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Längsbeschleunigung, Einfluss Felgengröße und Gewicht

Themenstarteram 28. April 2019 um 19:28

Ich möchte gleich zu Beginn appellieren das Thema nicht abdriften zu lassen und nur die Physik zu betrachten. ;)

Ich bin im Winter mit 225/40 R18 Dunlop Winter Sport 5 und Bobet XRT-Felgen gefahren. Laut Kundendienst wiegen die Felgen 12,2 kg, Gesamtgewicht weiß ich nicht da Reifen über Reifenhändler gewechselt. Muss ich nächstes Jahr vor dem Wechsel wiegen lassen.

Im Sommer fahre ich mit Pirelli PZero 235/35 R 19 und den Standardfelgen herum. Gewicht weiß ich nicht, werde ich dann auch mal wiegen lassen.

Was mir aufgefallen ist: Im Winter habe ich auf der Autobahn bei Kickdown sehr flott die 240 km/h erreicht die die Reifen maximal erlauben.

Jetzt mit den Sommerreifen kommt es mir deutlich weniger flott vor bis diese Geschwindigkeit am Tacho erscheint.

Erklärung wäre das Gewicht bei einer größeren Felge mehr außen liegt und dann ein höheres Drehmoment zur Beschleunigung benötigt wird? Und das die ungefederte Masse am Fahrzeug hier negativ bei der Beschleunigung reinspielt?

Das jetzt der Turbolader mehr Mühe hat weil die Temperatur nun nicht mehr um die 0°C liegt, sondern > 10°C sollte jetzt nicht die Ursache sein? Unten herum ist die Beschleunigung angemessen, zum Vergleich zu meinem Vorgängerwagen mit 140 PS brachial. Ist aber relativ wenn man das mit einer Dodge Hellcat vergleicht. :D

Bilde ich mir die langsamere Beschleunigung im oberen Bereich nun ein oder bemerkt man das schon deutlich bei schwereren Rädern?

Und bevor jetzt doch Kommentare kommen, ich beschleunige nach passieren eines Autos und gehe vom Gas wenn das nächste Auto auf der rechten Seite auftaucht. Hohe Differenzgeschwindigkeit ist zu gefährlich.

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15 Antworten

Für sehr viele ist dieses Thema mit dem Rädergewicht ein rotes Tuch, da es so garnicht in ihr Weltbild zu ihren vermeintlich schicken Tunerfelgen passt:rolleyes:

In deinem Fall werden für die etwas bessere Beschleunigung mit den Dunlop Winter Sport 5 zum vielleicht etwas geringeren Gewicht noch zwei andere Faktoren, wie der etwas geringerer Rollwiederstand und natürlich der kleinere Abrollumfang hinzu kommen.

In Einzelnen macht das sicher net viel aus, aber in der Summe sollte sich das schon deutlich bemerkbar machen, nicht nur in einem agilerem Fahrverhalten, auch in einem geringeren Kraftstoffverbrauch.

Interessant wäre natürlich das tatsächliche Gewicht der jeweiligen Rad/Reifen kombination.

Themenstarteram 28. April 2019 um 21:49

Zumindest was Verbrauch angeht kann ich das ausrechnen.

Winterreifen zwei Winter:

6814 km, 738 Liter, 10,8 l/100 km

7015 km, 790 Liter, 11,3 l/100 km

Sommer:

5467 km, 647 Liter, 11,8 l/100 km

Okay, im ersten Winter fuhr ich die ersten 1000 km den Wagen ein und bin das etwas sachter angegangen.

Denke aber mal man kann grob sagen das ich im Sommer 0,5 Liter/100 km Mehrverbrauch habe.

Ich will kein Track fahren, interessiere mich aber für die Technik.

Wäre es Vorteilhaft da lieber auf leichte 18'' Felgen (z.B Motec) umzusteigen? 225 oder 235 (wobei ich nicht weiß ob ich überhaupt 225er bei 18'' dürfte)? Bessere Traktion bei breiteren Reifen mit Abstrich in der reinen Längsbeschleunigung?

Wenn bestmögliche Rundenzeit auf Nordschleife und Co. was wäre da das Optimum bei einem Hot-Hatch?

Möglichst kleine Felge so das Bremse noch reinpasst?

Größtmögliche Breite für größtmögliche Traktion?

