Merkwürdiges Motorklappern

Peugeot 206 206

Hi zusammen...

Auch wenn manch einer denkt, dass es das Thema hier schon gab - ich habe nichts passendes gefunden.

Fahrzeugdaten: 206, 1,6l 16v (109 Ps) NFU-Motor, Bj 2004, 91tkm.

Seit geraumer Zeit macht mein 206er, kurz nach dem Anlassen, merkwürdiger Motorgeräusche, nicht sich wirklich nicht definieren lassen. Das Ganze dauerte anfangs nur, bis der Motor richtig warm war (Öl und Wasser 90Grad). Mittlerweile merkt man beim Beschleunigen ein leichtes Rasseln, gepaart mit einem leichen Tackern bzw. Klopfen.

Meine Werstatt wollte mir merkfach erklären, dass man "nicht hört". Klar, wenn ich dort war, war der Motor natürlich warm. Man erzählte dann, dass die Hydros defekt wären - es wäre ein häufiges Problem.

Ich bekam jedoch damals in der Garantiezeit schonmal alle 16 Hydros und habe jetzt nochmal alle gewechselt.

Ergebnis: NULL

Bisherige Maßnahmen: Öldruck gemessen - ok
Ölwanne abgebaut, Sieb der Ölpumpe gereinigt - ok
Öl gewechselt - ok,

jedoch habe ich leichten, meiner Meinung nach Metallabrieb, in meiner Auffangwanne gefunden.

Mittlerweile steigt die Öltemperatur in der Stadt locker auf 90 Grad und leicht darüber, Landstraße bei 100-110km/h ca. 130 Grad und BAB bei flottem Tempo (170-190) knapp 140 Grad !!!!!

Werkstatt meinte auf nochmalige Nachfrage, dass die Kurbelwellenlager nen Hau haben könnten. Ich glaube aber mehr an Pleuellager (wahrscheinlich weil se mit weniger Aufwand und billiger zu welchseln sind :-) ) - Man sagte mir aber, dass das noch nie der Fall war, KW-Lager aber wohl schon.

Hat jemand von Euch Erfahrungen oder weiß was Näheres ? Bin kurz davor, die Mühle zu verscheppern, weil ich keinen Bock mehr drauf habe.

Zitat meines altes Werkstattmeisters :" 300 Sorten Käs´ können´s machen - aber Autos bauen können´s bis heut nicht !!! Da könnte was dran sein :-)

Beste Antwort im Thema

Ich erkenne Dein Problem bei meinem SW wieder. Bei mir ist es ein Hydrostössel. Habe das Geräusch seit letztem Winter, und kein wirkliches Problem damit. Ich fahre im Winter einfach dünneres Öl, womit die Stössel bei kaltem Motor schneller gefüllt werden.
Hast Du schonmal Deinen Motor abgehört? So habe ich das Problem lokalisiert. Einfach 'nen langen Schraubenzieher mit dem Griff ans Ohr halten, dann am laufenden Motor anlegen. Die einzelnen Motorgeräusche sind sehr gut zu unterscheiden.
Ein Spielzeugstetoskop tut's zur Not auch.
Keep it simple... :-)

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Zitat:

Original geschrieben von dseverse


Ich hatte so etwas ähnliches mal. Da habe ich ewig gesucht und am Ende war eine Zündkerze locker und ist im Gewinde auf und ab gesprungen bei jeder Verbrennung. Ansonsten hört es sich schon nach Hydrostössel an.

Daran hab ich natürlich auch schon gedacht, aber die Kerzen sind alle fest... Kompression wäre dann ja auch weg bzw. schlechter und die Leistung wäre somit auch weniger.

So hab nun ma das Viedo meinem kleinem Nerd gezeigt ohne das ich vorher im irgendwas gesagt habe. Er sagte auch gleich Hydrostößel. 🙁
Was aber noch sein könnte ist das eine Ventilfeder gebrochen ist, bzw zu träge geworden ist.
Gab wohl auch mal eine Baureihe, wo die Ventile anfingen sich zu verklemmen.

Also solltets du dich auf den Ventiltrieb konsentrieren.

Ja du hast eine Gussblock uns somit feste Laufbuchsen.

