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Mercedes 600 (W100) Top Angebot ?

Themenstarteram 8. März 2010 um 22:49

Für ca. 10.000 - 15.000 Euro wird mir das Fahrzeug angeboten.

Folgende Daten sind mir laut Gutachten bekannt:

Laufleistung: abgelesen 31.000 geschätzt vom Gutachter 131.000 Km

Baujahr: Auf Grundlage der bekannten Fahrgestell-Nr. 1965 bis 1968

Fahrzeugzustand: mäßig/nicht fahrbereit.Das Fahrzeug wurde unsachgemäß umlackiert.Grundsubstanz ist in einem augenscheinlich gutem Zustand.

Die Lackierung weist mehrfach Abblätterungen, Rissbildungen, Abdeckränder.

Mehrere Chromteile sind beschädigt bzw. eingebeult.Der Unteboden ist gut erhalten.

Der Innnenraum befindet sich in einem mäßigen Zustand.An der Innenseite der Frontscheibe

sind Wasser-Eintrittspuren erkennbar.Fensterheber ohne Funktion.

Am Motor sind diverse Neudichtungen erkennbar.Motorenöl riecht deutlich nach Benzin.

Batterie und Teile des Luffilters fehlen.Starthilfe blieben erfolglos.Grund vermutlich blockierter

Anlasser.Das Differenzal weist einen erheblichen Ölverlust auf.Reifen sind beschädigt(Rissbildung).

Hinweis: Fahrzeug hat keinerlei Papiere (Nachweis über Erwerb wird rechtlich nachgewiesen).

Unter Berücksichtigung aller o.g. Angaben ist dieses Fahrzeug trozdem noch ein Schnäppchen oder?

Bitte dringendst um Rückantwort.Im Voraus besten Dank.

Beste Antwort im Thema

Hallo

ohne Hydraulik gehen weder Türen noch Kofferdeckel zu, deswegen muss man die ganz sanft und langsam betätigen und sanft anlegen.

Wenn man die Türen und den Deckel aufreisst und wieder zuklatscht dann gehen die Hydraulikzyilnderdichtungen gerne über den Jordan.

Ausser den Fensterhebern werden auch noch die Sitze, und die Heizungen hydraulisch betätigt.

Bei Ausfall gibt es die Möglichkeit die Hydraulikpumpe direkt zu betrieben oder den Druckspeicher extern zu füllen. Dann kann man die Hydraulik testen und die Türen gehen dann auch korrekt auf und zu. Das sollte aber jemand mit Erfahrung machen vermutlich ist seit 1990 die Flüssigkeit zersetzt bzw verschwunden und eine trocken laufende Hydraulikpumpe kostet wieder richtig Kohle.

Wassereinbruch um die Windschutzscheibe ist meist der Vorbote von bösen Rostschäden, wenn das Auto seit 1990 in dr Halle seteht und aus den USA kommt kann man evtl. Glück haben und es sind nur Mürbe Dichtungen.

Im Prinzip wenn ein 600er 20 jahre unsachgemäss gelagert und nicht bewegt wurde kann man die Luftfederung und die Hydraulik komplett aufarbeiten und wenn Rost im System ist darf man etwa 100m Stahlleitungen erneuern.

Wenn das Auto ohne Böcke oder Notlaufgummis schon länger Platt auf dem Boden liegt dann darf man auch die Achsen komplett durcharbeiten und wenn man Pech hat ist das Differential am Gabelstück durchgerissen.

Eine feste Bremse erfordert auch einen fetten Geldbeutel schon einmal neue Belagsätze kostet um 1500€. Hintere Bremsättel sind inzwischen Goldstaub.

Achtung die 600er haben eine Hochdruckbremse und keine der üblichen Unterdruckverstärker. Mit dem Pedal lässt sich ohne Überdruck fast nicht bremsen.

mal eine andere Frage:

Was an dem Auto funktioniert überhaupt ?

Was an dem Auto wurde seit 1990 positiv überholt/aufgearbeitet oder neu angeschafft ?

Sind noch Flüssigkeiten in den Systemen ?

War Frostschutz im Kühlsystem oder ist Rostansatz erkennbar ?

