Mercedes 407 Wohnmobil
Hallo zusammen!
Bin neu hier in dem Forum und möchte gleich mal ein Erfahrungsbericht zum
Thema Mercedes 407 Kastenwagen (ausgebaut zum Wohnmobil) beitragen.
Sicherlich für den ein oder anderen mal ganz spannend,vor allem für die,die mit
einem Oldtimer liebäugeln wegen der freien Fahrt in alle Umweltzonen.
Seit längerem haben wir(Familie mit 3 kleinen Kindern) nach dem Ei des Kolumbus in Sachen
Wohnmobil gesucht.Nach diversen Pleiten z.b Mulitvan(viel zu eng und klein)
Wohnwagen(man ist auf einen Campingplatz angewiesen) sind wir auf einen Mercedes 407
gestoßen.
Der Wagen hatte ein H-Kennzeichen bekommen,war in Top-Zustand und hatte org. 60tkm gelaufen.
Der Wagen hatte weiterhin einen einfachen,aber sehr robusten,vielseitig verwendbaren Ausbau.
Es waren 6 Schlafplätze vorhanden.Eine Spüle mit Waschbecken,Porta potti,Dachluken,Diesel-
Standheizung und war ca. 7000Euro teuer bzw. billig.
Wir hatten uns gefreut und gedacht, "Das ist es jetzt"
Günstige Unterhaltskosten, Alltagstauglichkeit,auch als Transporter nutzbar,robuste einfache Technik,
Wir wurden schnell eines besseren belehrt!
Schon bei der ersten Fahrt (wir wählten ein nahes Ziel nähmlich Frankfurt am Main aus) ca. 50km vom
Wohnort entfernt,um das Teil einfach mal auszuprobieren, sind wir Nachts fast erfroren.
Die Isolierung dieser alten Kastenwagen ist einfach zu schwach und es zieht überall rein,obwohl
er ursprünglich vom Werk aus ein Rotkreuz-Katastrohphenschutzwagen mit Isolierung war.
Die Dieselstandheizung hat zwar gut funktioniert,hatte aber die unangenehme Eigenschaft,viel
Strom zu verbrauchen(wie übringens fast alle Dieselstandheizungen)
Binnen 20Min. war unsere Batterie leer.
Tagsüber hat die Sonne gescheint und wir dachten,das klappt schon ,aber in der Übergangszeit gerade im Frühling fallen die Temperaturen nachts dann doch enorm.
Außerdem rate ich jeder jungen Familie ,ein abgetrenntes WC muß sein!!
Dies hatten wir leider auch nicht.
Bei der nächsten Fahrt sind wir Nachts nach Hamburg gefahren und wollten dem 407 eine zweite
Chance geben.
Zur Erklärung,der 407 hat 72PS und wiegt beladen 3,5Tonnen.
Bei 80 war dann Schluss,bei den Kasseler Bergen ist der Wagen auf bis zu 40km abgefallen.
Die 40 Tonner LkW´s haben uns gejagt und waren wutentbrannt,wenn Sie uns an der nächsten
Rast in die Finger gekriegt hätten,hätten Sie uns gekillt!
Wir hatten mit der Kiste Todesängste auf der Autobahn!
In Hamburg selber sind wir dann mitten in die Stadt reingefahren bis direkt vor den Hafen.
Wer sich auskennt,weiß,das der 407 in der Regel keine Servo hat und ein LKW Getriebe.
Der Wagen ließ sich im Stand kaum lenken und rangieren.Auch die Schaltung war extrem schwergängig
gegenüber moderneren Wohnmobilen. Auch das Anfahre am Berg war jedesmal ein Kunststück.
Beim Fahren auf der Autobahn übrigens war ein Unterhalten oder gar Musik im Radio hören unmöglich.
Den Motor hört man so laut,das man sein eigenes Wort nicht mehr versteht.
Bitte versteht mich nicht falsch,der alte Mercedes T2 (z.b 407) in allen Ehren.So ein Auto zu fahren ist
sicherlich orginell, aber an alle Familien mit Kindern:
Finger weg von diesem Auto!!!
Ansonsten an alle liebe Grüße!
