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Lohnt sich ein EU-Auto finanziell?

Themenstarteram 21. Januar 2008 um 22:45

Nach einigem Lesen hier bin ich nicht mehr sicher, ob sich ein EU-Wagen finanziell wirklich lohnt.

Klar, mindestens auf den ersten Blick ist ein Preisunterschied von einigen 1.000 Euro drin, aber es gibt natürlich auch Nachteile.

Was ist von den folgenden zu halten? Ich denke, hier hat sich in den letzten Jahren doch einiges zugunsten der Käufer entwickelt?

- Papiere in Ursprungs-Landessprache, d.h. nicht in deutsch

- generelle Scherereien bei Vertrags-Werkstatt / -Händler

- Ersatzteile schwerer zu bekommen, d.h. u.U. längere Werkstatt-Aufenthalte

- starke Qualitätsunterschiede

- hoher Wertverlust

- schlechtere Ausstattung

- hab ich noch was vergessen?

Bzgl. der Ausstattung kann man ja vor dem Kauf vergleichen. Wenn man gut aufpaßt, sollte es keine bösen Überraschungen geben, oder?

Zum Beispiel habe ich einmal einen dt. Skoda Fabia mit einem EU-Fabia verglichen und bei sogar leicht besserer Ausstattung ist der EU einiges günstiger.

Die Auswirkungen auf den dt. Automarkt und die dt. Händler sind auch ein Punkt, den ich aber hier _NICHT_ diskutieren möchte.

Vielen Dank für alle Antworten im Voraus!

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Neckarwelle

Ja, habe ich - der deutsche Händler hat mich mehr oder weniger ausgelacht.

Handelte sich aber um ein derzeit sehr nachgefragtes Modell (5 Monate Lieferzeit) - da war sein Interesse wohl eher gering.

Somit habe ich beim Importhändler bestellt (kein Vermittlungsvertrag! Wichtig) und 23% auf Liste Rabatt bekommen.

Btw: Respekt an Wolf für die objektive Antwort... ist nicht selbstverständlich.

~

Danke für die Blumen - zudem tangieren mich EU-Importe als Renault-Händler nicht. Wenn befreundete Händler, die mit EU-Importen ihr Geld verdienen Renaults von mir beziehen, dann ist ja wohl alles klar.

Noch ein Tip - Autoverkäufer sind i.d.R. keine faulen Säcke, welche die meiste Zeit am Eierschaukeln sind und in der zwei- bis dreistündigen Mittagspause Geld zählen. Meist ist es ein 10- bis 12-Stunden Arbeitstag + Samstag nochmal 6 Stunden, der mit Kundengesprächen (mit und ohne Termin) im Haus, Telefonaten, Briefanforderungen für Kunden, die umgezogen sind, vorzeitigen Leasing- und Finanzierungsablösungen, Sicherstellungen, Auslieferungsaufbereitungen, Kalkulationen für Autos, Kalkulation für Finanzierungen und Leasing, Kalkulationen für Spezialaufbauten und Zubehör, zwischendurch Informationsbeschaffung über aktuelle Konditionen, Aktionen, Revisionsbedingungen für die Aktionen, Rahmenabkommen, für Akquise, Bearbeitung vom Hersteller zentral versendeter Kundenkontakte, Werkstatttermine für Kunden, Bewertung von Inzahlungnahmen, Annahme gelieferter Neu- und/oder Jahreswagen etc. pp. verbracht wird und irgendwelche diletantischen (als Profi merkt man sehr schnell, wer sich vorher über Internet, die lieben Kollegen oder andere Quellen über die richtige "Strategie" informiert hat, obwohl das jeweilige Naturell völlig anders tickt) und vor allem zeitraubenden Preisverhandlungen einfach nur nerven. Wenn es nur um den Preis geht, dann sagt doch einfach was ihr wollt und feddich. Ein Verkäufer bei einem großen Händler verkauft im Monat zwischen 20 und 30 Neu- und Gebrauchtwagen (manchmal noch mehr, selten weniger) und gewöhnt sich ob der oben genannten Aufgaben einen schnellen und effizenten Verkaufsstil an. Kommt eventuell bei manchem nicht gut an, wenn nach einer halben Stunde unentschlossenem Gelaber der Platz für den nächsten Kunden geräumt werden muss - aber ein Verkäufer lebt vom Verkaufen, nicht vom Geschichtenerzählen. Gern nehme ich mir Zeit für Kunden - die bei mir kaufen - und genauso geht es den meisten Verkäufern in der Branche. Wer sich aber ganz toll findet, wenn er 20 Händler abklappert und 20 Verkäufern je 2 Stunden Zeit raubt, um dann doch beim Händler vor Ort für 3 Euro Fuffzich mehr sein Wunschauto zu kaufen, der ist nicht toll sondern hat einfach nur zuviel Zeit.