Luftdrucktank ohne Wasser und ohne Rost ?

Ist der Benzintank innen Rostfrei ?

Abgasanlage Vollständig und TÜV Fähig ?

Sind die Bremszangen noch gängig bzw Flüssigkeit im System ?

Steht das Auto auf Notlaufgummis, ist es aufgebockt oder völlig platt ?

Aus welchem US Bundesstaat kommt das Auto sind noch US Sticker und Zulassung vorhanden.

Ist das Auto vollständig inklusive Original Radkappen und Bordwerkzeug und Zubehörtasche. Die meisten US Auslieferungen hatten auch noch das erweiterte Manual und ein Ersatzteilhandbuch.

Ist das originale Scheckheft noch vorhanden ?

Mit der originalen Datenkarte ?

Was für Reifen sind drauf ?

Werksauslieferungszustand bei Daimler schon angefordert und vorhanden ?

 

Holz kann man oft noch aufarbeiten aber wenn die Fensterschlüssel an der WSS schon Wassereinbruch hatten wird das nicht günstig. Schätze ab 1000€ dürften die Fensterschlüssel der WSS richtbar sein, die anderen 45-50 Holzteile muss man sich erst mal ansehen.

Holzspezialisten:

Puhane Nachfolger bei Dresden

Tescari in Köln

Zimber im Schwarzwald wenn er denn mal wieder Benze anlangt

Kauffelt in Mannheim

W100 Vollsortimenter ausser Kienle:

http://www.finkelde-automobile.com/

Wörle bei Ulm http://w-100.de

Böhringer und Wiltenberger bei Plüderhausen

Mechatronic in Pleidelsheim

HWA in Affalterbach

Daimler Classic in Fellbach

Teilsortimenter:

Ai Motors Bruchsal ;Motor, Getriebe, Achsen, Bremsen, Luftfederung, Wartung & Reperatur

Stark http://preissing.net/ Motor

Lehmann Krottensee Motor & Achsen

Schattenkircher Hydraulik und Luftfederung

Brockhoff http://www.luftfederung.de Motor und Luftfederung

Niemöller Teile

Jurinek Teile

Karasch Teile

Spiess in Landau (Blech & Lack) http://www.franz-spies-gmbh.de/

Pusch bei Mainz Service u Reperatur

PWI Untertürkheim

PWI Sindelfingen

Mercedes NL Hallschlag

Lorinser Waiblingen

Es gibt noch einige DB Händler und Niederlassungen die 600er warten und Instandsetzen

 

Grüsse

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Ein Blick auf die Ersatzteilpreise (Kleinserien-Fahrzeug!) und die Unterhaltskosten dürfte Deine Frage bereits beantworten...:(

Hallo

ein W100 hat eine Fgst#, eine Karosserienummer und eine Motornummer und anhand dessen kann man schon mal das genaue Baujahr rausfinden. Mit etwas Connection auch die Erstauslieferung den Erstbesitzer und einen Teil der Servicehistorie.

Mit der Fgst Nummer bekommt man auch raus ob das Auto gestohlen oder Unterschlagen ist

W100 haben enorme restaurationskosten und daher sind Mittelklassefahrzeuge meist relativ "wertlos" am Markt bei Schlachtfahrzeugen kommt es darauf an wie der Zustand der verbauten Teile ist und ob das teil vollständig ist und die Servicehistorie bekannt ist. Gebrauchteile in mässigen Zustand findet man eigentlich Problemlos bei den bekannten W100 Schlachtern.

Benzin im Öl bedeutet vermutlich erst mal eine Motorrevision mit überholen der Einspritzpumpe und da sind um 15000€ fällig, wenn die Wasserpumpe defekt ist sind noch mal 2000€ weg. Überholen der Luffederung sind etwa 5000€ überholen der HA wird so um 3000€ landen bzw 4000€ wenn man die Bremsättel an der HA auch noch richten muss.