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@Mark-86 schrieb am 29. Januar 2015 um 09:51:27 Uhr:
Ach, das sind wieder die Unkenrufe von den kleingeistigen Nuggetfahrern.Auf einen Campingplatz will ich damit garnicht. Der Sozialneid kleingeistiger Camper ist schon mit meinem über 20 Jahre alten Wohnmobil maximal zur Belustigung taugend. Wo wir noch gezeltet haben, war die Welt noch so halbwegs in Ordnung, auch wenn es manchmal komisch aussah, wenn wir mit 3 Leuten und 2 S-Klassen zum Zelten gefahren sind. Seit dem ich das Wohnmobil habe, spricht mich meine Altersklasse mit "SIE" an und alle anderen, die nen kürzeren haben, sprechen überhaupt nicht mehr mit einem. Selbst wenn deren Autos neuer sind und das 5 fache gekostet haben, auf Grund meiner Wohnmobilgröße schlägt einem der Sozialneid so ins Gesicht, dass man nicht mehr angesprochen wird. Da wird sich also nix ändern.
Das schöne ist aber, dass ich mir in Zukunft um das Thema Campingplätze und F&E keine Gedanken mehr machen muss
Jetzt hast Du aber die Sau (Deinen Frust) schön heraus gelassen und beim Beleidigen (oder Beleidigtsein) keinen ausgelassen! Deine Thesen:
- Alle Nuggetfahrer kleingeistig.
- Alle Camper sozialneidisch und kleingeistig.
- Du wirst erst ernstgenommen, seit Du ein Womo hast.
- Du hast meistens den längeren.
- Dein großes Womo erzeugt Sozialneid.
Mein Fazit aus Deinen Thesen (genauso individuell):
- Du bist großgeistig.
- Du hast Sozialneid geschaffen.
- Du bist beim Längenvergleich stehengeblieben.
- Ohne Dein Womo bist Du nichts.
P.S.: Der Gruß steht nur in der Signatur .
PPS.: Schön, dass ich Dich nicht auf Campingplätzen antreffe.
82 Antworten
Zitat:
Der letzte Beitrag von Mark-86 trifft voll ins Schwarze, [...] Hält man sich daran und wartet die Motore richtig , so halten sie mit den heutigen Ölen tatsächlich gut und gerne 500000 km oder länger ,aber nur im PKW !
Danke.
Damals war das auch normal, dass man Autos laufend reparieren musste, n Mercedes fuhr da im Gegensatz zur konkurenz schon ziemlich lange und problemlos... Weiterhin fährt auch heute mit nem alten /8 Diesel kaum noch einer Dauervollgas, wer damit fährt hat es zum einen nicht eilig, zum anderen sind die Fahrzeuge in der Regel was Getriebe, Gelenkwellen & Fahrwerk angeht nicht mehr neu, das heist, damit WILL was Dröhngeräusche und Schaukelei angeht auch niemand mehr Dauervollgas fahren und idr. werden solche Oldtimer sowieso nur entspannt ein paar tausend KM bei Schönwetter genuzt.
Ah, mein Freund Mark...!
Der TE schrieb von "3 kleinen Kindern".
Damit lässt es sich im Nugget bestens reisen. Das Hochbett ist 1,6 m breit. Das untere Bett reicht immer noch für 2 Erwachsene.
Weches große WoMo bietet diese Bettbreite?
Wenn dann in 10 Jahren die Kinder "13-jährige Teenager-Mädchen" sind, kann man die Kiste wieder verkaufen, mit extrem geringem Wertverlust, und ein größeres Fahrzeug anschaffen.
Allerdings campt der Normalmensch eher im Sommer. Dann kann man ein Heckklappenzelt montieren, dort Toilette, Fahrräder und Stühle hineinstellen und Privatsphöre auf dem Thron geniessen.
Ich empfehle den Nugget v.a. für junge Familien als Alltagsauto. Dafür und für sommerliche Campingtrips, ist er perfekt. Wir waren damit beriets viel unterwegs und haben nichts vermisst.
Wenn die Kinder dann groß sind, kauft man eben etwas anderes oder mietet.
Ich habe sowieso nie verstanden, weshalb man sich ein großes WoMo kauft, wenn man nur 2x im Jahr damit unterwegs ist. Mieten ist billiger.
Zum Alltag mit dem Nugget: meine Frau ist von einem Mini auf den Nugget umgestiegen. Sie hat kein Problem damit, alltags in München unterwegs zu sein. Die Länge liegt, wie gesagt, mit ca. 4,8m im Bereich der größeren Kombis.
Ausserdem waren wir mit diesem Auto in Florenz, Athen, Istanbul unterwegs. Kein Problem.
