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Mehrkosten durch neuen Firmenwagen

Hallo,

ich beiße mir die Zähne aus an der Berechnung, was mich ein neuer, teurerer Firmenwagen pro Monat MEHR kosten würde. Konkret zwei Fragen.

Ich bin Angestellter, single, keine Kinder, Steuerklasse 1 und habe einen Firmenwagen, Bruttolostenpreis 38.000€, den darf ich auch privat nutzen. Der AG bezahlt alle PKW Kosten, Leasing, Sprit, Versicherung usw. - klassicher Firmenwagen eben.

Entfernung zum Arbeitsplatz 22km. Um zu berechnen, was mich der aktuell "tatsächlich" kostet pro Monat:

38000 * 1% = 380€

38000 * 0,03% * 22km = 250,08€

--> Das macht 630€ zu versteuern. Gehen wir von einem max. Steuersatz von 50% aus, wären das doch max. 315€ netto, was mich der PKW pro Monat kostet?

 

Jetzt muss ich einen neuen Dienstwagen bestellen - es soll ein Audi werden, statt VW Passat. Der kostet 15000€ mehr Bruttolistenpreis. Jetzt würde ich davon ausgehen:

15000€ x 1% = 150€

15000€ * 0,03% * 22km = 99€

--> Macht 249€ was MEHR zu versteueren wäre. Bei einem Steuersatz von 50% wären das dann doch ca. 125€ netto, was mir bei dem Audi im Monat mehr abgezogen wird?

Jetzt kommt das Entscheidende: Die Lohnbuchhaltung hat mir für das neue Auto mal eine Gehaltsabrechnung testweise durchgerechnet - da stehen netto unterm Strich 230€ netto weniger!

Ich frage mich wie kann das sein? Wo liegt der Denk- oder Rechenfehler?

Vielen Dank :-)

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50 Antworten

https://www.brutto-netto-rechner.info/

Tipp doch mal alles ein...

Einmal mit Geldwerter Vorteil 630€ und einmal mit 879€.

Angenommen du bist 40, wohnst NRW, nicht in der Kirche, KV Zusatzbeitrag 0,9% und verdienst 5.000€ brutto, komme ich auf 115€ Unterschied.

Das ist schwer zu bewerten, ohne dein Gehalt zu kennen, ob es eine Eigenbeteiligung am Firmenwagen gibt, wie es ausschaut mit Reifen etc.pp.

 

Aber rein vom Prinzip liegst du mit deinen 125€ näherungsweise richtig, die 230€ netto deiner Lohnbuchhaltung weniger im Vergleich zum Passat sind ohne o.a. Auswirkungen zu hoch.

Du musst aber auch die Sozialabgaben mit berechnen, denn die steigen mit "steigendem Einkommen", was ein teurerer Firmenwagen auch ist. Das macht schnell weitere 100 € aus. Vorteil: Du zahlst mehr in die Rentenkasse ein. Nachteil, du zahlst einen höheren Krankenkassenbeitrag.

Naja, mit den Sozialabgaben stimmt nur bedingt. Relativ zügig bist du über jeglicher Grenze für Sozialversicherung und GKV und dann ist genau das Gegenteil der Fall ;-)

Hallo,

Zusatzinfos:

- Bruttogehalt aktuell: 6380€ (dazu kommt noch ein niedriger mittlerer 4stelliger Betrag an Sonderbonus, Weihnachtsgeld etc. pro Jahr). Gehalt neu wäre ca. 6650€ monatlich auf der Lohnabrechnung.

- Keinerlei Eigenbeteilung am PKW

- Keiner Kinder, keine Kirchensteuer

Danke schonmal für die vielen Antworten!

Erledigt - hier stand Quatsch

Hallo,

habe bei mir eine ähnliche Situation. Das liegt aber daran ob die Firma wirklich in jedem Fall die komplette „Nutzergebühr“ bezahlt. Wir haben viele Fahrzeuge die so günstig sind und bei denen ein Firmenzuschuss die komplette Gebühr (Rate, Servicepauschale etc.) abdeckt. Da stimmt deine Rechnung sicherlich. Nimmst Du einen kräftigeren Wagen sieht es so aus, dass die Gebühr oftmals das übersteigt was die Firma bereit ist zuzuschießen. Der MA kann den Wagen trotzdem nehmen, muss aber nicht nur die Steuer sondern auch den übersteigenden Betrag zahlen und kriegt dies gleich vom Gehalt abgezogen. Zusätzlich gibt bei größeren Konzernen oft noch Umweltregelungen hinsichtlich CO2, was bezuschusst bzw. sanktioniert wird. Beispiel:

Mein BMW 430 kostet mich dadurch Netto ca. 100€ mehr als ein 320er als es die reine 1% Regelung vermittelt. Gehe ich auf einen 440er sind es gleich fast 200€. Rein auf die 1% Regelung wäre der Unterschied normal marginal irgendwo bei 30€.