Also nachmal kurz: Wer wirklich kaufen will, bekommt bei klarer Ansage fast überall sofort ´nen Top-Preis (wir haben gelernt: Zeit ist Geld). Wer sich nicht traut, seine Wünsche klar zu äußern, der geht übers Internet oder nimmt jemanden als Verstärkung mit.

Gruß, Wolf.

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Moin,

Das musst Du schlicht und einfach einmal recherchieren. Es ist durchaus MÖGLICH das dir auch ein deutscher Händler einen vergleichbaren Preis machen kann. Das ist NICHT ausgeschlossen.

Wie gesagt ... vergleiche NICHT Listenpreis mit Importpreis, datt passt nicht ... den Listenpreis ZAHLST Du doch unglaublich selten.

Ohne da den ein oder anderen Händler nach seinem Hauspreis und ggf. Vergünstigungen bei Inspektionen oder Extras zu fragen ... kannst du diese Frage nicht beantworten. Es geht teilweise auch beim deutsche Händler ziemlich viel. Und am Ende kaufst du eben das für dich attraktivere Paket.

MFG Kester

Zitat:

Original geschrieben von Steve_M6

Hi,

 

hab gerade dieses Thread gefunden und möchte Ihn mit einem Gedanken bzw. einer Frage wiederbeleben:

Hat ein Vertragshändler überhaupt eine Chance beim Importpreis mitzuhalten?

Ich meine dabei gerade solche Angebote wie: Auto + 2 Inspektionen kostenlos, 1 Satz Winterreifen dazu, etc....

Bleibt der Vertragshändler damit immernoch teurer oder kann es sich damit aufwiegen?

 

Da ja hier einige Fachleute rumschwirren, geb ich vielleicht noch ne Referenz dazu.

Ich interessiere mich für den neuen Mazda6 2,5l Sport Dynamic + Metallic-Lackierung = Listenpreis 29500€

Reimportpreis ca. 23000-24000€.

 

Meint Ihr da könnte ein Vertragshändler mithalten?

 

Gruß Steve

EU-Neuwagen sind sicherlich preislich sehr interessant. Eine Alternative gibt es jedoch öfters: Deutsche Sondermodelle, die durch diverse Ausstattung schon einen deutlichen Preisvorteil ggü. dem normalen Listenpreis haben über einen Vermittler und damit einem deutschen Händler gekauft. So mach ichs jedenfalls grad beim Caddy und man kommt auch auf deutlich über 20%.

Grüße

Pumi

Zitat:

Original geschrieben von AutoMensch

Zitat:

Original geschrieben von Neckarwelle

Ja, habe ich - der deutsche Händler hat mich mehr oder weniger ausgelacht.

Handelte sich aber um ein derzeit sehr nachgefragtes Modell (5 Monate Lieferzeit) - da war sein Interesse wohl eher gering.

Somit habe ich beim Importhändler bestellt (kein Vermittlungsvertrag! Wichtig) und 23% auf Liste Rabatt bekommen.

Btw: Respekt an Wolf für die objektive Antwort... ist nicht selbstverständlich.

~

Danke für die Blumen - zudem tangieren mich EU-Importe als Renault-Händler nicht. Wenn befreundete Händler, die mit EU-Importen ihr Geld verdienen Renaults von mir beziehen, dann ist ja wohl alles klar.

Noch ein Tip - Autoverkäufer sind i.d.R. keine faulen Säcke, welche die meiste Zeit am Eierschaukeln sind und in der zwei- bis dreistündigen Mittagspause Geld zählen. Meist ist es ein 10- bis 12-Stunden Arbeitstag + Samstag nochmal 6 Stunden, der mit Kundengesprächen (mit und ohne Termin) im Haus, Telefonaten, Briefanforderungen für Kunden, die umgezogen sind, vorzeitigen Leasing- und Finanzierungsablösungen, Sicherstellungen, Auslieferungsaufbereitungen, Kalkulationen für Autos, Kalkulation für Finanzierungen und Leasing, Kalkulationen für Spezialaufbauten und Zubehör, zwischendurch Informationsbeschaffung über aktuelle Konditionen, Aktionen, Revisionsbedingungen für die Aktionen, Rahmenabkommen, für Akquise, Bearbeitung vom Hersteller zentral versendeter Kundenkontakte, Werkstatttermine für Kunden, Bewertung von Inzahlungnahmen, Annahme gelieferter Neu- und/oder Jahreswagen etc. pp. verbracht wird und irgendwelche diletantischen (als Profi merkt man sehr schnell, wer sich vorher über Internet, die lieben Kollegen oder andere Quellen über die richtige "Strategie" informiert hat, obwohl das jeweilige Naturell völlig anders tickt) und vor allem zeitraubenden Preisverhandlungen einfach nur nerven. Wenn es nur um den Preis geht, dann sagt doch einfach was ihr wollt und feddich. Ein Verkäufer bei einem großen Händler verkauft im Monat zwischen 20 und 30 Neu- und Gebrauchtwagen (manchmal noch mehr, selten weniger) und gewöhnt sich ob der oben genannten Aufgaben einen schnellen und effizenten Verkaufsstil an. Kommt eventuell bei manchem nicht gut an, wenn nach einer halben Stunde unentschlossenem Gelaber der Platz für den nächsten Kunden geräumt werden muss - aber ein Verkäufer lebt vom Verkaufen, nicht vom Geschichtenerzählen. Gern nehme ich mir Zeit für Kunden - die bei mir kaufen - und genauso geht es den meisten Verkäufern in der Branche. Wer sich aber ganz toll findet, wenn er 20 Händler abklappert und 20 Verkäufern je 2 Stunden Zeit raubt, um dann doch beim Händler vor Ort für 3 Euro Fuffzich mehr sein Wunschauto zu kaufen, der ist nicht toll sondern hat einfach nur zuviel Zeit.

