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Leasing läuft demnächst ab - wie geht das nun?

Themenstarteram 11. Mai 2015 um 16:15

Moin, liebe Gemeinde!

Ich habe in 2012 meinen Mercedes geleast und die vierjährige Leasingdauer läuft im Sommer 2016 ab.

Ich habe einen Kilometerleasingvertrag, die Fahrleistung kommt mit den Erwartungen hin.

Der geneigte Leser erkennt: Das ist ja noch ein Jahr hin. Das stimmt, aber: Die Lieferzeit für einen GLE beträgt zurzeit rund 6 Monate, d.h., ich müsste Ende des Jahres einen neuen bestellen, damit ich nicht nach Ablauf des Leasings zu Fuß gehen muss.

Wie läuft das nun ab?

Wann schreibt mich Mercedes an und teilt mir mit, dass mein Leasing abläuft?

Einige Wochen vorher oder so rechtzeitig, dass die Neubestellung noch eingeplant werden kann?

Dann müssten sie sich ja im Herbst mal bei mir melden.

Ich würde gern wieder einen Mercedes kaufen oder leasen, allerdings möchte ich das auch von der Bewertung meines Fahrzeuges bei Rückgabe abhängig machen.

Wenn - nur man angenommen, noch ist ja nichts passiert - mir Mercedes mitteilt, dass sie noch gerne 5.000 Euro von mir hätten, weil sie festgestellt haben, dass das Auto ja sogar benutzt wurde...

Für den Fall, dass ich damit nicht einverstanden bin, möchte ich nicht alle Karten aus der Hand geben, sondern die Neubestellung von der Abwicklung des jetzigen Leasingvertrages abhängig machen.

Gibt es dazu Erfahrungen von Euch?

Bestimmt!

Die hätte ich gern man von Euch geschildert.

Danke!

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9 Antworten

1. Nein, Mercedes wird dich nicht zwingend rechtzeitig für jedes mögliche Fahrzeug vorher anschreiben. Ist die Lieferzeit zu lang, musst du vorher selbständig tätig werden, um dein Wunschfahrzeug zum Wunschtermin auch zu bekommen.

2. Nein, ein halbes Jahr vorher wirst du keine verbindliche Auskunft darüber bekommen, was sie dir ggf. abziehen werden.

Zitat:

@Jack Sutherland schrieb am 11. Mai 2015 um 16:15:46 Uhr:

 

Wann schreibt mich Mercedes an und teilt mir mit, dass mein Leasing abläuft?

Einige Wochen vorher oder so rechtzeitig, dass die Neubestellung noch eingeplant werden kann?

Dann müssten sie sich ja im Herbst mal bei mir melden.

In der Regel wird die Leasinggesellschaft Dich etwa vier Wochen vor Ablauf der Leasingdauer anschreiben. Dabei geht es aber nur darum, Dich an den Rückgabetermin zu erinnern. Mit einer evtl. Neubestellung hat dieses Schreiben nichts zu tun.

Zitat:

Ich würde gern wieder einen Mercedes kaufen oder leasen, allerdings möchte ich das auch von der Bewertung meines Fahrzeuges bei Rückgabe abhängig machen.

Wenn Dein Wunschfahrzeug sechs Monate Lieferzeit hat, dann wirst Du die Bestellung nicht von der Fahrzeugbewertung abhängig machen können. Die Leasinggesellschaft wird nicht bereit sein, vorab eine verbindliche Bewertung durchzuführen - schließlich fährst Du das Auto noch sechs Monate und da kann noch viel passieren ...

Soweit ich weiß, führt die DEKRA die Bewertungen für Mercedes durch (zumindest war dies bei Rückgabe meines Mercedes-Firmenwagens vor ein paar Jahren so). Die bewertet sehr objektiv - einen Anhaltspunkt gibt Dir der DEKRA-Schadenkatalog, den Du hier findest.

Gruß

Der Chaosmanager

Also ich rate Dir zu Deinem Händler zu fahren und alles zu besprechen.