Das der Anlasser defekt ist macht nix weil man den günstig überholen oder noch neu kaufen kann sind irgendwo bei 1200€ aber vermutlich ist nicht der Anlasser defekt

Das der Fensterheber nicht tut spricht für die profunde "Sachkenntniss" des Gutachters und ich schätze der Profi hat bei der Fahrzeugdurchsicht sämtliche Türen und den Kofferaumdeckel aufgemacht und wieder zugknallt und damit sind unter umständen 30-40000€ für die Instandsetzung der Komfortthydraulik fällig ( Wobei die bestimmt schon vorher mürbe war)

Also kurz gesagt das Auto kann für 15000 ein "Schnäppchen" sein wenn man genau weiss was man einkauft und es selbst instandsetzen kann oder die Teile gezielt ausschlachtet und vermarktet. In anbetracht der hier im Forum gestellten Frage nehme ich an das du keinen "Plan" von W100 hast und dich in der Scene nicht asukennst ausser das die teile bei Auktionen für 100-200000€ versteigert werden nachdem eine renomierte Fachwerkstatt vorher etwa die selbe Summe in eine grosse Aufarbeitung gesteckt hat.

In anbetracht dessen das man in den USA Ausgelutsche aber Fahrbereite Exemplare ab 25-30000 USD bekommt sind die 15000€ für die Ruine kein Schäppchen ausser man hat ein Prominentes Auto oder eine der raren Langversionen.

Grüsse

am 9. März 2010 um 0:06

Zum ausschlachten ist es ein Schnäppchen, zum richten ein Groschengrab, so würde ich es ungefähr einschätzen ohne das Auto gesehen zu haben. Der Motor sollte sich aber zumindest von Hand drehen lassen, dazu sollten aber alle Riemen runter, beim 600 hängt da ja einiges dran. Restrisiko bleibt, und das übliche Problem beim ausschlachten auch.....man muss die Teile erstmal loswerden. (...und das Auto erstmal zerlgen ohne die Hälfte davon übern Jordan zu schicken)

Einen W100 vernüftig zu richten ist für privat fast unmöglich, auch weil die Ersatzteilpreise jenseits von Eden sind, ich hab selbst 2 abgebrochene Privat-/Hobby-Restaurationen von solchen Autos gesehen, was da an Geld und Zeit reingeflossen ist hätte für viele andere Autos locker zum fertigrestaurieren und 2 Jahre fahren gereicht :) Beim 600er war das grade mal paar Teile instandgesetzt und den Motor zum drehen gebracht. Das ist auch wenn es sich so anhört keine Übertreibung, der 600 gehört wirklich in die Hände von Profis.

Themenstarteram 9. März 2010 um 7:18

Zitat:

Original geschrieben von IXXI

Hallo

ein W100 hat eine Fgst#, eine Karosserienummer und eine Motornummer und anhand dessen kann man schon mal das genaue Baujahr rausfinden. Mit etwas Connection auch die Erstauslieferung den Erstbesitzer und einen Teil der Servicehistorie.

Mit der Fgst Nummer bekommt man auch raus ob das Auto gestohlen oder Unterschlagen ist

W100 haben enorme restaurationskosten und daher sind Mittelklassefahrzeuge meist relativ "wertlos" am Markt bei Schlachtfahrzeugen kommt es darauf an wie der Zustand der verbauten Teile ist und ob das teil vollständig ist und die Servicehistorie bekannt ist. Gebrauchteile in mässigen Zustand findet man eigentlich Problemlos bei den bekannten W100 Schlachtern.

Benzin im Öl bedeutet vermutlich erst mal eine Motorrevision mit überholen der Einspritzpumpe und da sind um 15000€ fällig, wenn die Wasserpumpe defekt ist sind noch mal 2000€ weg. Überholen der Luffederung sind etwa 5000€ überholen der HA wird so um 3000€ landen bzw 4000€ wenn man die Bremsättel an der HA auch noch richten muss.

