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Lichtautomatik schlecht für Lebensdauer H4?

Themenstarteram 18. November 2016 um 11:22

Moin alle zusammen,

möglich dass es schon einen ähnlichen Beitrag gibt, habe ihn aber nicht per Suche gefunden.

Mein Jumpy hat nur H4, das ist jetzt nicht so schlimm, da er trotzdem eine ordentliche Lichtausbeute hat und auch die Lage der Scheinwerfer begünstigt wohl eine gute Ausleuchtung.

Habe jetzt Tagfahrlicht installiert um die Scheinwerfer zu schonen und leistungsstarke H4 (osram Night Braker Laser), die die Ausleuchtung nochmal deutlich verbessern. Klar, das geht auf Kosten der Lebensdauer, was beim relativ leichten Glühbirnen Austausch im Jumpy ok ist.

Fahre jetzt mit Lichtautomatik um z.B. bei langen Unterführungen nicht ohne rückwärtige Beleuchtung zu fahren.

Unter Umständen schaltet die Automatik bei Walddurchfahrten öfter ein aus, wirkt sich das bei der Lebensdauer der H4 (im Vergleich zum Dauerabblendlicht) negativ aus?

Also habe ich am Ende eine kürzere H4 Lebensdauer durch die Kombination Tagfahrlicht / Lichtautomatik als bei der Dauernutzung des H4 Abblendlichtes?

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26 Antworten

Natürlich ist die Lebensdauer eines Leuchtmittels generell nur statistisch angebbar. Sprich die Wahrscheinlichkeit dass es nach einer bestimmten Zeit ausfällt. Natürlich ist das auch hier wie mit den Abgaswerten...Die Leuchtdauern werden im Labor unter Bedingungen ermittelt die so kaum der Realität entsprechen.

am 18. November 2016 um 13:43

Eben, da spielt es eher eine sehr geringe Rolle, wie oft man das Leuchtmittel ein und ausschaltet, sei es per Hand oder durch Fahrlichtautomatik.

Eben doch, das spielt eine Rolle weil im Labor die Schaltvorgänge nicht adäquat eingerechnet werden und das schönt die Lebensdauer (von den Vibrationen beim Fahren will ich gar nicht anfangen). Wenn man mal ein Experiment macht und eine normale Glühbirne den ganzen Tag lang an und aus macht ist die Wahrscheinlichkeit hoch dass man es geschafft hat sie bis zum Abend kaputt zu kriegen. Die die man einfach in Ruhe brennen lässt lacht freudelichstrahlend weiter ;)

Häufige Schaltzyklen verringern die Lebensdauer.

Wie sieht das eigentlich bei LED aus?

Meine beiden Autos haben Lichtautomatik und LED (Mazda MX5 Standard LED, Opel Insignia Matrix LED).

Bei beiden habe ich üblicherweise die Lichtautomatik an und bei beiden schaltet die häufig hektisch an und aus, wenn man z.B. unter einer Brücke durchfährt oder auch nur eine schattige Straßenschlucht passiert.

Bei einer H4 für 5 Euro fuffzig wäre mir das ehrlich gesagt sch**egal, auch bei einem Xenon-Brenner für 25 Euro, aber wenn LED - Scheinwerfer fällig werden, kostet das schon ein kleines Vermögen.

Ist es besser die Automatik auszuschalten?

Macht LEDs nix. Wenn LED-Lampen gedimmt werden, werden die ein paar hundert bis tausend mal in jeder Sekunde geschaltet. Ein gewisses Restrisiko geht aber immer von der sonstigen Elektronik in den Lampen aus, die durch Designfehler manchmal anfällig gegen Schalten sein kann.

wären häufige schaltvorgänge für glüghlampen oder led auffällig schädlich, müssten blinker viel häufiger defekt sein...ist aber nicht so, blinker gehen kaum kaputt ;)

Dann setz das mal in Relation mit der Leuchtdauer und der geforderten Ausbeute.

Ich glaube nicht, dass man eine Scheinwerferbirne mit einer 21W-Birne gleichsetzen kann.

Ich meine auch, dass normales Glühobst eine sehr hohe Stromaufnahme beim Einschalten hat, was sich durch den ansteigenden Widerstand der dann glühenden Wendel erst verringert. Das Problem hat man bei LED nicht.

Aber das kann bestimmt jemand etwas belastbarer erklären.

Ja, der Einschaltstrom bei der Glühlampe ist um ein Vielfaches höher als der Betriebsstrom, weil der Kaltwiderstand des Drahtes niedriger ist. Das macht aber nichts, denn Strom schadet dem Draht nicht sondern hauptsächlich Temperaturen um den Schmelzpunkt. Und die kann man im Kaltzustand sicher ausschließen.

Wenn ichss recht überlege, werden bei der Matrix-LED bei Dunkelheit ja auch ständig einzelne Elemente ein- und ausgeschaltet um Bereiche auszublenden.

Bei den meisten Fahrzeugen lässt sich die Licht-Automatik (LA) im System manuell durch den Fahrer abschalten, bei einigen lässt sich die Einschaltempfindlichkeit (durch die Werkstatt) regeln.

Ich habe das Problem tagsüber/bei Helligkeit bei der Einfahrt in meine dunkle(re) Garage, dann schaltet sich das Licht über die LA (MB ILS IntelligentLightSystem = dynamische LED) unsinnigerweise für wenige Sekunden automatisch ein und, wenn das Fahrzeug geparkt ist, leuchtet noch die Coming-Home-Funktion nach, im Dunkeln sehr sinnvoll, aber am helligen Tag unsinnig.

Das umgehe ich dadurch, dass ich kurz VOR Einfahrt in die dunkle Garage, wenn also die Beleuchtung über die LA noch aus ist, auf Standlicht schalte, einparke, den Motor/Zündung ausschalte und danach das Standlicht auf LA zurückstelle.

Ob man damit wirklich das System schont, wage ich aber zu bezweifeln.

Das Begrenzungslicht löst das Problem des TE und lässt sich einfach einschalten.

Zu berücksichtigen sind die in der StVO angeführten Bedingungen, bei denen das Begrenzungslicht durch Nebelscheinwerfer oder sogar Abblendlicht ergänzt werden muss.

Die Faustregel dazu:

Bei Tageslicht Begrenzungslicht, bei Dämmerung (=deutliche Senkung der Umgebungshelligkeit) und mehr dann Abblendlicht, Nebelscheinwerfer tags bei Regen, Nebel oder Schnee, nachts weiterhin Abblendlicht.

Idealerweise ist das Begrenzungslicht über die selben Leuchten wie das TFL ausgeführt, womit sich tagsüber durch die LED-Leuchtmittel dann ein höherer Kontrast ergibt, als mit Glühbirnen.

 

Der Effekt:

Das Heck ist immer beleuchtet und die vorhandenen Beleuchtungseinrichtungen werden sinnvoll genutzt.

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