Zitat:

Original geschrieben von 12Elvis12


So hab nun ma das Viedo meinem kleinem Nerd gezeigt ohne das ich vorher im irgendwas gesagt habe. Er sagte auch gleich Hydrostößel. 🙁
Was aber noch sein könnte ist das eine Ventilfeder gebrochen ist, bzw zu träge geworden ist.
Gab wohl auch mal eine Baureihe, wo die Ventile anfingen sich zu verklemmen.

Also solltets du dich auf den Ventiltrieb konsentrieren.

Ja du hast eine Gussblock uns somit feste Laufbuchsen.

Okay, naja, dann werd ich mich da nochmal dran festbeißen. Die Sache mit den klemmenden Ventilen hab ich auch schon gehört. Allerdings sollte dann die Kompression auch darunter leiden. Abgesehen davon macht sich das wohl vorallem durch sehr unrunden Lauf im kalten Zustand bemerkbar. Dass ne Feder gebrochen sein könnte, schließe ich auch fast mal aus. Wenn ich den Motor mit der Hand drehe und die Ventildeckel offen hab, gehen zumindest optisch alle Ventile in Richtung "zu", bzw. dehnen sich die Federn aus. Gut trä,ge.... naja, da steckt man nicht drin. Das würde man sehen, wenn der Schädel unten ist und ein oder mehrere Ventile nicht richtig zu machen.

Das mit dem Klemmen lag an Ventilführungen, die nen winzigen Tick zu eng gefertigt waren. Anfangs wurden die Führungen nachgearbeitet bzw. die Köpfe erneuert. Später gabs dann Ventile mit nem etwas kleineren Schaftdurchmesser. Laut meinen alten Arbeitskollegen, die im Moment ja auch nicht weiter wissen, fiel / fällt meiner lt. Fahrgestellnummer und BJ nicht unter die Problemmotoren.

Also sollte ich vielleicht echt noch den Schädel runterreißen und evtl. da die Ursache finden? Dann könnte man eine Berührung Kolben / Ventil komplett ausschließen oder doch feststellen. Und man könnte sehen, ob ein Ventil nicht richtig schließt.

Vielen Dank auf jeden Fall mal !!!! Auch an Deinen "Nerd" :-)

AGR-Ventil hängt nicht zufällig offen??
Dann ballert es auch ganz gut.

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Da habe ich noch nicht weiter geschaut. Allerdings kann ICH jetzt nicht ganz verstehen, was das AGR-Ventil mit nem metallischen Klappern-/Klackern zu tun haben könnte. Vielleicht kannst Du mir da mal auf die Sprünge helfen.

Servus, ist den die Ursache des Klapperns mittlerweile bekannt ?😕
Hätte es gerne gewusst 😁

Hi !

Nein, bisher nicht... Ich bin auch seitdem nimmer dazu gekommen, weiter zu suchen, da ich beruflich z.Zt. sehr eingespannt bin. Hatte auch kaum mehr Zeit, um mich ums "Netz" zu kümmern :-( Im Moment scheint es sich aber vielleicht doch in Richtung "klemmender" Ventile zu entwickeln.

Nach dem Anlassen ist nach wie vor erstmal kurzzeitig kein Geräusch, dann geht´s it dem Tackern los. Aber bevor die MAschine nicht wirklich ca. 90 Grad Öltemp hat, geht´s nicht dauerhaft weg.

Jetzt bei der nassen und kühlen Witterung habe ich zumindest das Gefühl, dass das Gas nicht mehr so sauber im kalten Zustand angenommen wird. Das Klappern an sich wurde nicht schlimmer. Und was die Öltemperatur angeht - naja, ich hab ihn neulichst mal 4x in 2 Tagen je 60km auf der A6 gescheucht. Die Öltemperatur ging wieder mal bis auf knapp 140 Grad rauf, ohne Höchstgeschwindigkeit gehabt zu haben. Allerdings ging nun die Temperatur relativ schnell wieder runter bei langsamerer Fahrweise. Das war vorher nicht. Liegt aber vielleicht echt am Wetter.

So, endlich hab ich wieder mal Zeit gefunden, um dem Klappergeist auf die Schliche zu kommen. Ist ja schon ewig her .....

Nach ewigen Überlegungen ist mir irgendwann eingefallen, dass ich in der Vergangenheit (ist schon Jahre her) ca. 2-3x ein Motoröl von LM mit nem anscheinend hohem Grphitanteil gefahren habe. Das war daran zu erkennen, dass die Plörre sehr sehr grau war.