Semi-Slicks (erhöht die Reibung, dann wieder Abstrich beim reinen Beschleunigen, dafür hohe Kurvengeschwindigkeit)?

@fastfreddy19 Was hast Du für Reifengröße auf Deinem GTI?

@HessischerBub67

wenn du im Winter 18 Zoll fährst, spricht nix dagegen diese Größe auch im Sommer zu fahren;)

Nur spielt ein Seat Leon Cupra 300 sicher noch mal in einer anderen Liga als mein oller GTI, beim Cupra machen 235er schon eher Sinn.

Meine schicken 7.5x18 Sevillias hab ich auf Ebay Kleinanzeigen entsorgt, 21,4 Kg haben die mit den Potenza S001 225/40R18 auf die Waage gebracht.

Aktuell sind die Belvedere verbaut, ebenfalls in 7.5x18, das sind die Clubsport-Felgen, mit dem Golf GTI TCR sind diese nun auch wieder erhältlich.

Wiegen mit den montierten Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 17,1 Kg.

Und diese 4,3 Kg mindergewicht pro Rad machen sich in jeder Fahrsituation positiv bemerkbar, und zwar deutlich.

Im Golf 7 GTI Forum werden für den Track eher 18 Zoll empfohlen, und je breiter desto besser, z.B. 9x18 ET42 mit 265/35 auf der VA und 9x18 ET47 mit 235er auf der HA!

Hallo @ HessischerBub67 ,

davon ausgehend, das Deine genannten Rad-/Reifengrössen so in Deiner

"COC"-Bescheinigung stehen,(225 x 40 R18 Winter und 235 x 35 R19

Sommer ) kannst Du davon ausgehen, das beide Grössen in etwa gleiche

Radumfänge haben, denn ansonsten müßte ja jedesmal Dein Tacho

angepasst werden. Gewichtsunterschiede könnten sich höchstens aus

differierenden RAD / Reifen Verhältnissen ergeben.

Die verschiedenen Reifenbreiten sind aus "Freigängigkeits - Gründen" not-

wendig. Beschleunigungs Unterschiede sehe ich dabei "rein gefühlsmäßige".

Also ich denke da spielen mehr Faktoren eine Rolle:

- Temperatur bzw Sauerstoffsättigung, merke ich auch bei meinem Turbo extrem. Desto kleiner der Hubraum und größer der Ladedruck, desto mehr spielt es eine Rolle.

-Die Gewöhnung ans Auto. Anfangs hab ich meine Kiste auch etwas geschont und habe auch nicht die volle Leistung abgerufen. Heute kommt er mir manchmal auch etwas träge vor, ist aber rein subjektiv...

-Die Geräuschkulisse. Lauter abrollende Reifen geben manchmal den subjektiven Eindruck einer besseren Beschleunigung...

-Das Gewicht der Reifen spielt sicher auch eine Rolle.

-Kickdown ist für einen Turbomotor kontraproduktiv, der will eher konstant in der Drehzahl beschleunigt werden, erst ab einer gewissen Drehzahl kommt sein Potenzial zum Tragen. Ist bei einem V6 zB anders...

-Es könnte auch sein, daß der Grip der Sommerreifen schlechter ist als bei den WR, somit verschwendest du viel Leistung um auf die gleiche V zu kommen...

HTC

...und 4x 1 cm breiter sind die 4 Sommerreifen ja auch noch = 4x bissl mehr Luftwiderstand für die Gesamtrechnung. Ist ja grad bei höheren Geschwindigkeiten nicht gaanz unwichtig.

(meine 15er-Felgen

<---

wiegen übrigens 7,2 kg (ohne den 205/55-15) . . . mein 318i fährt trotzdem nur max. 190 . . . mehr muß es aber auch gar nicht sein ;-) )

 

 

Nachtrag/Antwort zu unten :

7x15 ? Oder nur 6x15 ?

Beim E36 gibt's ein 7x15 mit 6 kg http://de.bmwfans.info/parts-catalog/E36-Sedan/Europe/318i-M43/browse/wheels/bmw_styling_ii_styl_34/

...vielleicht waren die Supersportler früher doch nicht ganz soo super...zumindest beim mehrmaligen Bremsen ;-)

die kann ich unterbieten. 5,7kg auf meinen 15ern (8L0601025E). Warum brauchen hothatches eigentlich so brachial grosse bremsen? Frueher fuhren Supersportler auch 15"

Oder die hatten 2 Bremsscheiben pro Rad... :)

Die angesprochene Überhitzung und das Gesamtgewicht gepaart mit den heutigen Leistungen sind wohl die wichtigsten Gründe...

