?v=WNxgeb82qpA

Tja, die Frage ist nur, ob die "Rutschphase" so lang ist, dass sich höherwertige Kombis überhaupt "entfalten" können...

Das weisste immer erst hinterher. Ist wie bei Versicherungen, wenn du Pech hast zahlste dein ganzes Leben lang nur ein, ohne jemals einen "Nutzen" von zu haben.

Also ich vermute, dass man im Normalfall gar nicht so viel Platz zum rutschen hat, sodass es zu extremen Verbrennungen kommt (mit Kombi). Vorher schlägt man doch irgendwo ein.

Ich hatte bei meinem Crash pures Glück, dass ich zwischen zwei stehenden Autos durchgerutscht bin. Wäre durchaus denkbar gewesen, dass ich ein Heck getroffen hätte.

Verbrennungen hatte ich gar keine. Es war aber auch nass...

Als ich damals meinen harten Umfaller in FS hatte, war ich schon etwas überrascht, wie we einem dann der Ellenbogen tut.
Protektoren waren drinnen, aber ich weiß das diese nicht gerade qualitativ hochwertig sind und der Austausch war damals noch nicht vollendet. Am Leder keine Beschädigung.
Auch durch mein rumrutschen in der Lederhose auf den Knien beim Putzen, ist nur etwas Farbe abgegangen.

Und ist doch gerade toll, wenn nach einem Rutscher die Kombi noch heile ist. Dann brauch sie nur etwas Kosmetik vom Lederdoktor und kann wieder verwendet werden.

http://www.youtube.com/watch?v=2OVFDz190fQ
Hier mal eine Situation, die jedem von uns schnell passieren kann.
Die Textiljacke hat es nicht überlebt.

Und ich weiß nie, ob ich einfach mal bei wenig Speed im Abbiegevorgang wegrutsche oder ob ich mit hoher Geschwindigkeit außerorts auf die Nase fliege.

Jap und genau da ist die Leitplanke, die dich bei ein wenig mehr Speed zweiteilt, sofern dein Motorrad nicht vor dir einschlägt. Wobei man dann vom Motorrad erschlagen wird. Auch nicht viel besser.

Sowas kann auch passieren: http://www.youtube.com/watch?v=wcgQhblDd8A

Man sollte immer den Verhältnissen entsprechend fahren.
Manchmal fahr ich ohne T-shirt, mit kurzer Hose und Birkis ins Dorf, zum Einkaufen.
Dann bin ich mir meiner Verletzlichkeit bewusst und fahre entsprechend.

Im Sommer ist Leder hier kein Thema: Zu heiss.

In T-shirt auf Tagestour: Klar. Allerdings hübsch sachte. Den warmen Fahrtwind auf der Haut...
Öfters in einer Bar absteigen und den Flüssigkeitsspiegel ergänzen.

Wenn ich wirklich mal schnell unterwegs bin, bin ich auch entsprechend gekleidet: Leder oder meine alte Held Strada, Stiefel oder Boots, Handschuhe. Habe mir vor 2 Jahren mal die Nevada Jeans (heisst die so??) von Polo gekauft, ist bei normalem Regen bei 100 km/h bestimmt eine Stunde wasserdicht. Benutze sie allerdings nur selten. Ein bisschen Sommerregen trocknet schnell auf dem Bock...

Bin mir auch bewusst, dasss das Fahren in Deutschland wegen der hohen Verkehrsdichte erheblich aufreibender und gefährlicher ist als bei mir...in D auf der Autobahn wäre ich auch nicht in kurzer Hose und Birkis unterwegs, gewiss nicht!!

Zitat:

Original geschrieben von CalleGSXF


Sowas kann auch passieren: http://www.youtube.com/watch?v=wcgQhblDd8A

Also das der Motorradunfall sehr nach Eigenverschuldung aussieht (überhöhe Geschwindigkeit) ist klar.

Und der Typ wird sicher an den Unterarmen Abschürfungen haben.

Jeder der als Kind schon einmal hingefallen ist, hatte an den Händen/Knien/Armen auch hübsche Kratzer.

Das ganze kann ich dir auch in einer Highkombi präsentieren. Nicky hatte nach dem Aufprall nur einen dicken Schädel.
http://www.youtube.com/watch?v=Y0dSv-5LSmI

Du vergleichst gerade Menschen, die das hauptberuflich machen, mit Leuten, die in der Freizeit fahren. Schonmal daran gedacht, dass MotoGP-Fahrer sich öfters mal hinpacken und auch darin trainiert sind, richtig zu fallen?

Übrigens hätte er sich auch das Genick brechen können, wenn er ne halbe Umdrehung weniger gemacht hätte.

Außerdem glaube ich, dass niemand hier sicherheitstechnisch so ausgestattet ist, wie ein Rennfahrer.

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