Das der Anlasser defekt ist macht nix weil man den günstig überholen oder noch neu kaufen kann sind irgendwo bei 1200€ aber vermutlich ist nicht der Anlasser defekt

Das der Fensterheber nicht tut spricht für die profunde "Sachkenntniss" des Gutachters und ich schätze der Profi hat bei der Fahrzeugdurchsicht sämtliche Türen und den Kofferaumdeckel aufgemacht und wieder zugknallt und damit sind unter umständen 30-40000€ für die Instandsetzung der Komfortthydraulik fällig ( Wobei die bestimmt schon vorher mürbe war)

Also kurz gesagt das Auto kann für 15000 ein "Schnäppchen" sein wenn man genau weiss was man einkauft und es selbst instandsetzen kann oder die Teile gezielt ausschlachtet und vermarktet. In anbetracht der hier im Forum gestellten Frage nehme ich an das du keinen "Plan" von W100 hast und dich in der Scene nicht asukennst ausser das die teile bei Auktionen für 100-200000€ versteigert werden nachdem eine renomierte Fachwerkstatt vorher etwa die selbe Summe in eine grosse Aufarbeitung gesteckt hat.

In anbetracht dessen das man in den USA Ausgelutsche aber Fahrbereite Exemplare ab 25-30000 USD bekommt sind die 15000€ für die Ruine kein Schäppchen ausser man hat ein Prominentes Auto oder eine der raren Langversionen.

Grüsse

Hallo und vielen Dank für die schnelle, kompotente und ehrliche Antwort

Die hohen Ersatzteilpreise sind mir bekannt.Ich werde das Auto heute

Nachmittag live besichtigen.Das Auto wurde 1990 von den USA nach Deutschland überführt.Die Kurzversion (4 trg.) wird wegen Geldmangel verkauft.Für eine fahrbereite Aufarbeitung habe ich mit ca. 20.000 Euro kalkuliert.Unter Berücksichtigung aller Mängel und Restrisiko, wieviel Geld wäre dir das Auto denoch Wert?

 

 

 

 

Hallo

Werte und Marktpreise,,

ich bin Mechaniker ich habe auf den Autos gearbeitet und mich nicht so sehr für die Wertsituation interessiert.

Mein aktulles Bauchgefühl ist das man heutzutage einen guten 3er mit TÜV und ohne grosse technische Mängel für 25-30000€ kaufen kann wenn man keinen Zeitdruck hat und sich von den Händlern fernhält.

Einen US Reimport in fahrbereiten Zustand und dem üblichen USA Problematiken wird man für 20000€ kaufen können insofern ist das Schlachtauto für 15000€ ohne das etwas an dem Auto nachweisslich tut oder die Geschichte vom Auto bekannt ist eigentlich überteuert. Auch wenn man die Technik wieder einigermassen günstig hinbekommt und unter dem Lack kein grauen sondern der übliche US Pfusch auftaucht würde ich die 15000 & 20000 Budget nehmen und mir ein fahrendes US Mobil holen und dort dann 5000-10000€ versenken damit die Technik zuverlässig läuft und man damit problemlos fahren kann. Oder man kauft sich für 30-35000€ gleich einen technisch ordentlichen Eurowagen bei dem dann auch der Innenraum gepflegt ist und man keine Spachtelorgien unter dem Lack findet.

Der normale Markt der soliden 2er hängt irgendwo zwischen 50-75000€. Die Autos sind technisch nicht unbedingt topp aber bei Autos die regelmässig genutzt werden gibt es selten teuere probleme während die Standzeuge oft mechanische Zuwendung brauchen.

Für 15000€ rechnet sich der Einkauf weder für einen Profi noch für einen Amateur ausser das Auto hat "Potential" also eine "Geschichte" aber dass aktuelle Auto wird ja ohne Historie verkauft. Anderseits kann man auch Glück haben und die Technik ist wirklich erst 131000km alt und nur Mürbe und es haben sich nicht zuviele Pfuscher dran versucht (OK US Autos ist eher unwahrscheinlich dort wird sogar bei den Benz Händler direkt gepfuscht).

Das Auto wurde 1990 schon eingekauft und zu dem Zeitpunkt war der Automarkt am Boomen und es schwirrte viel (schwarzes) Geld rum das angelegt werden wollte bis die Blue Chip Blase geplatzt ist und das vom neuen Markt generierte Geld wieder durch Realwerte augefüllt wrden musste.

Dabei ging dann der überblähte Automarkt mit vor die Hunde und viele Restaurationen wurden dann abgebrochen weil es sich nicht für den Markt rechnete.