Das erhöhte nun den Verdacht, dass sich evtl davon etwas irgendwo abgesetzt haben könnte. Ich habe letztendlich nur noch eine Möglichkeit gesehen, woher das mistige Geräusch kommen kann - mangelnde Ölversorgung im Hydrostößelbereich.

Ich habe letzte Woche dann mal die NW und Hydros rausgebaut und ALLE Ölkanäle wiederholt und längere Zeit mit Pressluft "beatmet". Die Mühe den Kopf runterzuschrauben habe ich mir ehrlich gesagt nicht machen wollen. Es hat eigentlich alles gepasst und es waren keine Verstopfungen zu erkennen. Ein von mir auf den Ventiltrieb gelegtes Tuch hat sich immer wieder gut angehoben beim Durchblasen - also sollte da alles soweit passen.

Dann habe ich die Hydros einfach mal gegeneinander getauscht. Sie waren soweit alle ok. Nach dem Zusammenbau hat das Triebwerk dann WIRKLICH kurz nach Hydros geklungen, also viel helleres Tackern. Aber das war nach 4-5 Sekunden weg. Dann kam das alte Klappern wieder, ABER nicht mehr so laut, eher gedämpfter.

Am Montag diese Woche hab´ ich dem Löwen mal die Sporen gegeben. Alles in Allem muss ich sagen, dass er jetzt WESENTLICH ruhiger läuft. Es scheint also wirklich irgendwo etwas "dicht" gewesen zu sein.

Bezüglich der Öltemperatur hat sich nichts geändert. Ich habe aber weiter rumgehört und musste feststellen, dass teilweise sogar 150 Grad bei sehr flotter Fahrweise und höheren Außentemperaturen durchaus drin sind. Ein Wärmetauscher wie damals z.B. im XU9JAZ-Motor (205 und 309 GTI) passt leider nicht rein. Auch eine dünnere Adapterplatte für einen Ölkühler kriegt man wg dem KAT nicht unter bzw. den Ölfilter nicht. das Problem ist dieses "freche" Ölfilterghäuse, was an den "normalen" TU-Block angeschraubt ist und den Filter oben drauf hat. Das lag wohl an der Konstruktion mit dem Kat am bzw. direkt nach dem Auslasskrümmer. Es scheint nicht mal ein "normaler" Schraubfilter wie früher, anstatt dem angeschraubten Gehäuse, zu reinzupassen. Also muss ich mich damit anfreunden bzw. abfinden.

Ich wundere mich nur, dass mir diese Temperaturen früher nie aufgefallen sind.

Ich sage nochmal DANKE an alle, die mir mit Rat und Tat weiterhelfen wollten !!!!

SWFahrer...
du hast schon den richtigen richer mit deinen video ... also ums kurz zu machen-es ist ein auslaßventil...
ich habe den gleichen motor in meiner xsara drin und genau das gleiche geräusch wie dein video es wieder giebt. sobald du richtung krümmer kommst,wirs deutlich lauter.
das ist aber bei PSA bekannt-es geht um den sche.... benzin E 5/10. das E5 giebts glaub seit 2001 oder so. bei der verbrennung stzen sich ablagerungen an den auslaßventilschäften ab und bringen im ungünstigsten fall die ventile zum klemmen. da gab es sogar ein rundschreiben von PSA und eine reparaturempfehlung. kanst dirs denken? richtig-ventile tauschen-da kommen einfach andere(dünnere)ventile und führungen zum einsatz-was kostet die welt...?
es giebt aber eine alternative die von PSA empfohlen wurde-motoröl TOTAL 0/5 W30 (zur besseren und schnelleren durchölung des motors) und ein additiv zur ventilreinigung. das kann das problem beheben.
da du aber schon gut beim umgang mit schraubenschlüssel bist-krümmer ab und da siehst ja die auslaßventile(schaft) diese mit liqui moli benzinzusatz einsprühen und einweichen-richtig satt. meinetwegen mit WD 40 ,also säubern . das sollte besserung bringen.
bei mir hat es zumindest nach gelassen. viel spaß dabei

Andreas

Danke Andreas !!!

Hmmm das klingt nachvollziehbar. Ok, Krümmer runter ist ja kein großer Act. Du schreibst, dass man die Schäfte mit LM Benzinzusatz einsprühen kann... Welcher Zusatz ist das genau? Das gibt´s doch verschiedene.. Das "Ventil-Sauber"? Das hab ich so 3-4x dem Sprit beigegeben. Zumindest da hat sich nichts verbessert :-( Aber ok, auf die Menge von 20l Tankinhalt oder mehr gesehen ist die Wirkung vermutlich zu schwach und wahrscheinlich erst nach 10maligem Wiederholen bemerkbar.