"Unpraktisch" als Alltagsauto ist alles ausser einem solchen Van. Gerade mit kleinen Kindern.
3 Kindersitze passen auf die Rückbank.
Bei Regen steigen alle ein, man schliesst die beim Partken mehr als praktische Schiebetür und schnallt gemütlich im Trockenen die Kinder an.
Muss eines aufs Klo - kein Problem.
Wenn ich mir Deine alten Benze ansehe, muss ich annehmen, dass Du keine Kinder hast. Sonst würdest Du einen solchen Käse niemals behaupten. In meiner recht geräumigen Mercedes-Limousine ist der Kindertransport die Pest im Vergleich zum Nugget.
Auch bei einem Kombi wäre das nicht besser, denn das Problem des seitlichen Einladens, bei 2 Kindern von beiden Seiten (gefährlich wenn man parallel zur Straße parkt!), bleibt.
Dass man einen großen alten Teutonia-Kinderwagen stehend-aufgebaut in die Küche des Nugget stellen kann, sei nur am Rande erwähnt.
Wer mit Gewalt im Urlaub einen Fernseher braucht, montiert diesen klappbar unter das Dachbett oder hängt einen kleineren Monitor an die Kopfstütze des Fahrersitzes.
Wir haben so etwas nicht und vermissen es auch nicht. Lies ein Buch!
Was die Finanzierung betrifft: ein ordentliches großes WoMo mit annehmbaren Fahrleistungen und sauberem, funktionstüchtigem Interieur ist nicht billiger. Aber 1-2m länger.
Ein zusammengefrickelter alter Schrotthaufen ohne grüne Plakette und mit 95 PS auf mühselig abgelasteten 3,5 Tonnnen und Vmax 120 vielleicht. Aber so etwas tue ich mir nicht mehr an.
Selbst wenn man irgendwie die grüne Plakette bekommt, möchte ich kein 6m Geschütz durch Innenstädte fahren. Zumindest nicht im Alltag.
Was die Finanzierung betrifft: das muss jeder individuell für sich klären. Ich bezahle meine privaten Autos ausschließlich bar.
Insofern scheinst Du weniger durch Fakten, als eher durch Unbelehrbarkeit, Bastelwut und Sparzwang motiviert zu sein.
Soll mir recht sein, das interessiert mich nicht wirklich.
Ich wollte mit meiner Antwort hier nur Deine Fehleinschätzung klarstellen, so dass spätere Leser wissen, woran sie sind.
M. D.
Zitat:
Ich habe sowieso nie verstanden, weshalb man sich ein großes WoMo kauft, wenn man nur 2x im Jahr damit unterwegs ist. Mieten ist billiger.
Das, und genau das ist dei Problem.
Die meisten sind zum einen öfter damit im Urlaub als nur "2 Wochen", dann relativiert sich der Mietpreis, aber vor allem will man gar nicht im Dreck anderer sich einmieten, sondern sein Zeug dabei haben und in seinem zu Hause sein.
Und wenn sich jemand für 250.000€ n Wohnmobil hinstellt und damit nur eine Woche im Jahr in Urlaub fährt, na und? Ich finde meine Lösung jedenfalls besser, als in nem Campingbus das ganze Jahr rum zu fahren.
Und warum nicht einfach über 7m kaufen? Das bringt doch erst den richtigen Wohnkomfort...
Zitat:
Wer mit Gewalt im Urlaub einen Fernseher braucht, montiert diesen klappbar unter das Dachbett oder hängt einen kleineren Monitor an die Kopfstütze des Fahrersitzes.
Wir haben so etwas nicht und vermissen es auch nicht. Lies ein Buch!
Wir haben sogar zwei TVs im Womo ;-)
Ein 22" vorne und ein 22" hinten im Schlafbereich.
Unser Womo ist 7,43 Meter lang, Innenstädte sind kein Problem, fahren überall durch.
Benutzt wird es zweimal im Jahr für je 3 bis 4 Wochen.
Und mit einen Nugget würde ich nie in den Urlaub fahren, ich mag keine Schiebetüren !
Auch nicht neben mir auf den CP.
Und es währe mir nicht genug Platz in dem Ding.
Hab schon Familien mit drei Kindern in solchen Dingern gesehen, bei schlechten Wetter
hocken die dann übereinander da drinn.
Da lob ich mir doch unser Womo, was übrigends auch bar bezahlt wurde ;-))
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Moin!
