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Max. Reifendruck

Themenstarteram 11. April 2016 um 19:49

Hallo zusammen,

welchen Reifendruck würdet ihr mir für den Opel Corsa C empfehlen, um möglichst Sprit sparend zu fahren? Mir wurde mal vom ADAC gesagt man könne auch ohne Probleme über 3 bar rein lassen. Fahre zu 90% alleine ohne Gepäck. Anbei die Angaben im Tankdeckel.

20160411-112409
Beste Antwort im Thema

Der Spritspareffekt beruht eher auch der verringerten Walkarbeit als auf der Verkleinerung der Aufstandsfläche.

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Kommt erstens auf die Reifen an (breite brauchen weniger) und auf das Fahrprofil. Ich hatte bei meinem C immer vorne 2,5 und hinten 2,6 gefahren. 3 sind zuviel! Bei viel Autobahnfahrt können etwa 0,2 bar abgelassen werden weil sich der Reifen sonst in der Mitte stärker herunterfährt weil das Profil wegen der Fliehkraft stärker angepresst wird. Schmale Winterreifen hab ich mit 2,7 gefahren.

Der maximal zulässige Reifendruck steht auf der Reifenflanke.

Ob der Reifen damit noch einen vernünftigen Kontakt zur Straße herstellt oder nur noch in der Mitte aufliegt, ist dabei eine ganz andere Geschichte. Ich fahre meistens die Herstellerangaben plus 0,2 oder 0,3 bar.

Themenstarteram 11. April 2016 um 21:11

Alles klar. Hab 175/65 R14 drauf.

Sollte man dann nicht mehr Druck auf die vorderen Reifen geben wenn man alleine fährt?

Hab momentan auf allen Reifen 2,8 bar

Steht sicher irgendwo im Handsxhuhfach, Tankklappe, Innenseite der B-Säule o. ä. musst mal suchen.

2,8 bar sind Zuviel für den kleinen Corsa.

Ich würde so ca. vorne 2,4 /hinten 2,2 bar fahren.

Bei Beladung dann hinten auf 2,5 erhöhen.

Denke das ist ein Kompromiss zwischen Komfort und Spritsparen.

Je mehr Luft desto unkomfortabler.

Ich fahre rundrum 2.5bar sowohl Sommer als auch Winter und reifen fährt sich gleichmäßig ab.

Zitat:

@c_krzemyk schrieb am 11. April 2016 um 21:21:15 Uhr:

Ich fahre rundrum 2.5bar sowohl Sommer als auch Winter und reifen fährt sich gleichmäßig ab.

So habe ich es beim Corsa auch immer gehalten: 10 bar gleichmäßig auf alle vier Reifen verteilt ;)

(kann man sich auch am besten merken)

2,5 auf alle und es passt.

Ich hatte mal für eine Reise mit viel Gepäck den Reifendrucknixcarfacto sehr hoch eingestellt, waren wohl so um die 3 bar hinten bei einem Passat Kombi. Als die Karre leer war bin ich mit diesem Reifendruck bei Nässe regelmäßig in den Bereich des Übersteuerns gekommen. Der oben genannte Richtwert (Herstellerangabe plus 0,2 oder 0,3 bar) funktioniert hervorragend und spart schon etwas Sprit, ohne Sicherheitsverlust.

Logisch. Die Hersteller schreiben ja nicht spaßeshalber verschiedene Luftdrücke für verschiedene Reifengrößen und Beladungen ins Handbuch.

am 12. April 2016 um 10:31

Ich schließe mich vielen Vorrednern an, denn der Reifenluftdruck der Hersteller ist schon optimal durchdacht und 100& auf Fahrsicherheit und Funktionstüchtigkeit ausgelegt. Sprich, beim vorgeschriebenen Luftdruck ist die Lauffläche ideal zur Straße, so dass Breschleunigung und vor allem Bremswirkung wie vorgesehen sind. Wer Sprit sparen möchte tut dies IMMER auf Kosten der Fahrsicherheit, da sich die Lauffläche verändert. Der Reifen wird im Querschnitt quasi krümmer, was aber bei nur wenig Überdruck nicht mal sichtbar ist, und nutzt sich somit in der Mitte mehr ab. ==> Höherer Luftdruck zum Spritsparen = Weniger Lauffläche und schlechteres Profil = Weniger Fahrsicherheit