Meinst Du, dass häufigeres "Prügeln" auf der Bahn den Mist auch "wegbrennen" kann und Kurzstreckengefahre der Auslöser für diese Ablagerungen sein kann? Dann wohl auch der Sprit an sich. Mir ist schon klar, dass es Unterschiede in der Qualität gibt - so ne "No Name"-Plörre einer "freien" Supermarkttanke kommt bei mir nicht rein. Meist nur der "Tiger" oder gelegentlich mal der "Schlauer ist das"-Sprit. Eigentlich tanke ich überwiegend nur bei den "großen Bekannten" (blau, rot, gelb/rot)

Also einsprühen und einwirken lassen - wie lange? Anschließend Krümmer wieder ran und gut isses ???

Was das Öl angeht... Ich habe bis vor nem halben Jahr ein 0W30 gefahren und bin nu auf ein 5W40 umgestiegen. Aber immer Markenöl. Ich halte von nem ca. 12x-Raffinat nichts. (1L 2,50 EUR oder so) Gebracht hat das alles aber auch nix.

Aber wenn Du selber die Erfahrung mit den Ventilen gemacht hast, dann motiviert mich das nochmal.. Hast Du auch solche Erfahrungen in Sachen Öltemperatur gemacht ?

Harry

also ölthemperatur kann ich nicht kontrollieren,aber wenn ich mal auf der bahn war und dann langsamer in der stadt,da ist er schon recht warm geworden.
das additiv hab ich von mathy.de genommen zum einsprühen-zigarettenlänge einwirken lassen.
wenn du das auto nicht gleich brauchst kanste auch mal paar stunden einwirken lassen.
ich muß noch dazu sagen das ich bei jeder tankfüllung ein benzinadditiv von liqui moli dazu gebe,reiniger und stabilisierend wirkend. der motor ist deutlich ruhiger geworden.
ich gebe dir mal noch ein geheimtip, aber per PN-ok.

Andreas

So, wieder fast 1 Jahr vergangen, aber ich habe nicht aufgegeben.

Letztendlich war die Aussage von Wolffi65 zutreffend. Ich habe die Tage den Zylinderkopf runtergebaut, weil die Kopfdichtung sowieso zum Sauen angefangen hat. Und dabei habe ich die Ventile rausgehauen. Siehe da, die Auslassventile waren dermaßen mit Ablagerungen zugesetzt...übel! Aber nicht Ölkohle sondern "normale" braune Ablagerungen.

Ventile raus, in der Drehbank mit Schleifpapier und Schleifvlies gereinigt, neue Schaftabdichtungen rein und die Sitze mit Einschleifpaste eingeschliffen.

Kurz: Die Geräusche sind weg. Der Motor ist leise wie ein Friedhof. Er nimmt auch im kalten Zustand das Gas besser an - ohne Aussetzer die er früher beim Beschleunigen hatte.

Die EINlassventile waren übrigens absolut sauber. Achja, ein richtiges "Klemmen" konnte ich aber zumindest beim Bewegen der Ventile mit der Hand nicht bemerken. Aber ich denke dass das so minimal ist, dass man es wirklich nur merkt, wenn sich der Motor in der Warmlaufphase ausdehnt. Es fing ja immer erst so nach 20 Sekunden an.

Einzig der Ausbau der Ventilfedern hat mich Zeit und Nerven gekostet, weil das vorliegende HAZET-Ventilwerkzeug nicht passte. Musste ne 21er ZK-Nuss mit der Flex Jean-Pütz-mässig anpassen und die Federn mit der Hand zusammendrücken. Geht aber.

Ansonsten hat alles zusammen ca. 7-8 Stunden gedauert. (ohne das Werkzeugproblem) Und man muss eigentlich nur 4 Schrauben vom Hosenrohr von unten wegbauen. Alles andere geht von oben, auch ohne Bühne.

danke , das gleiche habe ich bei meinem 306 , der klackert auch wenn der kalt ist wie ne nähmaschine

habe schon die ölpumpe gereinigt und öfters das ventilspiel eingestellt und nachgestellt , ohne erfolg werde wenn die ZKD drann ist das machen was du beschrieben hast

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