Die Wertsituation eines kurzen 600er ist schwer zu kalkulieren, der Markt hat eine Toppliga an Kunden die sich aber bei den bekannten Topp Restauratoren und den Topp Händlern eindecken.

Die Kundschaft kommt selten auf den Gedanken sich mal den Annoncenteil durchzublättern und beim Einkauf ist das Thema Kaufpreis eher Sekundär, zuerst muss das Auto "Faszinieren" und technisch und optisch nah am Neuzustand sein.

Derartige Autos gehen ab 80-100000€ wenn der Dollarkurs passt und genug Boni rumschwirren und sich eine Geldanlage suchen. Und wer sich eine mobile Geldanlage zulegt will "Papiere" "Peedegre" & "Heritage" der kauft nicht bei Fähnchenhändlern oder direkt bei den Ersthandbesitzern.

Der Kundenkreis der Sammler ist selten gewillt Topp Preise zu zahlen und gehört eher zu denn Schnäppchenjägern. Die wissen auch sehr genau was Sache ist und haben schon beim Einkauf den maximalen Gau durchkalkuliert. Einem Sammler ein Auto verkaufen ist meist ein Finanzstrip weil der genau weiss was kaputt geht und was es kostet und wenn der einzelne Bereich nicht positiv von der Liste abgehakt werden kann zieht er das von der Einkaufssumme ab, oft soweit das man am Ende Geld drauflegen soll damit man das Auto los wird ;)

Dann gibts noch den Traumkäufer der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und nicht weiss wieviel Zeit/Schweiss und Teile zwischen einer 15000€ Ruine und einem 150000€ Kienle Show Car steckt.

Für viele ist das der Ersteinsteig man hat sich einen Jugendtraum verwirklicht und dann geht es los mit der Etappenrestauration die meist uneffektiv abläuft und am Ende trotz Eigenleistung mehr kostet als wenn ein Profi gleich richtig zugelangt hätte.

Die Träumer teilen sich nach dem Autokauf in "Durchbeisser" "Versager" "Sammler" und "Profi".

Profi wird der Durchbeisser der festgestellt hat das er sich jeden Tag aufs neue Durchbeissen will und sich einem AMrkt dafür aufmacht oder schon vorhanden ist.

Ein Profi hat immer ein Problem sich eine Basket zu kaufen an dem schon mal "Versager" dran waren die sich nicht Durchbeissen konnten und teueres Lehrgeld am Objekt abgelegt haben und meist auch noch für den Nachfolger hinterlassen.

Daher sind nicht fahrende abgebrochen restauratione Handelstechnisch für die "Profis" Schlachtfahrzeuge und man rechnet nur das als Wertvolles Teil das man nach dem Ausbau und etwas säubern ohne weitere Investition umsetzen kann. Der Rest steht dann rum ist dann stilles Vermögen das sich evtl noch verwerten lässt.

Wen man aber für den Garagenplatz des 600er Miete ablegen muss rechnet sich stille Vermögen nicht dann muss man zügig bröseln und auch unter Marktwert verkaufen und den rest einfach schreddern.

Grüsse

Themenstarteram 10. März 2010 um 8:23

Ich habe gestern Nachmittag das Auto besichtigt.

Der Zustand ist besser als vom Gutachter beschrieben.

Allerdings lassen sich die Türen inkl. Kofferdeckel nicht schließen.

Der Innenraum befindet sich in einem schlechten Zustand (Wurzelholz beschädigt bzw. teilweise aufgelöst).

Das Auto bekomme ich jetzt für ca. 10.000 Euro

Wieviel würde mich die Instandsetzung der o.g. Mängeln kosten ?

Bitte um schnelle Rückantwort, da ich nur noch bis Freitag Zeit habe.

Zitat:

Original geschrieben von Turbops

Bitte um schnelle Rückantwort, da ich nur noch bis Freitag Zeit habe.

Lass Dich nicht unter Zeitdruck setzen.

Entweder ist der Wagen für Dich oder er ist es nicht.

Wäge ab, prüfe ob Du mit dem Wagen leben kannst und entscheide dann.

Ich weiss, wie sehr es einen jucken kann und "durfte" auch schon Erfahrungen machen, die mich Entscheidungen haben bereuen lassen.