Aber sofern man ein guter Fahrer ist und vorrausschauend fährt, kann man auch gerne mal 0,2 Bar raufgehen, aber mehr würde ich definitiv niemals machen. Das ist nämlich gerade der Rahmen in dem man Sprit spart, aber nicht zu viel Fahrsicherheit verliert :)

Der Spritspareffekt beruht eher auch der verringerten Walkarbeit als auf der Verkleinerung der Aufstandsfläche.

Zitat:

@ANG3R schrieb am 11. April 2016 um 21:11:41 Uhr:

Alles klar. Hab 175/65 R14 drauf.

Sollte man dann nicht mehr Druck auf die vorderen Reifen geben wenn man alleine fährt?

Hab momentan auf allen Reifen 2,8 bar

Es ist äußerst dumm, seine Reifen derart aufzublasen, nur weil man damit ein oder zwei Zehntel Liter Sprit auf 100km sparen könnte. Denn der Reifendruck ist ein Kompromiss aus sich teilweise widersprechenden Anforderungen. Denn ein hoher Reifendruck verbessert zwar das Abnutzungsverhalten, den Geräuschkomfort und den Rollwiderstand (Spritverbrauch). Aber er verschlechtert die Haftung (vor allem in Kurven und beim Bremsen, beim Bremsen vor allem an der entlasteten Hinterachse), den Federungskomfort und den Geradeauslaufen. Und den Geradeauslauf meine ich nicht, daß er von allein geradeaus fährt, sondern die Hochgeschwindigkeitsstabilität, bis hin zur Unfahrbarkeit auf der Autobahn. Das Fahrzeug fängt dann an, bei jeder kleinsten Lenkradbewegung oder leichter Windböe beim Vorbeifahren an einem LKW zu schlingern. Einfach mal selbst testen. Pumpe mal 1.8 bar in die Reifen und fahre ein paar schnelle Kurven und auf der Autobahn mit ein paar kurzen trockenen (kleinen) Lenkbewegungen. Dann das Gleiche mal mit 2.6 bar und mit 3.3 bar. Dann merkst Du den Unterschied selbst.

Dann weißt Du auch, weshalb Formel 1 Rennwagen mit anfänglich 1.1 bar Reifendruck fahren (im Rennen geht der Druck bei warmen Reifen auf etwa 1.3 bar hoch).

am 12. April 2016 um 12:03

@ANG3R

Man kann wohl festhalten, dass der Luftdruck der Reifen eher die falsche Anlaufstelle für das Spritsparen ist ;)

Alleine durch deinen rechten Fuß oder deine rechte Hand kannst du um ein Vielfaches mehr sparen oder durch den Wechsel zu einem günstigeren Sprit ;)

Zitat:

@Provaider schrieb am 12. April 2016 um 11:38:52 Uhr:

Der Spritspareffekt beruht eher auch der verringerten Walkarbeit als auf der Verkleinerung der Aufstandsfläche.

Die meisten haben es im Geist aber noch nicht zu Guertelreifen geschafft. ;) Die fahren in Gedanken noch mit Diagonalreifen rum. :D

-----

Davon ab: wie hart sollen die Reifen denn noch sein? Man spart 2 Cent an Sprit und gibt 99'000 an Bandscheibenschaeden aus? Wo ist da die Logik? Fahr 10 km/h langsamer, das spart auch... :)

PS: echtes Spritsparen erreichst Du wohl durch weniger rasantes Beschleunigen. Da liegt der wahre Verbrauch.

 

Pete

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