HTC

Diesen Effekt der gefühlten Mehr-PS kann ich so bestätigen. Hatte am E46 330d im Winter die Styling 73 in 7x17 Zoll mit 9,7kg/Felge und 205/50/17 Reifen. Im Sommer dagegen Styling 89, Gewicht unbekannt, wahrscheinlich auch um die 10 kg, jedoch mit 225/45/17 Bereifung. Trotz des geringen Unterschiedes der Breite marschierte der 3er mit den 205er Reifen im Winter wie von der Tarantel gestochen. Der größte Flop dagegen war die Mischbereifung mit 255er Reifen an der HA. Deutlich träger. Daher scheint für mich die Reifenbreite der wichtigste Faktor zu sein.

Bevor jetzt alle 155er auf die Felgen schrauben... :D

Was ist denn wichtiger?

- schnellere Beschleunigung (= schmalere Reifen)

- höhere Kurvengeschwindigkeiten (= breitere Reifen)

Nun, breitere/schwerere Reifen haben weitere Vorteile:

Mehr Kraft auf die Straße bringen beim Losfahren und beim Bremsen...

HTC

Wir sind beim Mini Cooper S Clubman meiner Frau auch von den Originalen Bridgestone S001 Runflat 225/40 R18 auf 17" 225/45 R17 ohne RFT umgestiegen. Seitdem rollt das Fahrzeug sehr viel leichtfüßiger und braucht einen halben Liter weniger. Der Unterschied beträgt immerhin 6 kg/Rad. Hauptgund des Wechselns war eigentlich das unglaublich poltrige Fahrverhalten.

Felgen und Reifen gehören zu den sogenannten ungefederten Massen. Diese wirken sich fahrdynamisch im Vergleich zu gefederten Massen ca. mit dem Faktor 4 aus, d.h. fahrdynamisch bringt eine Reduktion der ungefederten Massen um 1 kg einen ähnlichen Effekt, wie die Reduktion um 4 kg gefederte Masse.

Leichtfüßigeres Handling und besseres Ansprechen der Federung sind die Folge. Näheres hierzu auch im Buch von Wolfgang Weber - "Fahrdynamik in Perfektion".

Ein test, wenn auch alt aber das ist ja heute nicht anders wie damals.

Quelle: Sport Auto von glaub 1999

 

Vier Radsätze, Reifen jeweils Conti Sport Contact, Auto BMW 328i

- 16 Zoll Serie: BMW-Serienräder 7x16 Zoll mit 205/55-16: kompletter Radsatz wiegt 76 kg

- 16 Zoll : OZ Saturn 7,5x16 Zoll mit 225/50-16: Komplett 90 kg

- 17 Zoll: OZ Supertourismo 8x17 Zoll mit 225/45-17: Komplett 94 kg

- 18 Zoll: OZ F1 Plus 8x18 Zoll mit 225/40-18 vorne + 265/35-18 hinten (= Mischbereifung): 94 kg

Generelle Feststellungen der Sport-Auto:

- Abrollkomfort am besten bei Serienbereifung, am schlechtesten bei 18 Zoll.

- Lenkpräzision bei 18 Zoll am höchsten, aber bei gestiegenen Lenkkräften.

- ABS reaiert bei Mischbereifung (18er) weniger feinfühlig.

- 17 Zoll geben merkwürdigerweise eine deutliche Verstärkung der Lastwechselreaktionen, daher speziell bei Nässe langsamer im Handling. Vielleicht andere Shorehärte?

Die Meßwerte:

Elastizität 4. Gang 80-160 km/h:

Serie: 18,0 s.

16er: 19,4 s.

17er: 19,7 s.

18er: 19,7 s.

-> Die 18er führen hier zu 9 % längeren Beschleunigungszeiten

Elastizität 5. Gang 80-160 km/h:

Serie: 22,9 s.

16er: 23,6 s.

17er: 23,1 s.

18er: 25,2 s.

-> Die 18er führen hier zu 10 % längeren Beschleunigungszeiten

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