Hallo

ohne Hydraulik gehen weder Türen noch Kofferdeckel zu, deswegen muss man die ganz sanft und langsam betätigen und sanft anlegen.

Wenn man die Türen und den Deckel aufreisst und wieder zuklatscht dann gehen die Hydraulikzyilnderdichtungen gerne über den Jordan.

Ausser den Fensterhebern werden auch noch die Sitze, und die Heizungen hydraulisch betätigt.

Bei Ausfall gibt es die Möglichkeit die Hydraulikpumpe direkt zu betrieben oder den Druckspeicher extern zu füllen. Dann kann man die Hydraulik testen und die Türen gehen dann auch korrekt auf und zu. Das sollte aber jemand mit Erfahrung machen vermutlich ist seit 1990 die Flüssigkeit zersetzt bzw verschwunden und eine trocken laufende Hydraulikpumpe kostet wieder richtig Kohle.

Wassereinbruch um die Windschutzscheibe ist meist der Vorbote von bösen Rostschäden, wenn das Auto seit 1990 in dr Halle seteht und aus den USA kommt kann man evtl. Glück haben und es sind nur Mürbe Dichtungen.

Im Prinzip wenn ein 600er 20 jahre unsachgemäss gelagert und nicht bewegt wurde kann man die Luftfederung und die Hydraulik komplett aufarbeiten und wenn Rost im System ist darf man etwa 100m Stahlleitungen erneuern.

Wenn das Auto ohne Böcke oder Notlaufgummis schon länger Platt auf dem Boden liegt dann darf man auch die Achsen komplett durcharbeiten und wenn man Pech hat ist das Differential am Gabelstück durchgerissen.

Eine feste Bremse erfordert auch einen fetten Geldbeutel schon einmal neue Belagsätze kostet um 1500€. Hintere Bremsättel sind inzwischen Goldstaub.

Achtung die 600er haben eine Hochdruckbremse und keine der üblichen Unterdruckverstärker. Mit dem Pedal lässt sich ohne Überdruck fast nicht bremsen.

mal eine andere Frage:

Was an dem Auto funktioniert überhaupt ?

Was an dem Auto wurde seit 1990 positiv überholt/aufgearbeitet oder neu angeschafft ?

Sind noch Flüssigkeiten in den Systemen ?

War Frostschutz im Kühlsystem oder ist Rostansatz erkennbar ?

Luftdrucktank ohne Wasser und ohne Rost ?

Ist der Benzintank innen Rostfrei ?

Abgasanlage Vollständig und TÜV Fähig ?

Sind die Bremszangen noch gängig bzw Flüssigkeit im System ?

Steht das Auto auf Notlaufgummis, ist es aufgebockt oder völlig platt ?

Aus welchem US Bundesstaat kommt das Auto sind noch US Sticker und Zulassung vorhanden.

Ist das Auto vollständig inklusive Original Radkappen und Bordwerkzeug und Zubehörtasche. Die meisten US Auslieferungen hatten auch noch das erweiterte Manual und ein Ersatzteilhandbuch.

Ist das originale Scheckheft noch vorhanden ?

Mit der originalen Datenkarte ?

Was für Reifen sind drauf ?

Werksauslieferungszustand bei Daimler schon angefordert und vorhanden ?

 

Holz kann man oft noch aufarbeiten aber wenn die Fensterschlüssel an der WSS schon Wassereinbruch hatten wird das nicht günstig. Schätze ab 1000€ dürften die Fensterschlüssel der WSS richtbar sein, die anderen 45-50 Holzteile muss man sich erst mal ansehen.

Holzspezialisten:

Puhane Nachfolger bei Dresden

Tescari in Köln

Zimber im Schwarzwald wenn er denn mal wieder Benze anlangt

Kauffelt in Mannheim

W100 Vollsortimenter ausser Kienle:

http://www.finkelde-automobile.com/

Wörle bei Ulm http://w-100.de

Böhringer und Wiltenberger bei Plüderhausen

Mechatronic in Pleidelsheim

HWA in Affalterbach

Daimler Classic in Fellbach

Teilsortimenter:

Ai Motors Bruchsal ;Motor, Getriebe, Achsen, Bremsen, Luftfederung, Wartung & Reperatur