Wenn die Hersteller gut aufgestellt sind, dann schreiben die Leasingkunden auslaufender GLK Verträge rechtzeitig an (basierend auf den Lieferzeiten eines potentiellen Folgevertrags)...das habe ich aber so kaum erlebt...Ggf. kann das ein Autohaus eher leisten, aber auch hier keine positive Erfahrung.

Mein Rat: 7 Monate vor Ablauf mal mit dem Händler in Dialog gehen und alles besprechen. Ggf. kann die DEKRA (welche fast wöchentlich vor Ort ist) mal drüber schauen und eine kurze Bewertung machen...allerdings wird es zu 100% am Abgabetag ebenso eine Bewertung geben und diese gilt für Nachzahlungen.

Bei BMW hatte ich es so, dass man damals keine Nachforderung stellte, wenn ein Folgefahrzeug geleast wurde - bei Skoda habe ich trotz Folgefahrzeug geblutet....also wie man es macht ist es falsch...

Mein zweiter Rat:

Wenn Du Schäden oder eine unfaire Rücknahme befürchtest, dann lass den Wagen ggf. auf eigene Kosten 2 Wochen vorher schon besichtigen und geh mit den gefundenen Mängeln mal zu einer anderen Werkstatt.

Mein Fazit:

Ich würde bis dato überwiegend fair behandelt und auch bewertet. Manchmal musste man noch 2/3 mal telefonieren aber immer lösungsorientiert.

PS: Ein Leasing kann i.d.R. auch um 3-4 Monate spontan verlängert werden, wenn die Lieferzeit des "Neuen" nicht eingehalten werden kann.

Zitat:

@Coestar schrieb am 11. Mai 2015 um 16:43:27 Uhr:

Wenn die Hersteller gut aufgestellt sind, dann schreiben die Leasingkunden auslaufender GLK Verträge rechtzeitig an (basierend auf den Lieferzeiten eines potentiellen Folgevertrags)...das habe ich aber so kaum erlebt...Ggf. kann das ein Autohaus eher leisten, aber auch hier keine positive Erfahrung.

Das kann ich bestätigen. Als ich seinerzeit einen Mercedes-Firmenwagen fuhr, fragte mich ein Verkäufer, der mich beim Service ansprach, wann denn mein Leasing auslaufen würde (Fahrzeug war nicht dort geleast). Ich sagte ihm das Datum und er meinte dann, er würde sich rechtzeitig bei mir melden. - Etwa zwei Monate (!) nachdem der Leasingvertrag beendet war und ich schon einen BMW fuhr, fragte der Verkäufer nach, wie es denn mit einem neuen Mercedes aussehen würde ...

Gruß

Der Chaosmanager

Es ist wohl die einzige Möglichkeit:

Willst Du eine Neubestellung von der Art der Rückgabe abhängig machen, wirst Du den Zeitraum der Lieferzeit mit einem Mietwagen / Langzeitmiete überbrücken müssen.

6 Monate vorher wird dir niemand VERBINDLICH (und NUR das nützt dir etwas) sagen können / wollen, was bei der Rückgabe an eventuellen Schäden geltend gemacht wird.

Bisher kam meine LG immer wenige Wochen vor Ablauf auf mich zu. Dabei ging es lediglich um Ort und Zeitpunkt der Rücknahme.

Nicht um eine Neubestellung.

Habe allerdings noch nie direkt beim Hersteller geleast.

Ich finde die Frage des TEs durchaus gut und der exakt gleiche Gedankengang ist mir auch schon gekommen.

Den Händler bzgl. der Rückgabe etwas "unter Druck zu setzen" finde ich nicht schlecht. Ich würde ja auch gar nicht erwarten, dass ich ihm irgendwelche Schäden kostenlos unterjubeln kann oder mir etwas geschenkt wird, aber eine gewisse Kulanz nach 3 Jahren Nutzung fände ich schon angebracht. Ich möchte nicht für jede "normale" Gebrauchsspur zur Kasse gebeten werden, gerade wenn ich bereit bin eine durchaus nicht billige Neubestellung zu tätigen. Da gehört die Kulanz für mich ein Stück weit zur Kundenbindung.