 

Schau am besten die gesamte Richtlinie Deiner Firma nochmal an.

249 € brutto = 230 € netto passt nicht, es sei denn du hast dein Dezember-Gehalt mit der Vorwegberechnung für Januar verglichen. Da es bei Steuer & Sozialversicherung zum Jahreswechsel immer Änderungen gibt, Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze, Beitragssätze etc.

In der Steuervorberechnung wird die 270€ Lohnerhöhung mit drin sein...

Hallo,

@MistaBurns: Ne es handelt sich hier um einen "stinknormalen" Dienstwagen wo ich als AN keinen einzigen € anteilig bezahlen muss - nur die gesetzliche Versteuerung trifft mich eben.

Die Beispielrechnung wurde für 10/2018 erstellt, ein "normaler" Monat ohne Weihnachtsgeld etc. Hier sehe ich ganz klar die höhreren Gehaltsbestandteile durch den höheren Fahrzeugwert - soweit passt auch alles. Aber unten stehen dann eben unterm Strich 230€ netto weniger. Selbst die Kollegin aus der Buchhaltung kann das nicht begründen - Sie tippt nur den Fahrzeugwert ein, den Rest rechnet das Programm ja automatisch.

Das muss ja also rein steuerliche Gründe haben?

Danke,

DP

... gibt es vielleicht bei dem Teureren Auto einen Eigenanteil, den Du zu tragen hast?

Ansonsten ohne Kirchensteuer liegt Deine Steuerlast in de Spitze (wo es ja on top kommt) bei 42% + Soli = 44,31%.

Wenn es nur um Steuer geht dürften die 249 € mehr zu versteuern nur 110,33 € kosten.

Aber wenn das Gehalt neu mit 6.650 € schon incl. des teureren Dienstwagens ist, dann mußt Du hier noch Renten- und Arbeitslosenversicherung für den Mehrbetrag abführen. Das sind für 249 € mehr schon nochmal knapp 53 €. Bei der Krankenversicherung liegst Du schon über der Beitragsbemessungsgrenze.

Aber dann wären es immer noch nur rund 165 € weniger netto.

XF-Coupe

Zitat:

@dp80 schrieb am 24. Januar 2019 um 11:29:53 Uhr:

- Bruttogehalt aktuell: 6380€ (dazu kommt noch ein niedriger mittlerer 4stelliger Betrag an Sonderbonus, Weihnachtsgeld etc. pro Jahr). Gehalt neu wäre ca. 6650€ monatlich auf der Lohnabrechnung.

Irgendwas passt dann aber nicht.

Das ist ein Delta von 270€, du hast aber 249€ angegeben?!

Wie hoch ist denn das Brutto ohne die geldwerten Vorteile?

Wenn dann die BLP und der Arbeitsweg stimmen, kann man besser rechnen.

Wobei nochmal: lässt sich ganz einfach mit den Brutto/Netto Rechnern im Netz selbst ausrechnen.

... aktuell versteuert er ja 630,08 €. Steht im Eröffnungspost (380 € für 1% und 250,08 € für Entfernungs-km)

Das hieße dann, dass das Bruttogehalt ohne Versteuerung bei 5.750 € liegt. (6.380 € - 630 € KFZ)

Ein Delta von 270 €, das mit 42% + Soli versteuert wird und zudem der Renten- und Arbeitslosenversicherung unterliegt, würde rechnerisch 176,88 € an Steuern und Beiträgen kosten.

XF-Coupe

Zitat:

@dp80 schrieb am 24. Januar 2019 um 13:18:49 Uhr:

Das muss ja also rein steuerliche Gründe haben?

Nein, der Knackpunkt muss woanders liegen.

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