Stark http://preissing.net/ Motor

Lehmann Krottensee Motor & Achsen

Schattenkircher Hydraulik und Luftfederung

Brockhoff http://www.luftfederung.de Motor und Luftfederung

Niemöller Teile

Jurinek Teile

Karasch Teile

Spiess in Landau (Blech & Lack) http://www.franz-spies-gmbh.de/

Pusch bei Mainz Service u Reperatur

PWI Untertürkheim

PWI Sindelfingen

Mercedes NL Hallschlag

Lorinser Waiblingen

Es gibt noch einige DB Händler und Niederlassungen die 600er warten und Instandsetzen

 

Grüsse

Themenstarteram 12. März 2010 um 7:08

Das Thema Kauf hat sich erledigt.

Grund: Das Fahrzeug hat laut Motor-Nr. keinen org. Motor

sondern den vom 300 er, hat mir die Firma Wörle aus Syrgenstein

erzählt.Das war mir doch zuviel.

Trotzdem vielen Dank für eure tollen, kompeteten Rückantworten !

P.S: Werde heute Nachmittag zur Oldtimer-Messe nach Stuttgart fahren.

Gruß

Turbops

Hallo

also in der Preisklasse findet man auch gelegentlich Fremdmotore von Ford oder GM da ist der M100.981 keine Katastrophe und in den USA wurden die 600er meist mit dem Niederverdichtenten M100.982 ausgeliefert da war bei einem Motorschaden ein "Upgrade" auf den M100.981 aus dem 300SEL 6.3 nicht ungewöhnlich vor allem als die W109 wegen Rostschäden oder Unfall in den USA gnadenlos geschlachtet wurden und ein relativ gut sortierter Gebrauchtteilebestand verfügbar war.

Also in der Preisklasse die "der" 600er erreichen wird macht sich der falsche Motortyp beim Wiederverkauf eher im Promilebereich bemerkbar und wenn das Auto eine Historie hätte könnte man nachvollziehen wann und warum der Motor von wem eingebaut worden ist. Zb die meisten AMG Tauschmotore mit 6,8L waren umgebaute M100.981

Bei 10000€ fängt halt schon die Grenze an wo man durch schlachten guter Gebrauchtteile (wenn am Auto aufindbar) am Ende eine Karosse ohne Achsen als Kunstobjekt übrig hat.

Und Langfristig sind die Marktchancen der 600er recht ordentlich spätestens wenn die fahrenden Elektronikisten die seit den 90ern verkauft werden technische Probleme machen sind die reparierbaren W100 plötzlich wieder gefragt, selbst die Saudis schmeissen die in den 90ern verbauten V12 X Motorelektronik wieder raus weil es sich einfach nicht rentiert hat.

Grüsse

hat jemand Ahnung ob dieser Wagen noch irgendwo angeboten wird?

am 4. April 2011 um 18:31

Oha! Habe selbst mal mit dem Gedanken gespielt in einer etwas höheren Preiskategorie so ein Fahrzeug zu kaufen, als mir dann ein Clubkollege die Rechnungen zu seinem 600er gezeigt hat, habe ich mir das ganz schnell überlegt :)

Danke für den gut gemeinten Hinweis, ich weiß was auf mich zukommt..

Die Preise sind von den Ersatzteilen Höher als alles was ich bisher als leid geplagt RR Fahrer gesehen habe.

Wer englischen Humor versteht kann sich zu dem Thema diesen Film zu gemüte führen...

http://www.youtube.com/watch?v=HAY81kIBPC4&feature=related

am 20. April 2011 um 12:00

Hallo!

Bei so einem Eyxemplar dürfte besonders die alte Binsenweisheit gelten, dass man lieber mehr in einen guten Oldi investieren sollte, als sich einen billigen schlechten zum Herrichten zu holen.

Ich weiß, wovon ich spreche: Ich habe mal einen maroden Ford Capri I wieder flott gemacht. Was ich da an Geld (und natürlich Zeit) investiert hab - dafür hätte ich mir einen Capri im Zustand 1-2 kaufen können. Und ich hätte ihn sofort fahren können und nicht erst nach 2,5 Jahren.

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