Um die Geschichte noch einmal zu versachlichen:
Der Kauf eines großen WoMo hat seine Berechtigung, wenn man es nutzt UND wenn man den größeren Komfort schätzt. Darüber lässt sich dann auch nicht streiten, denn jeder hat bzgl. Wohnkomfort im Urlaub andere Ansprüche und Wünsche. Manche brauchen zwei TVs und 2m Kleiderschrank und wollen nicht räumen. Andere stört etwas Räumen nicht und sie brauchen keine 10 Sweatshirts für 14 Tage Urlaub.
Der Nugget bietet im Sitzbereich sehr bequeme 5 Sitzplätze an einem relativ langen Tisch.
Das obere Bett nimmt dabei das ganze Bettzeug auf.
Zum Schlafen wird dann der Tisch unten weggeklappt und die Sitzbank mit 2 Handgriffen ausgezogen.
Das ist der einzige echte Komfort-Nachteil im Vergleich zu einem großen WoMo, bei dem die Sitzgruppe nicht als Bett genutzt wird.
Der Nugget hat oben knapp 1,6m Liegeflächenbreite. Das hat so gut wie kein großes WoMo zu bieten.
Wenn nun konstatiert wird, man könne mit einem 7,5m Geschütz problemlos im Alltag in der Stadt unterwegs sein, halte ich das für ausgesprochen fraglich. Zudem wird der normale WoMo-Aufbau nach 100.000 Km in 6 Jahren Alltagsbetrieb einigen Verschleiß aufweisen, während man beim Campingbus schlimmstenfalls mal die Schiebetür justieren lassen muss.
Im Urlaub mag man sich durch die eine oder andere Innenstadt damit quälen wollen. Problemlos parken kann man mit 7,5m jedoch auf keinen Fall.
Man ist zumindest auf Stellplätze oder besser auf Campingplätze angewiesen.
"Überall durch", lieber reidi, fährst Du mit Deinem Geschütz garantiert nicht. Du scheiterst damit vielmehr schon an engeren Bergstraßen, wo (der Maschine die Puste und) der Karosse der Raum ausgeht, bevor man die wirklich schönen Plätze überhaupt in Sichtweite hat.
Das habe ich allein schon in SKandinavien desöfteren erlebt. Um das Mittelmeer herum noch häufiger.
Die schönsten Strände erreicht man schon mit dem Nugget nur, wenn man fahren kann.
Zudem kommt man mit 140 PS im Bus überall hoch, wo auch normale PKW hinkommen.
Dass weiters ein Nugget oder ähnliche Fahrzeuge für den Alltag mit kleinen Kindern mehr als gut geeignet sind, haben viele ja bereits verstanden und nutzen diese Autos völlig unaufgeregt dafür.
Nicht umsonst sieht man den ähnlich großen VW T5 Multivan mit Familie drin an jeder Ecke.
Dass die Außenmaße des Nugget bzw. auch des T5 California denen eines großen Kombis entsprechen, kann man im Übrigen leicht nachlesen.
Insbes. der Ford ist auch im winterlichen Alltag eine super Lösung, da er über eine wirklich effiziente Standheizung, eine beheizbare Frontscheibe und auch bzgl. des Fahrverhaltens über eine gute Wintertauglichkeit verfügt.
Ein alter Mercedes, lieber Mark86, kann das alles nur deutlich schlechter. Und ich weiß, wovon ich spreche, da ich diese Kisten alle gut kenne. Wer dann noch versucht, selbst in eine neuere S-Klasse das ganze Kindergerödel hineinzustapeln, weiß einen Bus sehr schnell zu schätzen.
Was das Mieten betrifft: das ist Geschmackssache. Darüber kann man auch nicht streiten. Muss jeder selbst wissen.
Was ich mir generell nciht antun würde, ist ein sehr altes Fahrzeug.
Der o.g. 407 ist so eines und fährt entsprechend mies. Da ist dann, auch in Bezug auf die Variabilität des Innenraumes, ein Nugget die deutlich bessere Lösung.
Für mich würde auch ein großes WoMo als Altfahrzeug nicht in Frage kommen, denn nur in den seltensten Fällen sind die Kisten vernünftig motorisiert und wenn dann auch noch das Gebastel im Urlaub losginge, wäre mir das zu doof. Im Freundeskreis haben wir 4 von diesen Dingern. Nach 6-8 Jahren geht das Gebastel meist los. Der 1988er Nugget eines Bekannten hingegen hat noch alle originalen Möbelscharniere und benötigte letztens nur ein paar Schweißarbeiten und eine neue Batterie. 380.000 Km inkl. Alltagsbetrieb.