Also nachmal kurz: Wer wirklich kaufen will, bekommt bei klarer Ansage fast überall sofort ´nen Top-Preis (wir haben gelernt: Zeit ist Geld). Wer sich nicht traut, seine Wünsche klar zu äußern, der geht übers Internet oder nimmt jemanden als Verstärkung mit.

Gruß, Wolf.

Hört sich zwar alles gut und schlüssig an, was du da schreibst, aber wenn es so wäre, dann würde an jedem Auto ein fester Preis dranstehen und dieser für jeden gelten. Wieso wird denn rumgeeiert und 20 Händler besucht? Genau, da 20 Händler auch 20 verschiedene Preise haben.

Leider.

Und genauso wie der Händler, der keine Zeit hat (oder haben möchte, da es ihm anscheinend noch zu gut geht) um 20 Kunden 2 Stunden zu beraten, haben die meisten Käufer auch keine Zeit 20 Händler abzuklappern, da ist es dann viel einfacher über das Internet einen klaren Preis zu bekommen, den man sofort sieht und nicht nach 20 maligem betteln und feilschen, da sich der smarte Händler doch noch Festgehalt+x hinzuverdienen möchte.

Eher ein selbstgemachtes Problem, oder hat schon jemand 20 Aldi oder Lidl abgeklappert, um die günstigste Milch zu kaufen?

Zitat:

Original geschrieben von GOLFIWOLFI

 

Hört sich zwar alles gut und schlüssig an, was du da schreibst, aber wenn es so wäre, dann würde an jedem Auto ein fester Preis dranstehen und dieser für jeden gelten. Wieso wird denn rumgeeiert und 20 Händler besucht? Genau, da 20 Händler auch 20 verschiedene Preise haben.

Klar, gibts doch - beim Dacia z.B., Keine koplexen Förderungen , z.B. Aktionswochen für Kunden mit schütterem Haar, die in einem Schaltjahr geboren wurden und ähnlicher Schwachsinn. Da greift das ALDI-Beispiel ganz gut, da hier nur kleine Unterschiede bei den Überführungskosten auftauchen und sonst nix. In der Regel sieht es jedoch so aus, dass bei den meisten Modellen fast aller Marken unterschiedliche Faktoren greifen. Gewerbekunden (mit oder ohne Rahmenabkommen), Inzahlungnahmeprämien, zeitlich begrenzte Aktionen etc. lassen keinen einheitlichen Kaufpreis als fixe Größe zu. Meist ist es so, dass vorhandene Autos im Autohaus schon mit Sonderpreisen angeboten werden (ist jedenfalls bei uns so) und Abweichungen nur noch selten möglich sind. Bestellware wird individuell konfiguriert und die Preise differieren selbstverständlich von Händler zu Händler. Hat was mit Kostenstrukturen, Volumenmenge, Region etc. zu tun.

Noch ´ne Frage am Rande: Was hast Du dagegen, dass sich ein Verkäufer sein Geld verdient - und wenn er gut ist (viel verkauft und kaufmännisch klug kalkuliert), auch gut ausgezahlt bekommt?

Gruß, Wolf.

Moin,

Die Antwort darauf ist doch ... leider ... viel zu einfach oder ?!

Weil Geiz ist Geil ... dem Verkäufer gönnt niemand etwas ... dem geht es automatisch gut, weil Autos sind viel zu teuer und an jedem Auto verdient der Verkäufer mindestens 50%. Zudem ist sich kaum wer im klaren darüber, was die Glaspaläste zu denen jeder hinrennt und jedes Modell zum Probefahren ... kosten ...

Es wird heute auch beim Auto nicht mehr das BESTE Angebot, sondern der geringste Preis gekauft ... und am Ende beklagt man sich dann über die Unfreundlichkeit, Arroganz und Inkompetenz und wundert sich warum früher beim Händler um die Ecke, den man noch persönlich kannte ... alles besser war ...

Wie sagt man doch so schön ... Man bekommt immer das, was man bezahlt. Nur ... wer Dienstleistung, Service und ein gutes Angebot haben will ... der muss seinen Geschäftspartner auch LEBEN lassen.

MFG Kester

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