Aber ich sehe auch, dass die Optionen äußerst limitiert sind. Du könntest nach deiner Neubestellung und einer wenig erfreulichen Rückgabe des alten Fahrzeugs höchstens damit drohen, dass du dir fürs nächste Leasing einen anderen Händler suchst, sollte er dir nicht entgegen kommen.

Zitat:

@t-nigs schrieb am 12. Mai 2015 um 13:03:30 Uhr:

Ich möchte nicht für jede "normale" Gebrauchsspur zur Kasse gebeten werden,

Es ist ja auch nicht üblich, dass "normale" Gebrauchsspuren wie Steinschläge, kleinere Kratzer etc. berechnet werden ... zumindest habe ich das noch nie erlebt.

Gruß

Der Chaosmanager

Wikipedia sagt:

Kulanz bezeichnet allgemein ein Entgegenkommen zwischen Vertragspartnern nach Vertragsabschluss und damit einen Rechtsverzicht. Speziell umfasst sie das Gewähren von Reparatur- und Serviceleistungen bei Handelsgütern auf freiwilliger Basis nach Ablauf der gesetzlichen oder individualvertraglichen Gewährleistungsverpflichtungen.

Sie stellt in der Wirtschaft eine Maßnahme zur Kundenbindung dar: Auch ohne eine Verpflichtung sieht es der Kulanz-Gewährer als sinnvoll an, seinen Kunden in einem Problemfall zufriedenzustellen, um ihn als Kunden zu behalten und künftig weitere Geschäfte mit ihm tätigen zu können

Ich sage:

Da die Kunden immer mehr nach einer positiven Kulanzerfahrung dennoch dem "Kulanz-Gewährer" den Rücken kehren, ist Kulanz in Deutschland meiner Meinung nach so gut wie nicht mehr erhältlich. Im Leasing ist es problematisch, da die Banken mit ruinösen Restwert-Berechnungen den Neuwagenabsatz fördern (siehe auch - jährliche Abschreibungen der Kfz-Konzernbanken)

Jeder, der im Leasing das Letzte an Konditionen heraus presst, darf sich nicht wundern, wenn bei der Rückgabe des Autos die Lupe heraus geholt wird.

Rechtlich nervig ist es, dass eigentlich keiner so richtig definiert, was eine Delle oder ein Kratzer ist - manche versuchen es....Früher hat der Händler selber mit seinem Kfz Meister die Rückgabe geprüft, heute macht es zumeist die DEKRA.

Nach meiner Erfahrung kann man sich mit Autohäusern recht gut einigen, wenn man dann die Abwicklung für die Bücher wie gefordert über den Tisch laufen lässt, aber dann versucht die "Kulanz" in einer künftigen Inspektion o.ä. einzurechnen (Mannstunden in der Werkstatt).

ich finde es nur unsäglich, wenn die Bewertung ohne mich stattfindet. Beim letzten Auto wurden mir Steinschläge und Dellen auf der Motorhaube in Rechnung gestellt, die ich nicht gesehen habe - da ich aber dazu neige meinen Wagen auf dem Hof des Händlers noch einmal von allen Seiten zu fotografieren, hatte ich die Möglichkeit mich der Sache vom Schreibtisch aus anzunehmen.

Zitat:

@Coestar schrieb am 13. Mai 2015 um 08:50:31 Uhr:

Rechtlich nervig ist es, dass eigentlich keiner so richtig definiert, was eine Delle oder ein Kratzer ist

Das war früher vielleicht mal so, heutzutage gibt es Schadenkataloge von DEKRA, Sixt, VW etc., die sehr genau definieren, welche Mängel toleriert werden und welche nicht ...

Gruß

Der Chaosmanager

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