Zudem stelle ich mir als arbeitender Mensch unter 60 Jahren kein Geschütz vor die Tür, das ich dann wenige Wochen im Jahr nutze. Ab und an möchte ich ja auch noch etwas anderes als Campingurlaub machen.
Wer hingegen im Ruhestand ist und mehrfach pro Jahr für mehrere Wochen loszieht, wird mit einem eigenen, großen Fahrzeug sicherlich glücklicher als mit einem Campingbus. Diese Leute machen es dann aber gleich richtig, kaufen ein neue(re)s Auto mit kräftiger Maschine und Motorrad im Heck und kommen wenigstens mit 130 Km/h voran und mit 110 Km/h die normalen Autobahnsteigungen hoch, bei denen die alten "Weisse-Ware-Kisten" reihenweise von LKWs fast angeschoben werden.
Noch etwas zur Schiebetür: was kann man dagegen haben? Höchstens den Lärm beim nächtlichen Schliessen auf dem Campingplatz. Das lässt sich aber durch vernünftige Bedienung minimieren.
Verallgemeinern kann man das alles natürlich nicht. Jeder hat andere Wünsche und Bedürfnisse an sein Auto.
Man kann nur feststellen, dass in Bezug auf die Diskussion hier ein moderner Campingbus nicht unbedingt der schlechtere Weg sein muss. Es kommt eben darauf an, womit man vergleicht. Ein 7 Meter-WoMo mit 100 PS Diesel aus den 90ern jedenfalls ist keine reelle Option für mich. Ebensowenig wie eine Familie mit 3 Teenager-Kindern in einem Bus glücklich wird.
M. D.
Genau.
Ein Nugget für jüngere dynamische Leute,
ein 7,43 Meter Womo für ältere Rentner.
Aber flott ist unser mit 3 lt u. 177 PS Motor auch ;-)
Reidi, was ist denn mit dem Ding Eure Reise-V bei unlimitierter Strecke?
Wie sieht dann der Spritverbrauch aus?
Wieviele große WoMos verfügen über mehr als 140 PS?
Der Nugget gibt eine gemütliche Reise-V von 150 Km/h her. Man kann sich dann im Fahrzeug noch gut unterhalten, die V fällt an Steigungen kaum ab und der Spritverbrauch bewegt sich auf einem erträglichen Niveau.
Wie sieht es in der Realität in engeren Innenstädten aus?
Spurwechsel, Beschleunigung an der Ampel? Wendigkeit? Parken?
Den Nugget fahre ich wie einen großen PKW durch die Stadt. Im Alltag ist mir das wichtig.
Vor ein paar Jahren hatten wir ein WoMo mit 3 L V6 Diesel gemietet. Das Ding fuhr natürlich vergleichsweise(!!) gut auf der Autobahn. Aber allein die Windgeräusche und der Spritverbrauch (Alkoven) geboten Mäßigung. Bei 130 Km/h war die Grenze des Komforts erreicht, auch wegen des schwankenden Fahrverhaltens.
Das Ding war ein Reisemobil. Nicht mehr und nicht weniger. Für lange, schnelle Etappen unbrauchbar.
Nun mag man entgegenen, im Urlaub habe man ja Zeit. Aber wenn ich von München nach Sylt fahre, will ich die Autobahnetappe hinter mich bringen. So schnell wie sinnvoll möglich. Andere nehmen sich mehr Zeit und werden mit einem großen WoMo glücklich.
Alles gut. Aber pauschal besser ist so ein Geschütz eben nicht. Und nur darum ging es mir.
M. D.
Jungs, hier wird es kein "richtig" oder "falsch" geben. Lohnt sich also für euch auch nicht weiter zu diskutieren!
Zitat:
@Mr. Driveyanuts schrieb am 19. Januar 2015 um 10:20:43 Uhr:
Wenn nun konstatiert wird, man könne mit einem 7,5m Geschütz problemlos im Alltag in der Stadt unterwegs sein, halte ich das für ausgesprochen fraglich. Zudem wird der normale WoMo-Aufbau nach 100.000 Km in 6 Jahren Alltagsbetrieb einigen Verschleiß aufweisen, während man beim Campingbus schlimmstenfalls mal die Schiebetür justieren lassen muss.M. D.
Wieso???
Das Wohnmobil meiner Eltern, ein Alkoven mit 6,5 m Länge auf Ducato, ist jetzt 21 Jahre alt, hat etwas über 200.000 Km gelaufen, ohne mehr als die normalen Verschleißteile wie Zahnriemen, Reifen usw, austauschen zu müssen. In den ersten Jahren sind wir damit bis zu 20.000 Km im Jahr unterwegs gewesen.
Unser Concorde Alkoven, ebenfalls 6,5 m lang, wir dieses Jahr 20 Jahre alt, hat 142.000 Km gelaufen, bisher auch ohne einen einzigen Ausfall. Nur normale Verschleißteile, die im Rahmen von Inspektionen erneuert wurden.
Bisher sind wir immer überall hingekommen, auch die kleinsten Feldwege, wenn ich mal irgendwo zum Angeln an ein Gewässer wollte oder sowas.
Einige Jahre wurden die Fahrzeuge auch als einziges Alltagsfahrzeug genutzt, bevor ich beruflich in den Aussendienst gewechselt habe. Zur Arbeit, zum Einkaufen usw, war alles nie ein Problem.
Heutzutage nehmen wir auch häufiger mal unsere Motorräder auf einem Anhänger mit, auch damit hatten wir bisher in keiner Gegend ein Problem.
Und ein großzügiger Wohnraum ist gerade ausserhalb der Sommerzeit durch nichts zu ersetzen. Ich fahren nun seit fast 25 Jahren Wohnmobile, die ersten Jahr als Alltagsfahrzeug. Das erste war ein LT Kastenwagen, der bei schönem Wetter im Sommer super funktioniert, wenn man sich mehr im Freien als im Fahrzeug aufhält, aber nach 3 Jahren haben wir selbst zu zweit, damals noch ohne Kind, die Vorzüge des Alkoven-Mobils zu lieben und zu schätzen gelernt.
Gruß, Jens
Zitat:
@Mr. Driveyanuts schrieb am 19. Januar 2015 um 13:29:42 Uhr:
Reidi, was ist denn mit dem Ding Eure Reise-V bei unlimitierter Strecke?
Wie sieht dann der Spritverbrauch aus?
Wieviele große WoMos verfügen über mehr als 140 PS?
Ducato 250 180 Multijet
Unser Spritverbrauch ist überwiegend unter 10 lt
Reisegeschwindigkeit dabei um die 110 kmh
Spitzengeschwindigkeit laut Zulassung 150 kmh
selber getestet bis 145 kmh laut Navi
Wenn wir durch Frankreich fahren, nie Autobahn, ist der Verbrauch ca.9 lt
An der Ampel geht es mit den Verkehr, Spurwechsel wie mit jeden Auto.
Noch Fragen?
Zitat:
Und ein großzügiger Wohnraum ist gerade ausserhalb der Sommerzeit durch nichts zu ersetzen.
Genau, und ich möchte auch nicht 10 Sweatshirts für 14 Tage mitnehmen, sondern unter 15 fahre ich nicht los...
Freilich kann man mit einem 8m-Womo fast überall hin. Ich fahre mit Omnibussen quer druch Europa, und abgesehen vom Parken hat man noch nicht mal damit ein Problem.
Ja, ich wüsste abgesehen davon dass man das Ding schon auf ner nassen Wiese festfährt nicht, wohin man damit nicht fahren kann. Es gibt zwar die ein oder andere Enge Gasse, die man lieber meidet, aber das ist doch eher selten. Einzig das Parken ist halt das Thema, hat aber bisher auch immer geklappt. Ich wollte meinen nächsten eigentlich n Meter kürzer haben, bis 6m, aber hab dann doch n 12 Tonner gekauft.
Mich würde eben auch eher das dauernde Rumgeräume stören. Für mich ist es bequem, wenn auch wenn allle Schlafplätze belegt sind noch eine Sitzgruppe komplett zur Verfügung steht. Alles andere geht mir auf den Geist.
Wenn ich meinen Urlaub in meinem Vito verbringen müsste käme ich mir immer vor als ob ich gerade auf Fahrgäste warten würde. 😉
Genau, umbauen von irgendwas geht garnicht, auch möchte ich morgends schonmal Kaffe kochen und Frühstückseier und den Tisch decken, wärend mein Mädchen noch schläft.